James Bond 007 – Feuerball

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Feuerball (1965))
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel James Bond 007 – Feuerball
Originaltitel Thunderball
Logo thunderball de.svg
Produktionsland Vereinigtes Königreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1965
Länge 130 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
Stab
Regie Terence Young
Drehbuch Richard Maibaum,
John Hopkins
Produktion Kevin McClory,
Albert R. Broccoli
Musik John Barry,
Titelsong: Tom Jones
Kamera Ted Moore
Schnitt Ernest Hosler
Besetzung
Synchronisation

James Bond 007 – Feuerball (Originaltitel Thunderball) ist der vierte Teil der von Eon Productions Ltd. produzierten James-Bond-Reihe. Regie führte zum letzten Mal Terence Young, die Rolle des MI6-Agenten James Bond ist mit Sean Connery besetzt. Der Film spielte weltweit mehr als 140 Mio. US-Dollar ein und war inflationsbereinigt bis zum Erscheinen von Skyfall im Jahr 2012 der erfolgreichste Film der Reihe. Er erhielt nach Goldfinger als zweiter James-Bond-Film einen Oscar. Der Film startete am 17. Dezember 1965 in den bundesdeutschen Kinos.

1983 erschien die Neuverfilmung Sag niemals nie in den Kinos.

Handlung[Bearbeiten]

Bond enttarnt und tötet den als trauernde Witwe verkleideten Jacques Bouvar, einen Agenten der Verbrecherorganisation Phantom (im englischsprachigen Original S.P.E.C.T.R.E.), nach dessen vorgetäuschter Beerdigung in Bouvars Villa. Daraufhin flieht er mit Hilfe eines Raketenrucksacks vor den herannahenden Anhängern zu seinem Auto.

Im Hauptquartier in Paris treffen sich die führenden Männer der Verbrecherorganisation unter der Führung von Ernst Stavro Blofeld. Er beabsichtigt, unter der Leitung von Emilio Largo eine Lösegeldsumme von den Vereinten Nationen in Höhe von 280 Millionen US-Dollar zu erpressen. Um den Plan auszuführen, hat sich Graf Lippe in Südengland in einem Hotel in der Nähe eines NATO-Stützpunktes einquartiert. Zufällig befindet sich Bond zur Erholung im selben Hotel. Lippe versucht, Bond auf einer Dehnungsbank, an die dieser vorher zu medizinischen Zwecken festgebunden wurde, zu töten, indem er das Gerät auf volle Leistung stellt. Bond wird allerdings lediglich bewusstlos und überlebt den Anschlag.

Kurz darauf tötet Lippe zusammen mit seinem Söldner Angelo und der Spectre-Auftragskillerin Fiona den NATO-Piloten Francois Derval und stiehlt ihm den Ausweis, so dass der Söldner, dessen Aussehen durch kosmetische Operationen dem des Getöteten zuvor angenähert wurde, problemlos in den NATO-Stützpunkt eindringen kann. Dort entführt er ein Flugzeug vom Typ Avro Vulcan, das mit zwei Atombomben ausgerüstet ist, tötet die Besatzung und fliegt die Maschine zu Largo. Dort wird Angelo, der kurz vorher plötzlich ein deutlich höheres Honorar gefordert hatte, nach der Auftragserfüllung umgebracht und die nuklearen Waffen werden im Meeresboden eingelagert.

In seinem Zimmer sieht Bond zeitgleich Menschen mit einer Leiche das Hotel betreten. Er verfolgt diese und findet die Leiche des Piloten auf der Dehnungsbank. Er wird beinahe von einem Phantom-Agenten getötet, kann ihn jedoch überwältigen und den Feueralarm einschalten.

Am nächsten Morgen reist Bond von seinem Hotel zu einem MI6-Quartier ab. Dabei kommt es zur Verfolgungsjagd mit Phantom-Agenten. Er kann die Gegner jedoch ohne großen Aufwand überwältigen. Im Quartier erfährt Bond vom Verlust der Atombomben. Die Phantom-Organisation stellt ihre Forderung, sie droht bei Nichterfüllung eine Stadt im Vereinigten Königreich oder in den Vereinigten Staaten mit den Atombomben zu vernichten. Durch seine Recherchen findet Bond heraus, dass er in Nassau tätig werden muss. Er folgt dort einer Frau namens Domino, Dervals Schwester, beim Tauchen und geht mit ihr essen. Am Abend besucht Bond ein Casino und trifft dort auf Largo, der mit Domino zusammen ist. Largo und Bond kennen einander und spielen gegeneinander Baccara. Largo lädt Bond auf sein Landhaus Palmyra ein.

CIA-Agent Felix Leiter und Bond treffen in Nassau auf Q. Dieser rüstet Bond mit einem Geigerzähler in Form einer Uhr, einer Unterwasserkamera, die Infrarotaufnahmen bei Nacht machen kann, einer Miniaturleuchtpistole und einem Schnorchelstäbchen, das eine defekte Sauerstoffflasche ersetzen soll, aus.

In der Nacht versucht Bond die Radioaktivität der Disco Volante, der Yacht von Largo, zu messen, da er die Atombomben dort vermutet. Er kann dies jedoch nicht bestätigen. Auf dem Rückweg zum Hotel wird er von Fiona aufgelesen, welche im selben Hotel wohnt.

Während eines Flugs erkunden Bond und Leiter Largos Landgut und entdecken bei ihm ein Haifischbecken. Daraufhin folgt Bond dessen Einladung.

In der Nacht bricht Bond in Largos Haus ein. Allerdings bemerken Largos Männer den Einbruch und es kommt zum Zweikampf zwischen Bond und einem feindlichen Mann, wobei beide ins Haifischbecken stürzen. Largo schließt dieses mit einer elektrisch ausfahrbaren Plane ab und hetzt die Haie auf beide. Bond tötet seinen Gegner, holt die benötigte Luft mit dem Schnorchelstäbchen und flieht durch einen Tunnel in das Becken, aus dem die Haie kamen. Von dort gelangt er unerkannt zurück an Land.

In seinem Hotelzimmer wartet Fiona auf Bond, welche mit ihm zuerst eine Liebesnacht verbringt, ihn aber mit der Hilfe von einigen Männern zu Largo bringen soll. Doch Bond entkommt, als er den Wagen mit einer Flasche Hochprozentigem in Brand setzt und im Gewühl des Karnevals verschwindet. Er wird am Bein angeschossen und die Bösewichter folgen seiner Blutspur bis in einen Nachtklub. Dort wollen Largos Männer Bond erschießen, doch sie treffen nicht ihn, sondern Fiona, welche Bond zu einem Tanz aufgefordert hatte.

Auf der Suche nach dem entführten Flugzeug mit Leiter entdeckt Bond in der Nähe von Largos Landgut die getarnte Avro Vulcan. Bond taucht nach ihr, nimmt Beweismaterial für den Tod von Dominos Bruder mit und stellt das Verschwinden der Bomben fest. Da er hofft, dass Domino vom Aufenthaltsort der nuklearen Waffen weiß, sucht er sie auf, und sie kann von Bond überredet werden, gegen Largo zu arbeiten.

Währenddessen geht Bond mit an Bord der Disco Volante, die die Bomben aufladen soll. Während des Ausbuchtens der Bomben wird Bond von Largo enttarnt und kämpft mit ihm unter Wasser. Zwar kann er entkommen, wird aber in einem Lagerraum unter Wasser eingeschlossen. Wieder zurück auf der Disco Volante merkt Largo, dass Domino gegen ihn arbeitet, fesselt sie und will sie foltern. Vorher erscheint jedoch Dr. Kutze, der ihn zur Abfeuerung der Waffen holt.

Bond findet sich derweil in einer Bucht wieder. Dort sendet er einem Hubschrauber, auf dem sich Leiter befindet, ein Signal und wird von ihm an Bord geholt. Von einem Flugzeug aus springen mehrere Agenten ins Meer, die mit Harpunen und Dolchen die Feinde, die ebenfalls unter Wasser und ähnlich ausgerüstet sind, bekämpfen. Kurz darauf kommt auch Bond, der aus dem Hubschrauber springt, den Geheimdienstmännern zu Hilfe. Zusammen können sie die Feinde besiegen.

Kutze, der zuvor Largo geholt hat, befreit Domino von den Fesseln. Bond geht zeitgleich an Bord der Disco Volante. Dort kommt es zum Kampf zwischen ihm und Largo, der Unterstützung von seinen Männern erhält, wobei Bond das Boot auf Höchstgeschwindigkeit bringt. Die Anhänger von Largo lassen sich zwar schnell besiegen, allerdings besiegt Largo nach einem erbitterten Kampf Bond und hat im Sinn, ihn zu töten, als plötzlich Domino auftaucht und ihn mit einer Harpune erschießt. Noch im letzten Moment können Bond, Domino und ihr Retter vom Boot fliehen, bevor es an einem Felsen zerschellt.

Nun mitten im Meer, wirft ein Flugzeug Domino und Bond ein Rettungsfloß und ein Seil ab, das an einem Heliumballon festgemacht wurde. Beide machen sich daran fest und heben durch das Flugzeug, das das Seil auffängt, ab.

Produktion[Bearbeiten]

Kontroverse[Bearbeiten]

Feuerball war ursprünglich als erste Folge einer geplanten Fernsehserie vorgesehen oder aber als eigenständiger Film. Für dieses Projekt erarbeitete Ian Fleming mit den Autoren Kevin McClory und Jack Whittingham die Kurzgeschichte und das Drehbuch. Als die Idee einer Serie fallengelassen wurde, übernahm Fleming die Geschichte und baute sie zu einem Roman aus. Das Buch wurde dann 1961 als neunter James-Bond-Roman veröffentlicht. Zu Beginn wurde lediglich Fleming als Autor angegeben. Seine Mitautoren verklagten ihn, was dazu führte, dass nicht Feuerball als erster Bond-Film gedreht wurde, sondern Dr. No.

Als Folge der Klage wurden McClory und Whittingham in späteren Auflagen des Romans als Mitautoren genannt, auch wenn Fleming weiterhin als Hauptautor galt. Zusätzlich erhielt McClory die Verfilmungsrechte. Nach dem kommerziellen Erfolg der ersten drei James-Bond-Filme einigten sich die Produzenten Albert R. Broccoli und Harry Saltzman mit Kevin McClory auf die Verfilmung von Feuerball. Dieser wurde am Produktionsprozess und der Verteilung der Gewinne des Films der Eon Productions Ltd. beteiligt. Im Gegenzug durfte McClory zehn Jahre lang keine Verfilmung dieser Geschichte angehen.

Nach Ablauf dieser Frist 1975 begann Kevin McClory mit den Planungen zu einer Neuverfilmung der Geschichte. Bis zur Entstehung der Neuverfilmung Sag niemals nie 1983 standen sich bei Gerichtsprozessen McClory auf der einen und die Produzenten der James-Bond-Reihe und United Artists auf der anderen Seite gegenüber. Seitdem hat McClory wiederholt versucht, eine neue Version zu produzieren und auch die ihm zugesprochenen Rechte zu verkaufen.

Besetzung[Bearbeiten]

Sean Connery hatte sich 1961 vertraglich verpflichtet, von 1962 bis 1967 jedes Jahr einen James-Bond-Film zu drehen. Er stand also auch für Feuerball zur Verfügung.[2]

Für die Rolle des Bond-Girls Domino kamen mehrere bekannte Schauspielerinnen in Betracht. Erste Wahl des Produzenten Albert R. Broccoli war Julie Christie, die seine Aufmerksamkeit mit ihrem Auftritt in dem Film Geliebter Spinner erreicht hatte. Doch nachdem er sie kennengelernt hatte, war Broccoli angeblich nicht mehr von ihr überzeugt und favorisierte stattdessen Raquel Welch, die ihm 1964 auf dem Cover der Oktoberausgabe der Zeitschrift Life aufgefallen war. Offenbar bot man Welch die Rolle auch an, sie entschied sich jedoch dazu, an Stelle von Thunderball den Film Die phantastische Reise zu drehen. Eine zeitlang sah es so aus, als würde Faye Dunaway die Domino spielen, doch auch sie entschied sich für ein anderes Projekt. Man dachte auch über eine Reihe unbekannterer Schauspielerinnen nach, darunter Maria Grazia Buccella, Yvonne Monlaur, Mary Menzies[3] und Gloria Paul. Letztlich erhielt Claudine Auger die Rolle. Teile des Drehbuchs mussten umgeschrieben werden, um Domino an Stelle der italienischen eine französische Herkunft zu geben. Trotzdem wurde ihre Stimme im Film von Nikki Van der Zyl[4] synchronisiert.[5] In den Unterwasserszenen agierte Evelyn Boren als Double für Claudine Auger.[6]

Die ebenfalls für die Rolle der Domino in Frage gekommene Luciana Paluzzi erhielt die Rolle der Schurkin Fiona Kelly. Da Paluzzi Italienerin ist, änderte man den Namen der von ihr gespielten Figur in das italienische Volpe.[5]

Als Bonds Widersacher Emilio Largo wurde der italienische Schauspieler Adolfo Celi unter Vertrag genommen.[5] Auch er wurde aufgrund seines starken sizilianischen Akzentes synchronisiert, und zwar von Robert Rietty.[4]

Rik Van Nutter wurde als mittlerweile dritter Darsteller des CIA-Agenten Felix Leiter verpflichtet. Er wurde im fertigen Film synchronisiert.[5]

Martine Beswick ist in der Rolle der Paula Caplan zu sehen. Nach ihrem Auftritt in Liebesgrüße aus Moskau spielt sie hier bereits ihre zweite Rolle in einem Bond-Film.[5]

Als Moneypenny, M und Q treten erneut Lois Maxwell, Bernard Lee und Desmond Llewelyn auf.

Titel[Bearbeiten]

Der Titel des Films wurde von Ian Flemings gleichnamigen Roman übernommen. Im Film lautet der Name der Operation zur Wiederbeschaffung der Nuklearsprengköpfe Feuerball.

Dreharbeiten[Bearbeiten]

Die Dreharbeiten fanden vom 16. Februar 1965 bis 9. Juli 1965 statt.[7]

Drehorte[Bearbeiten]

In folgenden Ländern wurde gedreht:[8]

Gadgets[Bearbeiten]

  • Das Bond-Auto Aston Martin DB5, das bereits in Goldfinger verwendet wurde; diese Version war jedoch mit einem Heck-Wasserwerfer ausgestattet, der im vorherigen Film weder erwähnt noch verwendet wurde
  • In der Eröffnungssequenz benutzt Bond einen Raketenrucksack (Bell Textron Jet), um von einem Landgut zu entkommen
  • Ortungspille: Wenn Bond diese (radioaktive, aber harmlose) Pille schluckt, sendet sie ein Signal aus, das nur von einem bestimmten Gerät empfangen werden kann
  • Mini-Mundlufttank: Wenn dieses kleine Gerät in den Mund gesteckt wird, liefert es etwa vier Minuten lang Luft unter Wasser
  • Armbanduhr mit eingebautem Geigerzähler
  • Hightech-Presslufttank mit aufgesetztem Schiffschraubenantrieb und Harpunenfunktion
  • Spiegelreflexkamera mit Infrarotfilm für Unterwasserbilder und eingebautem Geigerzähler

Filmmusik[Bearbeiten]

Der Titelsong sollte zuerst von Johnny Cash gesungen werden, der ihn auch aufnahm, doch dann entschied man sich für Tom Jones.

Dann war ein Lied namens Mister Kiss Kiss Bang Bang als Titelsong vorgesehen und bereits aufgenommen worden. Die Melodie des Songs taucht trotzdem im Film auf, als die Melodie, zu der Bond und Fiona tanzen. Außerdem heisst im Film der Club, in den Bond vor Fiona flüchtet, „Club Kiss Kiss“.

Soundtrack[Bearbeiten]

Der Soundtrack erschien erstmals bei United Artists Records im Jahre 1965 auf LP. In den 1980ern wurde eine erste CD-Pressung von EMI herausgebracht. Nach dem 40-Jahr-James-Bond-Jubiläum wurde 2003 eine neu aufgearbeitete Fassung von Capitol Records veröffentlicht. Die Extended Version beinhaltet verlängerte Musikstücke des Original-Soundtracks, die aufgrund der beschränkten Kapazität der LP weggeschnitten wurden.

Originalauflage (1965/1984)

  1. Thunderball (02:50)
  2. Chateau Flight (02:26)
  3. The Spa (02:40)
  4. Switching The Body (02:45)
  5. The Bomb (05:42)
  6. Cafe Martinique (03:42)
  7. Thunderball - Instrumental (04:16)
  8. Death Of Fiona (02:39)
  9. Bond Below Disco Volante (04:12)
  10. Search For Vulcan (02:32)
  11. 007 (02:30)
  12. Mr. Kiss Kiss Bang Bang (02:45)

Extended Version (2003)

  1. Thunderball – Main Title (03:03) gesungen von Tom Jones
  2. Chateau Fight (02:31)
  3. The Spa (02:42)
  4. Switching The Body (02:48)
  5. The Bomb (05:45)
  6. Cafe Martinique (03:45)
  7. Thunderball (03:57)
  8. Death of Fiona (02:31)
  9. Bond Below Disco Volante (04:05)
  10. Search For Vulcan (02:24)
  11. 007 (02:27)
  12. Mr. Kiss Kiss Bang Bang (03:18)
  13. Gunbarrel/Traction Table/Gassing The Plane/Car Chase (04:43)
  14. Bond Meets Domino/Shark Tank/Lights Out For Paula/For King and Country (08:18)
  15. Street Chase (03:23)
  16. Finding The Plane/Underwater Ballet/Bond With SPECTRE Frogmen/Leiter To The Rescue/ … (10:15)
  17. Underwater Mayhem/Death of Largo/End Titles (10:21)
  18. Mr. Kiss Kiss Bang Bang (02:41) Mono Tonaufnahme

In Deutschland sang Alan Corb eine deutschsprachige Version des Titelliedes unter dem Titel Feuerball sowie auch eine deutsche Version Mr Kiss Kiss Bang Bang.

Synchronisation[Bearbeiten]

Synchronisiert wurde der Film durch die Ultra Film Synchron GmbH in Berlin.[9]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
James Bond Sean Connery Gert Günther Hoffmann
Domino Derval Claudine Auger Rosemarie Kirstein
Emilio Largo Adolfo Celi Martin Hirthe
Fiona Volpe Luciana Paluzzi Margot Leonard
Felix Leiter Rik van Nutter Michael Chevalier
Graf Lippe Guy Doleman Rainer Brandt
Patricia Fearing Molly Peters Marianne Mosa
Paula Caplan Martine Beswick Uta Hallant
M Bernard Lee Konrad Wagner
Moneypenny Lois Maxwell Lola Luigi
Q Desmond Llewelyn Harald Wolff
Vargas Philip Locke Christian Rode
Ladislav Kutze George Pravda Heinz Engelmann
Janni Michael Brennan Hans Walter Clasen
Angelo Palazzi / Major Francois Derval Paul Stassino Horst Niendorf
Ernst Stavro Blofeld Anthony Dawson Wilhelm Borchert
Phantom Nr. 5 (England) Philip Stone Friedrich Schoenfelder
Phantom Nr. 11 (USA) Murray Kash Wolfgang Lukschy

Der Film wurde in der deutschen Synchronisation an der Stelle, an der Bond Graf Lippe im Dampfbad einschließt, so geändert, dass Bond ein lustiges Liedchen vor sich hinträllert. Im Original tut er das nicht, aber gemäß dem Audiokommentar zum Film hatten die Produzenten in der Tat vorgehabt, ihn ein Lied singen zu lassen. Das wurde dann schließlich wegen der Charakterdarstellung Bonds unterlassen.

Uraufführung[Bearbeiten]

Die erstmalige Aufführung des Films erfolgte am 9. Dezember 1965 in Tokio.[10] Die offizielle Premiere fand in den Vereinigten Staaten statt, und zwar am 21. Dezember 1965 im Manhattan Paramount Theater in New York.[5]

Die Premiere des Films im Vereinigten Königreich erfolgte am 29. Dezember 1965 als sogenannte „Doppelpremiere“ zeitgleich in den Kinos Pavilion am Piccadilly Circus und Rialto in der Coventry Street in London.[5]

In den bundesdeutschen Kinos war der Film ab dem 17. Dezember 1965 zu sehen.[10]

Nachwirkung[Bearbeiten]

Finanzieller Erfolg[Bearbeiten]

Das Budget des Films betrug geschätzte 9 Mio. US-Dollar. Der Film war ein großer kommerzieller Erfolg, der weltweit über 141 Mio. US-Dollar einspielte, davon allein in den Vereinigten Staaten etwa 63,5 Mio. US-Dollar.[7]

Zeitgenössische Kritiken[Bearbeiten]

„Mit vielen Unterwasserkämpfen in die Länge gezogenes Bond-Abenteuer. Zwar liebt und tötet der Held auch diesmal im Auftrag Ihrer Majestät, doch das Geschehen ist viel unrealistischer als in den geschickter gestalteten Vorgängern.“

Lexikon des internationalen Films

„Trotz der üblichen Bond-Zutaten - Grausamkeit, Sex und technische Superlative - und viel Aufwand bleibt dieser Streifen in Spannung und Perfektion hinter den vorausgegangenen zurück. Unsere grundsätzlichen Einwände allerdings bleiben bestehen.“

Evangelischer Filmbeobachter, Kritik Nr. 484/1965

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film erhielt 1966 den Oscar für die besten visuellen Effekte. Außerdem gewann er den Laurel Award als Bestes Action-Drama.

Sonstiges[Bearbeiten]

Englisches Logo des Films
  • Der Solo-für-U.N.C.L.E.-Reunion-Film The Fifteen Years Later Affair bekam 1983 in Deutschland den Titel Thunderball.
  • In Deutschland wurde 1965 ein Filmplakat verboten, auf dem Sean Connery einen Gegner mit einer Harpune erschießt.[11] Grund war nicht die Gewaltdarstellung, sondern der Bikini eines Bondgirls sei zu klein ausgefallen. Daraufhin wurde das Dekolleté nur geringfügig kleiner dargestellt, um eine Freigabe zu erreichen.[11]

Literatur[Bearbeiten]

Danny Morgenstern, Manfred Hobsch: James Bond XXL. Schwarzkopf & Schwarzkopf, ISBN 3-89602-545-7

Weblinks[Bearbeiten]

 Wikiquote: Feuerball – Zitate

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 71 kB) der FSK, abgerufen am 2. Februar 2012
  2.  Steve Rubin, Siegfried Tesche: Die Hintergrund-Story zu 25 Jahre Bond. 2. Auflage. Kino Verlag, Hamburg 1987, ISBN 3-89324-026-8, S. 77.
  3. Biography for Mary Menzies. IMDb, abgerufen am 4. Juni 2013 (englisch).
  4. a b James Bond 007 - Feuerball (1965) – Trivia. IMDb, abgerufen am 4. Juni 2013 (englisch).
  5. a b c d e f g Production Notes - Thunderball. In: mi6-hq.com. Abgerufen am 1. Juni 2013 (englisch).
  6. Evelyn Boren. Abgerufen am 4. Juni 2013 (englisch).
  7. a b Box office / business for James Bond 007 - Feuerball. IMDb, abgerufen am 4. Juni 2013 (englisch).
  8. Siegfried Tesche: Der große James Bond-Atlas. Wissen Media Verlag, Gütersloh/München 2008, ISBN 978-3-577-07305-9
  9. James Bond 007 – Feuerball in der Deutschen Synchronkartei
  10. a b Release dates for James Bond 007 - Feuerball. IMDb, abgerufen am 1. Juni 2013 (englisch).
  11. a b Welt am Sonntag: James Bond ist museumsreif, NRW, Seite 15, Nr. 46, WS, 11. November 2012