James Bond 007 – In tödlicher Mission
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | James Bond 007 – In tödlicher Mission |
| Originaltitel | For Your Eyes Only |
| Produktionsland | Vereinigtes Königreich |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1981 |
| Länge | 127 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Stab | |
| Regie | John Glen |
| Drehbuch | Richard Maibaum Michael G. Wilson nach Ian Fleming |
| Produktion | Albert R. Broccoli |
| Musik | Bill Conti Titelsong: Sheena Easton |
| Kamera | Alan Hume |
| Schnitt | John Grover |
| Besetzung | |
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James Bond 007 – In tödlicher Mission (Originaltitel: For Your Eyes Only) ist der zwölfte, von Eon Productions Ltd. produzierte James-Bond-Film. Roger Moore agierte darin zum ersten Mal unter der Regie von John Glen. Der Film startete am 7. August 1981 in den bundesdeutschen Kinos. Es ist der erste Film der Reihe, für den kein Roman vom originalen Bond-Autor Ian Fleming als Grundlage zur Verfügung stand. Stattdessen wählte man eine seiner Kurzgeschichten.
Inhaltsverzeichnis |
Handlung [Bearbeiten]
Im Vorspann besucht James Bond das Grab seiner Ehefrau Tracy (Teresa Bond, laut Grabinschrift), die am Ende des Filmes Im Geheimdienst Ihrer Majestät von Irma Bunt, einer Gehilfin von Bonds Erzrivalen Blofeld, ermordet worden war. Dieser lockt Bond durch eine gefälschte Nachricht in einen ferngesteuerten Hubschrauber, um ihn in der Luft zu töten. Bond kann jedoch die Kontrolle über den Hubschrauber erlangen und tötet Blofeld, der den Hubschrauber vom Dach einer stillgelegten Fabrik gesteuert hat, indem er dessen Rollstuhl auf eine Kufe des Hubschraubers aufgabelt und seinen Widersacher in einen Schornstein fallen lässt. Der Vorspann eröffnet damit das Thema der Rache, das den ganzen Film als Leitmotiv durchzieht.
Bond erhält den Auftrag, ein verschwundenes ATAC (Automatic Targeting Attack Communicator, einen Steuercomputer für den Start von Atomraketen) aufzuspüren. Das ATAC befand sich zuletzt an Bord eines Schiffes der Britischen Marine, welches im Ionischen Meer versenkt wurde. Zuvor hatte der Archäologe Havelock schon für den britischen Geheimdienst nach dem ATAC gesucht, er und seine Frau wurden jedoch von Hector Gonzalez ermordet.
Bond sucht in der Nähe von Madrid den Killer der Havelocks, Gonzalez, um eine Spur zu bekommen. Bevor Bond den Killer trifft, wird dieser bezahlt und von Havelocks Tochter Melina mit einer Armbrust erschossen. Anschließend kommt es zu einer Verfolgungsjagd durch spanische Dörfer, in der Bond den Wagen von Melina, einen gelben 2CV, fährt. Der Auftraggeber des Killers wird von Q mit einer Personendatenbank ermittelt. Die Spur führt Bond nach Cortina d’Ampezzo, dort trifft er Kristatos, einen griechischen Reeder. Es folgt eine Verfolgungsjagd mit Ski und Motorrädern. Die Spur führt weiter nach Griechenland.
Von Kristatos erfährt Bond, dass der bekannte Schmuggler Columbo angeblich hinter dem Mordanschlag an Melinas Eltern steckt. Mit der Zeit erweist sich das jedoch als Fehlinformation, denn der eigentliche Schurke ist Kristatos selbst. Columbo zeigt Bond Kristatos’ Lager in Albanien, in dem sich Waffen und Drogen befinden. Als Bond den Computer mit Hilfe von Melina aus dem versunkenen Wrack birgt, erwartet ihn Kristatos bereits, um ihm das überaus wertvolle Gerät wieder abzunehmen. Außerdem sollen die beiden unliebsamen Zeugen verschwinden. Zumindest dieser Versuch misslingt – Melina und Bond überleben. Zusammen mit Columbo, der das Versteck von Kristatos in einem ehemaligen Kloster in den Bergen kennt, und einigen seiner Männer wollen sich Bond und Melina den Computer wieder zurückholen. Die Kloster-Festung, in der Kristatos den Computer seinem Kunden übergeben will, befindet sich auf einem hohen Felsen und Bond muss an einer Felswand den Berg hinaufklettern, da der einzige Zugang ein Aufzug ist, der nur von oben bedient werden kann. Als das gesamte Team auf dem Berg ist, landet General Gogol vom KGB, der das ATAC von Kristatos kaufen will. Bond zerstört es, und Kristatos wird von Columbo getötet.
Hintergrund [Bearbeiten]
Drehbuch [Bearbeiten]
Obwohl Moonraker ein großer kommerzieller Erfolg gewesen war, sollte die James-Bond-Serie mit In tödlicher Mission einen neuen Weg einschlagen. Moonraker war ein mit technischen Spielereien überladenes Spektakel und die Kritiken waren nicht besonders gut ausgefallen.[1]
Michael G. Wilson, der bei Moonraker zum Ausführenden Produzenten aufgestiegen war und nun als Broccolis Rechte Hand galt, bekam größeren Einfluss auf die Filmserie. Er fand, dass es an der Zeit sei, dass James Bond sich wieder auf seine eigenen Stärken als Person verlassen solle und nicht mehr so abhängig von technischen Spielereien sein dürfe.[1]
Die Produzenten hatten erkannt, dass es Christopher Woods Drehbüchern „an Energie und innerer Logik mangelte“.[2] Also wurde Bond-Veteran Richard Maibaum zurückgeholt, um gemeinsam mit Michael G. Wilson ein Drehbuch zu schreiben.
Man übernahm den Titel und einige Charaktere von Flemings Kurzgeschichte For Your Eyes Only (dt. Für Sie persönlich) und einige andere Charaktere sowie Handlungselemente aus der Kurzgeschichte Risico (dt. Riskante Geschäfte). Die Szene, in der Bond und die junge Frau von einem Boot durch ein haiverseuchtes Korallenriff gezogen werden, stammt aus dem Buch Leben und sterben lassen und wurde im gleichnamigen Film nicht verwendet.[1]
Die Einleitungssequenz wurde geschrieben, um einen potentiell neuen James-Bond-Darsteller einzuführen und ihn in Verbindung zu früheren Elementen der Serie zu bringen. Bond besucht das Grab seiner in Im Geheimdienst Ihrer Majestät ermordeten Frau und kämpft schließlich gegen eine Person, die offensichtlich Blofeld darstellen soll. Aufgrund der undurchsichtigen Rechtslage bezüglich des Blofeld-Charakters wurde er jedoch weder im Film, noch im Abspann so genannt. Zur damaligen Zeit befanden sich die Rechte für Feuerball, die vermutlich auch die Rechte an Blofeld und SPECTRE einschlossen, bei Kevin McClory.[1]
Titel [Bearbeiten]
In tödlicher Mission war der erste James-Bond-Film, dessen Originaltitel einer Kurzgeschichte Ian Flemings entnommen wurde und nicht einem Roman. Die wörtliche deutsche Übersetzung des Titels lautet „Nur für Deine Augen“ und während der Dreharbeiten berichteten einige deutsche Zeitungen, dass dies der deutsche Titel des Films sein würde.[3] Sinngemäß übersetzt lautet der Titel jedoch „Streng geheim“, was bereits im Titel zu Moonraker – Streng geheim verwendet wurde.
Besetzung und Stab [Bearbeiten]
Während Maibaum und Wilson bereits am Drehbuch arbeiteten stand noch nicht fest, ob Roger Moore ein weiteres mal den Geheimagenten spielen würde. Im Juli 1980 hatte er auf einer Pressekonferenz anlässlich seines Films Die Seewölfe kommen angekündigt, die Rolle des James Bond nicht noch einmal zu spielen. Also begann man mit der Suche nach potentiellen neuen Hauptdarstellern. Im September 1980 konnte man Roger Moore dann jedoch überzeugen, die Hauptrolle in In tödlicher Mission zu übernehmen.[1]
Als weibliche Hauptdarstellerin wurde Carole Bouquet verpflichtet, die bereits für die Rolle der Holly Goodhead in Moonraker vorgesprochen hatte.[1]
Für die Nebenrolle der Gräfin Lisl von Schlaf wurde die australische Schauspielerin Cassandra Harris engagiert. Bei einem gemeinsamen Essen während der Dreharbeiten stellte sie dem Produzenten Albert R. Broccoli ihren Verlobten vor, einen damals noch relativ unbekannten Schauspieler namens Pierce Brosnan.[1]
Die Rolle der Bibi Dahl wurde von der ehemaligen professionellen Eiskunstläuferin Lynn-Holly Johnson gespielt, die seit 1978 auch als Schauspielerin tätig war.
Lois Maxwell und Desmond Llewelyn kehrten in ihre gewohnten Rollen als Miss Moneypenny bzw. Q zurück. Als M war wieder Bernard Lee vorgesehen, der jedoch schwer erkrankte und die Rolle nicht mehr spielen konnte. Seine Rolle wurde jedoch nicht neu besetzt, sondern der Dialog zwischen den Figuren Q, dem von Geoffrey Keen gespielten Verteidigungsminister und dem Stabschef Bill Tanner, gespielt von James Villiers, aufgeteilt.[1]
Die Rolle der Margaret Thatcher als Premierministerin, die am Ende des Films versucht, sich bei Bond telefonisch zu bedanken, wurde von Janet Brown gespielt. Brown war in der Thatcher-Ära die gefragteste Radio- und TV-Parodistin der Eisernen Lady.
John Glen zeigte sich zum ersten Mal für die Regie verantwortlich, er war bereits lange Zeit als Cutter und Regisseur des zweiten Teams für die Bond-Serie tätig gewesen.
Titelsequenz [Bearbeiten]
Die Titelsequenz wurde wie in beinahe allen Filmen zuvor von Maurice Bender gestaltet. Erstmals ist die Interpretin des Titelliedes während der Titelsequenz auf der Leinwand zu sehen.[4]
Dreharbeiten [Bearbeiten]
Die Dreharbeiten begannen am 15. September 1980 und endeten am 13. Februar 1981.[1][2] Sie wurden von einem schweren Unfall überschattet. In Cortina wurde die Szene gedreht, bei der Bond auf Skiern vor Männern auf Motorrädern flieht. Dabei wurde am 17. Februar 1981 ein Rennschlitten aus der Bahn geschleudert und der 23-jährige italienische Stuntman Paolo Rigon, der am Steuer saß, getötet.[5]
Bonds 30-Meter-Sturz vom Felsen des Klosters wurde von Profi-Stuntman Rick Sylvester durchgeführt, der sich bereits in der Anfangssequenz von Der Spion, der mich liebte mit Skiern in eine Schlucht stürzte und anschließend mit einem Fallschirm seinen Sturz elegant abfing. Roger Moore hingegen hat enorme Höhenangst.
Schauplätze und Drehorte [Bearbeiten]
Die Eröffnungssequenz, in der noch einmal Bonds alter Widersacher Ernst Stavro Blofeld auftritt, spielt im Themsebereich von London. Die Skiszenen entstanden in Cortina d’Ampezzo in den Dolomiten, u. a. auf der Olympischen Sprungschanze und Bobbahn. Ansonsten wurden fast alle Szenen in Griechenland auf der ionischen Insel Korfu und auf dem Festland (die Felsenkletterszene bei den Klöstern von Meteora) gedreht.
Die Szenen auf dem Forschungsschiff der Havelocks (Ermordung von Melinas Eltern, Kielholen von Bond und Melina nach Bergung des ATAC aus dem Wrack der St. Georges, Schluss-Gag mit dem Telefonanruf von Maggie Thatcher) sind in der Bucht von Kalami an der Ostküste Korfus entstanden, nur zwei Kilometer Luftlinie von Albanien entfernt.
In der Hauptstadt von Korfu (gr. Kerkyra) wurden folgende Sehenswürdigkeiten als Kulisse verwendet:
- das Kloster von Vlacherna bei der sogenannten Mäuseinsel
- die Marktszenen der Altstadt
- die Esplanade
- die Alte Venezianische Festung
- ein kleiner Hafen mit Bootshaus am Fuße dieser Festung (Drogenlagerhaus von Kristatos)
- Tunnel, Treppen und Mauern der Festung (Kulisse für die Verfolgungsjagd, an deren Ende Bond den von Kristatos angeheuerten Killer Emile Locque in seinem Mercedes-Benz S-Klasse erledigt)
Das damalige Spielcasino und der Portikus des Achilleion (Schloss der Kaiserin Elisabeth von Österreich („Sissi“) und später des deutschen Kaiser Wilhelm II.) war ebenfalls Drehort. Auf der Gartenterrasse des Achilleion wurde das gemeinsame Abendessen von Bond und Kristatos gedreht. Weiter hinten in diesem Garten (an der Statue des heldenhaften Achill) befindet sich die Terrasse mit der Aussicht auf das Ionische Meer, wo Bond sich in einer anderen Szene mit Melina bei einem romantischen Sonnenuntergang unterhält.
Die angeblich bei Madrid liegende Villa des Killers Hector Gonzalez, der Melinas Eltern erschossen hat, heißt Villa Sylva und liegt in Wirklichkeit ebenfalls auf Korfu, oberhalb des Klosters Vlacherna gleich neben dem ehemaligen Hotel Hilton. Die anschließende Verfolgungsjagd mit der gelben Ente wurde u. a. im Gebirgsdorf Pagi im Nordwesten Korfus gefilmt. Die Strandbuggy-Szene, bei der Emile Locque Columbos Geliebte Lisa überfährt, fand in den Sanddünen neben dem Korission-See an der Südwestküste Korfus statt.
Gadgets [Bearbeiten]
- Roger Moore fährt bei einer Verfolgungsjagd einen Citroën 2CV (Ente). Wenig später legte Citroën eine Sonderserie des 2CV in gelb auf, welche an der Seite und der Motorhaube lackierte Einschusslöcher aufweist.
- Das Bond-Auto ist nochmals der Lotus Esprit (siehe Der Spion, der mich liebte). Ein weißes Exemplar zerstört sich bereits nach kurzem Einsatz selbst, nachdem ein Bösewicht auf der Suche nach Bond die Seitenscheibe einschlägt, obwohl ein dreieckiger Aufkleber darauf hinweist, dass das Auto „diebstahlgesichert“ ist. Im späteren Verlauf des Films fährt Bond dann einen roten Lotus Esprit.
- Ein Identifikationscomputer („Identigraph“) von Q hilft Bond bei der Suche nach der Herkunft von Verdächtigen weiter.
Filmmusik [Bearbeiten]
Zum Titellied gab es auch eine deutsche Version unter dem Titel In deinen Augen gesungen von Sollie Nero[6].
Deborah Harry nahm einen Titelsong auf, der abgelehnt wurde und später auf dem Studioalbum The Hunter ihrer Band Blondie veröffentlicht wurde.[7]
Soundtrack [Bearbeiten]
Der Soundtrack erschien erstmals 1981 bei Liberty Records auf LP, nachdem die Musiksparte von United Artists (aufgrund des Verkaufs von United Artists an MGM) aufgegeben war. Im Jahr 1990 kam die erste seltene CD-Pressung auf den Markt. RykoDisc brachte 2000 eine neue Version mit Bonus-Track heraus, die Capitol Records nach dem 40. James-Bond-Jubiläum 2003 nur mit angepasstem Booklet veröffentlichte.
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Synchronisation [Bearbeiten]
Dialogbuch: Cine Adaption, München[8]
| Rolle | Schauspieler | Deutscher Synchronsprecher |
|---|---|---|
| James Bond | Roger Moore | Niels Clausnitzer |
| Melina Havelock | Carole Bouquet | Angelika Bender |
| Milos Columbo | Topol | Wolfgang Hess |
| Bibi Dahl | Lynn-Holly Johnson | Simone Brahmann |
| Aristoteles Kristatos | Julian Glover | Horst Naumann |
| Lisl | Cassandra Harris | Helga Trümper |
| Jacoba Brink | Jill Bennett | Karin Kernke |
| Erich Kriegler | John Wyman | Bernd Stephan |
| Sir Timothy Havelock | Jack Hedley | Hartmut Reck |
| Miss Moneypenny | Lois Maxwell | Emely Reuer |
| Q | Desmond Llewelyn | Manfred Schmidt |
| Sir Frederick Gray | Geoffrey Keen | Wolf Akva |
| General Gogol | Walter Gotell | Walter Reichelt |
| Bill Tanner | James Villiers | Klaus Guth |
| Hector Gonzales | Stefan Kalipha | Gerd Rigauer |
| Premierministerin | Janet Brown | Marianne Wischmann |
| Rollstuhl-Schurke (Blofeld) | John Hollis | Herbert Weicker |
Uraufführung [Bearbeiten]
Die Premiere von In tödlicher Mission fand am 24. Juni 1981 im Odeon Leicester Square in London in Gegenwart von Prinz Charles und Prinzessin Diana sowie Prinzessin Margaret[9] statt.[1] Während der Premiere waren auch der ehemalige Bond-Produzent Harry Saltzman, der von Albert R. Broccoli eingeladen worden war, sowie der zukünftige Bond Pierce Brosnan, der seine damalige Frau Cassandra Harris begleitete, zugegen.[10]
Nachwirkung [Bearbeiten]
Finanzieller Erfolg [Bearbeiten]
In tödlicher Mission entstand mit einem Budget von ca. 28 Mio. US-Dollar.[11]
Der Film war ein kommerzieller Erfolg, der weltweit ca. 195 Mio. US-Dollar einspielte.[11] In den USA wurden jedoch je nach Quellenlage nur zwischen 19,8 Mio.[1] und 22,4 Mio.[11] Kinotickets verkauft, mindestens 3 Mio. weniger als noch für Moonraker.[1]
Die Zeitschrift Stern gibt als weltweites Einspielergebnis inflationsbereinigte 486 Millionen US-Dollar an, was den Film auf Platz 15 von 23 einreiht. Die Besucherzahlen in Deutschland werden mit 4,8 Millionen angegeben, das entspricht Platz 11 von 23 Bond-Filmen.[12]
Somit lag In tödlicher Mission auf der Liste der weltweit erfolgreichsten Filme des Jahres 1981 an zweiter Stelle.[13]
Zeitgenössische Kritik [Bearbeiten]
Die Kritiken bei Erscheinen des Films waren überwiegend vorsichtig positiv.
Roger Ebert nannte den Film einen „souveränen James-Bond-Thriller, handwerklich gut gemacht“, bemängelte jedoch, „der Film ist zu alltäglich.“[14] Vincent Canby schrieb in der New York Times, In tödlicher Mission sei „gekonnte Unterhaltung“, wenn auch „insgesamt betrachtet nicht der Beste der Reihe.“[15] Variety nannte den Film bei seinem Erscheinen „einen der uneingeschränkt unterhaltsamsten der zwölf bisherigen Bond-Filme.“[16] Time schrieb, Produzent Broccoli hätte nun seit Dr. No „seinen eigenen Film elf Mal wiederverfilmt“, wobei Moore das „lediglich am besten geölte Rädchen im Getriebe dieses Selbstläufers“ sei.[16]
Spätere Bewertung [Bearbeiten]
Rückblickend wird In tödlicher Mission zumeist positiv bewertet.
Raymond Benson schrieb in seinem 1984 erschienenen Standardwerk The James Bond Bedside Companion, die Produzenten hätten sich mit In tödlicher Mission wieder dem originalen Stil der Bond-Filme der 1960er-Jahre zugewandt.[17]
Die Autoren des 1987 erschienenen Buches Die Hintergrund-Story zu 25 Jahre Bond schreiben, der Film kehre zurück „zum Realismus der Serie.“[18]
Die Zeitschrift Entertainment Weekly erstellte 2006 eine Rangfolge der James-Bond-Filme, wobei In tödlicher Mission als 11. von 21 Filmen abschnitt und als „Roger Moores ernsthaftester Auftritt als Bond“ gelobt wurde.[19]
Im Jahre 2009 nannte der deutsche James-Bond-Experte Dr. Siegfried Tesche den Film in einer Liste der zehn besten James-Bond-Filme aller Zeiten auf Platz 6. Gefallen fand er an „Willy Bogners Skikünste[n] und eine[r] Entenjagd mit einem quietschgelben Citroen 2CV.“[20]
Zwischen 2011 und 2012 wurde von den Besuchern der James-Bond-Fanseite MI6-HQ.com über die besten Bond-Filme abgestimmt, wobei In tödlicher Mission Platz 10 von 22 Filmen erreichte.[21] Im Jahr 2012 wurden die Bond-Filme auch von den Lesern des 007 Magazine bewertet. In tödlicher Mission belegte den 10. von 24 Plätzen.[22] In einer ebenfalls 2012 veröffentlichten Liste des Rolling Stone nimmt In tödlicher Mission Platz 12 von 24 James-Bond-Filmen ein. Hier wird der Film als „nur teilweise erfolgreicher Versuch“ bezeichnet, wieder „realitätsnäher mit den Bond-Filmen zu werden.“[23] In dem 2012 erschienenen Sonderheft 50 Jahre James Bond des Stern wird der Film mit 3 von 5 Sternen („solide“) bewertet. Gelobt werden die Stunts.[24]
Auszeichnungen [Bearbeiten]
Goldene Leinwand 1982
- 3 Millionen Zuschauer in 18 Monaten[25]
Oscar 1982
- Nominierung in der Kategorie „Bester Song“ für Bill Conti und Michael Leeson[26]
Golden Globe Award 1982
- Nominierung in der Kategorie „Bester Filmsong“ für Bill Conti und Michael Leeson[27]
Comic-Adaption [Bearbeiten]
Marvel Comics veröffentlichte einen von Larry Hama geschriebenen Comic in zwei Ausgaben. Die erste Ausgabe erschien im Oktober 1981,[28] die zweite einen Monat später.[29]
Literatur [Bearbeiten]
- Danny Morgenstern, Manfred Hobsch: James Bond XXL. Schwarzkopf & Schwarzkopf, ISBN 3-89602-545-7.
- Ian Fleming: Im Angesicht des Todes. 1. Auflage. Scherz Verlag, Bern; München; Wien 1994, ISBN 3-502-51457-7.
Weblinks [Bearbeiten]
-
Wikiquote: In tödlicher Mission – Zitate - James Bond 007 – In tödlicher Mission in der Internet Movie Database (englisch)
- Sammlung von Kritiken zu James Bond 007 – In tödlicher Mission bei Rotten Tomatoes (englisch)
- Tonträger mit Filmmusik
- MGMs offizielle „For your Eyes only“-Webseite
- Vergleich der Schnittfassungen Kabel 1 Nachmittag - FSK 12 von James Bond 007 - In tödlicher Mission bei Schnittberichte.com
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b c d e f g h i j k l Production Notes - For Your Eyes Only auf mi6-hq.com (englisch), abgerufen am 2. Dezember 2012
- ↑ a b Steve Rubin, Siegfried Tesche: Die Hintergrund-Story zu 25 Jahre Bond Kino Verlag, Hamburg 1987, ISBN 3-89324-026-8, S. 171.
- ↑ Kocian, Erich: Die James Bond Filme, Heyne München, 1982, 7. Auflage, ISBN 3-453-86044-6, S. 276.
- ↑ James Bond Title Sequences auf: mi6-hq.com (englisch), abgerufen am 27. Dezember 2012.
- ↑ Steve Rubin, Siegfried Tesche: Die Hintergrund-Story zu 25 Jahre Bond Kino Verlag, Hamburg 1987, ISBN 3-89324-026-8, S. 158-170.
- ↑ http://hitparade.ch/showitem.asp?interpret=Sollie+Nero&titel=In+deinen+Augen&cat=s
- ↑ Trivia - For Your Eyes Only auf mi6-hq.com (englisch), abgerufen am 2. Dezember 2012
- ↑ Deutsche Synchronkartei
- ↑ Roger Moore: My Word is My Bond. HarperCollins, 2009, Kapitel 11.
- ↑ For Your Eyes Only Premiere auf: mi6-hq.com (englisch), abgerufen am 27. Dezember 2012
- ↑ a b c Box office / business for James Bond 007 - In tödlicher Mission. Auf: imdb.de. Abgerufen am 12. März 2013.
- ↑ Einspielergebnisse weltweit In: Stern-Edition 2/2012, S. 72-73.
- ↑ WorldwideBoxoffice (in millions of U.S. dollars). In: worldwideboxoffice.com. Abgerufen am 13. April 2013.
- ↑ Roger Ebert: For Your Eyes Only. In: http://rogerebert.suntimes.com. 1. Januar 1981, abgerufen am 12. März 2013 (englisch): „FOR YOUR EYES ONLY is a competent James Bond thriller, well-crafted, a respectable product from the 007 production line. […] The whole movie is too routine.“
- ↑ Vincent Canby: Bond in 'For Your Eyes Only'. In: Movie Review, The New York Times, 26. Juni 1981. Abgerufen am 12. März 2013.
- ↑ a b Time Tunnel: Review Rewind. Auf: mi6-hq.com (englisch). Abgerufen am 12. März 2013.
- ↑ Benson, Raymond: The James Bond Bedside Companion (Kindle-Edition), Crossroad Press, 2012, ASIN B006VOMLCY.
- ↑ Steve Rubin, Siegfried Tesche: Die Hintergrund-Story zu 25 Jahre Bond. Kino Verlag, Hamburg 1987, ISBN 3-89324-026-8, S. 233.
- ↑ Countdown: Ranking the Bond Films auf ew.com (englisch), abgerufen am 26. Dezember 2012.
- ↑ Die 10 besten James Bond Filme aller Zeiten auf: zehn.de, abgerufen am 27. Dezember 2012.
- ↑ Best Bond Film Results. auf: mi6-hq.com (englisch), abgerufen am 26. Dezember 2012.
- ↑ 007 MAGAZINE readers vote On Her Majesty's Secret Service as greatest ever Bond film! auf: 007magazine.co.uk (englisch), abgerufen am 26. Dezember 2012.
- ↑ James Bond's Best and Worst: Peter Travers Ranks All 24 Movies auf rollingstone.com (englisch), abgerufen am 22. Dezember 2012
- ↑ Volltreffer und Rohrkrepierer: sämtliche Bond-Missionen in der Manöverkritik In: Stern-Edition 2/2012 50 Jahre James Bond, S. 64-71.
- ↑ In tödlicher Mission. Auf: filmecho.de. Abgerufen am 12. März 2013.
- ↑ Awards for 1982 – Oscar. Auf: imdb.com (englisch). Abgerufen am 12. März 2013.
- ↑ Awards for 1982 – Golden Globe. Auf: imdb.com (englisch). Abgerufen am 12. März 2013.
- ↑ Comic - For Your Eyes Only magazine. Auf: bondpix.com (englisch). Abgerufen am 12. März 2013.
- ↑ Comic - For Your Eyes Only #2. Auf: bondpix.com (englisch). Abgerufen am 12. März 2013.
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