Hönningen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
![]() |
|
|
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Ahrweiler | |
| Verbandsgemeinde: | Altenahr | |
| Höhe: | 200 m ü. NN | |
| Fläche: | 10,02 km² | |
| Einwohner: |
1.091 (31. Dez. 2010)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 109 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 53506 | |
| Vorwahlen: | 02643, 02695 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AW | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 31 029 | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Roßberg 3 53505 Altenahr |
|
| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Hans-Josef Weber (CDU) | |
| Lage der Ortsgemeinde Hönningen im Landkreis Ahrweiler | ||
Hönningen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Altenahr an.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Die Gemeinde liegt im Ahrtal, in einer nach Nordwesten verlaufenden Flussschleife der Ahr.
Entfernungsmäßig liegt Hönningen ca. 7 km südwestlich von Altenahr und 23 km südwestlich von Ahrweiler, sowie 12 km von Adenau und dem Nürburgring. Verkehrsmäßig ist Hönningen über die B 257 Bonn-Bitburg oder mit Busanbindung an die Ahrtalbahn zu erreichen.
Zu Hönningen gehört der Ortsteil Liers.
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Hönningen
Der Name Hönningen weist auf eine fränkische Siedlung hin. Es wurde früher Hunighofen genannt. Schon seit der Mitte des 7. Jahrhunderts ist die Metzer Abtei St. Arnulf in Hönningen begütert. Das mundartliche „Hünge“ hat hier seinen Ursprung.
Im Jahre 1084 tritt die Abtei St. Arnulf ihren Besitz in Hönningen an das Stift St. Kunibert in Köln ab. Aus diesem Grunde ist auch der hl. Kunibert der Kirchenpatron der Pfarrei Hönningen. Der Liber valoris nennt Hönningen 1316 als Pfarrei Hönningen. Die Rechte in Hönningen gehen 1494 an die Johanniter-Kommende in Adenau, die bereits seit 1291 in Hönningen begütert waren.
Über 300 Jahre gehörte Hönningen mit seinen Filialen Dümpelfeld, Niederadenau und Liers dem Johanniterorden. Der Erweiterungsbau der Kirche wurde 1896 eingeweiht. Auf dem Schlussstein der Kirche befindet sich neben dem Johanniterkreuz das Wappen derer von Orsbeck, die als Herren von der Wensburg auch Grundherren von Hönningen waren. Politisch gehörte Hönningen bis 1246 zur Grafschaft Are; seit dieser Zeit zum kurkölnischen Amte Altenahr, in dem es eine eigene Vogtei war. 1816 kam Hönningen zur Bürgermeisterei Brück im Kreis Adenau. Seit 1923 gehörte es zum Amt Altenahr.
[Bearbeiten] Liers
Der 1265 erstmals erwähnte Ort besaß schon vor der Kapelle ein Bethaus, deren Glocke 1633 gegossen wurde. 1668 wurde die heutige Kapelle dem hl. Bartholomäus geweiht. Es ist ein kleiner, schlichter einschiffiger Saalbau aus Bruchstein, 10,70 m lang und 4,60 m breit. Der Altar aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts hat in der Nische eine Holzskulptur der Muttergottes, zu beiden Seiten Holzskulpturen des hl. Bartolomäus und des hl. Dionysius. Im Innern befindet sich ein um 1600 entstandenes Vesperbild, ein Holzreliquiar und ein vergoldeter Kelch, beide aus dem 18. Jahrhundert.
Die beiden Glocken wurden 1633 und 1786 gegossen. 1743 waren Reliquien des hl. Bartolomäus vorhanden, die an seinem Feste verehrt wurden, wo dann ein kleines Opfer einging. Die Kapelle war im Besitz eines kleinen Stiftungskapitals: 1743 - 142 Taler, 1835 - 291 Taler und 1900 - 730 Mark. Aus Mitteln der Kapelle konnten 1684 und 1934 Renovierungen vorgenommen werden, denen 1865 eine Ausmalung durch die Gebrüder Georg aus Prüm folgte. 1830 waren 17 Stiftungen vorhanden, darunter die hl. Messe für Pfarrer Michael Simonis (1720-60).
[Bearbeiten] Zusammenschluss
Am 1. März 1972 schlossen sich die Gemeinden Hönningen (741 Einwohner) und Liers (196 E.) zur Gemeinde Hönningen zusammen.[2]
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat in Hönningen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.
Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[3]
| CDU | FWG | Gesamt | |
| 2009 | 11 | 5 | 16 Sitze |
| 2004 | 11 | 5 | 16 Sitze |
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Kulturdenkmäler
In Hönningen befinden sich einige unter Denkmalschutz gestellte Kulturdenkmäler.[4]
- Hönningen
- Katholische Pfarrkirche St. Kunibert; das Untergeschoss der Westturms und die unteren Partien des Chors stammen aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts; der Chor wurde 1494 erhöht und 1508 verändert; das zweischiffige Langhaus wird auf das Jahr 1524 datiert.
- Hubertuskapelle, ein Bruchsteinsaalbau aus dem Jahr 1610.
- Mehrere Fachwerkhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert (Brunnenstrasse, Hauptstrasse, Kapellenstrasse).
- Liers
- Katholische Kapelle St. Bartholomäus, ein Saalbau von 1635.
- Ehemalige Schule, ein Bruchsteinbaus aus dem Jahr 1886 (Bergstrasse).
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Hönningen
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
- Die Bundesstraße 257 von Bonn nach Bitburg führt durch die Gemeinde.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde
- Carl Erich Alken (1909–1986), Mediziner,
[Bearbeiten] Einzelnachweise und Quellen
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 180 (PDF)
- ↑ Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
- ↑ Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Ahrweiler, Seite 20 (PDF)
[Bearbeiten] Weblinks
Adenau | Ahrbrück | Altenahr | Antweiler | Aremberg | Bad Breisig | Bad Neuenahr-Ahrweiler | Barweiler | Bauler | Berg | Brenk | Brohl-Lützing | Burgbrohl | Dankerath | Dedenbach | Dernau | Dorsel | Dümpelfeld | Eichenbach | Fuchshofen | Galenberg | Glees | Gönnersdorf | Grafschaft | Harscheid | Heckenbach | Herschbroich | Hoffeld | Hohenleimbach | Honerath | Hönningen | Hümmel | Insul | Kalenborn | Kaltenborn | Kempenich | Kesseling | Kirchsahr | Königsfeld | Kottenborn | Leimbach | Lind | Mayschoß | Meuspath | Müllenbach | Müsch | Niederdürenbach | Niederzissen | Nürburg | Oberdürenbach | Oberzissen | Ohlenhard | Pomster | Quiddelbach | Rech | Reifferscheid | Remagen | Rodder | Schalkenbach | Schuld | Senscheid | Sierscheid | Sinzig | Spessart | Trierscheid | Waldorf | Wassenach | Wehr | Weibern | Wershofen | Wiesemscheid | Wimbach | Winnerath | Wirft

