Bad Neuenahr-Ahrweiler
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| Wappen | Deutschlandkarte | ||
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | ||
| Landkreis: | Ahrweiler | ||
| Höhe: | 99 m ü. NN | ||
| Fläche: | 63,38 km² | ||
| Einwohner: | 27.487 (31. Dez. 2006) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 434 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahl: | 53474 | ||
| Vorwahlen: | 02641; 02646 (Stadtteil Ramersbach) | ||
| Kfz-Kennzeichen: | AW | ||
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 31 007
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| Stadtgliederung: | 13 Ortsteile | ||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Hauptstraße 116 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler |
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| Webpräsenz: | |||
| Stadtbürgermeister: | Hans-Ulrich Tappe (CDU) | ||
| Lage der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler im Landkreis Ahrweiler | |||
Bad Neuenahr-Ahrweiler ist die Kreisstadt des Landkreises Ahrweiler im nördlichen Rheinland-Pfalz.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Bad Neuenahr-Ahrweiler liegt im Ahrtal im linksrheinischen Teil des Rheinlandes, im Norden von Rheinland-Pfalz etwa zehn Kilometer von der nordrhein-westfälischen Landesgrenze entfernt. Die nächstgelegenen Großstädte sind Bonn und Koblenz. Die Stadt ist von Bergen umgeben, die zum Ahrgebirge gehören und an deren Südhängen Weinbau betrieben wird.
Der höchste Berg im Stadtgebiet ist das Häuschen mit 506 m ü. NN. Weitere Erhebungen sind der südlich gelegene Steckenberg (371 m) und der Neuenahrer Berg (339 m) sowie die östlich die Talerweiterung abschließende Landskrone (272 m). Auf den beiden letztgenannten Bergen standen einst Burgen.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler grenzt im Uhrzeigersinn an folgende Städte und Gemeinden, beginnend im Norden: Grafschaft (Rhld.), Remagen, Sinzig, Königsfeld (Eifel), Schalkenbach, Oberdürenbach und Dernau.
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Die Stadt besteht aus folgenden Stadtteilen:
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[Bearbeiten] Geschichte
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- 58 v. Chr.–50 v. Chr.: Gallischer Krieg, fast vollständige Vernichtung der autochthonen keltischen Urbevölkerung, die dem Stamm der Eburonen angehörte. Einrücken germanischer Stammesverbände in die linksrheinischen Gebiete am Mittelrhein.
- 1.–3. Jhdt. n.Chr.: Zahlreiche Funde aus der Römerzeit; u. a. die Villa Rustica am Silberberg.
- 893 wird Ahrweiler erstmals im Prümer Urbar (Güterverzeichnis aus der Benediktinerabtei Prüm) als Arwilre, Arewilre, Arewilere und später Arweiller benannt.
- 992: erstmalige Nennung des Dorfes Wadenheim
- 1106: erstmalige Nennung des Dorfes Hemmessen
- 1204: Erste urkundliche Erwähnung einer Pfarrkirche in Ahrweiler
- 1221: Errichtung der Burg und der Grafschaft Neuenahr (Newenare) durch den Grafen von Are-Nürburg, Benennung des Geschlechtes nach der Burg.
- 1241: König Konrad IV. lässt Ahrweiler durch den Grafen von Landskrone brandschatzen.
- 1246: Ahrweiler wird an das Erzbistum Köln verschenkt
- 2. August 1248: Bestätigung der Stadtrechte den Bürgern Ahrweilers durch Erzbischof Konrad I. von Are-Hochstaden in Are (Altenahr)
- 1250: Beginn des Baus der heute noch existierenden Stadtmauer von Ahrweiler, gegen 1260 abgeschlossen
- 1255: Ahrweiler wird regelmäßig Stadt (lat.; oppidum = „Stadt“) genannt, erhält allerdings erst 1320 das Stadtsiegel.
- 1269: Baubeginn der St. Laurentius-Pfarrkirche.
- 1343: Die Herzöge von Jülich erhalten die Grafschaft Neuenahr zum Lehen.
- um 1350: Erstmalige Nennung der innerstädtischen Viertel Oberhut, Adenbachhut, Niederhut, Ahrhut.
- 1352: Tod des Grafen Wilhelm von Neuenahr, Aussterben seines Geschlechts in männlicher Linie, schwere Erbstreitigkeiten.
- 1365: Ältestes erhaltenes Stadtsiegel von Ahrweiler.
- 1372: Eingriff durch den Erzbischof von Köln Friedrich III. von Saarwerden, Zerstörung der Burg Neuenahr, Kurköln Mitbesitzer der Grafschaft.
- 1374: erstmalige Nennung des Dorfes Beul in der Grafschaft Neuenahr.
- 1411: Die Ahrweiler Huten (Ahrhut, Niederhut, Oberhut, Adenbachut), ursprünglich fiskalische Bürgergemeinschaften, werden mit Wehraufgaben betraut.
- 1510: Älteste überlieferte Stadtordnung für Ahrweiler.
- 1546: Rückeroberung der Grafschaft Neuenahr durch den Herzog von Jülich; seitdem mit dem Herzogtum Jülich als Amt Neuenahr vereint.
- 1614: mit dem Vertrag von Xanten in Folge des Jülich-Klevische Erbfolgestreits fällt Neuenahr an das Herzogtum Pfalz-Neuburg.
- 1632: Generalfeldmarschall Wolf Heinrich von Baudissin erzwingt den Einzug in die Stadt; gegen Entrichtung einer hohen Summe keine Plünderung (11.12.).
- 1636: Bernhard von Sachsen-Weimar erobert Ahrweiler.
- 1646: Der französische General Vicomte de Turenne erobert Ahrweiler.
- 1648: Die Pest fordert mehr Menschenleben als zuvor der Krieg.
- 1685: Neuenahr fällt mit Jülich-Berg an die Kurpfalz.
- 1689: im Pfälzischen Erbfolgekrieg wird Ahrweiler von französischen Truppen unter General Sourdis bis auf zehn Häuser niedergebrannt.
- 1797: Ahrweiler wird mit der gesamten Region französisch und gehört zum Rhein-Mosel-Département.
- 1803: Säkularisation: Ende der tausendjährigen Herrschaft des Klosters Prüm in Ahrweiler; die Benediktiner-Mönche sind nicht mehr länger Pfarrherren.
- 1815: Gründung der preußischen Rheinprovinz.
- 1815: Geburtsstunde der Kreise Ahrweiler und Adenau; Ahrweiler wird Kreisstadt.
- 1834: Eröffnung des Straßentunnels bei Altenahr, Beginn des Fremdenverkehrs.
- 1852: Erbohrung des Apollinarisbrunnens.
- 1856: Erschließung der Heilquellen.
- 1858: Gründung eines Heilbades in Wadenheim.
- 1875: Zusammenlegung der Orte Wadenheim, Hemmessen und Beul zur Gemeinde Neuenahr (Name der ehemaligen Burg, der Grafschaft und des Burgberges).
- 1880: Eröffnung der Ahrtalbahn von Remagen bis Ahrweiler (1886 bis Altenahr, 1910 zweigleisiger Ausbau)
- 1899–1901: Bau des Thermal-Badehauses, des Ostbaus des Kurhotels und des Kurhauses.
- 1908: Gründung des Ahrgau-Museums durch Peter Joerres.
- 1910: Das Ahrhochwasser fordert mehrere Menschenleben.
- 30. Juli 1912: Kardinal-Erzbischof Antonius Fischer stirbt während einer Kur.
- 5. Juli 1927: Preußisches Staatsministerium genehmigt das Wappen des Kreises Ahrweiler.
- 1927: Anerkennung des Heilcharakters der Quellen – Neuenahr wird Bad Neuenahr.
- 1944/1945: Schwere Kriegsschäden durch alliierte Bombenangriffe auf Ahrweiler, 126 Häuser werden zerstört, insbesondere in der unteren Ahrhutstraße, Schützbahn und Blankenheimer Hof.
- 1946: Ahrweiler wird Kreisstadt im neu gegründeten Bundesland Rheinland-Pfalz.
- 1951: Verleihung der Stadtrechte an Bad Neuenahr.
- 1953: Einrichtung der „Bundesschule der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk“ im Stadtteil Marienthal.
- 1969: Zusammenschluss der Städte Ahrweiler und Bad Neuenahr zu Bad Neuenahr-Ahrweiler im neugegründeten Landkreis Ahrweiler.
- 1971: Umwandlung der THW-Bundesschule in die Katastrophenschutzschule des Bundes (KSB).
- 1980: Entdeckung einer Römervilla bei Bauarbeiten an der Bundesstraße 267.
- 1991–1993: Bau der Ahrthermen.
- 1995: Kompromiss von Bad Neuenahr: Historische Einigung zwischen den deutschen Länderregierungen zu einem neuen Rundfunkstaatsvertrag.
- 1996: Gründung der Europäischen Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH (Technikfolgenabschätzung).
- 1996: Einrichtung der Akademie für Notfallplanung und Zivilschutz (AkNZ) – seit 2002 Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ).
- 2007: Bad Neuenahr wird zum Schauplatz im japanischen Videospiel "Gran Turismo 5 Prologue", das im März 2008 für die PlayStation 3 Konsole in Europa erscheint.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):
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- Datenquelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz
[Bearbeiten] Religion
Vorherrschende Religion in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist das römisch-katholische Christentum. Evangelische Christen sind in der Minderheit. Die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland tagt jährlich, zumeist im Januar in Bad Neuenahr.
[Bearbeiten] Politik
Die CDU ist in der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler seit Jahren die bestimmende politische Kraft. Dies wurde auch in der letzten Kommunalwahl bestätigt.
Kommunalwahl-Ergebnis vom 13. Juni 2004: CDU 55,83 % – SPD 18,79 % – FWG 12,68 % – GRÜNE 7,66 % – FDP 5,02 %
Der Stadtrat in Bad Neuenahr-Ahrweiler besteht aus 36 Ratsmitgliedern sowie dem ehrenamtlichen und vorsitzenden Stadtbürgermeister.
Sitzverteilung im gewählten Stadtrat:
| CDU | SPD | FWG | Grüne | FDP | Gesamt | |
| 2004 | 20 | 7 | 4 | 3 | 2 | 36 Sitze |
[Bearbeiten] Städtepartnerschaft
Bad Neuenahr-Ahrweiler unterhält seit 1988 eine Partnerschaft mit dem belgischen Brasschaat.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Verkehr
[Bearbeiten] Wirtschaft
Bad Neuenahr-Ahrweiler ist ein Kurort mit kohlensäurehaltigen Natronthermen an der Apollinarisquelle, erheblich geprägt vom Weinbau und mit 284 Hektar bestockter Rebfläche größte Weinbaugemeinde der Ahr. Es werden hauptsächlich Rotweinreben angepflanzt.
Des Weiteren steuern Industriebetriebe wie Apollinaris, Morgan Rekofa, ZF Sachs (ehemals Boge) und J.M. Schmitt ihren Teil zur wirtschaftlichen Stabilität des Ortes bei. Daneben ist die Bundeswehr mit dem Logistikzentrum des Heeres großer Arbeitgeber für die Menschen vor Ort.
Der Tourismus muss für die Mittelstadt als weiterer wichtiger Wirtschaftszweig genannt werden. Vor allem Bad Neuenahr, als eines der wenigen privat geführten Heilbäder in Deutschland, steht mit seinen zahlreichen großen Kliniken und zahlreichen Hotels für die meisten Arbeitsplätze, optimal ergänzt durch Ahrweiler mit seinem sehenswerten Altstadtkern, ist es ein beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel für Touristen. Das Restaurant Zur Alten Post von Hans Stefan Steinheuer im Stadtteil Heppingen zählt mit zwei Michelin-Sternen zu den zehn besten in Deutschland. Die Bad Neuenahrer Ahr-Thermen mit den weltberühmten Quellen werden zu den schönsten Thermal-Badelandschaften Europas gezählt.
[Bearbeiten] Verkehr
[Bearbeiten] Luftverkehr
Der Flugplatz Bad Neuenahr-Ahrweiler liegt unmittelbar nördlich der Stadt und ist als Sonderlandeplatz zugelassen. Die befestigte Start- und Landebahn hat eine Länge von 500 Metern. Der Flugbetrieb ist zugelassen für Flugzeuge bis zu zwei Tonnen Höchstgewicht, Hubschrauber, Motorsegler, Segelflugzeuge, UL und Luftsportgeräte sowie Ballone. Der Platz unterliegt einer PPR Regelung (prior permission required) und ist bei Sichtflug-Wetterbedingungen anfliegbar.
[Bearbeiten] Schienenverkehr
Die Bahnhöfe Bad Neuenahr und Ahrweiler sowie die Haltepunkte Heimersheim, Ahrweiler Markt und Walporzheim liegen an der Ahrtalbahn (KBS 477) Remagen–Ahrbrück, auf der im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) die Rhein-Ahr-Bahn (RB 30) verkehrt.
Durchgeführt wird der Schienenpersonennahverkehr von der DB Regio Südwest, die für die Rhein-Ahr-Bahn Diesel-Triebwagen der DB Baureihe 643 für Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h einsetzt.
Für den Öffentlichen Schienenpersonennahverkehr auf der Rhein-Ahr-Bahn gilt sowohl der Tarif des Verkehrsverbunds Rhein-Mosel (VRM) als auch des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS) sowie tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.
[Bearbeiten] Straßen
An das Fernstraßennetz ist Bad Neuenahr-Ahrweiler über die Autobahnzubringer 571 und 573 an die Bundesautobahn 61 angeschlossen.
[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen
[Bearbeiten] Ausbildungseinrichtungen
Im Stadtteil Ahrweiler ist die 1996 gegründete und 2002 umbenannte Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ansässig, welche als zentrale Ausbildungsstätte des Bundes im Bereich des Bevölkerungsschutzes fungiert.
In Bad Neuenahr-Ahrweiler gibt es drei Gymnasien: Im Stadtteil Bad Neuenahr sind das Peter-Joerres-Gymnasium und das Are-Gymnasium untergebracht, in Ahrweiler befindet sich die Klosterschule Kalvarienberg, welche in jüngster Zeit ebenfalls für männliche Schüler die Gymnasiums-Türen öffnete, während zuvor nur Mädchen zugelassen waren. Daneben gibt es zwei Realschulen: die Realschule Ahrweiler und eine Realschule, welche auch zur Klosterschule Kalvarienberg gehört. Ferner die Erich-Kästner-Hauptschule, zwei Förderschulen (Don-Bosco-Schule und Levana-Schule) sowie eine berufsbildende Schule. Die Stadt hat drei Grundschulen, je eine im Stadtteil Heimersheim, Ahrweiler und Bad Neuenahr.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Im Stadtteil Ahrweiler befindet sich die Römervilla, in welcher ein Herrenhaus aus der Römerzeit des 2. bis 3. Jahrhunderts freigelegt und untergebracht ist. Das Herrenhaus ist, nebst großem Badetrakt, sehr gut erhalten, wodurch potenzielle Besucher einen sehr plastischen Einblick in die gehobene römische Wohnlebensweise erhalten können. In Ahrweiler selbst gibt es viele prächtige, aufwändig restaurierte Fachwerkhäuser und eine gut erhaltene mittelalterliche Stadtmauer mit teilweise noch vorhandenem Graben. Alle vier Stadttore, Ober-, Walporzheimer oder Gisemer Tor, Nieder- oder Rheintor, Adenbach- oder Winzertor und Ahrtor sind erhalten. Die Tore sind sehr unterschiedlich gebaut, zwei sind Doppelturmtore (Ahrtor, Niedertor), zwei Dreimauertore (an der Stadtseite offene, portallose Tore). Das Obertor wurde 1500 auf der offenen Stadtseite mit einer vierten Mauer versehen, hat seitdem zwei Portale. Das Adenbachtor – benannt nach dem wüst gefallenen Flecken Adenbach – wurde erst 1974 nach 285 Jahren wiederhergestellt. Von den drei mittelalterlichen Wohntürmen sind nur der Weiße Turm, der seit dem 17. Jahrhundert statt des gotischen Helms eine oftmals erneuerte barocke Haube hat, und der Kolwenturm (Colventurm, oftmals umgebaut) am Adenbachtor erhalten (heute Burgrestaurant Adenbach). Der Schenkenturm nahe dem Obertor (auch Kautenturm, Runder Turm, Roter Turm) wurde 1811 abgerissen. Weiterhin sind zwei der sieben mittelalterlichen Adelshöfe, der (große) Blankhartshof (vormals Fischenicher Hof) und der Deutsche Hof, dazu zwei Klosterhöfe erhalten: der Prümer Hof und der Rodderhof. Nicht mehr existent sind die Adelshöfe Dalwigkscher Hof (vor dem Adenbachtor), Ehrensteiner Hof (neben dem Prümer Hof), Gymnicher Hof (Weinanbaugebiet), Kolwehof (nahe Adenbachtor) und der Eltzer Hof (ehemaliger (kleiner) Blankartshof) am Ahrtor.
Der Stadtteil Bad Neuenahr ist eine bekannte Kurstadt mit zugehörigen beachtenswerten Kuranlagen und Kureinrichtungen, so den Ahrthermen und dem Kurhaus (erbaut 1903-1905), das heute das Spielcasino beherbergt. Zahlreiche Villen und Kurhotels, unter anderem auch das ehemalige kaiserliche Postamt, nach dem die Poststraße benannt ist, zeugen noch von der Blütezeit des Bades zu Ende des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ursprünglich bildete sich Bad Neuenahr aus den Orten Beul, Wadenheim und Hemmessen. Einzelne Bauobjekte, wie Kapellen, die Rentmeisterei oder Fachwerkhäuser geben von deren Geschichte noch Zeugnis. Südlich Neuenahrs finden sich noch Reste der namengebenden Burg der Grafen von Neuenahr (zerstört 1372), an ihrer Stelle wurde vor etwa 40 Jahren ein Aussichtsturm errichtet.
Die auf der rechten Ahrseite oberhalb der Rentei stehende Willibrorduskirche war die Wadenheimer-Pfarrkirche. Sie stammt in Teilen aus der Spätromantik. 1899–1901 wurde in Wadenheim die Rosenkranz-Basilika des Architekten August Menken errichtet, ihr 60 m hoher Turm beeinflusst das Stadtbild. Die Kapelle in Hemmessen (St. Sebastian) wurde 1869 an Stelle einer früheren errichtet.
Regelmäßige Stadtführungen finden während der Hauptsaison für Touristen statt.
Im Stadtteil Marienthal befand sich der inzwischen aufgegebene und weitgehend rückgebaute Ausweichsitz der Verfassungsorgane des Bundes, der im Verteidigungsfall zentralen Bundesorganen eine atomsichere Zuflucht bieten sollte. Ein kleiner, vom Rückbau ausgenommener Teil dieses „Regierungsbunkers“ ist im Jahr 2007 als Museum des Kalten Krieges eröffnet worden. Bekannt ist auch die Ruine des Augustinerinnen-Klosters.
Im Stadtteil Heppingen befindet sich eines der renommiertesten Restaurants Deutschlands. Hans Stefan Steinheuers Restaurant Zur Alten Post trägt seit 1986 (Erlangen des ersten Michelin-Sterns) zum kulinarischen Aufschwung der Region bei.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] in Bad Neuenahr-Ahrweiler geboren
- Johannes Gamans (1608–1684), Jesuit und Historiker
- Georg Kreuzberg (1796–1873), Entdecker der Quelle des Apollinarisbrunnens.
- Peter Joerres (1837–1915), Heimatforscher
- Cyrillus Jarre (1878-1952), franziskanischer Märtyrer-Erzbischof in Jinan/China
- Pitt Kreuzberg (1888–1966), Maler
- Stefan Leuer (1913–1979), Kirchenbauarchitekt und Hochschullehrer
- Gregor Lersch (* 1949), international bekannter Florist
- Werner Näkel (* 1953), Winzer
- Hans Stefan Steinheuer (* 1959), Spitzenkoch
- Markus Stenz (* 1965), Dirigent
- Björn Glasner (* 1973), Radrennfahrer
- Pierre Kaffer (* 1976), Automobilrennfahrer
- Bianca Rech (* 1981), Fußballspielerin
[Bearbeiten] mit Bad Neuenahr-Ahrweiler verbunden
- Blandine Merten (Schwester Blandine) (1883–1918), Ordensschwester und Selige, trat 1908 in die Ursulinenkongregation Calvarienberg in Ahrweiler ein, dort befinden sich im Kloster Kalvarienberg ein Blandinen-Archiv sowie ein Blandinenmuseum
- Georg Habighorst (1899–1958), Arzt (Sanitätsrat) in Ahrweiler und Politiker, es gibt eine Georg-Habighorst-Straße in Bad Neuenahr-Ahrweiler
- Hermann Cuno (1831–1896), Architekt, entwarf die 1872 erbaute Martin-Luther-Kirche in Bad Neuenahr–Ahrweiler
- Carsten Sebastian Henn (* 1973), Autor, schreibt die Kriminalromanreihe um den Ahrtaler Koch Julius Eichendorff
- Walter Wirz (* 1947), Politiker, Landtagsabgeordneter des Wahlkreises Bad Neuenahr–Ahrweiler
- Pen Cayetano (* 1954), Musiker und Maler aus Belize, lebt in Bad Neuenahr-Ahrweiler
- Günter Ruch (* 1956), Autor, lebt in Bad Neuenahr-Ahrweiler
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
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