Kirchsahr

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Kirchsahr
Kirchsahr
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kirchsahr hervorgehoben
50.5244444444446.8983333333333288Koordinaten: 50° 31′ N, 6° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Ahrweiler
Verbandsgemeinde: Altenahr
Höhe: 288 m ü. NHN
Fläche: 6,1 km²
Einwohner: 353 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53505
Vorwahl: 02643
Kfz-Kennzeichen: AW
Gemeindeschlüssel: 07 1 31 040
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Roßberg 3
53505 Altenahr
Webpräsenz: www.kirchsahr.de
Ortsbürgermeister: Kai-Andre Köpcke
Lage der Ortsgemeinde Kirchsahr im Landkreis Ahrweiler
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Über dieses Bild

Kirchsahr ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Altenahr an.

Geographie[Bearbeiten]

Kirchsahr besteht aus den Ortsteilen Kirchsahr, Binzenbach, Burgsahr, Hürnig und Winnen.

Oberhalb von Kirchsahr liegt der bereits in Nordrhein-Westfalen liegende Hochthürmerberg. Kirchsahr liegt unmittelbar an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die heutige Ortsgemeinde Kirchsahr wurde Mitte des 10. Jahrhunderts erstmals als „Sarna in pago Bunnoniensi“ (im Bonngau) urkundlich erwähnt. Der Historiker Beyer ordnete diese undatierte Urkunde dem Jahr 948 zu.[2] Die Ortsgemeinde Kirchsahr nimmt dagegen das, auch mögliche, Jahr 964 an und feierte 1964 ihr 1000-jähriges Bestehen. Der Ort „Sarne“ wurde 1266 als Sitz einer Pfarrkirche oder Pfarrei im kölnischen Dekanat Ahrgau genannt. Das Kirchspiel gehörte zum Besitz des Stiftes Münstereifel.[3] Die Pfarrei Kirchsahr umfasste neben Kirchsahr die Ortschaften Houverath, Effelsberg, Plittersdorf, Binzenbach, Burgsahr, Härnig, Winnen. In den genannten Orten bestanden spätestens seit dem 16. Jahrhundert Filialen.[3] Houverath wurde um 1500 eine eigenständige Pfarrei, Effelsberg im Jahre 1694.[4]

Etwa von 1100 an gehörte das Gebiet von Kirchsahr zur Grafschaft Are und kam mit dieser 1246 an das Erzstift Köln, zu dem es landesherrlich bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte. 1794 kam der Ort zusammen mit dem gesamten linksrheinischen Gebiet zu Frankreich und 1815 zum Königreich Preußen.[4]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Kirchsahr besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Kirchsahr

Bodendenkmäler[Bearbeiten]

  • Gretelstollen, ein historischer Bergbaustollen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist durch die Landesstraßen L 76 und L 77 erschlossen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kirchsahr – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Heinrich Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der mittelrheinischen Territorien, Coblenz: Hölscher, 1860, Seite 248, Urkunde 186
  3. a b Jakob Marx: Geschichte der Pfarreien der Diözese Trier, Trier: Paulinus-Druckerei, 1923, Seiten 116, 163
  4. a b 1000 Jahre Kirchsahr, Chronik aus dem Jahr 1964
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen