Antweiler

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Antweiler (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Antweiler
Antweiler
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Antweiler hervorgehoben
50.4036111111116.8305555555556289Koordinaten: 50° 24′ N, 6° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Ahrweiler
Verbandsgemeinde: Adenau
Höhe: 289 m ü. NHN
Fläche: 4,46 km²
Einwohner: 542 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 122 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53533
Vorwahl: 02693
Kfz-Kennzeichen: AW
Gemeindeschlüssel: 07 1 31 004
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirchstraße 15
53518 Adenau
Webpräsenz: www.antweiler.de
Ortsbürgermeister: Egon Honerbach
Lage der Ortsgemeinde Antweiler im Landkreis Ahrweiler
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Über dieses Bild

Antweiler ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Adenau an. Antweiler ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Antweiler befindet sich etwa 50 km westlich von Koblenz am Südrand des Ahrgebirges im oberen Ahrtal. Auf 286 m ü. NN (Messpunkt an der Kirche) unterhalb des Arembergs wird der Ort von der Ahr durchflossen. Zu Antweiler gehören die Wohnplätze Alte Burg und Haus Ginsterhahn.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

In Antweiler befand sich bereits in der Zeit der Merowinger eine Siedlung. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte im Jahr 975, als der Trierer Archidiakon Wicfried der Abtei St. Maximin in Trier verschiedene Ländereien zusprach, die an „Amentwilere“ (Antweiler) und „Musca“ oder „Musche“ (Müsch) angrenzten. Vom 12. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort der Herrschaft, zuletzt dem Herzogtum Arenberg an. Die Ortsentwicklung der vergangenen 300 Jahre spiegelt sich in zahlreichen, guterhaltenen Gebäuden wider.

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen das Linke Rheinufer besetzt. Unter der französischen Verwaltung gehörte Antweiler zum Kanton Adenau, der dem Rhein-Mosel-Departement zugeordnet war. Nach den auf dem Wiener Kongress geschlossenen Verträgen kam die Region, damit auch Antweiler, 1815 zum Königreich Preußen. Antweiler gehörte von 1816 an zur Bürgermeisterei Aremberg im Kreis Adenau, der Teil des Regierungsbezirks Coblenz und von 1822 an der Rheinprovinz war. Bereits 1820 wurde der Sitz des Bürgermeistereiamtes in das verkehrsgünstiger gelegene und größere nach Antweiler verlegt, jedoch wurde die Bezeichnung des Verwaltungsbezirks „Bürgermeisterei Aremberg“ bis ins 20. Jahrhundert beibehalten. Ihm gehörten 20 Gemeinden an. Ende der 1920er Jahre erfolgte die Umbenennung in „Amt Antweiler“. 1932 wurde der Kreis Adenau aufgelöst, das Amt Antweiler wurde dem Kreis Ahrweiler zugeordnet. Seit 1946 gehört die Gemeinde zum Land Rheinland-Pfalz und seit 1970 der Verbandsgemeinde Adenau an.

In Antweiler besteht ein Schullandheim, das vom Schullandheimverein Antweiler/Ahr betrieben wird und hauptsächlich Schüler aus Duisburg zu Gast hat.

Derzeit entsteht das Neubaugebiet „Auf den Dreivierteln“.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Antweiler, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 266
1835 307
1871 277
1905 317
1939 457
1950 614
Jahr Einwohner
1961 554
1970 553
1987 551
1997 615
2005 565
2012 542

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Antweiler besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Wappen[Bearbeiten]

Die drei gelben Mispeln weisen auf die frühere Zugehörigkeit zur Herrschaft Arenberg hin; Buch (hl. Schrift), Bischofsstab, Mitra und Wandertasche sind die Attribute des Heiligen Maximin, dem Schutzpatron des Ortes; Hammer und Schlegel weisen auf den früheren Bergau hin.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Turm von St. Maximin

Zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde zählen:

Touristische Einrichtungen[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Agnes Gillig: Antweiler/Ahr im Wechsel der Jahrhunderte. Begebenheiten, Geschichten, Kommentare. Ahrweiler 1992 (nicht ausgewertet)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Antweiler – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 4 (PDF; 2,3 MB)
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen