Avianca
| Avianca | ||
|---|---|---|
| IATA-Code: | AV | |
| ICAO-Code: | AVA | |
| Rufzeichen: | AVIANCA | |
| Gründung: | 1919 | |
| Sitz: | Bogotá, |
|
| Drehkreuz: | ||
| Heimatflughafen: | Bogotá | |
| Unternehmensform: | Aktiengesellschaft | |
| Leitung: | Germán Efromovich | |
| Allianz: | ab 2012 Star Alliance[1] | |
| Vielfliegerprogramm: | Lifemiles | |
| Flottenstärke: | 60 (+ 32 Bestellungen) | |
| Ziele: | National und international | |
Avianca S.A. ist die größte kolumbianische Fluggesellschaft mit Sitz in Bogotá und Basis auf dem Flughafen Bogotá. Sie ist nach KLM die zweitälteste noch existierende Fluggesellschaft der Welt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Erste Jahre als SCADTA
Avianca wurde am 5. Dezember 1919 als Sociedad Colombo Alemana de Transporte Aéreo (wörtlich: Kolumbianisch-Deutsche Gesellschaft für Lufttransporte) - SCADTA von Werner Krämer, Stuart Hosie, Alberto Tietjen, Ernesto Cortizzos (erster Präsident der Gesellschaft), Rafael Palacio, Jacobo Correra und Aristides Noguera in Barranquilla gegründet. Auf ihrem ersten Flug am 19. Oktober 1920 - mit dem deutschen Piloten Helmuth von Krohn - beförderte die SCADTA mit einer Junkers F 13 57 Briefe von Barranquilla nach Puerto Colombia. Die Maschine war wie die anderen 9 F 13 mit Schwimmkufen ausgestattet. Kurz darauf gelang es, eine Konzession der kolumbianischen Regierung für den Transport von Luftpost zu erhalten. 1924 hatte die SCADTA den ersten Absturz zu verzeichnen, unter anderem starben Von Krohn und Ernesto Cortizzos.
Nach Ausbruch des zweiten Weltkrieges wurden die Besitzer gezwungen, die Gesellschaft an die Pan American World Airlines zu verkaufen.
[Bearbeiten] Entwicklung in den 1940er- bis 1990er-Jahren
Am 14. Juni 1940 erfolgt die Fusion mit SACO (Servicio Aéreo Colombiano) und Umbenennung in Aerovias Nacionales de Colombia S.A, genannt Avianca. Danach kaufte Avianca viele kleine regionalen Fluggesellschaften auf. Mit den seit Oktober 1939 eingesetzten Douglas DC 3 erweiterte Avianca sein Streckennetz ab 1946 auf internationale Ziele, wie Quito, Lima, Panama City, New York und schließlich mit Douglas DC 4 und C-54 auch nach Europa.
1960 wurden die ersten zwei Flugzeuge der Typen Boeing 707 und Boeing 720 gekauft. 1976 folgte die erste Boeing 747. Avianca war damit der erste südamerikanische Betreiber dieses Typs. 1990 folgte die damals modernste Maschine der Welt, eine Boeing 767-200ER.
[Bearbeiten] Zusammenschlüsse
1994 wurde mit der Vereinigung von Avianca, der Regionalfluggesellschaft SAM und dem Helikopterbetreiber Helicol eine strategische Allianz namens Avianca System geschlossen. Das Unternehmen erweiterte das Angebot auf Fracht- und Postflüge (Avianca Cargo) und machte die Flotte mit neuen Flugzeugen, wie Boeing 757 und 767 sowie Fokker 50 und Bell Hubschraubern zur modernsten Südamerikas. Das Streckennetz wurde national und international ausgebaut.
Nach dem 11. September 2001 erreichte die Luftfahrtkrise auch Avianca. Dies führte am 20. Mai 2002 zum Zusammenschluss von Avianca, SAM und dem Hauptkonkurrenten ACES zur Alianza Summa. Die widrigen Umstände des Marktes und die Anteilseigner erzwangen die Auflösung der Alianza Summa im November 2003. Interesse bestand nur noch an der Handelsmarke Avianca. Die führte zur Auflösung von ACES und der vollständigen Eingliederung von SAM als reine Regionalfluggesellschaft von Avianca.
[Bearbeiten] Neustrukturierung als Aerovias del Continente Americano
Am 10. Dezember 2004 begann einer der größten Reorganistionsprozesse in der Geschichte von Avianca. Die Gesellschaft wurde unter den Gläubigerschutz gemäß Chapter 11 gestellt, nachdem ein Reorganisationsplan mit Hilfe des brasilianischen Konsortiums OceanAir/Synergy Group und der National Federation of Coffee Growers of Colombia erstellt wurde. Avianca erhielt neues Kapital und konnte 13 Monate später den Gläubigerschutz wieder verlassen.
Die heute als New Avianca (Aerovías del Continente Americano) fliegende Airline ist der Nachfolger der alten Avianca (Aerovías Nacionales de Colombia). Avianca gehört jetzt zu einer brasilianischen Investorengruppe, der OceanAir/Grupo Synergy, fliegt aber die gleichen internationalen und nationalen Ziele an. Ab 2007 wurde Avianca die größte Fluggesellschaft Lateinamerikas, als sie OceanAir (die heutige Avianca Brazil) aus Brasilien, VIP aus Ecuador und Wayraperú aus Perú übernahm.
Avianca befindet sich heute zu 100 % im Besitz des südamerikanischen Mischkonzerns Synergy Group und besteht neben Avianca selbst aus:
- Helicol ist ein Hubschrauberbetreiber mit Sitz am El Dorado International Airport in Bogotá.
- Avianca Brazil (zuvor Ocean Air) mit Sitz am Santos Dumont Airport, Rio de Janeiro.
- OceanAir Paraguay mit Sitz am Silvio Pettirossi International Airport in Asunción.
- VIP mit Sitz am Mariscal Sucre International Airport in Quito.
- Capital Airlines mit Sitz am Murtala Mohammed International Airport in Lagos, Nigeria
Am 11. November 2010 wurde bekannt gegeben, dass Avianca bis 2012 der internationalen Luftfahrtallianz Star Alliance beitreten wird.[1] Ende 2011 wurden die letzten Fokker 100 ausgemustert und durch die Airbus-A320-Familie ersetzt.
[Bearbeiten] Flugziele
Aviancas Streckennetz besteht aus 21 Zielen innerhalb Kolumbiens und 21 internationalen Zielen in 14 Ländern. Aviancas Drehkreuz ist Bogotá, von wo aus die meisten internationalen Flüge starten. In Europa werden Madrid von Bogotá, Cali und Medellin als auch Barcelona von Bogotá aus angeflogen. Anfang 2008 wurden neue Pläne für zwei weitere Ziele in Europa veröffentlicht, Avianca sollte am Ende des Jahres auch nach London und Frankfurt fliegen aber dies wurde bisher nicht verwirklicht.
Avianca unterhält darüber hinaus Codeshare-Abkommen mit Air Canada, TACA, Iberia, Lufthansa, Mexicana und Satena.
[Bearbeiten] Flotte
Mit Stand November 2011 besteht die Flotte der Avianca aus 60 Flugzeugen[2] mit einem Durchschnittsalter von 8 Jahren[3]:
- 9 Airbus A319-100
- 8 Airbus A320-200
- 3 Airbus A330-200
- 12 Boeing 787-8 (Auslieferung voraussichtlich ab 2013)
- 51 aus der Airbus A320-Familie[6]
- 33 Airbus A320neo
[Bearbeiten] Zwischenfälle
Avianca erlitt seit 1973 zwölf Flugzeugverluste und 545 Todesopfer. Der letzte Flugzeugverlust war am 9. März 1991.
- Am 27. November 1983 stürzte eine Boeing 747 der Avianca in der Nähe des Flughafens Madrid-Barajas ab. 181 Menschen starben, 11 wurden gerettet.
- Am 25. Januar 1990 stürzte eine Boeing 707-321 auf Avianca-Flug 52 in Folge von Treibstoffmangel ab, nachdem die Maschine von der Flugsicherung wegen schlechten Wetters mehr als eine Stunde in Warteschleifen verwiesen worden war.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b aero.de - Avianca-TACA und Copa Airlines treten Star Alliance bei 11. November 2010
- ↑ ch-aviation.ch - Flotte der Avianca (englisch) abgerufen am 16. Dezember 2011
- ↑ airfleets.net - Flottenalter der Avianca (englisch) abgerufen am 16. Dezember 2011
- ↑ Airbus – Orders, Deliveries, Operators (XLS-Datei, englisch) Stand: 28. Februar 2010
- ↑ Boeing – Customer Summary (englisch) Stand: 28. Februar 2010
- ↑ Airliners.de - AviancaTaca besiegelt Airbus-Auftrag (Stand: 29. Januar 2012)
[Bearbeiten] Weblinks
- Webpräsenz der Avianca (spanisch, englisch, portugiesisch)
Gründungsmitglieder: Air Canada | Lufthansa | SAS Scandinavian Airlines | Thai Airways International | United Airlines
Weitere Mitglieder: Adria Airways | Aegean Airlines | Air China | Air New Zealand | All Nippon Airways | Asiana Airlines | Austrian | British Midland Airways | Brussels Airlines | Continental Airlines | EgyptAir | Ethiopian Airlines | LOT | Singapore Airlines | South African Airways | Swiss International Air Lines | TAM Linhas Aéreas | TAP Portugal | Turkish Airlines | US Airways
Regionale Mitglieder: Blue1 | Croatia Airlines
Beschlossene Beitritte: Avianca | TACA | Copa Airlines | Shenzhen Airlines
Ehemalige Mitglieder: Ansett Australia | Mexicana de Aviación | Shanghai Airlines | Spanair | VARIG