Hartha
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Chemnitz | |
| Landkreis: | Mittelsachsen | |
| Höhe: | 326 m ü. NN | |
| Fläche: | 54,36 km² | |
| Einwohner: |
7.770 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 143 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 04746 | |
| Vorwahl: | 034328 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FG | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 5 22 250 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Karl-Marx-Straße 32 04746 Hartha |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Gerald Herbst (CDU) | |
| Lage der Stadt Hartha im Landkreis Mittelsachsen | ||
Hartha ist eine Kleinstadt in Sachsen (Deutschland) und liegt im Landkreis Mittelsachsen im Direktionsbezirk Chemnitz.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Sie umfasst die Ortsteile Aschershain, Diedenhain, Wallbach, Wendishain, Nauhain, Lauschka, Steina, Saalbach sowie das 2004 eingemeindete Gersdorf mit seinen Ortsteilen Langenau, Kieselbach, Neudörfchen, Schönerstädt und Seifersdorf. Damit ist Hartha eine der größten Flächengemeinden im Landkreis.
Ein Großteil dieser Flächen wird noch heute landwirtschaftlich genutzt.
Die Stadt Hartha liegt in zentraler Lage im Dreieck der Großstädte Leipzig – Dresden – Chemnitz mit einer jeweiligen Entfernung von etwa 50 km und übt für das Umland die Rolle eines Unterzentrums aus.
Hartha liegt im mittelsächsischen Hügelland. Die höchste Erhebung ist das Harthaer Kreuz mit 326 m ü. NN. Hier kreuzen sich die B 175 , B 176 und S 36 .
[Bearbeiten] Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 1223. Heinrich von Harth wird zusammen mit seinem Bruder Albert von Gersdorf in diesem Jahr auf einer Urkunde, die in Altenberg von König Heinrich IV. ausgestellt wurde, als Zeuge eines Rechtsstreites erwähnt. Gersdorf ist der heutige Name einer kleinen Gemeinde am Rande von Hartha.
Hartha wurde in der Nähe eines Verkehrsweges zwischen Dresden und Leipzig gegründet. Um 1100 wurde auf diesem Weg Salz aus der Gegend von Halle bis nach Böhmen transportiert. Die Vorfahren der Harthaer stammen aus Franken, Thüringen und Flandern.
Harthas Ruf als Industriestadt geht bis in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts zurück. Im Jahre 1506 wurde die Innung der Leineweber durch Herzog Georg von Sachsen bestätigt. Die hier hergestellten Textilprodukte wurden bereits 1750 bis nach Spanien exportiert. Neben der Textilindustrie spielte die Landwirtschaft eine bedeutende Rolle.
Mitte des 19. Jahrhunderts entstand eine Reihe von Fabriken, in denen vor allem Filz, Schuhe und Metallartikel (Litze) für die Webereien, aber auch Zigarren und Knöpfe produziert wurden. Bekannt war die Kutschenfabrik von M. J. Plenikowski & Co. Dies verhalf der Stadt zu wirtschaftlichem Aufschwung.
Hartha trägt den Beinamen Frosch-Hartha. Früher gab es im Stadtgebiet einige Teiche, die von Fröschen bevölkert waren. Die Frösche standen Pate für den am 11. Mai 1996 eingeweihten Froschbrunnen auf dem Marktplatz.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Im Jahr 1950 wurden zwei Gemeinden eingegliedert.[2] Es folgten Wallbach 1969[2], zwei Gemeinden 1994[2] und Gersdorf 2004[3].
| Ehemalige Gemeinde | Datum | Anmerkung |
|---|---|---|
| Aschershain | 1. Juli 1950 | |
| Diedenhain | 1. Juli 1950 | |
| Gersdorf | 1. Januar 2004 | |
| Kieselbach | 1. Januar 1969 | Eingemeindung nach Gersdorf |
| Langenau | 1. Januar 1993 | Eingemeindung nach Gersdorf |
| Nauhain | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Wendishain |
| Neudörfchen | 1. Januar 1952 | Eingemeindung nach Kieselbach |
| Saalbach | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Steina |
| Schönerstädt | 1. Januar 1978 | Eingemeindung nach Gersdorf |
| Seifersdorf bei Leisnig | 1. Januar 1968 | Eingemeindung nach Schönerstädt |
| Steina | 1. Januar 1994 | |
| Wallbach | 1. Januar 1969 | |
| Wendishain | 1. Januar 1994 |
[Bearbeiten] Kirche
Wenn man von der Harthaer Kirche spricht, dann ist das vierte Kirchgebäude gemeint. Die erste Kirche brannte 1506 ab. Die zweite wurde Opfer der Flammen im Dreißigjährigen Krieg. Die dritte, die 1636 erbaut wurde, war winklig und schmucklos, uneinheitlich und unregelmäßig, die von der Armut des alten Hartha zeugte. Die Grundsteinlegung der vierten Kirche erfolgte 1868, nachdem König Johann 1861 bei einem Besuch Harthas und einer Besichtigung des alten Gotteshauses die Gemeinde in ihrem Wunsch nach einem Neubau bestärkt hatte. Die Baupläne zur neuen Kirche stammen vom Baumeister Emil Haase aus Chemnitz. Am 13. November 1870 erfolgte die Einweihung der Stadtkirche zu Hartha. Aufgrund ihrer architektonischen Schönheit im neoromanischen Baustil ist sie noch heute eine Zierde der Stadt. Seit 1910 besitzt sie ein Orgelwerk, welches mit 45 klingenden Registern das größte in der ganzen Euphorie darstellt. Die Bleiglasfenster stammen aus dem Jahr 1892.
[Bearbeiten] Gedenkstätten
- Gedenkstein im Stadtpark am Reinhardtstal für alle Opfer des Faschismus
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Nach der politischen Wende 1989 ging Hartha eine Städtefreundschaft mit der Stadt Fröndenberg/Ruhr im Kreis Unna (NRW) ein. Am 1. Juni 1991 erfolgte die Unterzeichnung eines Freundschaftsvertrages, nachdem bereits seit 1990 Kontakte und freundschaftliche Beziehungen bestanden.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Karl Grünberg (1847–1906), Webwarenfabrikant in Hartha und Politiker (SPD), MdR, MdL (Königreich Sachsen)
- August Harder (1775–1813), Musiker, Liedkomponist, geboren und aufgewachsen im Ortsteil Schönerstädt
- Werner Heilemann (* 1925), ehemaliger deutscher Politiker
- Bernhard Moebius (1851–1898), deutsch-US-amerikanischer Metallurg und Erfinder
- Richard Müller (1903–1999), Chemiker, Entdecker des Silikon, Müller-Rochow-Synthese
[Bearbeiten] Literatur
- Cornelius Gurlitt: Hartha. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, 25. Heft: Amtshauptmannschaft Döbeln. C. C. Meinhold, Dresden 1903, S. 79.
[Bearbeiten] Weblinks
- offizielle Internetpräsenz der Stadt Hartha
- Hartha im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
- ↑ a b c Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004
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