Jerome Isaac Friedman

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Jerome Isaac Friedman (* 28. März 1930 in Chicago, Illinois) ist ein US-amerikanischer Physiker. 1990 erhielt er zusammen mit Richard E. Taylor und Henry W. Kendall den Nobelpreis für Physik für Experimente der tiefinelastischen Streuung von Elektronen an Protonen und Neutronen, ausgeführt Ende der 1960er Jahre. Diese lieferten die experimentelle Bestätigung des Quarkmodells, wonach die Kernteilchen aus punktförmigen kleineren Teilchen bestehen.

Friedman, der Sohn russischstämmiger Einwanderer, wollte zunächst Kunst studieren und hatte schon ein Stipendium, wechselte dann aber zur Physik, die er an der University of Chicago noch bei Enrico Fermi studierte (Masterabschluss 1953, Promotion 1956). 1957 schloss er sich wie Taylor und Kendall der Gruppe von Robert Hofstadter am Stanford Linear Accelerator Center (SLAC) an, wo er auch mit Wolfgang Panofsky an der Entwicklung von Elektronenbeschleunigern partizipierte und später die Nobelpreis-gekrönten Arbeiten mit seinen beiden Kollegen Kendall und Taylor ausführte. Ab 1960 war er am Massachusetts Institute of Technology tätig, wo er 1980 Direktor des Labors für Kernphysik (Nuclear Studies) und von 1983 bis 1988 Leiter der Physikfakultät war.

1989 erhielt er mit Kendall und Taylor den Panofsky-Preis.

Weblinks[Bearbeiten]