Walter Houser Brattain

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Walter H. Brattain

Walter Houser Brattain (* 10. Februar 1902 in Amoy, Kaiserreich China; † 13. Oktober 1987 in Seattle, Washington) war ein US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger.

Leben[Bearbeiten]

Der erste Transistor der Welt, gebaut 1947 von Walter H. Brattain, Original ausgestellt in den Bell Laboratories.

Walter Brattain wurde am 10. Februar 1902 als Sohn von Ross R. Brattain und Ottilie Houser in Amoy (China) geboren. Er wuchs im Bundesstaat Washington auf und erwarb 1924 seinen B.S. am Whitman College und 1926 den M.A. an der University of Oregon. 1928/29 war er Physiker am National Bureau of Standards. Nach der Promotion 1929 an der University of Minnesota wechselte er an die Bell Laboratories, wo er 1967 in den Ruhestand ging.

Im Zweiten Weltkrieg forschte er 1941 bis 1943 an der Columbia University. 1967 bis 1972 war er Gastprofessor am Whitman College und 1951/52 an der Harvard University. 1960 bis 1966 war er im Naval Research Advisory Committee der US-Marine und 1966 bis 1968 an deren Naval Ordnance Test Station.

Brattain heiratete 1935 Dr. Keren (Gilmore) Brattain, mit der er einen Sohn (William Gilmore Brattain) hat, und 1958 Emma Jane (Kirsch) Miller. Er starb am 13. Oktober 1987 in Seattle.

Werk[Bearbeiten]

Brattain beschäftigte sich vorwiegend mit den Oberflächeneigenschaften von Festkörpern. Nach ersten Untersuchungen an Wolfram galt sein Interesse vor allem Oberflächeneffekten an Halbleitern wie Silicium und Germanium, zu deren besseren Verständnis er wesentliche Beiträge lieferte. Zusammen mit John Bardeen entwickelte er den Punktkontakttransistor.

Brattain erhielt 1956 zusammen mit William B. Shockley und John Bardeen den Nobelpreis für Physik „für ihre Untersuchungen über Halbleiter und ihre Entdeckung des Transistoreffekts“.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Walter Houser Brattain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien