Shuji Nakamura

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Shuji Nakamura (jap. 中村 修二, Nakamura Shūji; * 22. Mai 1954 in Seto, Ehime, Japan) ist ein japanischer Physiker und Entwickler der ersten blauen Leuchtdiode (LED). Er ist Professor an der University of California, Santa Barbara.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nakamura studierte an der Universität Tokushima und erwarb dort zunächst 1977 seinen Bachelor-Grad und schließlich 1979 den Master-Grad als Elektroingenieur. Nach dem Studium blieb er in Tokushima und arbeitete für die Firma Nichia. Ab 1993 war Nakamura Leiter der Forschungsabteilung bei Nichia.

Während seiner Zeit bei Nichia entwickelte Nakamura die erste sehr helle Galliumnitrid-Leuchtdiode, welche den Vorteil hat, blaues Licht abzustrahlen. Seit 1993 werden diese LEDs produziert. 1994 wurde ihm von der Universität von Tokushima ein Doktortitel zuerkannt. Neben der blauen GaN-LED entwickelte Nakamura auch die grüne Indium-Galliumnitrid-Leuchtdiode (InGaN-LED) und schließlich eine weiße LED. Mitte der 1990er entwickelte er außerdem einen blauen Laser.

Nakamura verließ Japan 1999 und nahm einen Stelle als Professor an der University of California, Santa Barbara in Santa Barbara an.

2001 verklagte Nakamura seinen früheren Arbeitgeber Nichia. Seine Prämie für die Entwicklung der GaN-LED von 20.000 Yen (rund 150 Euro) erschien ihm unangemessen. Nakamura forderte 20 Milliarden Yen (150 Millionen Euro) und gewann zunächst. Nachdem Nichia in Berufung gegangen war, einigten sich die beiden Parteien auf einen Bonus von 840 Millionen Yen (6 Millionen Euro), die höchste je in Japan gezahlte Prämie.

Seit 2004 ist Nakamura Honorarprofessor an der Universität Bremen.[1]

Publikationen[Bearbeiten]

  • Shuji Nakamura, Gerhard Fasol, Stephen J. Pearton: The Blue Laser Diode: The Complete Story. Springer, 2000, ISBN 3-540-66505-6.
  • Shuji Nakamura, Gerhard Fasol: The blue diode laser - GaN light emitters and lasers. Springer, 1997, ISBN 3-540-61590-3.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Im Jahr 2000 erhielt er den Carl-Zeiss-Forschungspreis. 2006 erhielt er den Millennium Technology Prize.[2]

Einzelnachweise und Quellen[Bearbeiten]

  1. Shuji Nakamura jetzt Honorarprofessor an der Uni Bremen: Großer Gewinn für den Wissenschaftsstandort Bremen. Pressemitteilung zur Honorar-Professur in Bremen, 19. Februar 2004.
  2. WINNER: SHUJI NAKAMURA.

Weblinks[Bearbeiten]