Adam Riess

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Dieser Artikel behandelt den Astronomen Adam Riess. Zum Rechenmeister siehe Adam Ries.
Adam Riess bei der Pressekonferenz nach der Verleihung des Nobelpreises 2011

Adam Guy Riess (* 16. Dezember 1969 in Washington, D.C.) ist ein US-amerikanischer Astronom, dessen Forschung sich mit der Nutzung von Supernovae als kosmologische Entfernungsmaßstäbe befasst. 2011 erhielt er den Nobelpreis für Physik.

Riess wurde in einer jüdischen Familie geboren.[1][2] Er studierte am Massachusetts Institute of Technology (Bachelor-Abschluss 1992) und erlangte den Doktorgrad Ph.D. 1996 an der Harvard University mit einer Arbeit über Typ-I-Supernovae, betreut von Robert Kirshner. Ab 1992 war er am Lawrence Livermore National Laboratory. Riess war Teil von Brian Schmidts High-z Supernova Search Team, einer der beiden Gruppen, die Ende der 1990er-Jahre mittels Supernovae nachwiesen, dass sich das Universum beschleunigt ausdehnt. Riess ging dann 1996 (als Miller Fellow) an die University of California, Berkeley und 1999 bis 2005 als Senior Staff Scientist an das Space Telescope Science Institute.

Seit 2006 ist er Professor für Physik und Astronomie an der Johns Hopkins University.

Mit dem Hubble-Weltraumteleskop verfolgte er ein Suchprogramm nach Supernovae bei noch höherer Rotverschiebung, das bis in die früheren verzögerten Ausdehnungsphasen des Universums reicht.

Er ist seit 2008 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences und seit 2009 der National Academy of Sciences. 2011 wurde ihm gemeinsam mit Saul Perlmutter und Brian P. Schmidt der Nobelpreis für Physik verliehen. Gewürdigt wurde ihre Entdeckung der beschleunigten Expansion des Universums durch die Beobachtung ferner Supernovae.[3]

Sein Großvater war der 1933 aus Würzburg nach Amerika emigrierte und später in der Schweiz lebende deutsch-jüdische Schriftsteller Curt Riess (1902–1993).

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Adam Riess – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. WEDDINGS; Nancy Schondorf And Adam Riess (Englisch). In: New York Times, 11. Januar 1998. 
  2. Dr. Gail Riess Is Married. Englisch. Online auf Nytimes.com vom 18. Juni 1989. Abgerufen am 2. April 2012.
  3. The Nobel Prize in Physics 2011 bei nobelprize.org, 4. Oktober 2011 (englisch; abgerufen am 4. Oktober 2011).