Herxheim bei Landau/Pfalz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Herxheim bei Landau/Pfalz
Herxheim bei Landau/Pfalz
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Herxheim bei Landau/Pfalz hervorgehoben
49.1469444444448.22129Koordinaten: 49° 9′ N, 8° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Herxheim
Höhe: 129 m ü. NHN
Fläche: 29,12 km²
Einwohner: 10.397 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 357 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76863
Vorwahl: 07276
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 038
Adresse der Verbandsverwaltung: Obere Hauptstraße 2
76863 Herxheim
Webpräsenz: www.herxheim.de
Ortsbürgermeister: Franz-Ludwig Trauth (parteilos)
Lage der Ortsgemeinde Herxheim bei Landau/Pfalz im Landkreis Südliche Weinstraße
Kirrweiler (Pfalz) Kirrweiler (Pfalz) Kirrweiler (Pfalz) Maikammer Sankt Martin (Pfalz) Herxheim bei Landau/Pfalz Herxheimweyher Rohrbach (Pfalz) Insheim Bornheim (Pfalz) Essingen (Pfalz) Hochstadt (Pfalz) Offenbach an der Queich Billigheim-Ingenheim Birkweiler Birkweiler Böchingen Böchingen Böchingen Eschbach (Pfalz) Frankweiler Frankweiler Göcklingen Heuchelheim-Klingen Ilbesheim bei Landau in der Pfalz Ilbesheim bei Landau in der Pfalz Impflingen Knöringen Leinsweiler Ranschbach Siebeldingen Siebeldingen Walsheim Walsheim Walsheim Bad Bergzabern Barbelroth Birkenhördt Böllenborn Dierbach Dörrenbach Gleiszellen-Gleishorbach Hergersweiler Kapellen-Drusweiler Kapsweyer Klingenmünster Niederhorbach Niederotterbach Oberhausen (bei Bad Bergzabern) Oberotterbach Oberschlettenbach Pleisweiler-Oberhofen Schweigen-Rechtenbach Schweighofen Steinfeld (Pfalz) Vorderweidenthal Albersweiler Albersweiler Annweiler am Trifels Annweiler am Trifels Dernbach (Pfalz) Eußerthal Gossersweiler-Stein Münchweiler am Klingbach Ramberg (Pfalz) Rinnthal Silz (Pfalz) Völkersweiler Waldhambach (Pfalz) Waldrohrbach Wernersberg Altdorf (Pfalz) Altdorf (Pfalz) Altdorf (Pfalz) Böbingen (Pfalz) Böbingen (Pfalz) Böbingen (Pfalz) Burrweiler Burrweiler Edenkoben Edenkoben Edesheim Edesheim Edesheim Edesheim Flemlingen Flemlingen Flemlingen Freimersheim (Pfalz) Gleisweiler Gleisweiler Gommersheim Gommersheim Gommersheim Großfischlingen Hainfeld (Pfalz) Hainfeld (Pfalz) Hainfeld (Pfalz) Kleinfischlingen Rhodt unter Rietburg Rhodt unter Rietburg Roschbach Roschbach Venningen Venningen Venningen Weyher in der Pfalz Weyher in der Pfalz Landau in der Pfalz Landau in der Pfalz Landau in der Pfalz Landkreis Germersheim Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Bad Dürkheim Neustadt an der Weinstraße Landkreis Bad Dürkheim Landkreis Kaiserslautern Landkreis Südwestpfalz FrankreichKarte
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Die Ortsgemeinde Herxheim bei Landau/Pfalz (pfälz. Herxe(m)) mit dem Ortsteil Hayna in Rheinland-Pfalz ist bezogen auf die Einwohnerzahl die größte Kommune im Landkreis Südliche Weinstraße. Herxheim ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde, ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Mittelzentrum ausgewiesen.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet von Herxheim war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Westlich von Herxheim wurden Reste einer etwa 7000 Jahre alten Siedlung entdeckt. Im 6. Jahrhundert gründen fränkische Siedler den Ort. Erstmals erwähnt wird Harieschaim 773 in einer Urkunde für das Kloster Weißenburg, als ein Sigibald seinen Besitz dem Kloster überschreibt. Im Rahmen des sogenannten „Weißenburger Klosterraubes“ (985/991) entrissen die Salier Herxheim und andere Besitzungen dem Kloster. Unter dem Saliern wird im Jahr 1004 auf dem Kirchberg eine Kirche errichtet, von der sich der untere Teil des Glockenturms erhalten hat. 1057 gelangte Herxheim durch eine Schenkung des salischen Kaisers Heinrich IV. wieder in geistlichen Besitz, nämlich an das Hochstift Speyer. Bei diesem verblieb Herxheim rund 600 Jahre. Nach dem Frieden von Nimwegen 1678/79 fiel Herxheim mit allen Gemeinden südlich der Queich an Frankreich. 1816, nach dem Wiener Kongress, wurde die Pfalz zur achten Provinz des bayerischen Königreiches. Herxheim zählte zum Kanton und zum Landkommissariat Landau. Während der Zugehörigkeit zu Bayern wurden das Schulhaus eingeweiht (1824), die erste Tabakfabrik gegründet (1879) und die Bahnlinie Herxheim–Landau eröffnet (1898). Die bayerische Zeit endete im Jahr 1946, als das Land Rheinland-Pfalz gebildet wurde. Ein Volksbegehren von 1956, das eine Rückkehr zu Bayern vorsah, scheiterte. 1972 wurde Herxheim im Zuge der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform Sitz der Verbandsgemeinde Herxheim. Am 17. März 1974 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Hayna eingemeindet.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Herxheim besteht aus 28 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl SPD CDU GRÜNE FWG Gesamt Wahl-
beteiligung
2014 6 13 3 6 28 Sitze 56,82 % [4]
2009 7 15 6 28 Sitze 59,0 % [5]
2004 5 15 2 6 1 28 Sitze 2 62,6 % [6]
1999 4 13 1 24 Sitze 68,2 % [6]
1 Gesamtergebnis zweier Wählergruppen mit je 3 Sitzen
2 Erhöhung der Sitzanzahl auf 28 aufgrund der gestiegenen Einwohnerzahl (gem. Gemeindeordnung Rheinland-Pfalz)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Ortsbürgermeister wird in direkter Wahl für eine Amtszeit von 5 Jahren gewählt.

Bei der Wahl am 7. Juni 2009 wurde der parteilose Franz-Ludwig Trauth als Kandidat der CDU mit 59,0 Prozent gewählt.[7] Wie sein Vorgänger Elmar Weiller war er damit sowohl Bürgermeister der Verbandsgemeinde und der Ortsgemeinde Herxheim. Bei der Wahl am 25. Mai 2014 wurde Trauth ohne Gegenkandidat mit 69,19 Prozent Zustimmung als Ortsbürgermeister bestätigt.[8]

Jugendparlament[Bearbeiten]

Als erste Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße hat Herxheim im Mai 2000 ein Jugendparlament eingeführt. Es kümmert sich um die Belange von Jugendlichen aus der Ortsgemeinde und umfasst zwölf Mitglieder, die bei der Aufstellung zur Wahl zwischen 14 und 18 Jahren alt sein müssen. Die Wahl erfolgt im Abstand von zweieinhalb Jahren mittels Mehrheitswahl.

Das Jugendparlament hat u. a. die Möglichkeit, Veranstaltungen zu organisieren. Beispielsweise Podiumsdiskussionen für Jugendliche anlässlich von Bundestags- oder Kommunalwahlen. Vorsitzender des 6. Jugendparlaments (2012 bis 2014) ist Maximilian Winstel.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen Herxheim
  • Kurz-Beschreibung: „Im von Silber und Blau geteilten Schild eine heraldische Lilie mit verwechselten Farben, oberes Ende begleitet von zwei goldenen Sternen“.
  • Genehmigung: 20. Februar 1923, Bayerisches Staatsministerium des Innern, München
  • Entstehung: Die Anfänge des Herxheimer Wappens gehen auf das späte 17. und das frühe 18. Jahrhundert zurück.

Nach dem Frieden von Nimwegen (1679) war das Gebiet südlich der Queich unter die Oberherrschaft Frankreichs gekommen. Dazu gehörte auch das fürstbischöflich speyerische Oberamt Lauterburg, zu dem Herxheim zählte. Einige Rechte verblieben dem Fürstbischof. Die Franzosen versuchten, die Bevölkerung für sich zu gewinnen. Der Fürstbischof versuchte seinerseits, durch größeres Entgegenkommen als bisher seine Untertanen sich gewogen zu halten. Das könnte ein Grund gewesen sein, der Gemeinde Herxheim ein Siegel für das Dorfgericht zu verleihen. Mit der Aufnahme der Lilie in das neue Gerichtssiegel dürfte sowohl an die Zugehörigkeit Herxheims zum Hochstift Speyer mit seinem Mariendom als auch zugleich an die Lilien der französischen Bourbonen, deren mächtigster Vertreter Ludwig XIV. nun der oberste Herr auch über Herxheim war, erinnert worden sein.

Die erste Darstellung der Lilie in Herxheim und damit für alle sichtbar erfolgte im Eckständer des ehemaligen Gemeindehauses Untere Hauptstraße 132, das 1716 errichtet wurde. Die erste Urkunde, in der das Herxheimer Gerichtssiegel mit der Lilie und sieben darüber angedeuteten Sternen bzw. einer siebenperligen Krone erscheint, stammt aus dem Jahr 1733.

Zu dem heute noch gültigen Aussehen des Herxheimer Wappens kam es Anfang der 1920er Jahre. Nach langer Diskussion einigte man sich darauf, die Lilie auch in dem neuen Wappen zu verwenden. Grund war in erster Linie die frühere Zugehörigkeit zum Hochstift Speyer - die Lilie ist das Symbol der Gottesmutter, der Patronin des Domstifts. Hinsichtlich der verwendeten Farben Silber und Blau orientierte man sich sowohl an den Farben des Domstifts als auch an denen der früher hier ansässigen Familie Holzapfel von Herxheim.

In Anlehnung an das aus dem Jahr 1733 stammende Siegel mit der siebenperligen Krone wurde die Lilie mit zwei goldenen Sternen „geschmückt“.[9]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Archäologie[Bearbeiten]

Schädel aus den Herxheimer Funden. Er befindet sich im Museum des Institutes für Geowissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

In den Jahren 1996−1999 wurde im Vorfeld des Gewerbegebietes West eine Siedlung der Linienbandkeramik ausgegraben. Die Grabungen wurden 2005/06 aufgrund ungewöhnlicher Ergebnisse fortgesetzt. Die Untersuchungen sind weiter im Gange.[10]

Die Siedlung bestand von der zweiten ("Flomborn") bis in die jüngste Stufe der Bandkeramik, also etwa zwischen 5300 und 5150 v. Chr. Südlich davon wurde eine Vielzahl von Gruben festgestellt, die so dicht beieinander lagen und sich immer wieder überschnitten, dass der Eindruck zweier um das Dorf laufender Gräben entstand. Dies führte zunächst zur Deutung als Erdwerk. In den Gruben, die dem jüngsten Abschnitt zuzuordnen sind, lagen eine Vielzahl menschlicher Knochen, vielfach zerschlagen, fast immer aus dem anatomischen Verband gelöst. Die Zahl von mindestens 450 Schädeln (bei noch nicht abgeschlossener Ausgrabung der Grubenanlage) belegt, dass in Herxheim sehr viel mehr Menschen bestattet wurden, als dort innerhalb der jüngsten Phase der Bandkeramik gelebt haben können. In den Gruben fanden sich außerdem zahlreiche andere Funde, wie Keramik, Silex oder Mahlsteine, die vielfach ebenfalls bewusst zerstört worden sind.[11]

Die Untersuchung der von Kalksinter gereinigten Knochen und der daran befindlichen Schnittspuren brachte Bruno Boulestin, einen Anthropologen der Universität Bordeaux zu der Vermutung, dass die gefundenen Knochen Reste kannibalischer Mahlzeiten seien. Die Schnittspuren weisen darauf hin, dass die Haut abgezogen wurde, Sehnen durchtrennt wurden, um Gliedmaßen abzutrennen und Körperteile systematisch entfleischt wurden. Die Spuren seien solchen vergleichbar, die man an den Knochen geschlachteter Tiere findet. Ein Massaker konnte aufgrund des Fehlens von Kampfverletzungen ausgeschlossen werden. Die Archäologin Andrea Zeeb-Lanz wies darauf hin, dass ein echter Beweis der Kannibalismus-These, wie etwa der Nachweis menschlichen Myoglobins in Fäkalien, nicht vorliege. Außerdem würde die Zahl der Toten bezogen auf die Dauer der Besiedlung bedeuten, dass über Jahre hinweg Menschenfleisch ein Hauptnahrungsmittel der Bandkeramiker gewesen wäre. Die Untersuchung der Isotopen von Strontium-87 und Strontium-86 im Zahnschmelz von 54 Individuen zeigte, dass diese aus granitreichem Bergland stammten, also keine Bandkeramiker waren, die ja ausschließlich auf lössreichen Talebenen siedelten und ihre Äcker anlegten.[12]

Im November 2004 wurde in Herxheim ein Heimatmuseum eröffnet, dessen Scheunenkeller der Bandkeramik und ihren örtlichen Funden gewidmet ist.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Jüdischer Friedhof. Zwischen Rülzheim und Herxheimweyher befindet sich direkt neben der Landstraße ein jüdischer Friedhof. Dieser ist zugänglich und ein Zeugnis jüdischer Kultur in der Pfalz. Begraben sind hier meist jüdische Landsleute aus den Gemeinden Germersheim, Rülzheim, Leimersheim und Herxheim.
  • Kirchberg mit Kirche Mariä Himmelfahrt und Kriegergedächtniskapelle. In der Dorfmitte erhebt sich nördlich der Unteren Hauptstraße der Kirchberg mit Kirche und Kriegergedächtniskapelle. Der älteste erhaltene Teil der Kirche ist der Kirchturmstumpf von 1004. Der netzgewölbte Chor (1507) und die oberen Turmgeschosse (Glockengeschoss von 1585) sind spätgotisch, das Langhaus wurde 1776/77 errichtet. Unterhalb der Kirche steht die Kriegergedächtniskapelle. Es handelt sich um ein eingeschossiges langgestrecktes Gebäude mit klassizistischen Elementen (Vorbau mit Dreiecksgiebel). 1831 wurde das Gebäude als Wacht- und Arresthaus erbaut. An seiner Stelle befand sich bis dahin das Rathaus. 1921-1922 baute man das Wachthaus zu einer Kriegergedächtniskapelle um.
  • Tabakschuppen. In Herxheim und seinem Ortsteil Hayna sind noch zahlreiche, meist hölzerne Tabakschuppen erhalten. Um 1860 wurde in Herxheim der Tabakanbau eingeführt. Die älteren Hochschuppen befinden sich in der Regel auf dem Hofgelände, neuere Flachschuppen stehen meist am Ortsrand oder direkt auf den Feldern. Am Bruchweg bilden mehrere ältere Schuppen die einzige beidseitig bebaute Schuppenstraße.
  • Villa Wieser. 1856/57 ließ Leonhard Peters in der Ortsmitte, gegenüber dem heutigen Rathaus, ein neubarockes Schlösschen erbauen. Die Villa Wieser ist ein zweigeschossiges Wohnhaus mit Mansardwalmdach, Türmchen und neogotischem Anbau. Zur Oberen Hauptstraße hin wird das Anwesen von zwei klassizistischen Vorbauten (um 1850) flankiert. Zwischen beiden befindet sich heute der vom Bildhauer Gernot Rumpf gestaltete Dorfbrunnen.
  • Rund um Herxheim zieht sich ein Kapellenkranz mit acht Kapellen.

siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Herxheim bei Landau/Pfalz

Museen[Bearbeiten]

  • Museum Herxheim mit der Dauerausstellung "Steinzeit im Scheunenkeller"

Sport[Bearbeiten]

Überregional bekannt ist Herxheim vor allem durch die dort stattfindenden Motorradrennen. Das Waldstadion bietet eine 1.000-m-Sandbahn, auf der u.a. jährlich an Christi Himmelfahrt das so genannte Vatertagsrennen stattfindet, an welchem meistens die Weltspitze der Langbahn-Fahrer teilnimmt. Mehrfach (1984, 1990, 1996, 2001) war das Waldstadion schon Austragungsort der Langbahn-Weltmeisterschaft sowohl der Solo- als auch der Gespannklasse. Veranstalter der Rennen ist die Motorsportvereinigung Herxheim (MSVH), für die u.a. auch der mehrfache Langbahn-Weltmeister Gerd Riss gestartet ist.

Die Fußballmannschaft des SV Viktoria Herxheim spielte einige Jahre in der Oberliga Südwest und nahm 1991 am DFB-Pokal teil.

Theater[Bearbeiten]

Herxheim ist Sitz des Chawwerusch Theaters.

Verkehr[Bearbeiten]

Herxheim ist über die Autobahn 65 an das Fernstraßennetz angebunden. Aus Richtung Norden kommend gelangt man über die Ausfahrt Nr. 19 (Rohrbach), aus Richtung Süden kommend über die Ausfahrt Nr. 20 (Kandel-Nord) dorthin.

Herxheim ist durch Buslinien nach Landau (555), Kandel (554) und Rülzheim (553) verkehrlich angebunden. Die Buslinien sind mit den dortigen Bahnhöfen vertaktet. Bis 1983 fuhren Personenzüge auf der Eisenbahnstrecke zwischen Landau und Herxheim, eine Reaktivierung und Weiterführung bis Rülzheim wurde im Jahr 2003 vom Land Rheinland-Pfalz untersucht, vorerst aber abgelehnt. Ein Trassensicherungsabkommen besteht jedoch noch.

Zum Fahrplanwechsel Sommer 2005 wurde auf der Strecke Herxheim – InsheimRohrbach eine Ruftaxilinie eingerichtet. Das Ruftaxi verkehrt nach einem festen Fahrplan werktags sechsmal und samstags dreimal und bedient dabei in Herxheim und Insheim jeweils drei und in Rohrbach zwei Haltestellen.

Mit der Einrichtung der Ruftaxiverbindung wurde dem Wunsch der Bevölkerung Rechnung getragen, die Ortschaften im Bereich der Verbandsgemeinde Herxheim besser zu verknüpfen.

Ebenfalls ab 12. Juni 2005 wurden die Buslinien 555 (Herxheim – Landau – Herxheim) durch drei und 554 Herxheim – Kandel – Herxheim durch zwei zusätzliche Fahrten am Samstagnachmittag ergänzt. Dadurch können nun Landau und Kandel auch am Samstag bis 18 Uhr erreicht werden.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Herxheim ist nach wie vor stark von der Landwirtschaft geprägt. Nach dem Ende der EU-Subventionen für Tabakanbau ist dieser Wirtschaftszweig, der durch seine markanten Schuppen zum Trocknen des Tabaks jahrzehntelang das Ortsbild geprägt hat, vollständig zum Erliegen gekommen. Stark vertreten ist der Anbau von Gemüse mitsamt nachgelagerter Branchen wie Gemüsegroßhandel und -logistik.

Herxheim ist Sitz der Business Unit Electrical Heaters der Eberspächer-Gruppe. Die Eberspächer catem GmbH & Co. KG hat ihren Sitz im Gewerbegebiet West. Zudem befinden sich in Herxheim zwei große Einrichtungshäuser, Ehrmann-Gilb und Weber. Bereits seit 1911 besteht die Süßwarenfabrik Eugen Trauth & Söhne, die ihre Produkte wie z.B. Schokoküsse überwiegend im Direktverkauf vermarktet. Im Ortsteil Hayna befindet sich mit dem Restaurant Zur Krone, Küchenchef Karl-Emil Kuntz, ein mit einem Michelin-Stern und 18 von 20 möglichen Gault Millau-Punkten bewertetes Gourmet-Restaurant.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  1225 Jahre Herxheim : Streifzüge durch die Geschichte des südpfälzischen Großdorfs. Heimatverein, Herxheim 1998, ISBN 3-9804888-1-0.
  • Andrea Zeeb-Lanz u.a.: Die bandkeramische Siedlung mit "Grubenanlage" von Herxheim bei Landau (Pfalz), erste Ergebnisse des DFG-Projektes. In: Varia neolithica. Beier und Beran, Langenweissbach 2006. ISBN 3-937517-43-X
  •  Egon Ehmer: Flur- und Strassennamen von Herxheim und Hayna. Heimatverein, Herxheim 1996, ISBN 3-9804888-0-2.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Herxheim bei Landau/Pfalz – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 179 (PDF; 2,5 MB)
  4. Kommunalwahlen: Wahlergebnisse 2014: Gemeinderatswahlen Herxheim bei Landau/Pf. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 9. Juni 2014.
  5. Kommunalwahlen: Wahlergebnisse 2009: Gemeinderatswahlen Herxheim bei Landau/Pf. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 9. Juni 2014.
  6. a b Kommunalwahlen: Ergebnisse der Ratswahlen: Wahlergebnisse 2004: Gemeinderatswahlen: Herxheim bei Landau/Pf. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 9. Juni 2014.
  7. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahlen, Termine und Ergebnisse der Direktwahlen, Landräte und Bürgermeister ab 2009
  8. Wahlergebnis Ortsbürgermeister Herxheim 2014, Endergebnis. Verbandsgemeinde Herxheim, abgerufen am 9. Juni 2014.
  9. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Gräber, Neustadt a.d. Weinstraße 1988. ISBN 3-9801574-2-3
  10. „Die Menschenschlachter von Herxheim“ Artikel von Angelika Franz in spiegel.de vom 7. Dezember 2009
  11. „Mass cannibalism in the Linear Pottery Culture at Herxheim“ - Free Online Library (englisch)
  12. „Rituelle Massaker - oder Kannibalismus“ - Artikel von Hans Holzhaider in SZ online vom 3. Juni 2011