Kleinkarlbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Kleinkarlbach
Kleinkarlbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kleinkarlbach hervorgehoben
49.5386111111118.1497222222222174Koordinaten: 49° 32′ N, 8° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Dürkheim
Verbandsgemeinde: Grünstadt-Land
Höhe: 174 m ü. NHN
Fläche: 2,7 km²
Einwohner: 876 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 324 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67271
Vorwahl: 06359
Kfz-Kennzeichen: DÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 32 031
Adresse der Verbandsverwaltung: Industriestraße 11
67269 Grünstadt
Webpräsenz: www.kleinkarlbach.de
Ortsbürgermeister: Rainer Gierth
Lage der Ortsgemeinde Kleinkarlbach im Landkreis Bad Dürkheim
Bad Dürkheim Grünstadt Grünstadt Haßloch Meckenheim (Pfalz) Niederkirchen bei Deidesheim Ruppertsberg Forst an der Weinstraße Deidesheim Wattenheim Hettenleidelheim Tiefenthal (Pfalz) Carlsberg (Pfalz) Altleiningen Ellerstadt Gönnheim Friedelsheim Wachenheim an der Weinstraße Elmstein Weidenthal Neidenfels Lindenberg (Pfalz) Lambrecht (Pfalz) Frankeneck Esthal Kindenheim Bockenheim an der Weinstraße Quirnheim Mertesheim Ebertsheim Obrigheim (Pfalz) Obersülzen Dirmstein Gerolsheim Laumersheim Großkarlbach Bissersheim Kirchheim an der Weinstraße Kleinkarlbach Neuleiningen Battenberg (Pfalz) Neuleiningen Kirchheim an der Weinstraße Weisenheim am Sand Weisenheim am Sand Weisenheim am Sand Erpolzheim Bobenheim am Berg Bobenheim am Berg Dackenheim Dackenheim Freinsheim Freinsheim Herxheim am Berg Herxheim am Berg Herxheim am Berg Kallstadt Kallstadt Weisenheim am Berg Weisenheim am Berg Landkreis Alzey-Worms Worms Ludwigshafen am Rhein Frankenthal (Pfalz) Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Germersheim Neustadt an der Weinstraße Landkreis Südliche Weinstraße Landau in der Pfalz Kaiserslautern Landkreis Kaiserslautern Donnersbergkreis Kaiserslautern Landkreis SüdwestpfalzKarte
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Kleinkarlbach ist eine Ortsgemeinde im pfälzischen Landkreis Bad Dürkheim. Der Ort liegt etwa 18 km westlich von Ludwigshafen am Rand der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar und gehört der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land an.

Geographie und Geologie[Bearbeiten]

Kleinkarlbach ist ein Weinbauort in der Vorderpfalz am hügeligen Westrand der Oberrheinischen Tiefebene. Die Gemeinde liegt am Eingang des Leininger Tales am Eckbach, der nach Osten zum Rhein fließt und am Ortsausgang von rechts den Krumbach empfängt. Das namensverwandte Großkarlbach liegt 5 km weiter östlich in der Rheinebene.

Geologisch ist die Umgebung die Nahtstelle zwischen dem Mittelgebirge des Pfälzerwaldes, das hier nach Nordosten ausläuft, und dem tiefen Grabenbruch des Rheintals. Kleinkarlbach sitzt genau am Ende dieses Randgebirges – dem Leininger Sporn – knapp über dem Grünstädter bzw. Eisenberger Becken im Norden. Am Ostabhang dieses Sporns verläuft jene Bruchlinie, wo der einstige Boden des Oberrheingrabens über 10 km in die Tiefe sank und mit jüngeren Sedimenten zur jetzigen Ebene aufgefüllt wurde. Einige dieser Lockergesteine kommen auch dem Weinbau an den Hängen zugute.

Geschichte[Bearbeiten]

Kleinkarlbach wurde 770 im Lorscher Codex erstmals urkundlich erwähnt. 873 gehörte der Ort zum Kloster Murbach. 1309 ging er als Lehen an die Leininger Grafen. Nach der Französischen Revolution gehörte er zum Département du Mont-Tonnerre. Von 1814 bis 1816 stand Kleinkarlbach unter österreichisch-bayerischer Gemeinschaftsverwaltung, ehe es als Teil des Rheinkreises dem Königreich Bayern zugeschlagen wurde.

Bis 1969 gehörte Kleinkarlbach zum (damals erloschenen) Landkreis Frankenthal (Pfalz).

Religion[Bearbeiten]

1555 wurde im Leiningerland die Reformation eingeführt, und Kleinkarlbach wurde lutherisch. 2007 waren 52,9 Prozent der Einwohner evangelisch und 23,8 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kleinkarlbach liegt am Eckbach-Mühlenwanderweg, der an diesem Gewässer 23 erhaltene von ehemals 35 Wassermühlen verbindet. Im Ort existieren noch sechs von ursprünglich sieben:

  • Walkmühle
  • Wiesenmühle
  • Bann- und Backmühle
  • Strohmühle
  • Schleifmühle
  • Langmühle

Der Mühlenforscher Wolfgang Niederhöfer aus Kleinkarlbach erreichte 1997 die Eröffnung des Weges durch den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Kleinkarlbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU FWG WGR Gesamt
2014 4 2 5 1 12 Sitze
2009 3 2 5 2 12 Sitze
2004 3 2 7 12 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Kleinkarlbach e. V.

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Gold ein grüner Wellenbalken“.

Es wurde 1982 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt und geht zurück auf ein Gerichtssiegel von 1452, in dem der Wellenbalken noch schrägrechts dargestellt wurde.[4]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • 1973: Irmgard Spiess, Unternehmerin
  • 2004: Dieter Spiess, Honorarkonsul

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kleinkarlbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. KommWis, Stand: 31. Dezember 2007
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3