Dirmstein

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in Rheinland-Pfalz. Zu weiteren Bedeutungen siehe Dirmstein (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Dirmstein
Dirmstein
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Dirmstein hervorgehoben
49.5633333333338.2475108Koordinaten: 49° 34′ N, 8° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Dürkheim
Verbandsgemeinde: Grünstadt-Land
Höhe: 108 m ü. NHN
Fläche: 14,67 km²
Einwohner: 2953 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 201 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67246
Vorwahl: 06238
Kfz-Kennzeichen: DÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 32 010
Adresse der Verbandsverwaltung: Industriestraße 11
67269 Grünstadt
Webpräsenz: www.dirmstein.de
Ortsbürgermeister: Bernd Eberle
Lage der Ortsgemeinde Dirmstein im Landkreis Bad Dürkheim
Bad Dürkheim Grünstadt Grünstadt Haßloch Meckenheim (Pfalz) Niederkirchen bei Deidesheim Ruppertsberg Forst an der Weinstraße Deidesheim Wattenheim Hettenleidelheim Tiefenthal (Pfalz) Carlsberg (Pfalz) Altleiningen Ellerstadt Gönnheim Friedelsheim Wachenheim an der Weinstraße Elmstein Weidenthal Neidenfels Lindenberg (Pfalz) Lambrecht (Pfalz) Frankeneck Esthal Kindenheim Bockenheim an der Weinstraße Quirnheim Mertesheim Ebertsheim Obrigheim (Pfalz) Obersülzen Dirmstein Gerolsheim Laumersheim Großkarlbach Bissersheim Kirchheim an der Weinstraße Kleinkarlbach Neuleiningen Battenberg (Pfalz) Neuleiningen Kirchheim an der Weinstraße Weisenheim am Sand Weisenheim am Sand Weisenheim am Sand Erpolzheim Bobenheim am Berg Bobenheim am Berg Dackenheim Dackenheim Freinsheim Freinsheim Herxheim am Berg Herxheim am Berg Herxheim am Berg Kallstadt Kallstadt Weisenheim am Berg Weisenheim am Berg Landkreis Alzey-Worms Worms Ludwigshafen am Rhein Frankenthal (Pfalz) Rhein-Pfalz-Kreis Landkreis Germersheim Neustadt an der Weinstraße Landkreis Südliche Weinstraße Landau in der Pfalz Kaiserslautern Landkreis Kaiserslautern Donnersbergkreis Kaiserslautern Landkreis SüdwestpfalzKarte
Über dieses Bild
Ortszentrum: Schlossplatz mit (von rechts) Sturmfederschem Schloss (Rathaus), Café Kempf und dem Rückgebäude der St.-Michael-Apotheke

Dirmstein ist mit rund 3000 Einwohnern die größte Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land im rheinland-pfälzischen Landkreis Bad Dürkheim. Der Winzerort liegt im äußersten Nordosten dieses Landkreises und zugleich im Nordwesten der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Dorf im 8. Jahrhundert, mit Datum dann im Jahre 842.[2] Obwohl es zu keiner Zeit den Grafen von Leiningen gehört hat, zählt man es heute zum Leiningerland. Vor allem im historischen und gut restaurierten Ortskern des Oberdorfes sind zwei Denkmalzonen[3] ausgewiesen; von den 59 geschützten Objekten (s. Liste[4]) liegen 48 in diesem Bereich. Sie stammen wie das bedeutendste Wahrzeichen des Dorfes, die barocke Zweikirche St. Laurentius (s. Abschnitt Einzelne Kulturdenkmäler), mit wenigen Ausnahmen aus der Glanzzeit der Gemeinde im 18. Jahrhundert, an dessen Ende Dirmstein nach teilweise bestrittenen Quellen[5] für zwei Jahrzehnte sogar Stadtrechte besaß.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Dirmstein liegt auf 108 Meter Höhe in der Oberrheinischen Tiefebene im Nordosten der Pfalz. Zwölf Kilometer östlich (Luftlinie) fließt der Rhein, neun Kilometer westlich beginnt der Pfälzerwald, zwei Kilometer nördlich verläuft die Grenze zur Region Rheinhessen.

Die Nachbarsiedlungen sind im Uhrzeigersinn Offstein und Worms-Heppenheim (beide in Rheinhessen) im Norden, Heuchelheim (Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim) im Osten sowie Gerolsheim, Laumersheim und Obersülzen (alle Verbandsgemeinde Grünstadt-Land) im Süden, Südwesten und Westen. Die Entfernung nach Heppenheim beträgt fünf, nach Offstein vier Kilometer, nach allen anderen genannten Orten zwei Kilometer.

Oberflächengestalt[Bearbeiten]

Der rheinseitige Ostteil der Gemarkung ist nahezu eben, während nach Westen hin markante Hügel aufsteigen. Sie gehören zu demjenigen Teil des pfälzischen Weinbaugebiets zwischen Ebene und Mittelgebirge, der bis 1969 Unterhaardt hieß und seit der Zusammenlegung mit der Mittelhaardt den Namen Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße trägt.

Nördlich und südlich der Gemeinde verlaufen niedrige Hügelketten vom Haardtrand her in die Ebene hinaus, welche die Wasserscheiden zu den Einzugsgebieten des Eisbachs bzw. des Fuchsbachs bilden. Die auffälligsten Erhebungen, allerdings nur maximal 50 Meter höher als der bebaute Ort, sind der Wörschberg, der Schneckenberg und der Stahlberg im Norden sowie der Palmberg im Süden.

Gewässer[Bearbeiten]

1920er Jahre: Umleitung des Eckbachs von Nord (links) auf Ost (geradeaus nach hinten)
Renaturierung des Floßbachs: oberes von drei Rückhaltebecken

Das Gemeindegebiet wird in west-östlicher Richtung vom Eckbach durchflossen, der den Ort im Südwesten, von Laumersheim her, erreicht und ein orographisch linker Nebenfluss des Rheins ist. In den 1920er Jahren wurde der Bach aus dem Ortszentrum an die südliche Peripherie verlagert. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte es südlich der Kirche, am Affenstein, neben der Durchgangsstraße eine flache teichartige Erweiterung des Bachbettes gegeben, in der Fuhrwerke von Sand- und Lehmanhaftungen gereinigt werden konnten. Als neues Bachbett (geradeaus statt nach links) wurde die Rinne gewählt, die noch vom südlichen Graben der mittelalterlichen Befestigung des Dirmsteiner Oberdorfs stammte. Zwischen Ober- und Niederdorf trifft der Eckbach von rechts her wieder auf sein altes Bett.

Der an sich unscheinbare Floßbach, der, von Obersülzen kommend und vor Ort auch Landgraben genannt, Dirmstein im Norden umfließt und am Ostrand des Dorfes von links in den Eckbach mündet, wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begradigt. Der so bewirkte Verlust von Überschwemmungsräumen bereitete zusammen mit der Erhöhung der Fließgeschwindigkeit dem in den 1980er Jahren eröffneten Dirmsteiner Baugebiet Nördlich der Heuchelheimer Straße bei starken Regenfällen Probleme, die vor allem die Lokalbahnstraße betrafen. 1994 kam es dort erstmals zu einer großflächigen Überflutung, bei der Keller bis zur Oberkante unter Wasser standen. 2006 wurden verschiedene Varianten für die Schaffung von Überschwemmungsflächen zur Diskussion gestellt, 2008 beschloss der Rat der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land die Renaturierung des Gewässers auf einer Strecke von gut einem Kilometer. Die Maßnahme wurde vom Land Rheinland-Pfalz im Rahmen der Aktion Blau als ökologisch wertvoll mit 90 Prozent der Kosten bezuschusst.[6] Im Oktober 2008 begann die Umgestaltung, indem ehemaliges Ackerland entlang des Baches, das bei der Flurbereinigung ins Eigentum der Gemeinde übergegangen war, abgetragen wurde, so dass sich das Gewässer bei Starkniederschlägen seitlich ausbreiten kann. Um die Fließgeschwindigkeit zu reduzieren, wurden auch wieder Mäander eingebaut und insbesondere zwei nahezu rechtwinkelige Abknickungen entschärft. Mit der Anpflanzung standorttypischer Bäume und Sträucher wurde die Renaturierung im Frühjahr 2009 abgeschlossen.[7]

Geologie[Bearbeiten]

Wichtigstes Ereignis in der Landschaftsentwicklung der heutigen Vorderpfalz war der Einbruch des Oberrheingrabens gegenüber den umgebenden Mittelgebirgen, der im Alttertiär vor etwa 65 Millionen Jahren einsetzte und bis in die Jetztzeit andauert. Vor dem Gebirge breitete sich eine Fläche aus, welche im Dirmsteiner Bereich von Eckbach und Floßbach zerschnitten wurde. Während der Eiszeiten kam es in der räumlichen Umgebung der Vergletscherung großer Teile Europas zu allmählichen Abgleitbewegungen der Hänge und zur Abschleifung durch den Wind. Diese Vorgänge führten zu einer Umformung des ursprünglichen Oberflächenreliefs, es bildete sich eine Schwemmfächerebene mit Aufschüttungs- bzw. Abtragungsterrassen. Zudem entstanden in trockenkalten Phasen der Würmeiszeit durch Windeinflüsse Lössschichten; dabei sammelte sich der Löss vor allem an Verwerfungen sowie im Lee von Kleinmulden an. Spätere Erosion schuf in den Lössflächen einige Steilwände, die heute bis sechs Meter hoch sind und wertvolle Biotope darstellen (s. Abschnitt Naturdenkmäler).

Die oberste Schicht der Ablagerungen stammt fast ausschließlich aus der jüngsten Vergangenheit. In tiefer gelegenen Arealen haben die beiden Bäche die Sedimente hierher verfrachtet, die höheren Flächen wurden mehr durch Witterungseinflüsse überformt. Die Böden sind überwiegend sandig und weisen zum Teil Lehmbeimengungen auf, deren Konzentration variiert. Wie auch andernorts in der Gegend werden gelegentlich Vorkommen von Quarzsand entdeckt, die wegen ihrer Reinheit dem Bergbaurecht unterliegen und damit Vorrang vor der Landwirtschaft besitzen. Aus diesem Grund muss die heimische Winzerschaft mitunter sogar hochwertige Weinberge aufgeben zu Gunsten des Quarzsand-Tagebaus durch auswärtige Unternehmen.

Klima[Bearbeiten]

Niederschlagskurve für Dirmstein: blau

Angesichts der vorherrschenden Südwest- und Westwinde bedeutet die Lage Dirmsteins im Lee des Pfälzerwaldes, dass der Ort mit maximal 500 mm Jahresniederschlag auskommen muss. Auch bei Nordwestwetterlagen verhindert häufig das immerhin 25 Kilometer entfernte Massiv des Donnersberges (689 Meter) im Nordpfälzer Bergland ebenfalls ergiebigere Niederschläge. Die Niederschläge liegen im unteren Viertel der in Deutschland erfassten Werte, nur an 22 Prozent der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden noch niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Januar, die meisten Niederschläge fallen im Mai, das sind 2,2-mal mehr als im Januar. Die monatlichen Werte variieren stark.

Wegen der Regenarmut liegt der Grundwasserspiegel mittlerweile mehr als zehn Meter unter der Erdoberfläche. Dies bedingt einerseits die Notwendigkeit künstlicher Bewässerung im Ackerbau, sorgt andererseits aber für ideale Voraussetzungen beim Weinbau: Die oberen – trockenen – Bodenschichten erwärmen sich rascher, so dass die Zuckerbildung in den Weintrauben gefördert wird, und die Weinreben müssen tiefer wurzeln, um an genügend Feuchtigkeit zu gelangen, was die Aufnahme von Mineralstoffen begünstigt.

Seit der Fertigstellung 1941 verläuft einen Kilometer südlich von Dirmstein die Autobahn 6 (MannheimSaarbrücken), deren Bau 1932 begonnen wurde. Mit ihrer Erhöhung auf Dammlage, im Mittel fünf Meter über dem Niveau der Umgebung, in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stellt sie eine deutliche Barriere dar, die sich von Ost nach West durch die Rheinebene bis zum Pfälzerwald zieht und nur von wenigen Unterführungen durchbrochen ist. Inwieweit die Trasse das kleinräumige Klima beeinflusst und beispielsweise bei Inversionswetterlagen zur Ausbildung von Kaltluftseen führen kann, wurde nie systematisch untersucht.

Geschichte[Bearbeiten]

Zeittafel[Bearbeiten]

Zeit Ereignisse Personen Erläuterungen
ab 6. Jh.
(5. Jh.?)
Besiedelung nachgewiesen Franken
(Alemannen?)
Gräberfelder im Norden und Nordosten
8. Jh. 1. undatierte urkundliche Erwähnung Dirmsteins Benediktiner des Klosters Weißenburg (Elsass) Weißenburger Codex
23. November 842 1. datierte urkundliche Erwähnung Dirmsteins König und späterer Kaiser Karl der Kahle Ausfertigung eines Schutzbriefs
11. Jh., Anfang 1. Dirmsteiner Kirche: St. Petrus Bischof von Worms (Burchard?)
1141 1. urkundliche Erwähnung von Weinbau in Dirmstein
13. Jh. Vorgängerbauten der späteren Schlösser Bischof von Worms, Ortsadlige (u. a. Jacob Lerch?) Bischöfliches Schloss, Burg derer von der Hauben, befestigte Hofanlage Lerch u. a.
14.–16. Jh. Gründung zweier Klöster Augustiner
Jesuiten
Augustinerpropstei (1367–1525) und
späteres Jesuitenkloster (1500–1800)
17. Jh., 1. Drittel Höhepunkt der Ära der Adelsfamilie Lerch Caspar Lerch (1575–1642) 19 Jahre Exil
1689 Dirmstein im Pfälzischen Erbfolgekrieg Französische Truppen Zerstörung des gesamten Ortes durch Feuer
18. Jh., 1. Hälfte Errichtung des Koeth-Wanscheidschen
und des Quadtschen Schlosses
Familie Rießmann
Familie Quadt
ab 1736 Ausbau des Sturmfederschen Schlosses Freiherr Marsilius Franz Sturmfeder von Oppenweiler 1738: Bau des Michelstores
1742–1746 Bau der Laurentiuskirche Fürstbischof Franz Georg von Schönborn Entwürfe von Balthasar Neumann,
endgültige Planung und Bauleitung Franz Rothermel
um 1780 Neubau des Sturmfederschen Schlosses Freiherr Carl Theodor Sturmfeder von Oppenweiler Gestaltung in der heutigen Form
1780–1801 Stadtrechte[5]
um 1790 Anlegung des Kellergartens Freiherr Carl Theodor Sturmfeder von Oppenweiler Planung durch Friedrich Ludwig von Sckell
1798–1814 Dirmstein französisch Département du Mont-Tonnerre, Kanton Grünstadt
1815–1816 Dirmstein österreichisch Kanton Grünstadt
1816–1945 Dirmstein bayerisch Rheinkreis“, ab 1835 „Rheinpfalz“, 1817–1862 Landkommissariat Frankenthal
um 1830 Anlegung des Schlossparks Gideon von Camuzi Planung durch Johann Christian Metzger
1891–1939 Betrieb der Lokalbahn Eisenbahn-Actien-Gesellschaften Ludwigshafen Alter Bahnhof
21. Februar 1945 Ermordung eines Angehörigen der Royal Air Force[8] Täter Adolf Wolfert Opfer Cyril William Sibley
1969 Landkreiswechsel Landkreis Bad Dürkheim
1972 Zuordnung Verbandsgemeinde Grünstadt-Land

Chronik[Bearbeiten]

Kelten, Römer und Germanen

Altes Zollhaus: Keimzelle des Oberdorfes?

Als kurz vor der christlichen Zeitenwende die Römer die Region eroberten, siedelten hier neben Kelten auch Angehörige des germanischen Stammes der Vangionen. Die Römer wurden in der Spätzeit ihrer Herrschaft um 400 durch eindringende Germanen vom Stamm der Alemannen abgelöst, diese im Verlauf eines knappen Jahrhunderts durch ebenfalls germanische Franken. Bis hierher gibt es keine Zeugnisse über den Ort Dirmstein.

Die Gegend des Zusammenflusses von Eckbach und Floßbach war nachweislich ab dem Frühmittelalter besiedelt. Drei fränkische Gräberfelder aus dem 6. Jahrhundert, am Nordostrand des Ortes gelegen, wurden ab 1954 entdeckt.[9] Das zuletzt gefundene wurde in den 1980er Jahren archäologisch untersucht. Die geborgenen Funde wurden nach Speyer ins Historische Museum der Pfalz verbracht. Manche der mit den Fundstücken befassten Experten vertreten sogar die Meinung, dass die Grabstätten zumindest teilweise schon zu alemannischer Zeit, also im 5. Jahrhundert, in Gebrauch waren.

Im 8. Jahrhundert bestand Dirmstein bereits als fränkische Ansiedlung „Díramestein“, die im Weißenburger Codex ohne genaue Datierung genannt wird. Keimzelle des Ortes war das heutige Oberdorf. In erster Linie kommt der Bereich im Südwesten in Frage, wo in späterer Zeit am Eckbach die „Burg“ errichtet wurde. Eine geringere Wahrscheinlichkeit spricht für den jetzigen nordwestlichen Ortseingang; dort gehen in der Gegend des ehemaligen Zollhauses die Hügel in die Ebene über, und früher floss ein kleines Gewässer nach Süden in Richtung Eckbach. Sicher ist, dass bald anschließend wenige hundert Meter östlich in der Gegend, wo der Floßbach in den Eckbach mündet, das Niederdorf entstand.

Erstmals mit Datum erwähnt wurde das Dorf im 9. Jahrhundert. Der Enkel Karls des Großen, Frankenkönig Karl der Kahle, später auch Kaiser, der sich kurz zuvor im nahen Worms mit seinem Halbbruder Ludwig dem Deutschen getroffen hatte, stellte am 23. November 842 „in villa Theormsthein“ oder „Thiormsthein“ dem Erzbischof von Vienne, Agilmar (Amtszeit 841–859), einen Schutzbrief für Besitztümer in Aquitanien und Burgund aus.[2]

Kaiser, Bischof und Ortsadelige

Spitalhof: Torbogen mit Inschrift Caspar Lerchs

Anfangs war Dirmstein reichsunmittelbar und unterstand hinsichtlich Grundherrschaft und Gerichtsbarkeit direkt dem König bzw. Kaiser. Diese Rechte trat Heinrich VI. am 4. April 1190 an den Wormser Bischof Konrad II. von Sternberg ab. Mit Urkunden aus den Jahren 1332 und 1384 wurden die bischöflichen Privilegien bestätigt und 1405 teilweise noch erweitert. Ein lediglich als „Haus“ bezeichneter Vorgängerbau eines Schlosses des Bischofs wurde ab 1240 bezeugt, das eigentliche Schloss, das dem Bischof auch als Sommersitz diente, erstmals 1414.

Bei der Verwaltung bediente sich der Bischof der Angehörigen des niederen Adels, die bereits in Dirmstein ansässig waren oder sich hier niederließen. Dirmsteiner Adelsfamilien wurden erstmals im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Die bekannteste war die Familie Lerch, die vom Ende des 13. Jahrhunderts bis zu ihrem namentlichen Aussterben Ende des 17. Jahrhunderts eine bedeutende Rolle sowohl im Dorf als auch – wegen ihrer ausgedehnten Besitztümer – im gesamten südwestdeutschen Raum spielte. Ihr Name ist an mehreren historischen Dirmsteiner Gebäuden in Stein gemeißelt, so am Torbogen zum Spitalhof und an der Mauer der heutigen „Fechtschule“ am Kellergarten. Nach Einheirat Mitte des 17. Jahrhunderts trat die Familie Sturmfeder von Oppenweiler das Erbe der Familie Lerch an.

Weitere Adelsgeschlechter des Mittelalters waren u. a. die Familien Nagel von Dirmstein, von der Hauben und von Affenstein. Ab dem 15. Jahrhundert bildeten die Vertreter des Adels eine Ganerbschaft, deren Versammlungen schließlich in einem Vorgängerbau der heutigen St.-Michael-Apotheke, der 1535 errichtet wurde, stattfanden.

Kondominium

Gutshof mit den Resten des Bischöflichen Schlosses

Von 1419 bis 1705 gehörte Dirmstein gemeinsam zwei Herrschaften; in der Form eines Kondominiums war es sowohl dem Fürstbischof von Worms zu Eigen als auch dem pfälzischen Kurfürsten. Warum es trotz der erst 1405 erfolgten Ausweitung der bischöflichen Rechte schon 1411 zu der Machtteilung kam, die am 4. März 1419 durch eine schriftliche Vereinbarung fixiert wurde, geht aus den Quellen nicht hervor. Bischof Johann II. von Fleckenstein und Kurfürst Ludwig III. teilten sich alle Rechte an und in Dirmstein jeweils zur Hälfte. In dieser Zeit muss im Ort das Kurpfälzische Schloss erbaut worden sein, das man sich wohl eher als ein Amtsgebäude vorzustellen hat. Schon gut hundert Jahre später wurde es so schwer beschädigt (s. Abschnitt Kriegszeiten), dass es wahrscheinlich nicht wiederhergestellt wurde; heute ist nicht einmal mehr sein Standort bekannt.

Das Kondominium bewährte sich während der gesamten Zeit seines Bestehens, Differenzen wurden stets einvernehmlich beigelegt. Bedeutendster Erfolg dürfte die Vergabe der beiden größeren örtlichen Gotteshäuser, der Peterskirche und der Laurentiuskapelle, an die Katholiken bzw. die Protestanten gewesen sein. Dies geschah nach der Reformation, als sich in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts die Kurpfalz für das calvinistische Bekenntnis entschieden hatte. 1705 endete das Kondominium, indem das Hochstift Worms durch einen Gebietstausch mit der Kurpfalz wieder alle Rechte an und in Dirmstein zurückerhielt. Nur bei internen Angelegenheiten der protestantischen Einwohner war dem Kurfürsten die Entscheidungsbefugnis vorbehalten.

Kriegszeiten

Unter dem Bauernkrieg hatte der Ort selbst wenig zu leiden, obwohl am 4. Juni 1525 aufständische Bauern unter Führung des Dirmsteiner Vasallen Erasmus von der Hauben das Bischöfliche und das Kurpfälzische Schloss, die Affensteinische Burg sowie das Augustiner-Kloster schleiften und in Brand setzten. Das Bischöfliche Schloss und die Affensteinische Burg wurden anschließend wieder benutzbar gemacht, die beiden anderen Anwesen blieben Ruinen und verfielen allmählich ganz.

Nur zu kleineren Zerstörungen kam es während des Dreißigjährigen Krieges. Repressionen musste besonders der bekennende katholische Parteigänger Caspar Lerch (1575–1642) erdulden, dessen „Burg“ geplündert wurde und der samt seiner Familie zu Flucht und neunzehnjährigem Exil gezwungen war. Caspar Lerch war der herausragende Vertreter seiner Familie, zunächst als Kämmerer des Bischofs von Speyer, dann als kurmainzischer Amtmann in Tauberbischofsheim und schließlich als Direktor des Ritterkantons Oberrhein. Außerdem verfasste er zahlreiche juristische Werke sowie eine Familienchronik.

1689 wurde Dirmstein durch französische Truppen fast gänzlich niedergebrannt. Von 1688 bis 1697 führte nämlich der „Sonnenkönig“ Ludwig XIV., um an das Erbe seiner Schwägerin Liselotte von der Pfalz zu kommen, den Pfälzischen Erbfolgekrieg – und ließ paradoxerweise die von ihm begehrte Kurpfalz in Schutt und Asche legen. In Dirmstein wütete die Feuersbrunst drei Tage lang, vom 7. bis 9. September. Nur einige wenige Häuser blieben unversehrt.

Barockzeit

„Neidkopf“ am Michelstor

Im Verlauf der Barockzeit wurde aus den beiden ursprünglichen Siedlungskernen, dem Ober- und dem Niederdorf, wieder ein ansehnliches Gemeinwesen, obwohl sie 500 Meter auseinander lagen und über die heutige Hauptstraße nur locker verbunden waren. Eine der wichtigen Persönlichkeiten in dieser Ära war Freiherr Marsilius Franz Sturmfeder von Oppenweiler (1674–1744), Enkel der zweitältesten Tochter Caspar Lerchs. Wegen seiner verschwenderischen Hofhaltung und seiner Schulden angefeindet, wurde er legendär durch seinen langjährigen Hader mit der Obrigkeit. Seinen angeblichen Erfolg ließ er 1738 auf dem neuen Michelstor – neben zahlreichen Inschriften – in Form einer Skulptur als seinen siegreichen Kampf mit dem Teufel verewigen, der zeitgenössischen Stimmen zufolge die Gesichtszüge des damaligen Bürgermeisters trägt. Über der Seitenpforte des Tores, das zum Sturmfederschen Schloss gehört, ist zudem ein steinerner „Neidkopf“ eingelassen. Der letzte Namensträger des Geschlechtes starb 1901.

Einer interkonfessionellen Kooperation zwischen dem katholischen Fürstbischof von Worms und dem protestantischen Kurfürsten trotz Beendigung des Kondominiums verdankt Dirmstein seine berühmte Zweikirche St. Laurentius (s. Abschnitt Einzelne Kulturdenkmäler). Mit diesem Kirchenbau in der Mitte des 18. Jahrhunderts begann eine Phase der Prosperität des Ortes, die gut hundert Jahre anhielt. Von 1780 bis 1801, nur ein Jahrhundert nach dem Inferno im Pfälzischen Erbfolgekrieg, wurden Dirmstein nach diversen Quellen sogar Stadtrechte gewährt.[5]

Oberdorf 1746: zeitgenössische Karte, Süden ist oben[10]
Oberdorf 1746: Modell aus dem 20. Jahrhundert, Süden ist oben

Ein soziales Problem erwuchs aus dem kurzzeitigen Betrieb einer Keramikmanufaktur, die von 1778 bis 1788 im Zentrum des Oberdorfes bestand.[11] Dort ließ das Hochstift Worms aus der weißen Erde, die aus der heutigen Erdekaut stammte, dem stiftseigenen Tagebau im nordöstlichen Pfälzer Wald,[12] die sogenannte Dirmsteiner Fayence herstellen, deren wenige erhalten gebliebene Exemplare in Sammlerkreisen begehrt sind. Bereits 1779, wenige Monate nach Aufnahme der Fabrikation, intrigierte der damalige Bürgermeister Johann Michael Graeff mit falschen Anschuldigungen gegen den Manufakturleiter und Keramikexperten Johann Carl Vogelmann. Dieser wurde daraufhin unter Zurückbehaltung von Hab und Gut samt Frau und sieben Kindern aus dem Dorf gejagt, und Graeff trat an seine Stelle. Er wirtschaftete allerdings derart dilettantisch, dass ihn das Hochstift 1782 absetzte. Doch auch unter Graeffs Nachfolgern erholte sich das Unternehmen nicht, so dass es zur Verelendung der 20- bis 30-köpfigen Arbeiterschaft kam, die in streikähnlichen Ereignissen gipfelte. Gründe für das Ende des Projekts 1788 waren zudem die umständliche Heranschaffung der Rohstoffe über etwa 25 Kilometer durch teilweise bergiges Gelände und die Absatzschwierigkeiten der fertigen Produkte infolge der zahlreichen Grenzzölle.

Französische Zeit

Département du Mont-Tonnerre mit Durnestein
Königreich Bayern mit dem Pfälzer Löwen im Wappen

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts griffen die Wirren der Französischen Revolution auch auf die Kurpfalz über. Deren linksrheinische Gebiete wurden von 1798 an, zunächst de facto, ab 1801 offiziell, dem französischen Staat eingegliedert. Dabei gingen Dirmsteins Stadtrechte wieder verloren. Bis zum Ende der napoleonischen Ära (1814) wurden die annektierten Territorien als Teil des Kantons Grünstadt im Département du Mont-Tonnerre (franz. für Donnersberg) verwaltet. Auf einer zeitgenössischen Karte ist die Gemeinde als Durnestein eingezeichnet.

Bayerische Zeit

Auf dem Wiener Kongress (1815) wurde mit der linksrheinischen Pfalz auch Dirmstein zunächst Österreich zugesprochen und 1816 auf der Grundlage eines Staatsvertrags dem Königreich Bayern zugeschlagen, dessen wittelsbachisches Herrscherhaus aus der Kurpfalz stammte. Der so entstandene Rheinkreis, der später, auch zur Unterscheidung von der ebenfalls bayerischen Oberpfalz, in Rheinpfalz umbenannt wurde, blieb bayerisch bis nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Von 1818 bis 1862 gehörte Dirmstein zum Landkommissariat Frankenthal.

Das weitere 19. Jahrhundert verlief unspektakulär. An die Stelle der durch die Franzosen enteigneten Adeligen traten „neureiche“ Angehörige des gehobenen Bürgertums, welche die ersteigerten Schlösser und Herrenhäuser ausbauten, bestehende Parkanlagen vergrößerten und neue anlegen ließen. Die Mehrzahl der Dorfbewohner war jedoch sehr arm.

Auswanderung

Die Pfalz, die über Jahrhunderte von Bedürftigkeit und Kriegen geprägt war, verlor im Laufe der Zeit viele ihrer Bewohner ans Ausland. In Dirmstein betraf die Auswanderung in ganz geringem Maße Ost- und Südosteuropa (Galizien, Banat, Batschka); erheblich sind dagegen die Zahlen derjenigen, die in Amerika neues Glück suchten.

Anfangs wanderten dorthin nur einzelne Personen oder auch Familien aus, so 1708, 1742 und 1752. Im 19. Jahrhundert setzte dann eine Welle ein, die im Dirmsteiner „Auswanderungsregister“ festgehalten ist. Dieses wurde knapp hundert Jahre lang, von 1812 bis 1905, sehr sorgfältig geführt und enthält nach digitaler Erfassung 607 Datensätze.[13] Hiernach verließen zwischen 1806 und 1905 mehr als 1200 Dirmsteiner die Heimat, vor allem jüngere Familien mit oftmals vielen Kindern. Die beiden letzten Eintragungen betreffen Dirmsteiner Juden, die 1937 noch nach Argentinien ausreisen konnten.[13]

Erster Weltkrieg

Den Ersten Weltkrieg überstand Dirmstein unversehrt, was seinen Gebäudebestand angeht; indessen waren 53 Gefallene zu beklagen.

Nationalsozialismus

1933, zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus, lebten im Ort 15 jüdische Bürger und ein sogenannter „jüdischer Mischling zweiten Grades“; elf von ihnen gehörten zur Großfamilie Hirsch, deren Oberhaupt Salomon Hirsch zusammen mit Adolf Liebmann auch Gemeindevorsteher war.[14] Familie Liebmann mit ihrer neunjährigen Tochter gelang 1937 die Flucht nach Argentinien.[15] Frieda Hirsch emigrierte im gleichen Jahr ebenfalls dorthin, musste aber ihren zehnjährigen Sohn David bei den Großeltern zurücklassen.[15] Die 1940 noch in Dirmstein verbliebenen neun Juden wurden bei der Wagner-Bürckel-Aktion ins Konzentrationslager Gurs deportiert. 1941 konnten in Südfrankreich David Hirsch sowie die weitläufig mit ihm verwandten Elisabeth Klara Hirsch und deren Tochter Ella fliehen. Die beiden Frauen emigrierten in die USA, wohin Ellas älterer Bruder Julius wahrscheinlich schon 1938 ausgereist war.[16] David Hirsch folgte 1947 seiner Mutter nach Argentinien; 2005 und 2009 besuchte er seinen Schulfreund Arthur Maurer in Dirmstein. Die restlichen sechs Verschleppten starben im KZ oder sind dort verschollen.[17]

Schicksal der Juden in Dirmstein 1937–1940[17][16]
Stolperstein Nr.[18] Name Verwandtschaftsverhältnis geboren Deportation durch Deportation bedingter Tod Flucht bzw. Emigration Aufenthalt nach Flucht bzw. Emigration
1 Salomon Hirsch Ehemann von Dina Hirsch 13. Oktober 1875
in Birkenau
22. Oktober 1940
nach Gurs
August 1942
in Auschwitz
2 Dina Hirsch
geb. Strauss
Ehefrau von Salomon Hirsch 14. April 1872
in Dirmstein
22. Oktober 1940
nach Gurs
27. Oktober 1941
in Gurs
3 Sarah Strauss Schwester von Dina Hirsch 21. Juli 1874
in Dirmstein
22. Oktober 1940
nach Gurs
15. November 1940
in Gurs
4 Irma Hirsch Tochter von Salomon und Dina Hirsch 24. August 1905
in Dirmstein
22. Oktober 1940
nach Gurs
August 1942
in Auschwitz
Frieda Hirsch Tochter von Salomon und Dina Hirsch 19. September 1907
in Dirmstein
8. Juli 1937 Emigration nach Argentinien[15] Buenos Aires,
verstorben
5 David Hirsch Sohn von Frieda Hirsch 15. Mai 1928
in Mainz
22. Oktober 1940
nach Gurs
1941 Flucht aus dem Lager nach Südfrankreich und 1943 in die Schweiz, 1947 Emigration nach Argentinien Buenos Aires
6 Lilli Hirsch Tochter von Salomon und Dina Hirsch 16. Mai 1909
in Dirmstein
22. Oktober 1940
nach Gurs
August 1942
in Auschwitz
7 Karoline Hirsch unbekannt 15. August 1892
in Dirmstein
22. Oktober 1940
nach Gurs
28. August 1942
in Auschwitz
8 Elisabeth Klara Hirsch geb. Lorch Mutter von Julius und Ella Hirsch 13. April 1866
in Laumersheim
22. Oktober 1940
nach Gurs
3. November 1941 Flucht nach Südfrankreich, 1942 Emigration in die USA Brookline (Mass.),[16]
† 1958
Julius Hirsch Sohn von Elisabeth Klara Hirsch 15. August 1896
in Dolgesheim
1938 Emigration in die USA Brookline (Mass.),[16]
† April 1969 in Malden (Mass.)[19]
9 Ella Hirsch Tochter von Elisabeth Klara Hirsch 5. September 1899
in Dolgesheim
22. Oktober 1940
nach Gurs
3. November 1941 Flucht nach Südfrankreich, 1942 Emigration in die USA Brookline (Mass.),[16]
dort † 3. Februar 1975[19]
Adolf Liebmann Ehemann von Emilia Liebmann 25. September 1890
in Dirmstein
1. Juni 1937 Emigration nach Argentinien[15][20] Argentinien,
verstorben
Emilia Liebmann Ehefrau von Adolf Liebmann 27. Juni 1892
in Kirchheim
1. Juni 1937 Emigration nach Argentinien Argentinien,
verstorben
Gertrud Liebmann Tochter von Adolf und Emilia Liebmann 25. Juni 1928
in Ludwigshafen
1. Juni 1937 Emigration nach Argentinien Argentinien

Zweiter Weltkrieg

Unter den Einwohnern Dirmsteins wurden während des Zweiten Weltkrieges 89 gefallene und 41 vermisste Soldaten verzeichnet. Am 20. März 1945 kam es durch Flugzeuge der gegen den Rhein vorrückenden Amerikaner zu einigen Bombenschäden und Bordkanonentreffern an Häusern. Ziel waren deutsche Soldaten, die auf der Flucht den Ort passierten und von denen zahlreiche ums Leben kamen, während es unter den Dirmsteiner Zivilisten keine Opfer gab.[21]

Im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg verdienen zwei völlig konträre Geschichten Erwähnung:

Der ehemalige Kriegsgefangene Stanisław Swiatek (* 1920) aus dem heute polnischen Stettin, der von 1940 an fünf Jahre in Dirmstein verbracht hatte, bewahrte aufgrund seiner guten Erfahrungen dem Dorf eine lebenslange Freundschaft über mehr als ein halbes Jahrhundert. Jungen Landsleuten, die er zu Besuchen mitbrachte, vermittelte er seine Ansichten von Völkerverständigung. Nach dem ersten Besuch erschien darüber von Albert H. Keil im Heimatjahrbuch des Landkreises Bad Dürkheim eine Reportage;[22] Jürgen Bich berichtete in der Tagespresse.[23]

2009: Stolperstein für den „englischen Flieger“

Andererseits wurde am 21. Februar 1945 der 21-jährige britische Luftwaffenangehörige Cyril William Sibley, der nach Flugzeugabschuss verwundet in Gefangenschaft geraten war, vom Ortsgruppenleiter der NSDAP, Adolf Wolfert, ermordet. 1946 wurden der für Sibleys Tod Verantwortliche und sein Mittäter von einem britischen Militärgericht zum Tod verurteilt und ein halbes Jahr später, nach erfolglosem Berufungsverfahren, hingerichtet.[8] 1985, 2004 und 2008 fand die Bluttat an Sibley ihre literarische Aufarbeitung durch die aus Dirmstein stammenden Autoren Walter Landin[24][25] und Isolde Stauder.[26]

Nachkriegszeit

Ortsschild seit der Landkreisreform 1969

Nach dem Zweiten Weltkrieg verlief die Geschichte des Ortes relativ undramatisch. Die Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz führte 1969 zum Wechsel vom damals erloschenen Landkreis Frankenthal (Pfalz) in den neuen Kreis Bad Dürkheim, 1972 folgte die Zuordnung zur gleichfalls neu geschaffenen Verbandsgemeinde Grünstadt-Land.

Einschneidender zumindest für einen Teil der Einwohner gestaltete sich in der Nacht vom 26. zum 27. Juni 1994 die großräumige Überschwemmung des erst zehn Jahre zuvor eröffneten Wohngebietes „Nördlich der Heuchelheimer Straße“, als nach stundenlangem Gewitterregen der Floßbach über die Ufer trat. 1996 feierte die Gemeinde die 250. Wiederkehr der Einweihung der Laurentiuskirche. Am 1. Dezember 1998 wurde die Tankstelle am nordöstlichen Ortseingang durch einen Lastzug so schwer beschädigt, dass sie für eine Woche gänzlich geschlossen werden musste und die Gebäudesanierung erst im Frühjahr abgeschlossen war.[27] Anfang des Jahres 2000 kam es zu einem Großbrand, der den einzigen Verbrauchermarkt am Ort für Monate zur Ruine machte.

2009: Die neun Stolpersteine für verschleppte Juden

Am 23. November 2005, dem 1163. Jahrestag der ersten urkundlichen Erwähnung, erschien nach mehr als zwanzigjähriger Vorarbeit die Ortschronik. An ihr haben neben dem Herausgeber (Michael Martin, Landau, s. Abschnitt Persönlichkeiten), der in jahrelanger Arbeit das ungewöhnlich reichhaltige Gemeindearchiv geordnet hatte, und einigen weiteren externen Fachleuten der Kulturverein St. Michael Dirmstein sowie zahlreiche Autoren aus dem Dorf mitgearbeitet.

Im März 2009 fand die mehrtägige Aktion „Dirmstein erinnert sich“ statt. Dabei verlegte der Kölner Künstler Gunter Demnig für die Opfer des Nationalsozialismus (s. Abschnitt Nationalsozialismus) Stolpersteine; neun tragen die Namen der Juden, die 1940 bei der Wagner-Bürckel-Aktion deportiert wurden, einer ist dem ermordeten Engländer Sibley gewidmet. Den zentralen historisch-literarischen Gedenkabend gestalteten die Dirmsteiner Autoren Jürgen Bich, Albert H. Keil, Walter Landin und Otfried K. Linde.[28]

Jürgen Schwerdt, Bürgermeister von 2004 bis 2009, trat am 14. April 2010, knapp ein Jahr, nachdem seine Wiederwahl gescheitert war, aus der CDU aus, behielt jedoch als Fraktionsloser sein Mandat im Gemeinderat.[29] Nach zwei Jahren, im April 2012, erfolgte Mandatsverzicht zugunsten eines Nachrückers, so dass die Fraktion der CDU im Gemeinderat wieder auf acht Sitze kam.[30]

Ortsname[Bearbeiten]

Entwicklung des Namens
8. Jh. Díramestein 1. Erwähnung (undatiert)
842[2] Theormsthein oder Thiormsthein eig. wohl „Díermstein“
1044[2] Díermundestein
1110 und 1120 Díeremestein
1141 Díermestein
1190 Dirmenstein
12.–15. Jh. Dirmestein, Dirmenstein, Dirminstein
1315 Dirmstein erstmals heutige Schreibung
1529, 1602[31] Durmstein Nebenform
1561 Dirmbstein Nebenform
1582[32] Diermsteun Nebenform
Anf. 19. Jh.[33] Durnestein Falschschreibung

Unter Berücksichtigung vor allem der frühen Formen deutet die Wissenschaft den Ortsnamen heute als „Diermuntstein“, also etwa „Stein(haus) des Diermunt“.[2] Offenbar hatte hier ein wohlhabender Mann es sich leisten können, sein Haus dauerhafter aus Stein als aus dem damals üblichen Werkstoff Holz zu errichten. Da bei der ersten bekannten Erwähnung im 8. Jahrhundert eine abgeschliffene Form verwendet wurde, steht zu vermuten, dass Dirmstein zu dieser Zeit schon mindestens einige Generationen lang einen namentlichen Begriff darstellte, der bereits Abwandlungen unterworfen war.

Der Ortsname entwickelte sich über zahlreiche Varianten, von denen hier einige markante herausgegriffen seien: 842 erfolgte die erste datierte Erwähnung des Dorfes in einer Urkunde, die Frankenkönig Karl der Kahle „in villa Theormsthein“ oder „Thiormsthein“ unterzeichnet hat. Da dieses Dokument lediglich in einer Abschrift aus dem 17. Jahrhundert existiert, nimmt die Forschung an, dass nach damaliger Gepflogenheit ein ursprüngliches „Díermstein“ transkribiert wurde. Von 1110 stammt eine Urkunde des Propstes Hartwig von St. Paul zu Worms, wo der Ort unter dem Namen „Díeremestein“ aufgeführt ist. Mit einer weiteren Wormser Urkunde von 1190 übertrug Kaiser Heinrich IV. die Vogtei über „Dirmenstein“ dem Bistum Worms. 1315 wurde erstmals der Name „Dirmstein“ in der heute üblichen Schreibung verwendet. Im 16. Jahrhundert kam es zum Gebrauch von Nebenformen, bei denen das i zu u abgelautet, ein zusätzliches b eingefügt oder der Diphthong ei zu eu umgeschrieben wurde.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Einwohnerzahlen[Bearbeiten]

Jahr 1682 1710 1771 1802 1815 1835 1871 1905
Einwohner *445 *516 945 1.252 1.500 2.049 1.517 1.467
Jahr 1939 1950 1961 1970 1986 2004 2005 2009
Einwohner 1.672 1.924 2.091 2.252 2.587 3.100 3.030 2.992

Erst ab 1771 verfügt das Gemeindearchiv über konkrete Unterlagen zur Entwicklung der Einwohnerzahlen.[34] Die vorher festgehaltenen Daten (*markiert) beruhen auf den Schatzungsbüchern und bedeuten Untergrenzen, die erheblich zu niedrig liegen dürften, weil die nicht Steuerpflichtigen fehlen.

Die starke Zunahme am Ende des 18. Jahrhunderts geht möglicherweise auf die Perspektiven zurück, welche die Stadt, als die Dirmstein von 1780 bis 1801 galt, ihren Bürgern zu bieten vermochte. Das Wachstum hielt auch noch bis zum Beginn der Industrialisierung an, die sich in Dirmstein um die Mitte des 19. Jahrhunderts bemerkbar machte. Auswanderung und Landflucht führten dann aber zu einem 100 Jahre anhaltenden Rückgang der Bevölkerung, der erst wieder nach dem Zweiten Weltkrieg durch eine Wachstumsphase abgelöst wurde. Diese fiel bis in die 1980er Jahre noch verhalten aus, um sich dann zu intensivieren. Seit 1996 die Marke von 3000 Einwohnern überschritten wurde, ist eine Stagnation auf dem erreichten hohen Niveau zu beobachten.

Altersstruktur[Bearbeiten]

Altersgruppe     1–9 10–19 20–29 30–39 40–49 50–59 60–69 70–79 80–89 90–99 alle
Jahr 2002
(Prozent)
336
(11)
363
(12)
346
(11)
537
(18)
532
(17)
448
(15)
379
(12)
209
(7)
92
(3)
18
(0,6)
3.051
(100)
Jahr 1710
(Prozent)
205
(40)
70
(14)
62
(12)
83
(16)
61
(12)
21
(4)
13
(3)
1
(0,2)

 

 
516
(100)

Die Altersstruktur[34] der örtlichen Bevölkerung ist stark im Wandel begriffen. 1682 waren mehr als die Hälfte der Einwohner Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre. Um 1850 war ihr Anteil auf ein gutes Drittel gesunken, 2003 lag er noch bei 21,5 Prozent. Andererseits wuchs die Zahl der über 40-Jährigen von 19 Prozent im Jahre 1682 auf 48,7 Prozent 2003. Im tabellarischen Vergleich der Jahre 1710 (allerdings beruhen die Einwohnerzahlen, wie dort erwähnt, auf dem Schatzungsbuch, betreffen also nur die Steuerpflichtigen) und 2002 zeigt sich eine deutliche Verschiebung der Effektivzahlen nach rechts zum höheren Lebensalter sowie eine gewisse Nivellierung zwischen den mittleren Dekaden.

Damit bestätigt sich auch für Dirmstein der Trend zur Überalterung; allerdings wurden die Werte des Bundesdurchschnitts von 1995 erst mit achtjähriger Verzögerung erreicht. Die Zahlen von 2002 weisen auch aus: Mehr als 3,5 Prozent der Einwohner sind alte und sehr alte Menschen, die überwiegend noch innerhalb des Familienverbandes leben; denn ein großes Senioren- oder Pflegeheim gibt es in Dirmstein nicht.

Religion[Bearbeiten]

Südportal der Laurentiuskirche

Die erste Pfarrkirche Dirmsteins lag im Niederdorf. Sie wurde in der Zeit der Romanik deutlich vor 1044 und vermutlich auf Initiative eines Wormser Bischofs erbaut, denn sie war dem Patron des Bistums Worms, St. Petrus, geweiht. Aufgrund mehrerer übereinstimmender Quellen schätzen die Historiker ihr Fassungsvermögen auf nur etwa hundert Personen, was auch Rückschlüsse auf niedrige Bevölkerungszahlen zulässt. Das Oberdorf verfügte über die 1240 erstmals erwähnte gotische Kapelle St. Laurentius, die als Filialkirche eingestuft war. Im 14. Jahrhundert kamen die Kapelle St. Antonius auf dem Friedhof im Niederdorf und die Spitalhof-Kapelle St. Maria Magdalena im Oberdorf hinzu. Auch diese Kapellen sind ein Indiz dafür, dass die Einwohnerzahl keine großen Gotteshäuser erforderte.

Die Laurentiuskapelle wurde im 16. Jahrhundert zu einer reformierten Kirche umgebaut. Beim Brand von 1689 zur Ruine geworden, wurde sie 1742–46 an gleicher Stelle durch die heutige barocke Zweikirche ersetzt (s. Abschnitt Einzelne Kulturdenkmäler), deren katholischer Teil wiederum St. Laurentius geweiht wurde. Ihre Kapazität reichte für das gesamte Dorf aus. Deshalb wurde die Peterskirche, die im Verlauf des 18. Jahrhunderts immer mehr verfallen war, 1809 versteigert und abgerissen. Die Antoniuskapelle wurde mit der Aufgabe und Verlegung des Friedhofs nach 1850 ebenfalls abgetragen. Die Spitalhof-Kapelle hat, wenn auch profaniert und mehrmals umgebaut, bis heute überdauert.

1367 wurde im Norden des Ortszentrums eine Propstei des Augustinerordens gegründet, im Jahre 1500 unmittelbar daneben ein Kloster, das später vom Jesuitenorden betrieben wurde. Während das Augustinerkloster nur bis zu seiner Brandschatzung im Bauernkrieg (1525, s. Abschnitt Kriegszeiten) Bestand hatte, existierte das Jesuitenkloster 300 Jahre. Im Spätmittelalter ließen die Mönche die von ihnen genutzte schwefelhaltige Heilquelle des Chorbrünnels nordwestlich des Dorfes in Stein fassen; der ursprüngliche Name war deswegen unter Bezugnahme auf die Jesuiten „Chorherrnbronn“. Die Pfarrstelle Dirmstein wurde, bevor sie von regulären Pfarrern übernommen wurde, vermutlich 200 Jahre lang durch die Jesuitenpatres betreut, wenn auch nur die letzten Jahre von 1685 bis 1705 durch erhalten gebliebene Aufzeichnungen dokumentiert sind. Um 1800 wurde das Jesuitenkloster als Folge der Französischen Revolution und der dadurch bedingten Säkularisation aufgelöst.

Die Religionszugehörigkeit[34] ist in den letzten 250 Jahren gut dokumentiert und war in diesem Zeitraum hinsichtlich der Bevölkerungsanteile einem starken Wandel unterworfen.

Synagoge, zum Wohnhaus umgebaut

Die 1746 errichtete Zweikirche mit einem Grundflächenverhältnis von 2:1 zu Gunsten des katholischen Teiles belegt, dass die Dirmsteiner Bevölkerung um die Mitte des 18. Jahrhunderts zu 2/3 katholischen und zu 1/3 protestantischen (meist reformierten) Bekenntnisses war. Doch schon gut 50 Jahre später (1802) wurden nur noch 56 Prozent Katholiken gezählt, aber bereits 40 Prozent Protestanten. Nach 2000 gab es 45,46 Prozent Protestanten, 33,74 Prozent Katholiken sowie 20,79 Prozent Andersgläubige und Konfessionslose.

Die Anzahl der jüdischen Bürger hatte vom ersten schriftlichen Zeugnis über eine jüdische Gemeinde (1464) bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts meist bei einigen Dutzend gelegen mit einer Höchstzahl von 129 im Jahre 1855. Spätestens ab 1738 unterhielt die jüdische Gemeinde eine „Judenschuhl“, womit der Volksmund eine Synagoge bezeichnete.[35] 1858 wurde nach zweijähriger Bauzeit an der Ecke Mitteltor/Hildebrandstraße (nahe der Laurentiuskirche und schräg gegenüber dem Alten Rathaus) eine neue Synagoge eingeweiht. In den nächsten Jahrzehnten schrumpfte die jüdische Gemeinde vor allem durch Auswanderung, etwa 1913 hörte sie faktisch auf zu bestehen. Die nunmehr ungenutzte Synagoge wurde immer schadhafter. Ende 1932 schlossen sich die Dirmsteiner Juden der Kultusgemeinde Frankenthal an und verkauften das Synagogenanwesen am 23. Januar 1933 für 3200 RM an den örtlichen Bäckermeister und späteren Gastronom Luitpold Kempf.[36] Das Gebäude wurde von Grund auf umgebaut, wobei nur die Rückfront original erhalten blieb. Dem heutigen Wohnhaus ist die ehemalige Funktion nicht mehr anzusehen. Während der Nazizeit fielen alle Juden, die 1940 noch in Dirmstein lebten, dem Holocaust zum Opfer (s. Abschnitt Nationalsozialismus) mit Ausnahme der drei, die nach ihrer Deportation fliehen konnten.[28]

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

In der Genehmigung der Kreisverwaltung Bad Dürkheim aus dem Jahre 2007[37] lautet die Blasonierung:

Wappen

Das Wappen der Gemeinde Dirmstein ist geteilt und oben von Schwarz und Blau gespalten, oben rechts ein rotbewehrter und -bezungter goldener Löwe, oben links liegt in mit goldenen Kreuzchen bestreutem Feld ein schräggelegter, mit dem Bart nach oben gekehrter silberner Schlüssel, unten ein rot-silbernes Wolkenfeh.

Wappen Kurpfalz.svg       Wappen Bistum Worms.png
Kurpfalz       Hochstift

Der Pfälzer Löwe einerseits, andererseits der Schlüssel als Zeichen des Bischofsamtes sowie als Attribut von St. Petrus symbolisieren die während drei Jahrhunderten geteilte Herrschaft durch die Kurpfalz und das Hochstift Worms, dessen Patron St. Petrus ist. Das Wolkenfeh stellt auf rotem Grund drei vollständige und zwei angeschnittene silberfarbene Helme dar, bei denen es sich um die „Eisenhüte“ der ortsansässigen niederen Adeligen handelt. Dass Dirmstein niemals dem regional bedeutendsten Adelsgeschlecht der Leininger zu Eigen war, wird durch das Fehlen des Leininger Adlers bestätigt.

In der regionalen Literatur wird der rote Hintergrund der Helme mitunter als „Dachziegeln“ missdeutet. Zudem führte zu Irritationen, dass das Große Wappenbuch der Pfalz,[38] das als offizielles Wappenverzeichnis gilt, eine zum Teil auch amtlich verwendete Version des Dirmsteiner Wappens enthält, bei der die Eisenhüte der unteren Reihe farblich mit dem Hintergrund vertauscht sind. Dadurch ist der in der Heraldik übliche harmonische Wechsel von silbernen und roten Feldern gestört, die unteren Helme stehen auf dem Kopf, und es stoßen zweimal zwei Helme flächig aneinander. Ein auf Antrag der Gemeinde eingeholtes Gutachten ergab 2007,[39] dass die im Großen Wappenbuch der Pfalz abgebildete Version fehlerhaft ist und nicht dem historischen Vorbild entspricht. Deshalb erging anschließend die zitierte Verfügung der Kreisverwaltung.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Das Rathaus:
Sturmfedersches Schloss

Der Gemeinderat in Dirmstein besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[40]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 4 7 9 20 Sitze
2009 5 8 7 20 Sitze
2004 5 11 4 20 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Dirmstein e. V.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Die Liste der Bürgermeister seit dem Dreißigjährigen Krieg ist noch nicht vollständig, weist aber nur wenige Lücken und Unklarheiten auf.

Bürgermeister ab 1900
Zeit Bürgermeister Partei
seit 2009 Bernd Eberle FWG
2004–2009 Jürgen Schwerdt CDU
1994–2004 Werner Sauer CDU
1986–1994 Friedrich Raster SPD
1964–1986 Erich Otto FWG
–1964 Philipp Hartmüller
David Fischer
um 1950 Roland Bengel
1945 Mattern
1943–1945 Philipp Neuschäfer NSDAP
1941–1943 Karl Schlösser NSDAP
1937–1941 Heinrich Körber NSDAP
1933–1937 Johann (Hans) Karl Becker NSDAP
1924–1931 Richard Römer
1900–1924 Albert Römer
Bürgermeister bis 1900
Zeit Bürgermeister
1894–(1900?) Karl Witt
1884–1893 Dr. med. Heinrich Bennighof
1874–(1884?) Abraham Janson
1868–1874 Gideon von Camuzi
um 1863 Johann Roos
um 1848 Christian Janson
um 1835/41 Roland Stocké I.
um 1833 Hartmüller
um 1823/25 Jacob Janson
1801–1815 Joseph von Camuzi
1793–(1801?) Stephan Graeff
1792–1793 Philipp Roos
1784–1792 Johann Michael Graeff
–1782 Johann Michael Graeff
um 1772 Christian Sartor
–1761 Johann Grothe
um 1749/52 Georg Mappes
um 1741 Boetty
um 1717/37 Andres Einsel(e)
um 1671/72 Daniel Deimel/Deimling
um 1652 Hans Conrad Winter

Sehenswürdigkeiten und Kultur[Bearbeiten]

Denkmalzonen[Bearbeiten]

„Ansicht von Dirmstein in der Pfalz und dem von Camuzi´schen Schloß“, Gemälde von Louis Coblitz, 1862

Der als Landschaftspark restaurierte Kellergarten und der historische Kern des Oberdorfes stellen homogene Denkmalzonen dar.[4] Letztere besteht u. a. aus Mitteltor, Affenstein, Laumersheimer Straße, Herrengasse, Kirchenstraße sowie Metzgergasse; am Obertor und mit dem Schlosspark reicht sie etwas weiter hinaus. Das Ortsbild ist in diesem Bereich weitgehend geschlossen und wird in erster Linie von der spätbarocken Bebauung der Jahrzehnte nach der dreitägigen Feuersbrunst im Pfälzischen Erbfolgekrieg bestimmt. Es ergibt sich der Eindruck eines wohlhabenden Dorfes, das von Bauten des Adels und des gehobenen Bürgertums geprägt ist und seine Struktur auch über die Nachwirren der Französischen Revolution hinweg bewahren konnte.[4]

Die drei fast unversehrt erhaltenen schlossähnlichen Herrenhäuser vermitteln zudem die Tradition des im Mittelalter von den Adelsfamilien gemeinschaftlich dominierten Ortes. In ihrer großen Nähe zueinander ebenfalls singulär sind die beiden Englischen Gärten im Nordwesten und im Süden des Oberdorfes. Einen den Adelsbauten architektonisch zumindest gleichkommenden Anspruch macht die Zweikirche von 1746 geltend, die mit ihrem aus dem Mittelalter stammenden und 1904 erhöhten Turm einerseits den baulichen Gemeindemittelpunkt darstellt, andererseits die religiösen Verhältnisse des drei Jahrhunderte lang als kurpfälzisch-wormsisches Kondominium verwalteten Ortes widerspiegelt. Zusammen mit der ehemaligen Spitalkapelle westlich gegenüber bildet die Kirche eine homogene Baugruppe.[4]

Typisch für die Wohlstand vermittelnde bürgerliche und bäuerliche Bebauung innerhalb der Denkmalzone sind die Walmdachgebäude mit Fachwerkkonstruktionen über gemauerten Erdgeschossen, die vor allem den Innenort charakterisieren. Mit Gliederungselementen wie Hausteinpilastern dienen einigen der Wohnhäuser deutlich die herrschaftlichen Gebäude als Vorbild; die tadellose Ausführung belegt die handwerklichen Fertigkeiten der Steinmetze der Gegend. Die Zwei- und Dreiseitgehöfte am Affenstein, an der Hauptstraße und im östlichen Abschnitt der Metzgergasse künden dagegen eher von den weniger wohlhabenden Bevölkerungsschichten.

Eine auffallende Lücke innerhalb der gewachsenen Bebauung entstand, als in den 1960er Jahren an der Ecke Marktstraße/Metzgergasse auf der Nordseite des Schlossplatzes das Gebäude der ehemaligen bischöflich-wormsischen Fayencemanufaktur abgebrochen wurde. Das Fabrikanwesen stammte als Reigerspergischer Hof aus dem Jahre 1592; es hatte 1689 das Niederbrennen des Dorfes überstanden und war bis zu seinem Abriss das älteste Gebäude des Ortes. Weil der eigentlich als Ersatz vorgesehene Wohnblock nie gebaut wurde, kam eine konturlose, größtenteils geschotterte Parkplatzfläche zustande.

Alle 59 Kulturdenkmäler der Gemeinde sind in der entsprechenden Liste[3][4] aufgeführt.

Einzelne Kulturdenkmäler[Bearbeiten]

„Ältestes Haus“ von Dirmstein

Die barocke Laurentiuskirche wurde ab 1742 als Zweikirche nach den vor Ort modifizierten Entwürfen des Baumeisters Balthasar Neumann durch Franz Rothermel errichtet; 1746 wurde der katholische, ein Jahr später der protestantische Kirchenteil geweiht. Die im Jahr 1900 gebaute und 1986 renovierte Voit-Orgel im katholischen Teil zieht von weither Kenner an; auch das noch ältere Instrument im protestantischen Teil, das über ein 1869 gebautes Walcker-Werk verfügt, besitzt unter Fachleuten einen guten Ruf.

Das „Älteste Haus“ Dirmsteins liegt an der Ecke Metzger-/Salzgasse. Es trägt die eingemeißelte Jahreszahl 1596. 1689 überstand es mit nur fünf oder sechs anderen Gebäuden das Niederbrennen des Ortes durch die Franzosen; als einziges überdauerte es bis heute. Es wurde um die Jahrtausendwende unter Mitwirkung der Denkmalpflege restauriert.

Das Sturmfedersche und das Koeth-Wanscheidsche Schloss waren schlossartige Herrenhäuser der adeligen Familien Sturmfeder sowie Koeth-Wanscheid und wurden in jüngerer Zeit restauriert.

Kaum noch ursprüngliche Überbleibsel gibt es von den zwei Klöstern der Augustiner und der Jesuiten, die im Norden des Ortszentrums nebeneinander lagen. An der Stelle des Augustinerklosters wurde später das Quadtsche Schloss errichtet. Das Jesuitenkloster wurde Anfang des 19. Jahrhunderts nach der Profanierung in einen Gutshof umgewandelt, den sogenannten Jesuitenhof; in ihm wird ein gleichnamiges Weingut betrieben. Das Haupthaus wurde baulich mehrmals erheblich verändert, original erhalten sind lediglich einige Nebengebäude.

Gegenüber der Kirche im Spitalhof, der früher ein Hospiz war und zu dem die in gotischem Stil errichtete und heute profanierte Kapelle St. Maria Magdalena gehört, ist nun der Gemeindekindergarten untergebracht.

Das Haus Marktstraße 1 wurde im frühen 18. Jahrhundert als Stein- und Fachwerkbau erstellt. Für vorbildliche Sanierung wurde den Eigentümern im Jahre 2006 der erstmals vergebene Balthasar-Neumann-Preis des Kulturvereins St. Michael Dirmstein zuerkannt.[41] Die St.-Michael-Apotheke wurde ebenfalls im frühen 18. Jahrhundert als Fachwerkgebäude errichtet. Der Vorgängerbau aus dem Mittelalter enthielt den Rittersaal, in dem die in einer Ganerbschaft verbundenen Ortsadeligen ihre Zusammenkünfte abhielten. Das Alte Rathaus von 1714 wird als „Haus der Vereine“ genutzt, die das Gebäude in ehrenamtlicher Arbeit restauriert haben.

Die Marktstraße, deren Südteil auf 80 Meter als „Deutschlands kleinste Fußgängerzone“ ausgewiesen ist, verläuft zwischen dem Sturmfederschen Schloss und dem Hotel Café Kempf, das – 1926 aus einem Winzerhaus hervorgegangen und in der Gegend „das Kempf“ genannt – nach vollständiger Renovierung wieder seinen früheren Platz als größter gastronomischer Betrieb am Ort und als optischer Blickfang einnimmt. Die zum vorderen Gastraum gehörende denkmalgeschützte Madonnenstatue aus dem 18. Jahrhundert ist derzeit ausgelagert. Als kleines Pendant zum Café Kempf fungiert um die Ecke, am Eingang zur Herrengasse, das zur Weinstube ausgebaute einstige Backhaus; nach einem winterlichen Wasserschaden steht es leer. Jüngstes der führenden Restaurants am Ort ist das Roosmarin, das 2006 in einem alten Winzerhäuschen des Unterdorfes eingerichtet wurde und dessen Bezeichnung sich aus dem Gewürz und dem Namen der Betreiberfamilie herleitet.

Die „Fechtschule“, ein klassizistisches Gebäude, liegt südlich des Ortszentrums am Rande des Kellergartens. Ein Vorgängerbau, die „Burg“, war ab 1602 das Wohnhaus Caspar Lerchs. Seit mehreren Jahrzehnten wird dort die Landesfechtschule des Südwestdeutschen Fechtverbandes betrieben; aus dieser Verwendung hat sich die aktuelle Bezeichnung entwickelt. Eine Besonderheit ist, gleichfalls auf dem Gelände des Kellergartens, das ehemalige „Badehaus der Gräfin von Brühl“, deren fürstliche Badewanne heute als übergroßer Blumentopf im Vorgarten steht.

Das Bischöfliche Schloss, ehemals Verwaltungs- und Sommersitz des Fürstbischofs von Worms, in der Nähe des östlichen Ortsrandes ist das älteste zumindest teilweise noch erhaltene Dirmsteiner Schloss. Von ihm stehen – auf dem Gelände eines heutigen Hofgutes – allerdings nur noch wenige originale Reste.

Im Dorf gab es Jahrhunderte lang zwei Mühlen, die mit dem Wasser des Eckbachs betrieben wurden. Die Niedermühle ganz im Osten wurde im 19. Jahrhundert zu einem Hofgut umgebaut, das in spätklassizistischem Stil gehalten ist. Die in wesentlichen Teilen aus dem Mittelalter stammende Spormühle im Südwesten des Dorfes beherbergt neben einer Kunstgalerie ein kleines Landhotel.

Englische Gärten, Friedhöfe und Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Kapelle auf dem Neuen Friedhof

Der im Stil eines Englischen Landschaftsgartens angelegte und zur Jahrtausendwende sanierte Schlosspark ermöglicht Veranstaltungen vor allem musikalischer Art. Geplant wurde er ab 1824 durch den Landschaftsarchitekten Johann Christian Metzger. Von 2009 bis 2012 dauerte die Restaurierung der im Park gelegenen und aus dem Jahre 1840 stammenden Grotte.[42] Für den mittlerweile ebenfalls sanierten Kellergarten, einen weiteren der einstmals sieben Englischen Gärten am Ort, zeichnete um 1790 Metzgers Berufskollege Friedrich Ludwig von Sckell verantwortlich.

Die oben erwähnten frühmittelalterlichen Gräberfelder lagen etwa 300 Meter nördlich bzw. nordwestlich des Zusammenflusses von Eckbach und Floßbach und damit nicht weit von der Gegend entfernt, wo später das Niederdorf entstand. Sie können allerdings noch nicht als organisiert angelegte Friedhöfe angesehen werden.

Anfangs besaß der Ort seinen Friedhof im Osten der Gemeinde, im Niederdorf nahe dem Bischöflichen Schloss und unmittelbar neben der Peterskirche, die 1809 wegen Baufälligkeit abgebrochen wurde. Seit den 1850er Jahren wird er nicht mehr genutzt. Das bekannteste Grab dort ist dasjenige des Arztes Johann von Hubertus.

Der kurz nach der Mitte des 19. Jahrhunderts in Gebrauch genommene neue Friedhof im Norden lag ursprünglich mehrere hundert Meter außerhalb des Dorfes, etwas erhöht in der Gegend der Wasserscheide zwischen Eckbach und Floßbach. Die Wohnbebauung hat sich im Laufe der Zeit zu ihm hin ausgebreitet. Zahlreiche kulturhistorisch wertvolle Grabsteine aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert wurden vom alten Friedhof übernommen und hier aufgestellt. Die Kapelle, in der ein Teil der ursprünglichen Fresken restauriert worden ist, stellt eine klassizistische Anlage mit rechteckigem Grundriss aus der Eröffnungszeit dar und birgt die Gruft der adeligen Familie Camuzi, welche die Kapelle gestiftet hat.

Lösswand an der Obersülzer Straße

Die Fläche zwischen der Südspitze des Kellergartens und dem Eckbach nimmt der „Dicke Baum“ ein, eine etwa zweihundertjährige Platane. Mit einem Stammumfang von etwa sechs und einer Höhe von mehr als 20 Metern gilt der mächtige Baum als Naturdenkmal.

Im Bereich des nordwestlichen Ortsausgangs (Obersülzer Straße) gibt es nach Süden ausgerichtete steile Lösswände, die ein Biotop für zahlreiche Arten von wärmeliebenden Insekten darstellen, so z. B. für solitäre Wildbienen und Grabwespen. Auch verschiedene Vogelarten graben hier ihre Nisthöhlen; Mauersegler brüten regelmäßig, das Vorkommen von Bienenfressern wurde mittlerweile bestätigt.[43]

Der Chorbrünnel-Rundweg im Nordwesten der Dirmsteiner Gemarkung verbindet die Wörschberger Hohl, einen ebenfalls durch Lösswände gekennzeichneten Hohlweg, mit dem Chorbrünnel. Dieser kleine Brunnen wird von einer schwefelhaltigen Quelle gespeist, deren Wasser Jahrhunderte lang zu Heilzwecken genutzt wurde. Im Spätmittelalter wurde die Quelle durch die ortsansässigen Jesuitenmönche in Stein gefasst. Unter Bezugnahme hierauf zeigen die grünen Hinweisschilder des Rundwegs eine orangegelbe Steinarkade samt dem blauen Symbol eines Brunnens.

Der mit rustikalen Holztafeln markierte Eckbach-Mühlenwanderweg führt von Dirmstein aus bachaufwärts über 23 Kilometer bis nach Hertlingshausen und verbindet dabei neun malerische Ortschaften, den Eckbachweiher und den 20-Röhren-Brunnen. Er ermöglicht Bewegung in freier Natur und ist auch für Mühlenliebhaber wegen der 23 teils restaurierten Mühlen begehenswert.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Veranstaltungsorte

Die zahlreichen örtlichen Vereine bescheren dem Ort einen wohlgefüllten Terminkalender. Vor allem der Kulturverein St. Michael Dirmstein betätigt sich auf vielen Gebieten und lädt ein zu Auftritten seiner historischen Tanzgruppe, zu Literaturabenden und zu Musik im Schlosspark. Größere Veranstaltungen sollen ab 2015 wieder in der Unterhaardter Festhalle (UHF) südlich der Laurentiuskirche am Rande des Ortszentrums stattfinden, die nach Totalabriss seit Frühjahr 2014 neu errichtet wird.[44] Obwohl sie Anfang des neuen Jahrtausends durch ehrenamtliche Helfer baulich und technisch überarbeitet worden war, durften ab 2010 wegen Mängeln bei Statik und Brandschutz nur noch höchstens 199 Personen eingelassen werden. Für Veranstaltungen mit maximal 80–100 Besuchern steht der Eux-Stocké-Ratssaal im Sturmfederschen Schloss zur Verfügung, speziell für Orgelmusik bietet sich die Laurentiuskirche mit ihren beiden historischen Instrumenten an, der Walcker-Orgel von 1869 und der Voit-Orgel von 1900.

Konzerte

Im Ratssaal, wo auch ein historischer Bechstein-Flügel zur Verfügung steht, werden Konzerte veranstaltet. Zu den Spielorten der deutsch-französischen Konzertreihe „Printemps Rhénan – Rheinischer Frühling“ gehört die Laurentiuskirche.

Im Schlosspark findet jährlich eine Open-Air-Gala der Reihe „palatiajazz“ statt, bei der beispielsweise schon die original Blues-Brothers-Band, Branford Marsalis und Cassandra Wilson aufgetreten sind.

Felix Hell, der in Frankenthal gebürtige und nun in den USA lebende Konzertorganist, kehrt zu jedem Jahreswechsel nach Dirmstein zurück, um in der Laurentiuskirche ein Silvesterkonzert zu geben.

Literaturlesungen

In Dirmstein wird eine Variante des Vorderpfälzischen gesprochen, das zu den pfälzischen Dialektgruppen gehört. Die kulturelle Pflege der Mundart wird im Ort großgeschrieben; mehrere hier geborene bzw. ansässig gewordene Autoren gehören seit Jahren zu den Preisträgern bei den pfälzischen Mundartdichterwettbewerben und veranstalten auch im Ratssaal immer wieder Lesungen. Dort finden ebenfalls Veranstaltungen statt, die sich mit hochdeutscher Literatur beschäftigen.[45]

Volksfeste

Der Dirmsteiner Jahrmarkt jedes Jahr am 2. Septemberwochenende und das Bayerische Bierfest alle zwei Jahre im Sommer gemeinsam mit der bayerischen Partnergemeinde Neuötting sorgen dafür, dass der bogenförmig gepflasterte Schlossplatz sowie die Weinstuben und Winzerhöfe dicht bevölkert sind. Das schon mehrmals im Hochsommer durchgeführte Schlossparkfest hat sich ebenfalls als Publikumsmagnet etabliert.

Bildung und Erziehung[Bearbeiten]

Kindergärten

Die Gemeinde verfügt über den katholischen Kindergarten „St. Laurentius“ und die kommunale Kindertagesstätte „Himmelszelt“. Beide haben zwei Gruppen und Ganztagsplätze. Im „Himmelszelt“ können auch vier Zweijährige aufgenommen werden.

Grundschule und Sporthalle

Dirmstein ist Standort einer zweizügigen Grundschule, die eine Ganztagsbetreuung anbietet. Neben der Schule liegt eine Allzweck-Sporthalle, die auch für überörtliche Ereignisse zur Verfügung steht.

Musikschule

Das Sturmfedersche Schloss beherbergt die einzige Außenstelle der Musikschule Leiningerland, die ihren Sitz in Grünstadt hat.

Jugendraum

Mit maßgeblichem Engagement der Landjugend Dirmstein, die dem Bund der Deutschen Landjugend angehört, wurde 1997/98 im Alten Rathaus ein Jugendraum geschaffen, der nach Art eines Internet-Cafés ausgestattet ist. Neben individuell und kollektiv möglicher Freizeitbeschäftigung wird dort auch Arbeit für die Gemeinschaft geleistet; so gestaltete ein freiwillig tätiges Team von interessierten jungen Leuten mehrere Jahre hindurch die Website der Gemeinde.

Erwachsenenbildung

Bildung für Erwachsene wird von der örtlichen Volkshochschule angeboten, die in die Kreisvolkshochschule Bad Dürkheim integriert ist. Unterrichtsräume liegen unter anderem im Sturmfederschen Schloss.

Öffentliche Bücherei

Im Sturmfederschen Schloss befindet sich die zentrale öffentliche Bücherei für die Verbandsgemeinde Grünstadt-Land.

Sport[Bearbeiten]

Sechs Sportvereine bieten Gelegenheit zu entsprechender Betätigung:

Fechten

Der FC Dirmstein verwaltet die Landesfechtschule des Südwestdeutschen Fechtverbandes. Sie wird am Ort des ehemaligen Wohnanwesens von Caspar Lerch am Kellergarten betrieben.

Fußball und Gymnastik

Der TuS Dirmstein 1946 hat 491 Mitglieder.[46] Er unterhält Fußballmannschaften für Jugendliche, Aktive sowie AH („Alte Herren“) und bietet zudem Gymnastik für Frauen an. Seine Sportanlagen samt Vereinsheim liegen am Südrand des Ortes.

Fußballgolf

Der 1. Deutsche Fußballgolf-Club Dirmstein wurde 2006 als erster deutscher Sportverein gegründet, der sich mit der Trendsportart Soccer- oder Fußballgolf befasst. Der Verein hat 60 Mitglieder.[47] Im Süden des Ortes ist ein 6 Hektar großes Areal als Soccerpark Dirmstein ausgewiesen; noch 2008 handelte es sich um den einzigen derartigen Platz in Deutschland.[48] Am 19. Juli 2009 war der Soccerpark Dirmstein – an dem betreffenden Wochenende fand dort die erste Europameisterschaft in der neuen Sportart statt – „Ort des Tages“ bei der Initiative Deutschland – Land der Ideen.[49] Bislang wurden auf dem Gelände je zwei Weltmeisterschaften (2007, 2011) und Europameisterschaften (2009, 2010) ausgetragen, Mitglieder des betreibenden Vereins gewannen neben etlichen Deutschen Meisterschaften acht Welt- und einen Europatitel.[50]

Tennis

Der TC Grün-Weiß Dirmstein wurde 1979 gegründet und hat 230 Mitglieder.[46] Er verfügt am Südrand des Ortes über eine Tennisanlage mit acht Sandplätzen und dem Vereinslokal.

Tischtennis

Der TTC Dirmstein wurde 1997 gegründet und hat 65 Mitglieder.[46] Er unterhält drei Tischtennis-Herrenmannschaften und eine Schülermannschaft.

Turnen–Spiel–Gymnastik

Der Sportverein TSG Dirmstein 1986 hat 549 Mitglieder.[51] Er verfügt über ein breites Angebot hinsichtlich Turnen, Fitness, Aerobic u. dgl.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaftstrends[Bearbeiten]

Ortseingang

Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Dirmstein von einer rein landwirtschaftlich geprägten Gemeinde zu einem Ort, in dem sowohl Landwirtschaft – und hier vor allem der Weinbau – als auch Dienstleistung gleichberechtigt nebeneinander stehen. Heute gibt es mehr als 200 eingetragene Gewerbebetriebe. Diese sind sämtlich mittelständisch geprägt, Großunternehmen fehlen gänzlich. Deshalb pendeln viele Dirmsteiner in andere Orte, was wegen der sehr dichten wirtschaftlichen Verflechtung in der Metropolregion Rhein-Neckar weniger schwierig ist als in strukturschwächeren Gegenden. Die Arbeitsplätze liegen meist im Umkreis von 5 bis 25 Kilometer.

Dirmstein öffnet sich seit den 1960er Jahren auch dem Tourismus. Der Ort wurde zunächst als „Perle der Unterhaardt“ beworben, ab 1972 als „Perle des Leiningerlandes“. Nachdem der Gemeinderat den Slogan des Bürgermeisters „Perle zwischen Worms und Weinstraße“ 2005 nachträglich abgesegnet hatte, wurde diese Entscheidung 2009 revidiert; Dirmstein wirbt wieder mit „Perle des Leiningerlandes“.[52] 2006 eröffnete ein privater Investor am südlichen Ortsrand den Soccerpark Dirmstein, der rasch zu einem wesentlichen Wirtschaftsfaktor der Gemeinde wurde.

Weinbau[Bearbeiten]

Weinkelter, Nachbau 1984

Bereits seit der Römerzeit wird in der Vorderpfalz Wein angebaut, im Jahr 1141 wurde der Dirmsteiner Weinbau erstmals urkundlich erwähnt. Das sonnige Klima des Leiningerlandes begünstigt auch in Dirmstein die Produktion von Qualitätsweinen.

Nach dem Stand von 2012 sind rund 3,36 der 14,67 km² Fläche des Ortes (umgerechnet 336 Hektar) mit Reben bestockt, 181 Hektar mit weißen und 155 Hektar mit roten Sorten.[53] Die am häufigsten angebauten Rebsorten sind Riesling (65 Hektar), Dornfelder (50 Hektar) und Portugieser (48 Hektar), zahlreiche weitere Sorten werden auf kleineren Flächenanteilen gepflegt.[53] So kultiviert seit 2003 ein örtliches Weingut mit Erfolg die Rebsorte Gelber Muskateller, die ursprünglich aus Kleinasien stammt und eigentlich als wärmeliebendes Mittelmeergewächs gilt.[54] Insgesamt 44 Winzer aus Dirmstein und gleich viele auswärtige sind im Ort tätig.[53]

Die früher zahlreichen kleinen Weinlagen Dirmsteins wurden mittlerweile zu drei Einzellagen zusammengefasst: Herrgottsacker (im Norden), Mandelpfad (im Westen) und Jesuitenhofgarten. Dieser, ein leicht nach Süden geneigter Hang, liegt nördlich des Zentrums direkt im Ort und ist mit nur 5,5 Hektar Fläche recht klein. Sämtliche Dirmsteiner Weinlagen gehören zur Großlage Schwarzerde.

Dirmsteiner Winzer nehmen mit Erfolg an Prämierungen teil: 2011 erhielt ein örtliches Weingut eine Traube im Gault-Millau als hervorragender Weinerzeuger, 2012 wurde ein Dirmsteiner Riesling unter die 100 besten Weine der Welt eingestuft, 2013 errangen 48 Weine aus dem Ort offizielle Auszeichnungen.[53]

Am Rande des südlichen Kirchplatzes steht eine große hölzerne Kelter, die 1984 durch den Dirmsteiner Küfermeister Emil Steigner funktionsfähig nachgebaut wurde.

Weitere Wirtschaftszweige[Bearbeiten]

Mandelblüte in Dirmstein

Neben dem Weinbau besitzt in Dirmstein noch der Anbau von Obst, besonders von Äpfeln, einige Bedeutung; aus den Früchten werden vor allem Obstbrände hergestellt. Mandeln und Feigen sind dagegen nur von geringer wirtschaftlicher Relevanz. Ein typisches Saisongemüse ist der Spargel, der im flacheren östlichen Gemarkungsbereich Dirmsteins angebaut wird. Dort erstrecken sich überwiegend Getreide- und Kartoffelfelder. Durch die Gemeinde führt vom unmittelbar östlich angrenzenden Rhein-Pfalz-Kreis her, der den Beinamen „Gemüsegarten Deutschlands“ führt, ein Seitenarm der Deutschen Grumbeer- und Gemüsestraße.

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr

Dirmstein wird nicht über die einen Kilometer südlich verlaufende Autobahn 6 (MannheimSaarbrücken) erschlossen, sondern über die Landesstraße 453, die etwa parallel zu dieser Autobahn verläuft und Frankenthal (im Osten) mit Grünstadt (im Westen) verbindet. Am Rande der beiden Städte gibt es auch die nächsten Anschlussstellen. Nach Südwesten stellt die Landesstraße 455 die Verbindung mit der Kleinstadt Freinsheim her, nach Norden über Offstein mit dem Landkreis Alzey-Worms. Die Kreisstraße 24 führt nach Süden zum Nachbarort Gerolsheim. Zur Autobahn 61 (Koblenz–Speyer), die zwei Kilometer südöstlich des Ortes im Autobahnkreuz Frankenthal die A 6 überquert, gibt es keine direkte Verbindung.

Die fehlende Anbindung ans Autobahnnetz bedingt ein hohes Fahrzeugaufkommen durch den Ort. Bauliche Maßnahmen, die Ende der 1990er Jahre an zwei Stellen der Landesstraße 453 vorgenommen wurden, konnten dort die Problematik, dass innerörtlich zu hohe Geschwindigkeiten gefahren werden, teilweise entschärfen.

Über zwei Buslinien des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN) kann man von Dirmstein aus praktisch im Stundentakt zu den Bahnhöfen Grünstadt (etwa sieben Kilometer) und Frankenthal (etwa zehn Kilometer) gelangen. Für den späten Abend und die Nacht gibt es seit September 2006 eine Ruftaxi-Linie von und zu den Bahnhöfen in Frankenthal und Kirchheim (Weinstraße), die ebenfalls mit VRN-Tickets genutzt werden kann.

Schienenverkehr

Einen Schienenanschluss besitzt Dirmstein nicht mehr. Fast ein halbes Jahrhundert lang lag der Ort an der Lokalbahn, einer eingleisigen Schmalspurstrecke (1000 mm). Diese führte ab 1. Juli 1891 vom Frankenthaler Bahnhof, wo die Anbindung an die Reichsbahn erfolgte, westwärts über Heßheim und Dirmstein bis nach Großkarlbach. Die im gleichen Baustil – rotbraune Backsteingebäude – errichteten Bahnhöfe sind teilweise noch heute erhalten, so auch in Dirmstein, und werden zu Wohnzwecken genutzt. Außer dem alten Bahnhof erinnern noch die „Bahnhof-“ und die „Lokalbahnstraße“ an die am 14. Mai 1939 stillgelegte Strecke.

Energie[Bearbeiten]

Auf dem Osthang des Stahlbergs im Nordosten der Dirmsteiner Gemarkung arbeiten seit 2011 zwei Windkraftanlagen (WKA), die dem unmittelbar angrenzenden Windpark der Nachbargemeinde Heuchelheim zugerechnet werden, der zusätzlich sieben Objekte umfasst. Eine zweite Vorrangfläche – in der Gewanne Kranichsweide 1,5 Kilometer nordwestlich der Wohnbebauung – mit fünf Anlagen war in der Diskussion, doch bei einer Bürgerbefragung im Herbst 2013 sprachen sich zwei Drittel der Einwohner gegen weitere WKA aus.[55][56]

Medien[Bearbeiten]

Für den Ort gilt die Lokalausgabe Frankenthal (Frankenthaler Zeitung) der Tageszeitung Die Rheinpfalz. Wöchentlich erscheint das Amtsblatt der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land, außerdem werden Anzeigenblätter – aus Frankenthal und aus Grünstadt – verteilt. Seit den 1980er Jahren gibt die örtliche Gliederung einer Partei in unregelmäßigen Abständen die Ortszeitung De Michel heraus; der pfälzische Titel nimmt einerseits Bezug auf das Michelstor als eines der Wahrzeichen des Dorfes, zum anderen assoziiert er den Deutschen Michel als wenig kritikfreudigen Bürger.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Eux Stocké (* 1895 in Dirmstein; † 1992 in Rödental), Unternehmer und Mäzen, wurde 1976 zum Ehrenbürger ernannt. Ihm ist der Eux-Stocké-Ratssaal gewidmet.
  • Erich Otto (* 26. September 1921 in Dirmstein; † 1. Juni 1992 ebenda), Ortsbürgermeister 1964–86, wurde 1997 zum Ehrenbürger ernannt. Ihm ist der Erich-Otto-Weg gewidmet.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Caspar Lerch II. (* nach 1480; † 7. oder 17. August 1548), Großvater Caspar Lerchs IV., war 1523 Unterstützer des rebellischen Ritters Franz von Sickingen und wurde 1539 über die Erweiterung des Spitalhofs Gründer der heutigen Hospitalstiftung Dirmstein.[57]
  • Caspar Lerch IV. (* 13. Dezember 1575; † 17. April 1642 in Mainz), Enkel Caspar Lerchs II., war Kämmerer des Bischofs von Speyer, kurmainzischer Amtmann in Tauberbischofsheim und Direktor der Oberrheinischen Ritterschaft. Nach ihm ist eine Straße im Ort benannt.
  • Bernhard Betz (1746–1815), katholischer Priester, war der letzte Dekan des Wormser Martinsstifts und danach Generalvikar des Bistums Mainz.
  • Johann Hubertus (* 10. Dezember 1752; † 4. März 1828), Chirurg, war Medizinprofessor an der Josephs-Akademie in Wien und Leibarzt des österreichischen Erzherzogs Karl in Brüssel.
  • Franz Balthasar Hubertus (* 19. April 1766; † 9. April 1832 in Pressburg) war wie sein Bruder Johann ebenfalls Arzt in Österreich.
  • Franziska Louise Johanna von Rudhart (* 1807; † 1887 in Wang/Oberbayern), Schwester des Gideon von Camuzi, heiratete 1829 Ignaz von Rudhart, der als Bayerischer Staatsrat 1837 zum Ministerpräsidenten von Griechenland berufen wurde, nachdem der Wittelsbacher Otto dort 1832 König geworden war.
  • Henriette Gräfin von Brühl (* 26. Mai 1808; † 30. April 1883 in Baden-Baden), Schwester des Gideon von Camuzi, war Namensgeberin des Badehauses der Gräfin von Brühl. Nach ihr ist die Von-Brühl-Straße benannt.
  • Joseph Bihn (* 2. Januar 1822; † 17. August 1893 in Tiffin/Ohio), katholischer Priester, war Ordensgründer in den USA.[58]
  • Adolf Römer (* 21. September 1843; † 27. April 1913 in Erlangen), Professor für Klassische Philologie an der Universität Erlangen, war Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
  • Friedrich Streiff (* 16. Oktober 1846; † 5. August 1920), Schreinermeister, war Zeichner zeitgenössischer Ansichten Dirmsteins.[59]
  • Friedrich Bengel (* 6. Oktober 1892; † 23. August 1985), Unteroffizier, wurde im Ersten Weltkrieg wegen Verhinderung eines Explosionsunglücks mit der Bayerischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet.[60]
  • Adolf Wolfert (* 12. Juni 1901; † 11. Oktober 1946 in Hameln), Ortsgruppenleiter der NSDAP, ermordete kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges einen abgeschossenen englischen Flieger und wurde dafür ein Jahr später hingerichtet.
  • Arthur Maurer (* 19. April 1929) ist Heimatforscher sowie Initiator und Ehrenvorsitzender des Kulturvereins St. Michael Dirmstein. 2009 wurde er mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.
  • Josef Schmitt (* 11. Juni 1929; † 6. September 1995) war Pfalzmaler.
  • Alexander Schroth (* 6. Februar 1934; † 18. November 2011 in Mannheim) war Pfälzer Mundartdichter und gewann zweimal (1995 und 2000) den Pfälzischen Mundartdichterwettstreit in Bockenheim.
  • Walter Landin (* 29. Mai 1952) ist Pfälzer Mundartdichter, Krimi- und Theaterautor.

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Nicht in Dirmstein geborene, aber mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten:

  • Jürgen Bich (* 8. Februar 1947 in Leutkirch; † 29. April 2009) war 34 Jahre lang Korrespondent der Rheinpfalz und 1996 Gründungsvorsitzender des Kulturvereins St. Michael Dirmstein.
  • Gideon von Camuzi (1799–1879), Gutsbesitzer, war von 1843 bis 1845 Mitglied der Abgeordnetenkammer des Königreichs Bayern und von 1868 bis 1874 Bürgermeister.
  • Joseph von Camuzi (1767–1828), Gutsbesitzer und Vater Gideons, war von 1801 bis 1815 Bürgermeister und ab 1816 Mitglied der Abgeordnetenkammer des Königreichs Bayern.
  • Louis Coblitz (1814–1863) war ein Genremaler, der in Dirmstein im Auftrag Gideon von Camuzis vor allem Ansichten des Schlossparks malte.
  • Karl Dillinger (1882–1941), Maler und Kunstlehrer, starb in Dirmstein.
  • Lydia Hauenschild (* 1957 in Deggendorf), Autorin, wohnt in Dirmstein.
  • Jakob von Helmstatt (~1500–1560), kurpfälzischer Amtmann vor Ort
  • Johann Jakob Hemmer (1733–1790), Naturwissenschaftler und Sprachforscher, unterrichtete als Hauslehrer bei der Dirmsteiner Adelsfamilie Sturmfeder, ehe er über diese Zugang zum Mannheimer Hof des Kurfürsten Carl Theodor erhielt.
  • David Hirsch (* 15. Mai 1928 in Mainz), Jude, wuchs in Dirmstein auf. Er wurde in der Zeit des Nationalsozialismus als Zwölfjähriger nach Südfrankreich deportiert und floh von dort in die Schweiz. Seit 1947 in Argentinien lebend, nahm er um das Jahr 2000 Kontakt zu seiner Heimatgemeinde auf und besuchte sie dann mehrmals, 2009 anlässlich der Stolpersteinverlegung.[61]
  • Albert H. Keil (* 1. Juli 1947 in Mußbach), Pfälzer Mundartdichter, Literaturpreisträger und viermaliger Gewinner von Pfälzer Mundartwettbewerben, wohnt in Dirmstein.
  • Friedrich Klingmann (1874–1947), Landwirtschaftsrat, Önologe und Rebenzüchter, gründete 1924 die Rebenveredelungsanstalt Dirmstein, die später in Weinbauversuchsanstalt umbenannt wurde. Ihm hat die Gemeinde den Rat-Klingmann-Weg gewidmet.
  • Rüdiger Kramer (* 1953 in Frankenthal), Mundartautor und Schriftsteller, Gewinner des Theaterpreises der Stadt Frankenthal 2007, wohnt in Dirmstein.
  • Otfried K. Linde (* 1932 in Sandersleben), psychiatrisch-naturwissenschaftlicher Autor, Mitherausgeber einer Dokumentation über Verbrechen an Psychiatrie-Patienten im Dritten Reich, wohnte bis 2012 in Dirmstein.
Von Walter Perron bemalter Gartenpavillon (Aufnahme 2006 vor der Sanierung)
  • Michael Martin (* 1947 in Baden-Baden), promovierter Stadtarchivar von Landau, ordnete in jahrelanger Arbeit das Gemeindearchiv von Dirmstein und gab 2005 die Ortschronik heraus.
  • Balthasar Neumann (1687–1753) war Hofbaumeister und zeichnete 1740/41 die ersten beiden Baupläne der Laurentiuskirche.
  • Andrea Odermann geb. Schmitt (* 26. März 1974 in Grünstadt) wuchs in Dirmstein auf und war 1994/95 Weingräfin des Leiningerlandes sowie 1995/96 Pfälzische Weinprinzessin.
  • Balthasar Nick (1678–1749), Baumeister und Schwiegervater des Kirchenerbauers Franz Rothermel, starb in Dirmstein.
  • Walter Perron (1895–1970), Maler und Bildhauer, wohnte zeitweilig in Dirmstein und versah dort um 1950 einen aus dem 19. Jahrhundert stammenden Gartenpavillon mit Kratzputz-Wandmalereien. Die Sanierung des Pavillons begann 2006[62] und wurde 2013 abgeschlossen.[63]
  • Sigismund Ranqué (* 1743 in Ballenberg, heute Ravenstein; † 1795), Komponist und vermutlich Schüler von Ignaz Holzbauer, war ab 1764 Schulmeister und Organist in Dirmstein.
  • Helmut Ried (* 1936 in Ludwigshafen am Rhein), Maler, wohnt in Dirmstein.
  • Wolfgang Wilhelm von Rießmann, baden-durlachischer Hofrat und Eigentümer des Koeth-Wanscheidschen Schlosses, machte sich als Hauptsponsor um die Ausstattung des 1747 eingeweihten protestantischen Teils der Laurentiuskirche verdient. Die Gemeinde hat ihm die Hofrat-Rießmann-Straße gewidmet.
  • Franz Rothermel (* 1690/91 im Allgäu; † 1759) war als Schwiegersohn von Balthasar Nick der ausführende Unternehmer beim Bau der Laurentiuskirche (1742–46); von ihm stammt auch der dritte und endgültige Grundriss.[64] Sein in den 1730er Jahren entstandenes Wohnhaus wurde von 2006 bis 2008 restauriert.
  • Friedrich Schenck (1790–1868), großherzoglich hessischer Hofgerichtsrat und Hobbymaler, schuf 1866 mehrere Aquarelle mit Ansichten des Sturmfederschen Kellergartens, die bei der Parkrestaurierung (2006–2009) als Vorlage dienten.
  • Franz Georg von Schönborn (1682–1756), Reichsgraf, Kurfürst, Fürstbischof von Worms, ließ an seinem Sommersitz Dirmstein die Laurentiuskirche erbauen. Ihm ist die Graf-Schönborn-Straße gewidmet.
  • Georg von Schönenberg (1530–1575), Fürstbischof von Worms, betrieb im Sommer seine Amtsgeschäfte vom Bischöflichen Schloss Dirmstein aus.
  • Cyril William Sibley (1923–1945), Sergeant der Royal Air Force, wurde kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Dirmstein Opfer eines Fliegermordes. 2009 wurde ihm ein Stolperstein gewidmet.
  • Erwin Spuler (* 22. März 1906 in Augsburg; † 7. April 1964 auf einer Reise im südfranzösischen Cros-de-Cagnes), Maler, Keramiker, Zeichner, Grafiker, wohnte in seiner Jugend mehrere Jahre in Dirmstein, wo seine Mutter Emma Bengel herstammte.
  • Emil Steigner (1908–2001), Küfermeister in Dirmstein, bemühte sich um die Bewahrung handwerklicher und kultureller Traditionen und baute originalgetreu eine große hölzerne Weinkelter nach, die am Rande des Kirchplatzes aufgestellt ist.
  • Carl Theodor Sturmfeder von Oppenweiler (1748–1799), Freiherr, Urururenkel Caspar Lerchs IV., baute um 1780 das nach seiner Familie benannte Sturmfedersche Schloss neu und war etwa 1790 Auftraggeber für die Umgestaltung des Kellergartens zum Landschaftspark durch Friedrich Ludwig von Sckell.
  • Marsilius Franz Sturmfeder von Oppenweiler (1674–1744), Freiherr, Urenkel Caspar Lerchs IV., ließ in den 1730er Jahren das nach seiner Familie benannte Sturmfedersche Schloss erweitern und das Michelstor erbauen.
  • Stanisław Swiatek (* 1920, Todesdatum unbekannt) aus dem heute polnischen Stettin war von 1940 bis 1945 als Kriegsgefangener in Dirmstein und bewahrte aufgrund seiner guten Erfahrungen dem Dorf eine lebenslange Freundschaft.
  • Jakob von Tullian (1672–1729) war Bischöflich-Wormsischer Amtmann in Dirmstein; sein steinernes Grabmal wurde vom Alten auf den Neuen Friedhof verbracht und ist dort erhalten.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Gemeinde Dirmstein (Hrsg.), Albert H. Keil (Red.): „Dirmstein erinnert sich“. Tage des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Dirmstein 2009 (online als PDF; 333 kB).
  •  Georg Peter Karn, Ulrike Weber: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Kreis Bad Dürkheim. Stadt Grünstadt, Verbandsgemeinden Freinsheim, Grünstadt-Land, Hettenleidelheim. Bd. 13, Nr. 2, Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms 2006, ISBN 3-88462-215-3.
  •  Albert H. Keil: „Freunde nennen mich Stani“. Reportage. In: Landkreis Bad Dürkheim (Hrsg.): Heimatjahrbuch 1996. Verlag H. Englram, Haßloch 1995, ISBN 3-926775-13-0.
  •  Walter Landin: Wenn erst Gras wächst. Erzählungen. Pfälzische Verlagsanstalt, Landau 1985, ISBN 3-87629-088-0 (Autoren-Forum).
  •  Walter Landin: Anton Kocher und der englische Flieger. In: Lilo Beil, Walter Landin, Wolfgang Ohler (Hrsg.): Mörderische Pfalz. Verlag Wellhöfer, Mannheim 2008, ISBN 978-3-939540-21-2 (Kurpfalz-Krimis, Band 4).
  •  Michael Martin (Hrsg.): Dirmstein – Adel, Bauern und Bürger. Chronik der Gemeinde Dirmstein. Selbstverlag der Stiftung zur Förderung der pfälzischen Geschichtsforschung, Neustadt an der Weinstraße 2005, ISBN 3-9808304-6-2.
  •  Isolde Stauder: Wo das Dorf zu Ende geht. Eine authentische Geschichte. Sommer Druck und Verlag, Grünstadt 2004.
  •  Marie-Christine Werner: Der englische Flieger. Der Mord an Cyril William Sibley. Mainz 2001 (Typoskript der Sendung des Südwestrundfunks vom 10. Februar 2001, 21 bis 22 Uhr).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dirmstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c d e  Martin Armgart: Erste Erwähnungen und Ortsname. Dirmstein und seine Literaten. In: Dirmstein – Adel, Bauern und Bürger. Chronik der Gemeinde Dirmstein. 2005, S. 42.
  3. a b  Georg Peter Karn, Ulrike Weber: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. 2006.
  4. a b c d e Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler: Kreis Bad Dürkheim. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, abgerufen am 2. Oktober 2013 (PDF; 1,56 kB).
  5. a b c  Michael Martin: In: Dirmstein – Adel, Bauern und Bürger. Chronik der Gemeinde Dirmstein. 2005, S. 157.
  6.  Lösung für Hochwasser in Lokalbahnstraße gefunden. In: Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Frankenthaler Zeitung. Ludwigshafen, 26. April 2008.
  7.  An einem Strang. In: Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Frankenthaler Zeitung. Ludwigshafen, 28. Mai 2009.
  8. a b  Marie-Christine Werner, Südwestrundfunk (Hrsg.): Der englische Flieger. Der Mord an Cyril William Sibley. Mainz, 10. Februar 2001.
  9.  Joachim Kauppert, Melanie Lebschy: Das merowingerzeitliche Gräberfeld von Dirmstein aus anthropologischer Sicht. In: Dirmstein – Adel, Bauern und Bürger. Chronik der Gemeinde Dirmstein. 2005, S. 25–35.
  10.  Vogelschaubild von 1746. In: Hessisches Staatsarchiv Darmstadt. P. 1, 418.
  11.  Walter Jarosch: Keramik aus Dirmstein. In: Dirmstein – Adel, Bauern und Bürger. Chronik der Gemeinde Dirmstein. 2005, S. 481–497.
  12. Bergbau PSL – Inventar. mineralienatlas.de, S. 3, abgerufen am 30. September 2012 (PDF; 39 kB).
  13. a b  Archiv der Gemeinde Dirmstein: Auswanderungsregister. 1708–1812 lückenhaft, 1812–1905 sorgfältig, 1905–1937 lückenhaft. In: Dirmstein – Adel, Bauern und Bürger. Chronik der Gemeinde Dirmstein. 2005, S. 426–442.
  14. Die Synagoge in Dirmstein. alemannia-judaica.de, abgerufen am 1. Februar 2010.
  15. a b c d  Archiv der Gemeinde Dirmstein: Auswanderungsregister. 1708–1812 lückenhaft, 1812–1905 sorgfältig, 1905–1937 lückenhaft. In: Dirmstein – Adel, Bauern und Bürger. Chronik der Gemeinde Dirmstein. 2005, S. 442.
  16. a b c d e  Generallandesarchiv Karlsruhe: Brief vom 6. April 2004.
  17. a b  Michael Martin: Juden in Dirmstein. In: Dirmstein – Adel, Bauern und Bürger. Chronik der Gemeinde Dirmstein. 2005, S. 327–338.
  18. Dirmstein, 27. März 2009: Verlegung von Stolpersteinen für die neun Verschleppten.
  19. a b  Roland Paul (Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern): E-Mail vom 18. Juli 2011 an Mundartpoet, von diesem weitergeleitet an Chronist 47.
  20. Im Auswanderungsregister ist „Liebmann“ zu „Liebener“ geworden.
  21.  Jürgen Bich: Kriegsende – Schrecken durch Jagdbomber. In: Dirmstein – Adel, Bauern und Bürger. Chronik der Gemeinde Dirmstein. 2005, S. 221–225.
  22.  Albert H. Keil: „Freunde nennen mich Stani“. In: Landkreis Bad Dürkheim (Hrsg.): Heimatjahrbuch 1996. Haßloch 1995, S. 250.
  23.  Jürgen Bich: „Woi sollschte trinke, Schtani, Woi!“. In: Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Frankenthaler Zeitung. Ludwigshafen, 15. April 1995.
  24.  Walter Landin: Wenn erst Gras wächst. 1985.
  25.  Walter Landin: Anton Kocher und der englische Flieger. 2008.
  26.  Isolde Stauder: Wo das Dorf zu Ende geht. 2004, S. 134 f.
  27.   In: Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Frankenthaler Zeitung. Ludwigshafen, 3. Dezember 1998.
  28. a b  Gemeinde Dirmstein (Hrsg.), Albert H. Keil (Redaktion): „Dirmstein erinnert sich“. 2009, S. 3 f. (online).
  29.  Schwerdt wirft CDU-Parteibuch hin. In: Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Frankenthaler Zeitung. Ludwigshafen, 16. April 2010.
  30.  Ratsmandat niedergelegt. In: Amtsblatt der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land. Woche 15/2012, 12. April 2012.
  31. Inschrift auf Gedenksteinen an zwei Gebäuden.
  32. Inschrift auf dem Gedenkkreuz für ein Duell-Opfer.
  33.  Landkarte aus der „Franzosenzeit“: Beschriftung „Durnestein“. Anfang des 19. Jahrhunderts.
  34. a b c  Margret Schwerdt: Ein Blick auf die Sozialgeschichte vom Ende des 17. bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts mit Bezügen zur Gegenwart. In: Dirmstein – Adel, Bauern und Bürger. Chronik der Gemeinde Dirmstein. 2005, S. 119–140.
  35. Jüdische Geschichte / Synagoge. alemannia-judaica.de, abgerufen am 31. März 2010.
  36.  Zeitungsnotiz ohne Titel. In: Frankenthaler Zeitung. Frankenthal, 24. Januar 1933, S. 3.
  37.  Kreisverwaltung: Verfügung. Bad Dürkheim, 24. September 2007.
  38.  Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.
  39.  Gutachter klärt Wappen-Rätsel auf. In: Die Rheinpfalz, Gesamtausgabe. Ludwigshafen, 18. September 2007.
  40. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  41.  Ein „zugelaufenes“ Fachwerkhaus voller Überraschungen. In: Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Frankenthaler Zeitung. Ludwigshafen, 13. September 2006.
  42.  Diane Mours (dmx): „Grottenbillige“ Sanierung. In: Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Frankenthaler Zeitung. Ludwigshafen, 24. Juli 2009.
  43.  Dem Bienenfresser auf der Spur. In: Grünstadter Sonntags-Spiegel. Grünstadt, 30. Juli 2014.
  44.  Waltraud Werdelis (ww): Dem Erdboden gleich. In: Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Frankenthaler Zeitung. Ludwigshafen, 4. April 2014.
  45.  Albert H. Keil: Das Dorf der Dichter. Dirmstein und seine Literaten. In: Dirmstein – Adel, Bauern und Bürger. Chronik der Gemeinde Dirmstein. 2005, S. 629–637.
  46. a b c Mitgliederstand 2006 (Website-Erhebung).
  47. Mitgliederstand 2008 (Website-Erhebung).
  48.  Wenn der Ball einfach nicht durch den Betonring will. In: Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Frankenthaler Zeitung. Ludwigshafen, 4. August 2008.
  49. Ort des Tages. Soccerpark Dirmstein, abgerufen am 27. September 2010.
  50. WM 2011. Soccerpark Dirmstein, abgerufen am 9. August 2011.
  51.  TSG Dirmstein: Mehr Stunden sind nicht drin. In: Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Frankenthaler Zeitung. Ludwigshafen, 6. Februar 2012 (Mitgliederzahl Ende 2011).
  52.  Diane Mours (dmx): Dirmstein ist wieder „Perle des Leiningerlands“. In: Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Frankenthaler Zeitung. Ludwigshafen, 19. Dezember 2009.
  53. a b c d  Christina Eichhorn (cei): „Erfolgreiche Dirmsteiner Weine“. In: Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Frankenthaler Zeitung. Ludwigshafen, 6. September 2013 (Im Artikel zitierte Zahlen stammen vom Weinbauamt Neustadt an der Weinstraße).
  54.  Diane Mours: Perle mit Rosenduftaroma. In: Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Frankenthaler Zeitung. Ludwigshafen, 5. Januar 2010.
  55.  Waltraud Werdelis und Axel Nickel: Bürgerbefragung: 798 Stimmen gegen Windkraft. In: Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Frankenthaler Zeitung. Ludwigshafen, 23. September 2013.
  56.  Anja Benndorf (abf): Weitere Windräder in der Region?. In: Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Frankenthaler Zeitung. Ludwigshafen, 30. September 2013.
  57.  Michael Martin: Die Familie Lerch von Dirmstein. In: Dirmstein – Adel, Bauern und Bürger. Chronik der Gemeinde Dirmstein. 2005, S. 63–76 (65–68).
  58.  Joachim Specht: Pfarrer Joseph Ludwig Bihn aus Dirmstein, der Vater der Alten und Waisen von Nordwest-Ohio. In: Dirmstein – Adel, Bauern und Bürger. Chronik der Gemeinde Dirmstein. 2005, S. 617–622.
  59.  Jürgen Huck: Der Chronist mit dem Zeichenstift. In: Dirmstein – Adel, Bauern und Bürger. Chronik der Gemeinde Dirmstein. 2005, S. 607–616.
  60.  Joachim Specht: Friedrich Bengel, Träger der Bayerischen Tapferkeitsmedaille. In: Dirmstein – Adel, Bauern und Bürger. Chronik der Gemeinde Dirmstein. 2005, S. 623.
  61.  Christian Oldekop (col): Fünfte Etappe des Erinnerns. In: Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Frankenthaler Zeitung. Ludwigshafen, 31. März 2009 (online).
  62.  Vereine wollen Pavillon sanieren. In: Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Frankenthaler Zeitung. Ludwigshafen, 20. September 2006.
  63.  Umweltschutzverein Alte Sandkaut und Kulturverein St. Michael: Kunst im Gartenhaus. 22. September 2013 (Einladung zu Gemäldeausstellung).
  64.  Franz Rothermel: Grundriss der Laurentiuskirche. Original. In: Zentralarchiv der Evangelischen Kirche der Pfalz (Speyer). Abt. 170, Nr. 698.
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Dieser Artikel wurde am 9. Februar 2007 in dieser Version in die Liste der exzellenten Artikel aufgenommen.