Bockenheim an der Weinstraße
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Bad Dürkheim | |
| Verbandsgemeinde: | Grünstadt-Land | |
| Höhe: | 160 m ü. NN | |
| Fläche: | 11,24 km² | |
| Einwohner: |
2.157 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 192 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 67278 | |
| Vorwahl: | 06359 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DÜW | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 32 006 | |
| Gemeindegliederung: | 2 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Industriestraße 11 67269 Grünstadt |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Kurt Janson | |
| Lage der Ortsgemeinde Bockenheim an der Weinstraße im Landkreis Bad Dürkheim | ||
Bockenheim an der Weinstraße ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land an.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Das pfälzische Bockenheim ist Teil der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar und liegt am Nordende der 85 km langen Deutschen Weinstraße, die hier mit der Bundesstraße 271 identisch ist.
[Bearbeiten] Geschichte
Bockenheim besteht aus den Ortsteilen Groß- und Kleinbockenheim, die 1956 zusammengelegt wurden. Die beiden Orte waren nach der fränkischen Landnahme (um 500) aus kleinen Ansiedlungen entstanden, die sich um fränkische Gutshöfe entwickelt hatten. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Bockenheim 770 im Lorscher Codex.
Im April 1525 bildete sich im Pfälzischen Bauernkrieg der Bockenheimer Haufen, eine Zusammenrottung von Bauern, die sich den Aufständischen anschlossen.
Bis 1969 gehörte Bockenheim zum (erloschenen) Landkreis Frankenthal, seither ist es Teil des damals neu geschaffenen Landkreises Bad Dürkheim. 1972 erfolgte die Zuordnung zur ebenfalls neuen Verbandsgemeinde Grünstadt-Land.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat in Bockenheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.
Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[2]
| SPD | CDU | FWG | Gesamt | |
| 2009 | 8 | 4 | 4 | 16 Sitze |
| 2004 | 8 | 4 | 4 | 16 Sitze |
[Bearbeiten] Wappen
Das Gemeindewappen ist geteilt von Blau und Silber; oben auf einem schreitenden silbernen Pferd der golden nimbierte Heilige Martin, mit dem Schwert seinen roten Mantel teilend; unten auf grünem Boden ein aufspringender schwarzer Ziegenbock mit goldenen Hörnern. St. Martin ist Patron der örtlichen Martinskirche.
[Bearbeiten] Gemeindepartnerschaft
Eine Gemeindepartnerschaft besteht zwischen Bockenheim und der französischen Gemeinde Grandvilliers im Département Oise.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten und Kultur
[Bearbeiten] Bauwerke
Das Ortsbild wird von zahlreichen alten Gehöften geprägt, von denen immer mehr restauriert werden.
Der Turm der romanischen Martinskirche stammt aus dem 11. Jahrhundert. Sie stand früher neben der Emichsburg der Leininger Grafen, nach der das heutige Bürgerhaus benannt ist. Die Burg wurde nach mehrfachen Verwüstungen in ein Schloss umgewandelt, das auch wieder zerstört wurde. Seine Reste sind in ein Weingut integriert, das sich deshalb Schlossgut nennt.
1995 wurde als Gegenstück zum Deutschen Weintor in Schweigen, welches seit 1936 den Beginn der Deutschen Weinstraße kennzeichnet, zwischen Groß- und Kleinbockenheim das Haus der Deutschen Weinstraße errichtet. Stilistisch an ein römisches Kastell angelehnt, überspannt es brückenartig die Weinstraße und bietet neben einem Restaurant (120 Plätze) mit Seeterrasse auch verschiedenen Veranstaltungsräumen Platz. Im Turmzimmer mit Ausblick auf die umgebenden Rebenhügel sowie die Rheinebene bis hin zum Odenwald findet für Trauwillige die Weinstraßenhochzeit statt.
Siehe auc: Liste der Kulturdenkmäler in Bockenheim an der Weinstraße
[Bearbeiten] Mundart
Seit 1953 wird in Bockenheim in jedem Oktober der Pfälzische Mundartdichterwettstreit ausgetragen, zu dem sich Pfälzer Mundart schreibende und sprechende Teilnehmer treffen. Die Jury zeichnet die zehn besten Gedichte aus.
Bei den alljährlich an einem Maiwochenende stattfindenden Bockenheimer Mundarttagen referieren Dialektologen vor Publikum über Mundarten und diskutieren darüber – traditionell im Dialekt – auf dem Podium.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Wirtschaft
| Größte Weinbaugemeinden im Anbaugebiet |
Rang unter allen rheinland-pfälzischen Weinbaugemeinden nach Rebfläche |
Bestockte Rebfläche (in ha) |
Rebsorten | |
|---|---|---|---|---|
| weiße | rote | |||
| (in %) | ||||
| Pfalz | 23.363 | 59,3 | 40,7 | |
| Landau (Pfalz) | 1 | 2.039 | 59,8 | 40,2 |
| Neustadt (Weinstr.) | 2 | 2.012 | 60,8 | 39,2 |
| Bad Dürkheim | 4 | 855 | 62,8 | 37,2 |
| Billigheim-Ingenheim | 5 | 818 | 56,6 | 43,4 |
| Kirrweiler | 14 | 594 | 65,0 | 35,0 |
| Edesheim | 17 | 500 | 55,3 | 44,7 |
| Deidesheim | 18 | 486 | 83,7 | 16,3 |
| Wachenheim (Weinstr.) | 19 | 477 | 71,1 | 28,9 |
| Göcklingen | 22 | 456 | 62,5 | 37,5 |
| Freinsheim | 26 | 432 | 54,0 | 46,0 |
| Bockenheim (Weinstr.) | 29 | 415 | 54,4 | 45,6 |
| Heuchelheim-Klingen | 31 | 400 | 57,1 | 42,9 |
| Ruppertsberg | 32 | 397 | 74,2 | 25,8 |
Bockenheim ist ein altes Winzerdorf, in dem seit mehr als 1200 Jahren Weinbau betrieben wird. Er ist auch heute noch der wichtigste Wirtschaftszweig des Ortes. Bockenheims Weinberge erstrecken sich auf über 400 ha. Daneben gewinnt der Tourismus immer mehr an Bedeutung.
[Bearbeiten] Verkehr
Über die B 271, die in Nord-Süd-Richtung noch schmal und kurvenreich mitten durch den Ort führt, besteht eine Anbindung an die 6 km südlich gelegene Anschlussstelle Grünstadt der Autobahn 6 (Mannheim–Saarbrücken). Seit Jahren wird eine Ortsumgehung im Osten angestrebt.
Die Bahnstrecke der Pfälzischen Nordbahn Monsheim–Grünstadt verläuft am östlichen Ortsrand, der Haltepunkt Bockenheim-Kindenheim wird im Rheinland-Pfalz-Takt von Regionalbahnen bedient. Der öffentliche Nahverkehr ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) integriert, es gelten dessen Gemeinschaftstarife.
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde
- Jakob Kautz (~1500–1532), Theologe und Reformator
- Anton Straub (1852–1931), katholischer Priester, Jesuit, Theologe und Buchautor
- Heinrich Janson (1869–1940), Politiker (DVP)
- Arthur Kullmer (1896–1953), General der Infanterie und Ritterkreuzträger
- Karl-Heinz Spieß (* 1948), Historiker
- Bodo Mattern (* 1958), Fußballspieler
[Bearbeiten] Weblinks
-
Commons: Bockenheim an der Weinstraße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien - Kultur- und Verkehrsverein Bockenheim
- Bockenheimer Geschichte
- Infos über Bockenheim
- Verbandsgemeinde Grünstadt-Land: Bockenheim
[Bearbeiten] Quellen und Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
- ↑ Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat Wahlergebnisse 2009 Bockenheim a. d. Weinstraße, auf wahlen.rlp.de, gesehen 26. Juli 2009
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