Landkreis Riesa-Großenhain

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Riesa-Großenhain Deutschlandkarte, Position des Landkreises Riesa-Großenhain hervorgehobenp1
Basisdaten (Stand 2008)
Bestandszeitraum: 1994–2008
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Dresden
Verwaltungssitz: Großenhain
Fläche: 820,54 km²
Einwohner: 111.075 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 135 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: RG
Kreisschlüssel: 14 2 85
Kreisgliederung: 20 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Herrmannstraße 30–34
01558 Großenhain
Landrat: Rainer Kutschke (CDU)
Lage des Landkreises Riesa-Großenhain in Sachsen
Landkreis Delitzsch Leipzig Plauen Hoyerswerda Landkreis Leipziger Land Muldentalkreis Landkreis Torgau-Oschatz Landkreis Döbeln Landkreis Riesa-Großenhain Landkreis Meißen Dresden Landkreis Kamenz Niederschlesischer Oberlausitzkreis Görlitz Landkreis Löbau-Zittau Landkreis Bautzen Landkreis Sächsische Schweiz Weißeritzkreis Landkreis Freiberg Landkreis Mittweida Mittlerer Erzgebirgskreis Landkreis Annaberg Chemnitz Landkreis Stollberg Landkreis Aue-Schwarzenberg Landkreis Chemnitzer Land Zwickau Vogtlandkreis Landkreis Zwickauer LandKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Riesa-Großenhain war von 1994 bis 2008 ein Landkreis im Nordosten des Freistaates Sachsen. Nachbarkreise waren im Norden die brandenburgischen Landkreise Elbe-Elster und Oberspreewald-Lausitz, im Osten der ehemalige Landkreis Kamenz, im Süden der ehemalige Landkreis Meißen und im Westen die ehemaligen Landkreise Döbeln und Torgau-Oschatz.


Geschichte[Bearbeiten]

Der Landkreis entstand am 1. August 1994 durch Zusammenlegung der Landkreise Riesa und Großenhain. Am 1. August 2008 wurde er zusammen mit dem Landkreis Meißen (1996–2008) zum neuen Landkreis Meißen vereint, dessen Kreisstadt Meißen ist.

Politik[Bearbeiten]

Der letzte Landrat des Kreises Riesa-Großenhain war Rainer Kutschke (CDU).

Kreistag[Bearbeiten]

Wahlbeteiligung: 48,4 % (1999: 57,2 %)
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50
40
30
20
10
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45,5 %
21,5 %
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5,9 %
4,1 %
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Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 1999
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Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
h AL Deutschland e. V.

Die 54 Sitze im Kreistag verteilten sich zuletzt folgendermaßen auf die einzelnen Parteien:

Partei Sitze
CDU 26
LINKE 12
SPD 6
FDP 4
DSU 3
GRÜNE 2
FPD 1

Wappen[Bearbeiten]

1994 mit der Fusion der Landkreise Riesa und Großenhain zum Landkreis Riesa-Großenhain, wurde ein gemeinsames Kreiswappen notwendig. Der grüne Lindenzweig mit silbernem, der schwarze Löwe auf goldenem, und das gelbe Zahnrad mit blauem Hintergrund bilden seit 1996 das neue Wappen für den Landkreis Riesa-Großenhain.

  • Der grüne Lindenzweig, der schon ab 1623 im Riesaer Wappen enthalten war, steht als Natursymbol dafür dass Landschaft und Umwelt im vereinigten Landkreis Riesa-Großenhain mit großer Sorgfalt geschützt werden.
  • Der schwarze Löwe mit seiner roten Bewehrung, der schon im Wappen von Großenhain enthalten war, steht gleichfalls für die frühere Zugehörigkeit beider Regionen zur Mark Meißen.
  • Das Zahnrad deutet auf die lange Industrietradition, die vor allem von Eisen und Stahl, Textilerzeugung und Maschinenbau erzählt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Region, einst jahrhundertealter Stahlstandort (Riesa) und landwirtschaftlich geprägte Region (Großenhain) wurde durch das Wegbrechen des bisherigen Wirtschaftsgefüges nach der Wende völlig verändert. So entstanden zwar seit der Mitte der 1990er-Jahre zahlreiche Unternehmen, diese konnten aber nicht die weggefallenen Arbeitsplätze kompensieren. Im Kreis gab es zuletzt 15 Industrie- und Gewerbegebiete.

Folgende Firmen besaßen überregionale Bedeutung:

  • ESF Elbe-Stahlwerke Feralpi GmbH
  • WACKER-Chemiewerk in Nünchritz
  • Teigwaren Riesa GmbH
  • Funke & Will AG Fertigung des YES-Roadsters Großenhain
  • Pneumantwerke Riesa
  • BuS Elektronik GmbH & Co. KG Riesa
  • Kappus Seifen GmbH Riesa
  • Ölwerke Riesa GmbH & Co. KG
  • Elbbinnenhafen Riesa
  • STEMA Metalleichtbau GmbH Großenhain
  • Polartherm Flachglas GmbH Großenhain
  • Fischbach Kunststofftechnik KG

Verkehr[Bearbeiten]

Autobahnen

  1. A 13

Bundesstraßen

  1. B 6
  2. B 98
  3. B 101
  4. B 169
  5. B 182

Eisenbahnstrecken

  1. Leipzig–Riesa–Dresden
  2. Berlin–Doberlug-Kirchhain–Großenhain–Dresden
  3. Chemnitz–Riesa
  4. Chemnitz–Riesa–Berlin
  5. (Dresden–)Priestewitz–Großenhain Cottb. Bhf.–Ruhland–Cottbus
  6. Riesa–Falkenberg/Elster (Bahnverkehr im Dezember 2004 eingestellt)
  7. Riesa–Lommatzsch–Nossen (stillgelegt)

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

(Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2006)

Städte

  1. Gröditz (7.715)
  2. Großenhain (15.965)
  3. Riesa (36.140)
  4. Strehla (4.143)

Verwaltungsgemeinschaften

Gemeinden

  1. Ebersbach (4.853)
  2. Glaubitz (2.066)
  3. Hirschstein [Sitz: Prausitz] (2.428)
  4. Lampertswalde (1.984)
  5. Nauwalde [Sitz: Spansberg] (1.098)
  6. Nünchritz (6.504)
  7. Priestewitz (3.530)
  8. Röderaue [Sitz: Frauenhain] (3.270)
  9. Schönfeld (2.032)
  10. Stauchitz (3.485)
  11. Tauscha (1.498)
  12. Thiendorf (2.254)
  13. Weißig a. Raschütz [Sitz: Blochwitz] (957)
  14. Wildenhain (1.723)
  15. Wülknitz (1.820)
  16. Zeithain (6.491)

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Der Landkreis Riesa-Großenhain Porträt einer Region, Geiger Verlag, Horb am Neckar 1999, ISBN 3-89570-519-5

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.statistik.sachsen.de/wpr_alt/pkg_w04_ver.prc_ver?p_bz_bzid=KT04&p_ebene=LK&p_ort=14285