Neuenbürg

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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Neuenbürg bei Pforzheim, weitere Bedeutungen siehe Neuenbürg (Begriffsklärung)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Neuenbürg
Neuenbürg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Neuenbürg hervorgehoben
48.8461111111118.5888888888889323Koordinaten: 48° 51′ N, 8° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Enzkreis
Höhe: 323 m ü. NHN
Fläche: 28,17 km²
Einwohner: 7389 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 262 Einwohner je km²
Postleitzahl: 75305
Vorwahl: 07082
Kfz-Kennzeichen: PF
Gemeindeschlüssel: 08 2 36 043
Stadtgliederung: 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausstraße 2
75305 Neuenbürg
Webpräsenz: www.neuenbuerg.de
Bürgermeister: Horst Martin (parteilos)
Lage der Stadt Neuenbürg im Enzkreis
Birkenfeld Eisingen Engelsbrand Friolzheim Heimsheim Illingen Ispringen Kieselbronn Knittlingen Knittlingen Knittlingen Knittlingen Maulbronn Mönsheim Mühlacker Neuenbürg Neuhausen Niefern-Öschelbronn Ötisheim Sternenfels Tiefenbronn Wiernsheim Wimsheim Wurmberg Wurmberg Keltern Remchingen Straubenhardt Neulingen Kämpfelbach Ölbronn-Dürrn Ölbronn-Dürrn Ölbronn-Dürrn Königsbach-SteinKarte
Über dieses Bild

Neuenbürg ist eine Stadt im Enzkreis in Baden-Württemberg, zwölf Kilometer südwestlich von Pforzheim. Die ehemalige württembergische Oberamtsstadt an der Enz besteht aus vier Ortsteilen: Kernstadt, Dennach, Arnbach und Waldrennach.

Geographie[Bearbeiten]

Die Kleinstadt liegt in einem Mäandertal an einem idealtypisch ausgebildeten Umlaufberg im Nordschwarzwald. Auf der gegenüberliegenden Seite der Enz liegt der Sägkopf mit der Felsengruppe Angelstein.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Neuenbürg besteht aus den Stadtteilen Arnbach, Dennach, Neuenbürg, Rotenbach (mit Enzbrücke) und Waldrennach. Die offizielle Benennung der Stadtteile erfolgt in der Form „Neuenbürg - …“. Das Stadtgebiet ist zudem in vier Wohnbezirke im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung gegliedert. In den Stadtteilen Dennach und Waldrennach sind Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender eingerichtet.[2]

Zum Stadtteil Arnbach gehört das Dorf Arnbach. Zur ehemaligen Gemeinde Dennach gehören das Dorf Dennach, der Ort Holzschleifwerk und die Häuser Bahnhof, Enzbrücke und Rotenbachwerk. Zur Stadt Neuenbürg in den Grenzen von vor der Gemeindereform in den 1970er Jahren gehören die Stadt Neuenbürg, Schloss Neuenbürg, die Siedlung Untere Reute und die Häuser Breites Tal und Eisenfurt. Zum Stadtteil Dennach gehört die Siedlung Rotenbach (Enz). Zum Stadtteil Waldrennach gehören das Dorf Waldrennach und das Haus Wirtschaft zum Größeltal.

Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Dennach wird aufgrund des Flurnamens Schwabhausen eine Wüstung vermutet, was aufgrund der Lage jedoch als unwahrscheinlich gilt.[3]

Klima[Bearbeiten]

Durchschnittliche Temperatur- und Niederschlagswerte
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 3 5 10 13 18 21 24 24 20 14 8 4 Ø 13,7
Min. Temperatur (°C) -2 -2 1 4 8 11 13 13 10 6 1 -1 Ø 5,2
Niederschlag (mm) 28,4 28,3 35,0 35,7 51,6 63,5 63,8 49,1 42,3 46,4 38,1 35,8 Σ 518
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28,3
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49,1
42,3
46,4
38,1
35,8
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Birkenfeld, DEU auf weather.msn.com

Geschichte[Bearbeiten]

Neuenbürg (1907)

Neuenbürg ist im Zusammenhang mit der Erzgewinnung (nachweislich schon zur Keltenzeit) und Waldwirtschaft entstanden. Die Burgen Straubenhardt und Waldenburg sind im 11. Jahrhundert entstanden, die neue Burg, nach der der Ort seinen Namen trägt, im 12. Jahrhundert. 1274 wurde Neuenbürg anlässlich der Verleihung der Stadtrechte erstmals urkundlich erwähnt. In den 1320er Jahren fielen Burg und Stadt an die Grafen von Württemberg. Im 17. Jahrhundert war Neuenbürg Sitz zweier Nebenlinien des Hauses Württemberg (siehe Württemberg-Neuenbürg). 1806 wurde Neuenbürg Sitz des gleichnamigen Oberamtes, das 1934 im Landkreis Calw aufging. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Neuenbürg zum Land Württemberg-Hohenzollern, das 1952 in Baden-Württemberg aufging.

NEUENBÜRG in Königreich Württemberg in 1859

1972 wurde die Stadt im Rahmen der Kreisreform dem neugebildeten Enzkreis zugeordnet. Am 1. Januar 1975 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Arnbach, Dennach und Waldrennach eingemeindet.

Politik[Bearbeiten]

Rathaus

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 1888–1919: Friedrich Stirn (Stadtschultheiß)
  • 1919–1938: Eugen Knodel
  • 1938–1945: Eberhard Essich (1891–1979[4])
  • 1946–1948: Karl Titelius (* 1891[5])
  • 1949–1962: Hermann Erlenmaier (1906/07–1962[6])
  • 1962–1982: Ernst Fischer (1927–2009[7])
  • 1982–2006: Theo Schaubel (* 1940[8])
  • 2006–0000: Horst Martin (* 1968[9])

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 ergab folgende Sitzverteilung:[10][11]

Unabhängige Wählervereinigung 32,9 % +2,4 7 Sitze +1
Neue Bürgerliste 24,8 % +24,8 5 Sitze +5
CDU 21,1 % −10,1 5 Sitze −2
Grüne Liste 12,4 % −0,4 2 Sitze ±0
SPD 8,9 % −16,7 2 Sitze −3

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Silber ein sechseckiger roter Burgturm.“

Wappen der ehemaligen Gemeinden[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bahnhof mit Enztalbahn

Verkehr[Bearbeiten]

In Neuenbürg gibt es fünf Haltestellen der Stadtbahnlinie S 6, der Enztalbahn, einer 23 Kilometer langen Eisenbahnstrecke von Pforzheim nach Bad Wildbad: „Neuenbürg (Enz) Bf“, „Neuenbürg (Enz) Süd“, „Neuenbürg (Enz) Freibad“, „Rotenbach (Enz)“ (ein Stadtteil von Neuenbürg) und weiter außerhalb „Neuenbürg (Enz) Eyachbrücke“.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Gymnasium Neuenbürg

Einrichtungen[Bearbeiten]

Neuenbürg ist Sitz des Kirchenbezirks Neuenbürg der Evangelischen Landeskirche in Württemberg sowie Sitz des Evangelischen Jugendwerkes Bezirk Neuenbürg[15].

Sport- und Freizeitanlagen[Bearbeiten]

  • Freibad (beheizt, 24 °C)
  • Tennisplätze
  • diverse Spielplätze (Abenteuerspielplatz usw.)
  • Fußballplatz (Rasen- und Hartplätze)
  • Minigolf
  • Diverse Street Spots für Biker und ein kleiner Downhill-Trail vom Schloßberg

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Stadtkirche in Neuenbürg (evangelisch)
Heilig Kreuz Kirche (katholisch)

Museen[Bearbeiten]

Gebäude[Bearbeiten]

Alte Schlossruine

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Archäologische Funde[Bearbeiten]

Bei Neuenbürg-Waldrennach wurde im Sommer 2006 ein in Mitteleuropa bisher einmaliges Ensemble der frühkeltischen Eisenverhüttung aus dem 6. bis 5. Jahrhundert vor Christi Geburt gefunden. Ferner wurde eine gut erhaltene keltische Getreidemühle gefunden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • seit 1987: Ernst Fischer, Bürgermeister 1962–1982 [16]
  • seit 2006: Theo Schaubel, Bürgermeister 1982–2006 [17]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort wirkten[Bearbeiten]

Mit Neuenbürg verbunden[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Stadt Neuenbürg: Hauptsatzung 23. Oktober 2001 (PDF).
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 566–568
  4. Pforzheimer Zeitung (Hrsg.): Eberhard Essich : „Der“ Mann im Verein. In: Pforzheimer Zeitung. Nr. 56, 7. März 1991. Esslinger, S. 28.
  5. Pforzheimer Zeitung (Hrsg.): Altbürgermeister wurde 80. In: Pforzheimer Zeitung. Nr. 107, 11. Mai 1971. Esslinger, S. 11.
  6. Pforzheimer Zeitung (Hrsg.): Bürgermeister Erlenmaier gestorben. In: Pforzheimer Zeitung. Nr. 101, 3. Mai 1962. Esslinger, S. 11.
  7. Pforzheimer Zeitung (Hrsg.): Kommunalpolitiker mit Leib und Seele. In: Pforzheimer Zeitung. Nr. 295, 21. Dezember 2009. Esslinger, S. 25.
  8. Nicola Hiller: „Hätte gerne noch weiter geschafft“. In: Pforzheimer Zeitung. Nr. 238, 14. Oktober 2006. Esslinger, S. 32.
  9. Claas Augner: Bürgermeister im Verhör : Horst Martin. In: Bimmel : Schülerzeitung am Gymnasium Neuenbürg. Nr. 77, 8. Mai 2008. S. 6–9.
  10. Stadt Neuenbürg (Hrsg.): Schnellmeldung für die Gemeinderatswahl am 7. Juni 2009 in Neuenbürg. 9. Juni 2009 (PDF).
  11. Nicola Hiller, Alexander Heilemann: Wähler setzen auf Veränderung. In: Pforzheimer Zeitung. Nr. 130, 9. Juni 2009. Esslinger, S. 29.
  12. Gößnitz. Website der Stadt Neuenbürg. Abgerufen am 27. Dezember 2009.
  13. Pforzheimer Zeitung (Hrsg.): Partnerschaft wird schriftlich fixiert. In: Pforzheimer Zeitung. Nr. 30, 6. Februar 1993. Esslinger, S. 45.
  14. Rudi Huttarsch: Fichten und Palmen fanden zueinander. In: Pforzheimer Zeitung. Nr. 95, 26. April 1993. Esslinger, S. 23.
  15. Evangelisches Jugendwerk Bezirk Neuenbürg, www.ejw-neuenbuerg.de
  16. Rudi Huttarsch: Ehrenbürger will sein Normalbürger in Ehren. In: Pforzheimer Zeitung. Nr. 245, 25. Juni 1987. Esslinger, S. 25.
  17. Nicola Hiller: Theo Schaubel ist Ehrenbürger. In: Pforzheimer Zeitung. Nr. 245, 23. Oktober 2006. Esslinger, S. 26.
  18. Ralf Bernd Herden: Roter Hahn und Rotes Kreuz. Books on Demand GmbH, Norderstedt 2005. ISBN 3-8334-2620-9 Großfeuer vom 23. Mai 1783 in Neuenbürg, S. 81 -Digitalisat

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Neuenbürg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien