Ötisheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ötisheim
Ötisheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ötisheim hervorgehoben
48.9619444444448.8097222222222243Koordinaten: 48° 58′ N, 8° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Enzkreis
Höhe: 243 m ü. NHN
Fläche: 14,27 km²
Einwohner: 4703 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 330 Einwohner je km²
Postleitzahl: 75443
Vorwahl: 07041
Kfz-Kennzeichen: PF
Gemeindeschlüssel: 08 2 36 050
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schönenbergerstraße 2
75443 Ötisheim
Webpräsenz: www.oetisheim.de
Bürgermeister: Werner Henle
Lage der Gemeinde Ötisheim im Enzkreis
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Über dieses Bild
Die evangelische Michaelskirche (St. Michael) in Ötisheim

Ötisheim ist eine Gemeinde im Enzkreis in Baden-Württemberg, etwa 12 km von Pforzheim und 4 km von Mühlacker entfernt.

Geografie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Ötisheim gehören das Dorf Ötisheim, die Weiler Erlenbach, Corres und Schönenberg und die Höfe Haldenhof und Reithof.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Ötisheim (im lokalen Dialekt: Aize) wurde erstmals 783 als Autinesheim im Lorscher Codex urkundlich erwähnt. Seit 1285 hatte das Kloster Maulbronn das Vogtrecht, seit 1376 auch die Gerichtsbarkeit über die Güter der Ritter in Ötisheim. In den Jahren 1369 und 1370 gingen weitere Güter, unter anderem der Wald bei Ötisheim, in den Besitz des Klosters über. Damit wurde Maulbronn Grundherr über den Ort.

Im bayerisch-pfälzischen Erbfolgekrieg wurde Ötisheim geplündert und niedergebrannt. Infolge dieses Krieges kam es mit dem Kloster Maulbronn im Jahr 1504 an Württemberg. Mit der Verwaltungsneuordnung, die nach den württembergischen Gebietszuwächsen durch den Reichsdeputationshauptschluss notwendig war, wurde Ötisheim dem Oberamt Maulbronn zugeordnet. Dieses ging 1938 im Landkreis Vaihingen auf, dem der Ort bis zur Kreisreform 1973 angehörte. Seither ist Ötisheim dem Enzkreis zugehörig.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Schönenberg wurde 1924 eingemeindet.

Religionen[Bearbeiten]

Mit der Reformation wurde Ötisheim - wie alle württembergischen Lande - protestantisch. Es existieren drei evangelische Kirchen (in Ötisheim, Schönenberg und Corres) sowie eine katholische und eine neuapostolische Kirche.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1654: 254
  • 1697: 9 (Aufgrund der Pest)
  • 2004: 4869 (Stand: 31. Dezember 2004)
  • 2005: 4917 (Stand: 31. Dezember 2005)
  • 2006: 4869 (Stand: 31. Dezember 2006)
  • 2007: 4898 (Stand: 31. Dezember 2007)

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Das Ergebnis der Kommunalwahl 2009:

Partei / Liste Stimmenanteil + / - Sitze + / -
FWV 42,1 % - 3,0 7 ± 0
SPD 17,1 % - 4,4 2 - 1
CDU 11,1 % - 8,0 1 - 1
BUN 16,4 % + 2,3 2 ± 0
Es geht noch mehr… 13,2 % + 13,2 2 + 2

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Gemeinde Ötisheim unterhält Partnerschaften mit den nebeneinander im Tal der Durance liegenden südfranzösischen Gemeinden Mérindol, Puget-sur-Durance, Lauris, Puyvert und Lourmarin.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Ötisheim besitzt einen Haltepunkt an der württembergischen Westbahn, welcher von der Linie S 9 der Stadtbahn Karlsruhe bedient wird.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Deutsches Waldenser-Museum im Ortsteil Schönenberg.

Musik[Bearbeiten]

Der Musikverein Ötisheim veranstaltet jährlich große Events, wie das Serenadenkonzert oder Aizemer Classics. Das größte Event ist die MC-Party, veranstaltet vom Motorradclub in Ötisheim. Es findet jährlich am ersten Septemberwochenende statt. Ältester Verein in Ötisheim ist der Männgergesangverein. Er wurde 1871 gegründet und trägt mit jährlichen Konzerten und dem Sängerbesen zur Kulturvielfalt in Ötisheim bei.

Bauwerke[Bearbeiten]

Henri-Arnaud-Kirche von Christian Friedrich von Leins im Ortsteil Schönenberg.

Sport und Freizeit[Bearbeiten]

Das Freibad Ötisheim am Erlenbach
  • Mit dem im September 2004 eröffneten 1,5 km langen Barfußpfad wurde eine Freizeitattraktion für die Bevölkerung, aber auch für Besucher aus nahe liegenden Städten geschaffen.
  • Das Ötisheimer Freibad wurde im Jahre 1936 als eines der ersten im damaligen Landkreis Vaihingen/Enz eröffnet und im Jahr 2000 renoviert.
  • Eine weitere Attraktion ist die Gartenbahn Ötisheim, eine Parkeisenbahn.
  • Es gibt folgende Sportvereine: Angelsportverein 1972 Ötisheim e.V.; Boule für Alle e.V.; Indiaca Ötisheim e.V.; Motorradclub (MC) Ötisheim; Schützenverein Ötisheim e.V.; Tennisclub Ötisheim e.V.; Tischtennis-Freunde Ötisheim e.V.; TSV Ötisheim e.V.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 565

Literatur[Bearbeiten]

  • Konrad Dussel: Ötisheim. Durch die Geschichte zur Gegenwart. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2007. ISBN 978-3-89735-503-3
  • Karl Henkelmann u. Eduard Antthes: Das Kloster Lorsch. Bensheim 1922.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ötisheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien