Eurowings

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Eurowings
Logo der Eurowings
Bombardier CRJ900 der Eurowings in Lackierung der Lufthansa Regional
IATA-Code: EW
ICAO-Code: EWG
Rufzeichen: EUROWINGS
Gründung: 1993
Sitz: Düsseldorf, DeutschlandDeutschland Deutschland
Drehkreuz:
Heimatflughafen: Flughafen Düsseldorf
Unternehmensform: GmbH
Leitung:
  • Jochen Wallisch
  • Thomas Lindner
Mitarbeiterzahl: 838
Umsatz: 171,0 Mio (2010)[1]
Fluggastaufkommen: 1,8 Mio (2010)[1]
Flottenstärke: 23
Ziele: National und kontinental
Webseite: eurowings.com

Eurowings ist eine deutsche Fluggesellschaft mit Sitz in Düsseldorf und Heimatbasis auf dem Flughafen Düsseldorf. Sie ist ein Tochterunternehmen der Lufthansa und führt im Verbund Lufthansa Regional sowie auch für Germanwings Zubringer- und Regionalflüge durch.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung und erste Jahre[Bearbeiten]

Ein ehemaliger Airbus A319-100 der Eurowings

Zunächst waren der Nürnberger Flugdienst (NFD) und der Reise- und Industrieflug (RFG) in Dortmund (später Regionalflug) seit 1975 wirtschaftlich tätig. Im Jahre 1993 wurden NFD und RFG zur Eurowings Luftverkehrs AG zusammengeschlossen. Albrecht Knauf hielt zunächst 98,2 Prozent der Eurowings-Anteile. Eurowings verband später in Kooperation mit KLM Royal Dutch Airlines und Air France einige deutsche Regionalflughäfen mit Amsterdam und Paris. Im Jahr 1996 wurden auf diesen Strecken etwa 500.000 Passagiere befördert.[2]

Übernahme durch Lufthansa[Bearbeiten]

Kabine eines Bombardier CRJ900 der Eurowings
BW

Ab 1. Januar 2001 war die Deutsche Lufthansa AG zunächst mit 24,9 % an der Fluglinie beteiligt, zum 1. April 2004 wurde die Beteiligung auf 49 % erhöht. Seit dem 22. Dezember 2005 bestand zwischen der Lufthansa und einem Treuhänder des Mehrheitsaktionärs Albrecht Knauf eine Stimmbindungsvereinbarung, durch die der Lufthansa weitere 1,0001 % der Eurowings-Aktien zugerechnet werden und sie somit die wirtschaftliche Kontrolle über Eurowings hatte. Innerhalb der Knauf-Gruppe sind die Aktienanteile der Eurowings Beteiligungs GmbH zugeordnet. Die Regionalflugverbindungen von Eurowings werden als Lufthansa-Flüge vermarktet, die Maschinen tragen zum Großteil die Lackierung von Lufthansa Regional - die Marke Eurowings verschwand dadurch vom Markt.

Zum 13. August 2011 hat die Lufthansa die Eurowings zu 100 Prozent übernommen. Zum 1. November 2011 erfolgte der Rechtsformwechsel zur GmbH. Der Grund für die Umwandlung war die Anpassung an die Beteiligungsstrukturen der Lufthansa. Eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Eurowings AG war die Billigfluggesellschaft Germanwings, die 1997 als Eurowings Flug GmbH gegründet und zum 27. Oktober 2002 in Germanwings GmbH umbenannt wurde. Germanwings wurde zum 1. Januar 2009 an Lufthansa verkauft. Diese führt die Gesellschaft über die Lufthansa Commercial Holding GmbH.

Im Januar 2010 gab Eurowings bekannt, dass alle Bombardier CRJ200 und CRJ700 sukzessive aus wirtschaftlichen Gründen ausgemustert werden. Dies bedeutete eine Halbierung der bisherigen Flotte.[3] Im März 2010 wurden darüber hinaus Pläne veröffentlicht, wonach die Verwaltung zum 1. September 2010 von Dortmund nach Düsseldorf umziehen werde. Dort sei bereits ein Großteil der Eurowings-Flotte stationiert.[4] Zum 1. März 2011 wurde schließlich auch der Technik-Betrieb in Düsseldorf konzentriert, die Werft in Nürnberg werde aufgegeben. Des Weiteren wurde beschlossen, weitere acht Bombardier CRJ900 zu übernehmen.

Seit 27. Oktober 2013 führt Eurowings auch Flüge im Auftrag von Germanwings durch. Ab Frühjahr 2015 soll Eurowings europäische Direktflüge von Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien anbieten und dazu die bestehende Bombardier-CRJ-Flotte durch 23 Airbus A320 ersetzen.[5] Erste ausländische Basis soll der Flughafen Basel-Mülhausen werden, hier sollen 2 bis 4 Maschinen die bisher durch die Lufthansa-Tochter Swiss angebotenen Direktflüge ersetzen.[6]

Flugziele[Bearbeiten]

Eurowings bedient im Namen und Auftrag der Lufthansa im Verbund Lufthansa Regional sowie seit Oktober 2013 auch für Germanwings vor allem von den deutschen Flughäfen Düsseldorf und Hamburg zahlreiche deutsche und europäische Destinationen mit Regional- und Zubringerflügen, darunter beispielsweise Barcelona, Prag und Athen.

Flotte[Bearbeiten]

Mit Stand Februar 2014 besteht die Flotte der Eurowings aus 23 Flugzeugen vom Typ Bombardier CRJ900 mit je 86 oder 90 Sitzplätzen[7][8] und einem Durchschnittsalter von 3,7 Jahren.[9]

In der Vergangenheit betrieb Eurowings auch ATR 42 und ATR 72, Dornier 328, BAe 146, Bombardier CRJ200 und CRJ700 sowie Airbus A319-100.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Eurowings.com: Zahlen und Fakten
  2. Bernd Loppow: Die Liberalisierung des europäischen Luftmarktes: Was sind die Folgen?. 28. März 1997. Abgerufen am 4. September 2013.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatLufthansa-Tochter Eurowings legt halbe Flotte still. aero.de, 19. Januar 2010, abgerufen am 28. September 2014.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatEurowings gibt zehn Standorte auf. airliners.de, 16. März 2010, abgerufen am 28. September 2014.
  5. The Lufthansa Group – The Way Forward. Deutsche Lufthansa AG. 2014. Abgerufen am 9. Juli 2014.
  6. Swiss muss Basel-Mulhouse aufgeben - Lufthansa-Airline Eurowings übernimmt. In: NZZ. Abgerufen am 28. September 2014.
  7. Flotte auf der Website von Eurowings Abgerufen am 15. März 2014
  8. ch-aviation.ch - Eurowings (englisch) abgerufen am 15. Februar 2014
  9. airfleets.net - Flottenalter der Eurowings (englisch) abgerufen am 15. Februar 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Eurowings – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Eurowings – in den Nachrichten

51.509457.60105Koordinaten: 51° 30′ 34″ N, 7° 36′ 4″ O