Pfatter

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Pfatter
Pfatter
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Pfatter hervorgehoben
48.96512.381111111111326Koordinaten: 48° 58′ N, 12° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Regensburg
Höhe: 326 m ü. NHN
Fläche: 48,14 km²
Einwohner: 3112 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93102
Vorwahl: 09481
Kfz-Kennzeichen: R
Gemeindeschlüssel: 09 3 75 183
Gemeindegliederung: 12 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Haidauer Straße 40
93102 Pfatter
Webpräsenz: www.pfatter.de
Bürgermeister: Jürgen Koch (CSU)
Lage der Gemeinde Pfatter im Landkreis Regensburg
Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Cham Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Eichstätt Landkreis Kelheim Landkreis Landshut Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Schwandorf Straubing Landkreis Straubing-Bogen Regensburg Forstmühler Forst Kreuther Forst Brunn (Oberpfalz) Alteglofsheim Altenthann Aufhausen Bach an der Donau Barbing Beratzhausen Bernhardswald Bernhardswald Brennberg Brunn (Oberpfalz) Deuerling Donaustauf Duggendorf Hagelstadt Hemau Holzheim am Forst Kallmünz Köfering Laaber Lappersdorf Mintraching Mötzing Neutraubling Nittendorf Obertraubling Pentling Pettendorf Pfakofen Pfatter Pielenhofen Riekofen Regenstauf Schierling (Oberpfalz) Sinzing Sünching Tegernheim Thalmassing Wenzenbach Wiesent (Gemeinde) Wörth an der Donau Wolfsegg (Oberpfalz) ZeitlarnKarte
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Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Pfatter

Pfatter (bairisch: Pfada) ist ein Dorf und eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Regensburg in Bayern (Ostbayern).

Das Donaudorf ist ein zentraler Ort im Dungau (Gäuboden) und hat Mittelpunktsfunktion in seiner Region.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Pfatter liegt 24 km östlich von Regensburg an der Mündung des Baches Pfatter in die Donau. Die nächstgelegene Stadt ist Wörth an der Donau (Entfernung ca. 10 km).

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde Pfatter grenzt im Norden und Nordosten an die Stadt Wörth an der Donau, im Osten an die Gemeinde Aholfing, im Südosten an die Gemeinde Mötzing, im Süden an die Gemeinde Riekofen sowie im Westen an die Gemeinde Mintraching und im Nordwesten an die Gemeinde Barbing.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Pfatter hat 12 amtlich benannte Ortsteile [2]:

Bevölkerung[Bearbeiten]

Der einwohnerstärkste Ortsteil der Gemeinde ist Pfatter mit 1769 Einwohnern, gefolgt von Geisling mit 876, Griesau mit 214, Gmünd mit 156, Leiterkofen mit 60 sowie die übrigen Ortsteile mit 37 Einwohnern. (Stand 2013)

Pfatter alte Panoramazeichnung

Geschichte[Bearbeiten]

Mittelalter und Neuzeit[Bearbeiten]

Am 15. Juli 773 wurde Pfatter erstmals urkundlich erwähnt. Pfatter war lange Jahrhunderte herzoglicher Gerichtssitz. Das Regensburger Domkapitel und mehrere Regensburger Klöster waren bis zur Säkularisation in Pfatter begütert. In der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember 1491 wurde Pfatter und seine Umgebung auf Befehl von Herzog Albrecht von den Brüdern Hieronymus und Bernhardin von Stauf im Zuge des Adelsaufstandes gegen den Herzog Albrecht geplündert und niedergebrannt. 1796 wird der Ort ein „churfürstlicher Marktfleken in Nieder Bayern“ genannt. 1818 entstand die heutige politische Gemeinde.

20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten]

Pfatter Ende 1950er Jahre

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich Pfatter durch die Ausweisung von Bauland und Investitionen in die Infrastruktur von einem landwirtschaftlich geprägten Ort zu einer Wohngemeinde entwickelt. Trotzdem hat die Landwirtschaft nach wie vor eine große Bedeutung. Wichtige Entwicklungen der letzten Jahre waren die Dorferneuerung und die Teilnahme des Ortes am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft - unser Dorf soll schöner werden“, bei dem der Ortsteil Gmünd 1987 und Pfatter im Jahr 2003 als Bezirkssieger hervorging und auf Landesebene Gmünd mit Bronze und Pfatter mit der Silbermedaille ausgezeichnet wurde.

Wichtige Ziele der Gemeinde liegen derzeit bei Investitionen in regenerative, umweltfreundliche Energie, energiesparende Technik, der Ausweisung von Gewerbegebieten sowie in der Breitbandversorgung. Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit mit der Stadt Wörth übertrug man das Standesamt nach Wörth.

Religionen[Bearbeiten]

Wie in der gesamten Oberpfalz ist auch in Pfatter der größte Teil der Bevölkerung römisch-katholisch. Die Katholiken gehören der Pfarrei Pfatter - Geisling und somit dem Dekanat Donaustauf, das dem Bistum Regensburg zugeordnet ist, an.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Geisling, Gmünd und Griesau in die Gemeinde Pfatter eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 16 Mitgliedern und den Ersten Bürgermeister.

(Stand: Kommunalwahl 2014)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl 2014 ist Jürgen Koch (CSU) Erster Bürgermeister. Sein Vorgänger war Josef Heuschneider (1990 - 2014).

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Pfatter

Blasonierung: Unter silbernem Schildhaupt, darin ein blauer Wellenbalken, in Schwarz drei silberne Rüben mit silbernen Blättern.

Der blaue Wellenbalken ist ein redendes Symbol für den Ortsnamen, abgeleitet vom kleinen Fluss Pfatter der ganz in der Nähe in die Donau mündet. Die silbernen Rüben stehen symbolisch für den intensiven Anbau der weithin bekannten Pfatterer Rüben im fruchtbaren Schwemmland. Das Wappen wird seit 1974 geführt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

Kirche Maria Geburt in Geisling
Kirche St. Nikola in Pfatter
  • Die katholische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Pfatter geht auf das 15. Jahrhundert zurück.
  • Die Nebenkirche St. Nikola in Pfatter wurde auf dem Rat- und Umschlageplatz der Donauschiffer erbaut und 1468 erstmals urkundlich erwähnt.
  • Katholische Pfarrkirche Maria Geburt zu Unserer Lieben Frau in Geisling ist kunsthistorisch interessant und wurde mehrmals umgestaltet.
  • St.-Georgs-Kirche zu Gmünd
  • Dorfkirche zu Griesau, im 18. Jahrhundert von Dorfbewohnern errichtet

Alle Baudenkmäler[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Pfatter

In der näheren Umgebung[Bearbeiten]

Natur[Bearbeiten]

Altarm der Donau in der Pfatterer Au

Im Gemeindegebiet befindet sich die Pfatterer Au. Sie ist ein 359 Hektar großes Naturschutzgebiet nördlich von Pfatter und südlich der Donau gelegen. Überdies die Gmünder Au, ein 184 Hektar großes Naturschutzgebiet in den Gemeinden Pfatter und Wörth an der Donau. Die Gmünder Au liegt nördlich der Donau beim Pfatterer Ortsteil Gmünd.

Sport und Vereine[Bearbeiten]

  • Sportverein Pfatter (SV Pfatter), gegründet 1930
  • Schützenverein Hubertus Pfatter, gegründet 1891

Die Freiwillige Feuerwehr Pfatter (gegr. 1877) sowie die Freiwilligen Feuerwehren der verschiedenen Ortsteile sorgen für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe im Gemeindegebiet und darüber hinaus. In der Gemeinde Pfatter gibt es über 30 Vereine.

Freizeit[Bearbeiten]

Im Gemeindegebiet gibt es zahlreiche natürliche Badegewässer sowie Rad- und Wanderwege. Für die Jugend ist auf dem neuen Sportgelände eine Skaterbahn und eine Beachvolleyballanlage errichtet. Das nächste Hallenbad befindet sich in Wörth an der Donau.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Pfadara Ruabn, Beilagengemüse (Rüben) zu div. Braten

Kulturinitiative – Donau.Wald.Kultur[Bearbeiten]

Es besteht mit der Nachbargemeinde Wörth, der Gemeinde Wiesent, Rettenbach und der Gemeinde Brennberg die interkommunale Kulturinitiative „Donau.Wald.Kultur“. [4] Seit dem Jahr 2012 wird dabei ein vielfältiges Programm mit Künstlern verschiedenster Richtungen angeboten.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In der Gemeinde sind zahlreiche Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe angesiedelt. Auch Banken, Nachversorgungsunternehmen sowie größere Gastronomiebetriebe sind vorhanden; die ärztliche Versorgung ist gut. Eine besondere Bedeutung kommt nach wie vor der Landwirtschaft zu.

Verkehr[Bearbeiten]

Sonderlandeplatz Griesau

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Medien[Bearbeiten]

In der Gemeinde erscheint die Donau-Post, eine Lokalausgabe des Straubinger Tagblatts und der Wörther Anzeiger, eine Lokalausgabe der Mittelbayerischen Zeitung sowie das Regensburger Wochenblatt, eine Ausgabe der Wochenblatt Verlagsgruppe. Im Gemeindegebiet können neben den überregionalen Programmen auch die Radiosender Radio Charivari, Radio Gong FM, Radio AWN und der regionale Fernsehsender TVA empfangen werden.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Kindergarten
  • Kinderkrippe
  • 3 Jugendtreff´s im Gemeindegebiet
  • Gemeindebücherei
  • Wertstoffhof
  • Kläranlage
  • Gemeinschaftshaus im Ortsteil Geisling

Bildung[Bearbeiten]

  • Grundschule Pfatter

Mittelschulverbund[Bearbeiten]

Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit wurde im April 2010 [5] der Mittelschulverbund Vorderer Bayerischer Wald - Donautal gegründet. Dieser Schulverbund gilt als Vorzeigeprojekt landkreis- und bezirksübergreifend.

Die Mitglieder des Schulverbundes sind:

  • Mittelschulverband Wörth-Wiesent, bestehend aus der Stadt Wörth an der Donau, Gemeinde Wiesent, Gemeinde Pfatter, Gemeinde Bach an der Donau
  • Mittelschulverband Falkenstein, bestehend aus dem Markt Falkenstein, Gemeinde Rettenbach, Gemeinde Brennberg
  • Gemeinde Wiesenfelden

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Otto Schweiger, Bischöflich Geistlicher Rat, Prälat (* 29. März 1907; † 30. Dezember 1980)
  • Josef Heuschneider, Bürgermeister a. D. [6]

Literatur[Bearbeiten]

  • Josef Fendl: Pfatter - Ein Heimatbuch. Pfatter 2006.
  •  Josef Fendl: 1200 Jahre Pfatter. Notizen und Bilder zur Geschichte einer Donaugemeinde. Gemeinde Pfatter, Pfatter 1974.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Bayerische Landesbibliothek Online:[1]
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 658.
  4. Kulturinitiative – „Donau.Wald.Kultur“.
  5. Mittelschulverbund [2] Vorderer Bayerischer Wald, abgerufen am 14. Dezember 2014.
  6. Josef Heuschneider ist jetzt Ehrenbürger. In: Mittelbayerische Zeitung 02. Juni 2014. Abgerufen am 14. November 2014.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pfatter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien