Wörth an der Donau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Wörth a. d. Donau
Wörth an der Donau
Deutschlandkarte, Position der Stadt Wörth a. d. Donau hervorgehoben
49.00027777777812.400555555556335Koordinaten: 49° 0′ N, 12° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Regensburg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Wörth an der Donau
Höhe: 335 m ü. NHN
Fläche: 52,31 km²
Einwohner: 4708 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93086
Vorwahl: 09482
Kfz-Kennzeichen: R
Gemeindeschlüssel: 09 3 75 210
Stadtgliederung: 29 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
93086 Wörth a. d. Donau
Webpräsenz: www.woerth-donau.de
Bürgermeister: Anton Rothfischer (Überparteiliche Freie Wählergemeinschaft ÜWG)
Lage der Stadt Wörth a. d. Donau im Landkreis Regensburg
Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Cham Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Eichstätt Landkreis Kelheim Landkreis Landshut Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Schwandorf Straubing Landkreis Straubing-Bogen Regensburg Forstmühler Forst Kreuther Forst Brunn (Oberpfalz) Alteglofsheim Altenthann Aufhausen Bach an der Donau Barbing Beratzhausen Bernhardswald Bernhardswald Brennberg Brunn (Oberpfalz) Deuerling Donaustauf Duggendorf Hagelstadt Hemau Holzheim am Forst Kallmünz Köfering Laaber Lappersdorf Mintraching Mötzing Neutraubling Nittendorf Obertraubling Pentling Pettendorf Pfakofen Pfatter Pielenhofen Riekofen Regenstauf Schierling (Oberpfalz) Sinzing Sünching Tegernheim Thalmassing Wenzenbach Wiesent (Gemeinde) Wörth an der Donau Wolfsegg (Oberpfalz) ZeitlarnKarte
Über dieses Bild
Schloss Wörth an der Donau – Wahrzeichen der Stadt
Pfarrkirche St. Petrus, Hintergrund: Schloss Wörth

Wörth an der Donau (amtlich: Wörth a.d.Donau, von althochdeutsch uuerid, bairisch: Wiard) ist eine Stadt im oberpfälzer Landkreis Regensburg in Bayern (Ostbayern).

Die Stadt ist ein Zentraler Ort auf halbem Weg (jeweils ca. 20 km) zwischen Regensburg und Straubing und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Wörth an der Donau. Die zwei Kilometer vom Fluss und Bundeswasserstraße Donau entfernte Stadt ist nach Neutraubling und Hemau die Drittgrößte im Landkreis und stellt das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des östlichen Landkreises dar.

Im ausgehenden 14. Jahrhundert hatte Wörth bereits die Marktrechte mit städtischer Verfassung. Ab dem 19. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zunehmend zu einem Wirtschafts-, Dienstleistungs- und Gewerbestandort. Wahrzeichen der Stadt ist Schloss Wörth an der Donau im Renaissancestil, das auf einem Berg mitten in der Stadt liegt.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Wörth: im Hintergrund der Bayerische Wald, im Vordergrund die Donau

In Wörth treffen zwei unterschiedliche Naturräume aufeinander. Der bergige Falkensteiner Vorwald, ein Teil des Bayerischen Waldes im Norden, und die südlich angrenzende Ebene des Gäuboden. Hier durchfließt die Wiesent den Ortsteil Oberachdorf und mündet anschließend in den Donaualtarm der Gmünder Au. Fast das gesamte Gemeindegebiet liegt nördlich der Donau, ein kleiner Teil (ca. 0,5 km² landwirtschaftliche Flächen) auch am gegenüberliegenden Donauufer bei Kiefenholz. Es erstreckt sich auf Höhenlagen zwischen 320 m an der Donau und 636 m in der Gemarkung Hungersacker. Das Zentrum von Wörth liegt auf 335 m ü. NHN (bei der Pfarrkirche) zwischen den Bayerwaldausläufern Herrnberg (399 m), Königsberg (373 m), Lerchenhaube (447 m) und Schlossberg (380 m). Wörth wird durch seine geographische Lage auch als „Stadt zwischen Strom und Berg“ bezeichnet.

Stadtgliederung und Flächennutzung[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet von Wörth an der Donau gliedert sich in neun Gemarkungen[2] und 29 amtlich benannte Ortsteile.[3] Der Ortsteil Wörth bildet die eigentliche Kernstadt Wörth, alle anderen Ortsteile sind außerhalb davon gelegene Dörfer, Weiler oder Einöden.

Rathaus Magistratswappen
Gemarkung Ortsteile Einwohner1
Wörth a.d.Donau Wörth a.d.Donau 3010
Brennberg Hintergrub, Kälberhäusl, Kirnberg, Pfraumbach, Reichenbach, Reiserhof, Vordergrub
Hofdorf Gartenroith, Hofdorf, Lohbach 484
Oberachdorf Oberachdorf, Wörthhof 400
Zinzendorf Hof, Zinzendorf 245
Kiefenholz Giffa, Kiefenholz, Kleinkiefenholz 237
Hungersacker Hafnerhof, Hinterzirnberg, Hungersacker, Oberelend, Piehl, Unterelend, Vorderzirnberg 209
Weihern Hornau, Weihern
Tiefenthal Tiefenthal, Wichenbach 134
Gesamt 4719
1 Stand: 31. Dezember 2013, Angaben der Gemeindeverwaltung[4]

Stadt Wörth an der Donau[Bearbeiten]

Mittelpunkt des Stadtgebiets ist die Altstadt, die sich von der Regensburger Straße westlich, über den Marktplatz, der Ludwig- und Taxisstraße nördlich, der Schlossstraße sowie im Osten über den Rathausplatz und Kirchplatz bis zur Straubingerstraße, zahlreiche Seitenstraßen mit einbezogen, ausdehnt. Die früheren alten Ortsteile (Ortschaften) von Wörth sind (mit Einwohnerzahlen von 1908): Wörth (1246 Einwohner), Sand (190 Einwohner), Hungersdorf (41 Einwohner), Hohenbühl (12 Einwohner) und Schusshütte (52 Einwohner). Nach 1945 wurde die Stadt nach Osten, Norden und Süden durch Siedlungstätigkeit erweitert. Es waren dies die Siedlungsgebiete Adalbert-Stifter-Straße, Blöchlbergsiedlung, Hoher Rain, Ostenstraße und Osterbachstraße. Später entstanden zahlreiche weitere Siedlungsgebiete um das Zentrum. Im Uhrzeigersinn von Nord nach Süd sind dies: Im Blindfenster, Roitfeld, Reitfeld/Schwarzer Helm, Falkensteiner Straße, Hochberg, Königsberg, Schusshütte, Sandmüllerwiese, Hoher Rain Ost, Kapellenweg, Hoher Bühl und Lerchenhaube.

Geographisch wird das geschlossene Stadtgebiet heute von der Bundesautobahn A3 im Süden und den Ausläufern des Bayerischen Waldes im Westen, Norden und Osten begrenzt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

1945 bis 1948 kam es zu einer von der US-amerikanischen Militärregierung veranlassten, teilweise nur vorübergehenden, kommunalen Umstrukturierung.[5] Es kamen

  • zum Markt Wörth:
    • die Gemeinden Oberachdorf und Tiefenthal (beide wieder selbständig am 1. April 1948)
    • von der Gemeinde Brennberg: der Weiler Kirnberg, die Einöden Kälberhäusl und Reichenbach
    • von der Gemeinde Rettenbach: die Weiler Vorder- und Hintergrub, die Einöden Pfraumbach und Reiserhof
    • von der Gemeinde Wiesent: die Einöde Wörthhof (zur Gemeinde Oberachdorf am 23. März 1949)
  • zur Gemeinde Hofdorf:
    • die Gemeinde Zinzendorf (wieder selbständig am 1. April 1948)
  • zur Gemeinde Weihern:
    • die Gemeinde Hungersacker
  • zur Gemeinde Wiesent:
    • die Gemeinde Kiefenholz (wieder selbständig am 1. April 1948)

Im Zuge der bayerischen Gebietsreform schlossen sich nach einer Volksabstimmung die Gemeinden Hofdorf, Kiefenholz, Oberachdorf, Tiefenthal, Weihern, Wörth und Zinzendorf am 1. April 1971 zur neuen Stadt Wörth an der Donau zusammen.[6] Am 1. Juli 2000 wurde das gemeindefreie Gebiet Waxenberger Forst-West eingemeindet.

Strukturdaten[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet umfasst eine Fläche von 5.225 Hektar, der größte Anteil wird mit 2.272 Hektar forstwirtschaftlich genutzt, 2.112 Hektar sind landwirtschaftliche Nutzflächen, der Rest sind Siedlungs- und Verkehrsflächen.

Quelle[7]

Die flächengrößte Gemarkung ist Kiefenholz, gefolgt der Größe nach von Wörth a.d.Donau, Hofdorf, Oberachdorf, Tiefenthal, Brennberg (in der Stadt Wörth anteilsmäßig), Zinzendorf, Weihern und Hungersacker.

Gebäudeverteilung[Bearbeiten]

Die Ludwigstraße im Zentrum von Wörth …
Blick auf die Ludwigstraße um 1920
Gebäudebestand am 31.12.2012
Wohngebäude je 1000 Einwohner 277,8
Anteil der Gebäude mit 1 Wohnung 68,1 %
Anteil der Gebäude mit 2 Wohnungen 23,2 %
Anteil der Gebäude mit 3 oder mehr Wohnungen 8,7 %
Durchschnitt Einwohner je Wohnung 3,6
Durchschnittl. Wohnfläche je Einwohner 110,6 m²

Quelle[7]

Bevölkerung[Bearbeiten]

… und Blick vom Schloss ins Zentrum …
Blick vom Schloss ins Zentrum um 1910
Bevölkerungsverteilung am 31.12.2012
Bevölkerung gesamt 4586
Bevölkerung je km² 88
Anteil 0-6 Jahre in % 5,2
Anteil 7-15 Jahre in % 8,9
Anteil 16-30 Jahre in % 18,1
Anteil 31-50 Jahre in % 28,5
Anteil 51-65 Jahre in % 21,4
Anteil über 65 Jahre in % 17,9

Quelle[7]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

… sowie der Marktplatz

Gebietsbereinigte Einwohnerentwicklung seit 1840. Bis 1987 Volkszählungsergebnisse, danach Fortschreibungen.[8]

Jahr Einwohner
1840 2.791
1871 3.127
1900 3.173
1925 3.156
1939 3.296
Jahr Einwohner
1950 3.772
1961 3.249
1970 3.331
1987 3.591
1999 4.387
Jahr Einwohner
2000 4.403
2001 4.501
2002 4.505
2003 4.514
2004 4.486
Jahr Einwohner
2005 4.489
2006 4.472
2007 4.459
2008 4.420
2009 4.416
Jahr Einwohner
2010 4.425
2011 4.453
2012 4.586
2013 4.719[4]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind, beginnend von Norden im Uhrzeigersinn: Rettenbach im Landkreis Cham, Wiesenfelden und Kirchroth im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen, Pfatter, Barbing und Wiesent im oberpfälzischen Landkreis Regensburg.

Klima[Bearbeiten]

Die Stadt Wörth befindet sich mit der etwa 20 km entfernten Bezirkshauptstadt Regensburg in der gemäßigten Klimazone mit kontinentalem Einschlag. Das Wörther Klima zeichnet sich insbesondere durch stabile und trockene Sommer aus und unterscheidet sich damit vom im Sommer regenreichen Klima des Voralpenlandes. Für den im Voralpenland üblichen Föhn ist die Region Wörth–Regensburg die nördliche Grenze. Er gibt vom Schloss Wörth aus den Blick auf die Alpen frei, sein Auftreten ist selten. Im Gegensatz dazu halten sich im Herbst und Winter sehr lange beständige Nebel und Hochnebel, wobei längere Perioden mit einer geschlossenen Schneedecke eher die Ausnahme sind. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 8,0 Grad Celsius, die mittlere jährliche Niederschlagsmenge 646 Millimeter. Damit liegt Wörth mit Regensburg am unteren Rand der Städte Bayerns.

Die wärmsten Monate sind Juni bis August mit durchschnittlich 16,2 bis 18,0 Grad Celsius und die kältesten Dezember bis Februar mit −0,9 bis −2,7 Grad Celsius im Mittel.

Die größte Niederschlagsmenge fällt von Juni bis August mit durchschnittlich 74 bis 93 Millimeter, die geringste im März und November mit durchschnittlich 33 bis 39 Millimeter.

Wörth a.d.Donau - Regensburg
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
41
 
1
-4
 
 
34
 
3
-3
 
 
39
 
9
1
 
 
39
 
14
3
 
 
57
 
19
8
 
 
81
 
22
11
 
 
81
 
24
13
 
 
65
 
24
13
 
 
52
 
19
9
 
 
49
 
13
5
 
 
49
 
6
1
 
 
50
 
2
-2
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: DWD; wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Wörth a.d.Donau - Regensburg
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 1,2 3,4 9,1 13,9 19,4 21,9 24,1 24,2 19,3 12,7 5,6 2,4 Ø 13,2
Min. Temperatur (°C) −3,6 −3,1 0,5 3,2 7,8 10,9 12,8 12,6 9,3 4,9 0,6 −2,0 Ø 4,5
Niederschlag (mm) 40,8 34,1 39,2 38,6 57,0 80,8 81,4 64,7 52,1 48,8 48,5 50,0 Σ 636
Sonnenstunden (h/d) 1,4 2,5 4,1 5,4 6,7 6,9 7,6 7,0 5,3 3,5 1,5 1,2 Ø 4,4
Regentage (d) 9,0 7,9 8,5 8,0 9,6 11,3 11,3 9,5 8,3 7,7 9,9 10,4 Σ 111,4
Luftfeuchtigkeit (%) 88 84 78 72 71 71 70 74 79 84 88 89 Ø 79
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
1,2
−3,6
3,4
−3,1
9,1
0,5
13,9
3,2
19,4
7,8
21,9
10,9
24,1
12,8
24,2
12,6
19,3
9,3
12,7
4,9
5,6
0,6
2,4
−2,0
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
40,8
34,1
39,2
38,6
57,0
80,8
81,4
64,7
52,1
48,8
48,5
50,0
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Geschichte[Bearbeiten]

Ortsname[Bearbeiten]

Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich der Ortsname – Uuerid → Werid → Werth → Woerth → Wörth.

Der Ortsname bedeutet: vom Wasser eingeschlossenes Land, also Halbinsel oder Insel. Die Donau hatte einst ihr Flussbett durch alte Donauarme unmittelbar im südlichen Teil von Wörth. (Hoher Rain und ehem. Ortsteil Sand) Kies und Sandablagerungen belegen dies. Ein Teil der heutigen Altstadt um die Pfarrkirche, westlich des Schlossbergs, war seinerzeit sumpfiges Gelände und nördlich davon befand sich in der Talmulde zum Herrnberg ein großer Weiher, der im Laufe der Jahrhunderte aufgefüllt wurde. Der letzte Rest dieses Gewässers wurde erst 1926 endgültig eingefüllt. Es ergibt sich somit eine einstige Insellage des Schlossbergs mit der Schlossstraße und dem Petersplatz, den ältesten Teilen von Wörth.

Vor- und Frühgeschichte[Bearbeiten]

In und um Wörth sind vor- und frühgeschichtliche Fundstellen gesichert. Vor ca. 60.000 Jahren, am Anfang der letzten Eiszeit dürften sich erste Menschen in dieser Gegend aufgehalten haben. Funde belegen dies. Auch vom Ende der Altsteinzeit sind Spuren gesichert. Auf Hängen im Ortsteil Tiefenthal fand man Jagdwaffen aus der Zeit um 8000–5000 v. Chr.

Altertum[Bearbeiten]

Es gibt zahlreiche Fundstücke aus dieser Zeit. Der bis heute reichste Fund wurde 1892 aus einem Grabhügelfeld in Wörth geborgen. Er wird in die Zeit der Hallstattkultur ab dem 7. Jahrhundert v. Chr. datiert. Um 70 n. Chr. wird die römische Besiedlung erfolgt sein. Ein in Wörth gefundener Sesterz des Mark Aurel belegt dies.

Mittelalter[Bearbeiten]

Matthäus Merian der Ältere: Schloss und Markt Wörth Ansicht aus dem 17. Jh.

Als erstes Indiz für die Existenz Wörths gilt eine zwischen 768 und 788 verfasste Schenkungsurkunde. Aus ihr geht hervor, dass ein gewisser Opi seinen Besitz auf der (Donau-)Insel Opinesaldaha dem Regensburger Kloster St. Emmeram überträgt. Als Ort der Schenkung wird eine Kirche St. Peter bei einem Kloster im Ort Uuerid angegeben.[9] Opinesaldaha wird mit dem Dorf Altach identifiziert und der Name eines der genannten Zeugen, Zinzo, wird mit dem Wörther Ortsteil Zinzendorf und dem benachbarten Zinzenzell in Verbindung gebracht. Mitte des 9. Jahrhunderts ist eine Schenkung von in Wörth neu gerodetem Land König Ludwigs an die Kirche bekannt. 1179 hielt der Regensburger Domvogt Gebhard III. von Sulzbach einen Gerichtstag in Wörth. 1264 wurde erstmals eine Burg in Zusammenhang mit einem Richter, Cunradus Judex de Werde, in Wörth genannt. Ab dem Ende des 13. Jahrhunderts bildete Wörth eine eigenständige, von einem Pfleger verwaltete, Herrschaft im Hochstift Regensburg. Zwischen 1340 und 1430 wurden Burg und Herrschaft mehrmals an verschiedene Adelsgeschlechter und Wittelsbacher Herzöge verpfändet, darunter an Ludwig den Brandenburger, Stephan von Bayern-Landshut, die Herzöge von Niederbayern-Straubing und zuletzt an Wilhelm von Bayern-München. 1481 wurden Wörth von Fürstbischof Heinrich IV. erstmals die Marktprivilegien bestätigt. Als äußeres Zeichen der Marktverfassung erhielt Wörth ein eigenes Marktsiegel. Der Ort glich damals einer herzoglichen Residenzstadt, es wurde ein Wochenmarkt abgehalten und im Jahr 1599 wird bereits erstmals ein Schullokal erwähnt.

Der Dreißigjährige Krieg hinterließ auch in Wörth seine Spuren. 1633 erschienen schwedische Kommissare und verlangten von den Einwohnern Wörths die Annahme der lutherischen Lehre. Nachdem diese beim katholischen Glauben blieben wurde die Hälfte des Marktes verwüstet.

Neuzeit[Bearbeiten]

Ansicht Wörth vor 1841, Gemälde, unbek. Maler

Während des Österreichischen Erbfolgekriegs wurden zahlreiche Truppen fremder Nationen in Wörth einquartiert. Auch in den Zeiten der Napolionischen Kriege 1786 bis 1801 bezogen alle möglichen Waffengattungen und Nationalitäten Quartier. Ein errichtetes Feldhospital verursachte dem Markt Kosten und Lasten in Höhe von 2740 Gulden.

Nach dem Reichsdeputationshauptschluß wurde die Herrschaft Wörth 1803 Teil des Fürstentums Regensburg. Kurerzkanzler Karl Theodor von Dalberg unterschrieb am 26. Juli 1806 auf Schloss Wörth die Rheinbundakte für das Fürstentum; mit dessen Auflösung 1810 fiel Wörth an den Regenkreis im Königreich Bayern. Zu diesem Anlass wurde dem Wörther Bürgermeister Franz Xaver Pittinger die Silberne Verdienstmedaille verliehen. 1812 wurde dem Fürsten Karl Alexander von Thurn und Taxis das Gebiet der Herrschaft Wörth von König Max I. Joseph als Erbmannlehen verliehen. Von 1814 bis 1848 war Wörth Sitz eines Thurn und Taxis’schen Herrschaftsgerichts, dann eines Landgerichts. Mit der Trennung von bayerischer Justiz und Verwaltung kam Wörth 1862 zum Bezirksamt Regensburg. 1879 wurde das Landgericht in ein Amtsgericht umgewandelt.

Nachdem es in den vorausgegangenen Jahrzehnten immer wieder zu zahlreichen Bränden kam, wüteten am 29. Mai 1841 und am 12. April 1892 große Marktbrände und zerstörten zahlreiche Gebäude. Wörth verlor dabei zu einem großen Teil sein mittelalterliches Aussehen, wurde aber schnell wieder aufgebaut und erhielt in weiten Teilen sein heutiges Gesicht. 1858 erhielt der Ort bereits sein erstes Krankenhaus nachdem bereits 1486 ein Bürgerspital bestand, um 1860 gab es alleine am Gschwellbach acht Mühlen und 1812 neun Brauereien sowie zahlreiche Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe, 1892 wurde ein kommunales Schlachthaus errichtet. Der Jahrmarkt Ordnung von 1887 ist zu entnehmen, dass Jahr für Jahr fünf Marktsonntage abgehalten wurden. Im Jahr 1899 stellte Wörth einen Stadterhebungsantrag beim Königlichen Staatsministerium des Innern, der zwar nicht grundlegend abgelehnt wurde, aber mit Bescheid vom 4. September 1900: "zur Zeit eine Folge nicht gegeben werden kann".

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Kleingeldersatz Schlossapotheke Wörth 1917

1906 wurde in Wörth die erste Quellwasserversorgung in Betrieb genommen und am 19. Oktober 1909 wurde die erste Kinderbewahranstalt eingeweiht.

Die wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen des Ersten Weltkriegs waren auch in Wörth spürbar. Hofapotheker August Essenwein bekam am 17. Oktober 1917 von der Königlichen Regierung der Oberpfalz die Genehmigung zur Ausgabe von Kleingeldersatzmarken aus Zink. Überdies wurden Kriegsnagelungen zur finanziellen Unterstützung der Hinterbliebenen von Gefallenen durchgeführt und brachten Einnahmen in Höhe von 1.968,63 Reichsmark. 94 Wörther und Oberachdorfer Männer fielen in diesem Krieg.

Für die Gefallenen von Wörth wurde am 17. Juni 1923 ein Kriegerdenkmal eingeweiht, für die Oberachdorfer Gefallenen 1921 eine Kriegergedächtniskapelle erbaut. In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg erholte sich Wörth nach und nach kulturell und wirtschaftlich, so wurde 1921 ein neues Krankenhaus eingeweiht.

Ab 1933 übernahm auch in Wörth die NSDAP die Macht. Anfangs standen vor allem kirchliche Vereine dem Regime skeptisch gegenüber, wurden jedoch vom Bezirksamt in Regensburg ab 1934 mit einem Betätigungsverbot belegt. Zentrale Bedeutung im Sinne der NSDAP in Wörth kam dem damaligen Bürgermeister Friedrich Horkheimer und dem SA-Führer Paul Gottschall zu. Der bis 1933 amtierende und auch nicht der NSDAP beigetretene Bürgermeister Karl Saller sah sich im Dritten Reich Drohungen ausgesetzt.

Vor Bombardierungen und größeren Zwischenfällen blieb Wörth während des Kriegs verschont. Wenige Tage vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Wörth am 25. April 1945 durch den Bürger Alois Schmelz, dem späteren durch die US-Streitkräfte eingesetzten ersten Bürgermeister nach dem Krieg, kampflos an die amerikanischen Truppen übergeben und vom Nationalsozialismus befreit. Ein zuvor gegründetes Bürgerkomitee machte dies möglich. Stunden vorher waren die letzten Einheiten der deutschen Wehrmacht und der SS aus Wörth abgezogen. Für Alois Schmelz wurde an der Friedhofskapelle am Hohen Rain eine Gedenktafel angebracht. Im Zweiten Weltkrieg fielen 80 Wörther; 42 Männer gelten als vermisst; für sie wurde nach dem Krieg ein Kriegerdenkmal errichtet.

Da Wörth über eine reiche Geschichte verfügt, 1285 die bischöfliche Münzstätte in Wörth eingerichtet war, Joseph Rudolf Schuegraf in seiner Chronik vermerkte, dass der Ort um 1300 bereits die Bezeichnung „Städl am Walde“ führte und im ausgehenden 14. Jahrhundert bereits die Marktrechte mit städtischer Verfassung besaß, überdies das Haupt- und Bannmarktrecht und eine große wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung hatte, wurde der Markt Wörth a.d.Donau am 5. Mai 1954 zur Stadt erhoben.

Gedenkmedaille Stadt Wörth

Im Jahr 1954 kam es zu einer Hochwasserkatastrophe an der Donau. Dabei brach der Damm der Wiesent und überflutete die Wörther und Tiefenthaler Au binnen kurzer Zeit. Im Jahr 1963 war der letzte Eisstoß auf der Donau bei Wörth.

In der weiteren Zeit nach dem Krieg musste Wörth zunächst zahlreiche substanzielle Bedeutungsverluste, wie 1959 die Auflösung des Amtsgerichts, was zu großem Unmut und öffentlichen Protest in der Bevölkerung und am 6. August 1959 zum Rücktritt aller Stadträte sowie des Ersten Bürgermeisters führte, hinnehmen. Erst am 1. Oktober 1959 nahmen sie ihre Arbeit wieder auf. Diese geschlossene Aufgabe der Ämter eines gesamten Stadtrats mitsamt des Bürgermeisters war bis zu diesem Zeitpunkt einmalig in der bayerischen Geschichte.

Sonderstempel 1200 Jahre Wörth an der Donau

1954 wurde die Nebenstelle des Arbeitsamts aufgegeben, 1968 kam das Ende der Walhallabahn und 1969 für die Schlossfestspiele, 1970 wurde die AOK-Zahl- und Meldestelle sowie die Landwirtschaftliche Berufsschule geschlossen. Auch die Bemühungen um die Ansiedlung eines Bundeswehrstandortes in den Jahren 1958 und 1960 und einer Realschule scheiterten. Im Jahr 1976 wurde die im Schloss untergebrachte Bundesbahnschule nach Regensburg verlegt.

Im selben Zeitraum investierte jedoch die Stadt in den Ausbau der Infrastruktur; es wurden neue Siedlungsräume und erste Gewerbegebiete ausgewiesen. 1962 wurde die neue Zentralschulanlage, die in den nachfolgenden Jahrzehnten immer wieder vergrößert wurde, eingeweiht und die Stadt erholte sich zunehmend wirtschaftlich und kulturell. Die Ansiedlung mittlerer und größerer Industrie- und Handwerksbetriebe folgte. Eine Umstrukturierung zum Dienstleistungs-, Wirtschafts- und Gewerbestandort gelang. 1972 wurde das im Jahr 1921 bezogene Krankenhaus abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. In den Jahren 1989 und 1990 wurde es wiederum durch einen Trakt erweitert. 1975 wurde ein Hallenbad errichtet und 1982 der Neubau eines Kindergartens, der in den folgenden Jahren erweitert wurde, eingeweiht.

Im Jahr 1979 feierte Wörth 25 Jahre Stadterhebung und das 1200-jährige Bestehen des Ortes. Bei der Deutschen Bundespost gab es aus diesem Anlass einen Sonderstempel, die Stadt Wörth gab eine Gedenkmedaille heraus. 2004 wurde das 50-jährige Stadtjubiläum gefeiert.

Im Dezember 1993 fand mit der Eröffnung der Bundesautobahnanschlussstelle „Wörth an der Donau-Ost“ die verkehrsmäßige Erschließung des östlichen Landkreises Regensburg seinen Abschluss. Seitdem gibt es für Wörth zwei Anschlussstellen an die BAB 3: Nr. 104a „Wörth an der Donau/Wiesent“ und Nr. 104b „Wörth an der Donau-Ost“.

21. Jahrhundert[Bearbeiten]

Wichtige Entwicklungen der letzten Jahre waren Investitionen in Infrastruktur und Wirtschaft, die Altstadtsanierung sowie die Sicherung des Schulstandortes durch den Bau einer Mensa und Schulturnhalle. Das Kreiskrankenhaus Wörth wurde in den letzten Jahren weiter vergrößert, modernisiert und mit Hilfe des Landkreises Regensburg in eine moderne Klinik weiter entwickelt. Es werden dort jährlich über 24.000 Patienten behandelt und trägt nun den Namen Kreisklinik und Gesundheits-Kompetenz-Zentrum Wörth an der Donau. Eine weitere wichtige Entwicklung war die Ansiedlung eines umweltfreundlichen Hackschnitzel-Heizkraftwerks und Investitionen in regenerative, umweltfreundliche Energie, energiesparende Technik sowie in die Breitbandversorgung.

Wörth an der Donau wurde 2012 im IHK-Bezirk Regensburg unter 8 Landkreisen und 3 kreisfreien Städten als eine von nur 13 Kommunen mit der höchsten Bewertung als „Attraktiver Wohn- und Arbeitsort“ eingestuft.[10]

Religionen[Bearbeiten]

Christentum[Bearbeiten]

Wie in der gesamten Oberpfalz ist auch in Wörth an der Donau der größte Teil der Bevölkerung römisch-katholisch, der Anteil liegt bei circa 80,9 Prozent. 6,4 Prozent der Wörther Bevölkerung sind Mitglieder der evangelischen Kirche. 12,7 Prozent sind entweder konfessionslos oder gehören einer anderen Religion an. (Stand 2011)

Römisch-katholische Kirche[Bearbeiten]

Katholische Stadtpfarrkirche St. Petrus Wörth an der Donau

Im Stadtgebiet Wörth gibt es zwei katholische Pfarreien bzw. Seelsorgeeinheiten. Die Pfarrei St. Petrus in Wörth gehört dem Dekanat Donaustauf, die Expositur Hofdorf zur Pfarrei Pondorf und dem Dekanat Bogenberg-Pondorf an, die beide dem Bistum Regensburg zugeordnet sind.

Brauchtum[Bearbeiten]

Seit über hundert Jahren wird in Wörth traditionell am Mittwochabend vor Fronleichnam ein Zapfenstreich, seit 1956 durch die Stadtkapelle, gespielt. Die Kapelle marschiert dabei eine bestimmte Wegstrecke in der Stadt ab, und macht an bestimmten Plätzen Marschpausen mit einem Standkonzert für die Bürger. Diese traditionelle Einrichtung gehört zum Fronleichnamsfest wie der Gottesdienst und die Prozession zum Festtag.

Evangelisch-Lutherische Kirche[Bearbeiten]

Die evangelischen Christen in Wörth gehören der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde St. Lukas in Regensburg an.

Weitere Religionsgemeinschaften[Bearbeiten]

In Wörth befindet sich ein Königreichssaal der Zeugen Jehovas Neutraubling e. V.

Politik[Bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten]

Das Wörther Rathaus

Der Wörther Stadtrat besteht aus 16 ehrenamtlichen Stadträten und dem Ersten Bürgermeister. Die Kommunalwahlen von 2014 brachten folgendes Ergebnis:

Partei/Gruppierung Stimmenanteil Veränderung Sitze Veränderung
CSU 30,9 % −1,2 5 ±0
Überparteiliche Freie Wählergemeinschaft Wörth 20,2 % −1,8 3 −1
SPD 14,7 % +1,8 2 ±0
Vereinigung Aktiver Wähler 14,6 % −2,7 2 −1
Bürgerforum Wörth – Bündnis 90/Die Grünen 10,0 % +1,4 2 +1
Junge Bürger 9,5 % +2,4 2 +1

Erste Bürgermeister vor 1945[Bearbeiten]

Erstmalige Erwähnung eines Bürgermeisters: Ulrich Vorstl (1482)

Ab 1829: Schottenloher, Vilsmeier, Kleebauer, Max Joseph Scheglmann (1876 bis 1888), Oetting, Lehle, Johann Henfling (1902 bis 1930), Karl Saller, Friedrich Horkheimer (NSDAP 1933 bis 1945)

Erste Bürgermeister seit 1945[Bearbeiten]

  • 1945 bis 1946: Alois Schmelz (von den US-Streitkräften eingesetzt)
  • 1946 bis 1965: Johann Baumann
  • 1965 bis 1973: Alfred Büchele
  • 1973 bis 2002: Franz Beutl
  • seit 2002: Anton Rothfischer

Anton Rothfischer (ÜWG) wurde bei den Kommunalwahlen 2002 in einer Stichwahl mit 53,04 % der Stimmen erstmals zum Bürgermeister gewählt. 2008 wurde er mit 86,23 % und 2014 mit 88,37 % der Stimmen wiedergewählt.

Gemeindefinanzen[Bearbeiten]

Im Jahr 2013 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 4,63 Mio. Euro, davon waren 1,6 Mio. Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto). Wörth ist stark vom Dienstleistungsgewerbe, handwerklichen Gewerbe, sowie vom verarbeitenden Gewerbe abhängig. Die Steuerkraft der Stadt betrug zuletzt 712,25 € je Einwohner und lag damit auf Rang 6 im gesamten Landkreis Regensburg. (Stand 2014)

Wappen[Bearbeiten]

Wappen und Flagge
Wappen Wörth a.d. Donau.png Flag of Wörth an der Donau.jpg

Blasonierung des Stadtwappens: „Unter einem roten Schildhaupt mit silbernem Schrägbalken in Silber auf grünem Dreiberg drei grüne Sumpfpflanzen.“ – Die Stadtflagge ist weiß (silber) und rot.

Hinweistafel am Ortseingang Partnerschaft Wörth a.d.Donau – Örkény, Ungarn

Wappenerklärung und Geschichte: Das Wappen leitet sich aus einem erhaltenen Siegelabdruck von 1560 ab. Das rote Schildhaupt mit dem silbernen Schrägbalken symbolisiert die einstige Zugehörigkeit des Ortes zum Hochstift Regensburg. Die Hauptdarstellung mit dem Dreiberg und den drei Sumpfpflanzen spielt als redendes Wappen auf den Ortsnamen, einen erhöhten Platz am Wasser, an. In Siegeln des 17. und 18. Jahrhunderts erscheinen als Pflanzen auch drei Laubbäume, im 19. Jahrhundert auch drei Nadelbäume. Da das ehemals hochstiftische Gebiet einen großen Teil des heutigen Landkreises Regensburg umfasst, wurde der silberne Balken auf rotem Grund auch in das Wappen des Landkreises Regensburg übernommen. Das Wappen wurde mit Zustimmung der Regierung der Oberpfalz am 3. Januar 1977 erneuert.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Seit 2010 besteht eine Städtepartnerschaft mit der ungarischen Stadt Örkény.[11] UngarnUngarn

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Panoramabild Altstadt Wörth an der Donau

Bauwerke und Plätze[Bearbeiten]

Schloss[Bearbeiten]

→ Hauptartikel Schloss Wörth an der Donau

Wahrzeichen der Stadt ist der Renaissancebau des Schlosses Wörth an der Donau. Seine heutige Erscheinungsform hat es seit dem frühen 17. Jahrhundert, als unter Fürstbischof Albert von Toerring die Umbauten von der mittelalterlichen Burg zum Residenzschloss zum Abschluss gebracht wurden. Im Schloss ist ein Seniorenheim von Pro Seniore untergebracht.

Im Schloss befindet sich darüber hinaus die Schlosskapelle St. Martin, erbaut im Jahr 1616. Ihre Ausstattung stammt aus dem späten 17. Jahrhundert.

Kirchen[Bearbeiten]

→ Hauptartikel Stadtpfarrkirche St. Petrus

Eine weitere Landmarke ist der 50 Meter hohe Turm der Pfarrkirche St. Peter im Zentrum der Stadt. Die Kirche zeigt Elemente von Romanik, Gotik und Barock und wurde im Inneren von Joseph Anton Merz und Valentin Reuschl gestaltet.

Weitere historische Kirchenbauten in der Gemeinde sind die Expositurkirche St. Michael in Hofdorf, die Filialkirche St. Jakobus in Kiefenholz, die Bergkirche St. Ulrich und Wolfgang in Tiefenthal und die Nebenkirche St. Matthäus in Zinzendorf.

In der Altstadt[Bearbeiten]

Im Stadtzentrum befinden sich das 1892 erbaute Rathaus und weitere geschichtsträchtige Gebäude.

Petersplatz
  • Petersplatz (früher Petrusplatz), ältester Ortsteil von Wörth, ursprünglich Standort des ersten Gotteshauses und eines Benediktinerklosters, 787 erstmals urkundlich erwähnt. Heute Standort von zahlreichen historischen Gebäuden.
  • Rathausplatz
  • Marktplatz
  • Kirchplatz

Die ältesten Straßenzüge in Wörth sind die Schlossstraße, sowie Schlossberg. Hier befinden sich ebenfalls zahlreiche historische Gebäude. Die Ludwigstraße wurde nach dem großen Marktbrand 1841 neu angelegt, und nach König Ludwig I. (Bayern) benannt. Der frühere Ortsteil Sand, im Osten der Stadt, gehört ebenfalls zu den ältesten Vierteln von Wörth. Sein Name kommt von den Kies- und Sandablagerungen der Donau, die früher viel näher an Wörth heran ging.

Einst wurde die heutige Altstadt Wörths durch drei Markttore nachts abgeschlossen. Das Waldtor am Petersplatz wurde bereits 1845 abgerissen, das Straubinger Tor in der Straubingerstraße wurde ein Jahr später abgebrochen. Im Jahr 1890 wurde das Regensburger Tor samt Torhaus in der Regensburger Straße aus Platzgründen ebenfalls entfernt.

Historische Schusshütte

Das historische Schießhaus Schusshütte wurde am Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet. Es besteht aus dem eigentlichen Schießhaus und zwei vorgelagerten pavillonähnlichen Schießständen.

Pestkapelle

Von dort wurde mit Feuerstutzen im stehenden Anschlag geschossen. Die Nutzung des Gebäudes hat die Fürstlich Privilegierte Feuerschützengilde Wörth, deren Tradition bis ins 15. Jahrhundert zurückgeht.

Auf dem Herrnberg steht die im Jahr 1713 errichtete Pestkapelle. In der Kapelle steht in großen Lettern: "Vor Pest, Hunger und Krieg verschone uns, o Herr".

Museum[Bearbeiten]

→ Hauptartikel Nostalgie-Museum Hofdorf

Im Ortsteil Hofdorf befindet sich in einem denkmalgeschützten ehemaligen Forsthaus, das 1845 erbaut wurde, ein privates Nostalgiemuseum.

Alle Baudenkmäler[Bearbeiten]

Natur[Bearbeiten]

„Alte Donau“ bei Wörth

43,5 % des Gemeindegebiets sind Wald, große Teile davon bilden die zusammenhängenden Waldgebiete des Wörther und Waxenberger Forsts. An der Lerchenhaube und zwischen Tiefenthal und Hofdorf liegen Teile des Flora-Fauna-Habitats Trockenhänge am Donaurandbruch. Im Osten, nördlich von Zinzendorf und Hof, sind die Täler des Großen und Kleinen Perlbachs Bestandteil des FFH-Gebiets Bachtäler im Falkensteiner Vorwald. An der Donau liegt das Naturschutzgebiet Stöcklwörth. Östlich davon befindet sich das Naturdenkmal Alte Donau, südlich von Wörth der ehemalige Mündungsarm der Wiesent. Im Zuge von Baumaßnahmen zum Hochwasserschutz in den 1950er Jahren wurde die Wiesent umgeleitet und mündet seitdem in den, ebenfalls Alte Donau genannten, Donaualtarm des Naturschutzgebiets Gmünder Au. Die Schutzgebiete an der Donau liegen außerdem im zusammenhängenden FFH-Gebiet Donau und Altwässer zwischen Regensburg und Straubing und im Vogelschutzgebiet Donau zwischen Regensburg und Straubing.

Friedhöfe[Bearbeiten]

Friedhofskapelle in Wörth

Es gibt jeweils in den Ortsteilen Kiefenholz, Hofdorf und in Wörth einen Friedhof. In Wörth war seit jeher der Friedhof im Kirchhof um die Pfarrkirche St. Petrus, bis er 1879 endgültig aufgelassen wurde. Der heutige Friedhof am Hohen Rain war schon vor dessen Errichtung ein Wallfahrtsort, da dort die Kapelle „Zur Schmerzhaften Muttergottes“ aus dem 18. Jahrhundert steht. Er wurde am 2. Dezember 1821 benediziert und 1858 ein erstes Leichenhaus erbaut, das 1927 durch einen Neubau ersetzt wurde; das große Friedhofkreuz ist 1899 aufgestellt worden. 1970 wurde der Friedhof erweitert und das jetzige Leichenhaus 1995 erbaut.

Sport und Vereine[Bearbeiten]

Sportanlagen im Gschwelltal

Größter Verein der Stadt ist der Sportverein TSV v. 1873 Wörth mit Abteilungen verschiedenster Sportarten. Die Fußballabteilung des TSV spielt, wie auch die Spielvereinigung Hofdorf-Kiefenholz, in der Kreisklasse Regensburg. Die Sportstätten in Wörth liegen im Gschwelltal Im Paradies, u. a. mit einem Fußballfeld, Rasensportplätze, Tennisplätze, Schulsportanlagen, sowie dem TSV-Sportheim. Überdies gibt es im Stadtgebiet zwei Kegelbahnen. Weitere Sportanlagen gibt es in den Ortsteilen Hofdorf und Kiefenholz. Im Winter, bei entsprechender Schneelage, wird im Geschwelltal eine ca. 10 Kilometer lange Langlaufloipe als Rundkurs gespurt.

Es gibt in Wörth einen Ortsverband der DLRG (gegr. 1972), des THW (gegr. 1973), drei Schützenvereine (gegr. um 1400, 1864 und 1950); es besteht seit dem 19.6.1791 eine Schützenordnung, die Blasmusikkapellen „Jungbläser“ (gegr. 1973) und die „Stadtkapelle Wörth“ (gegr. 1955) sowie neben zwei Chören, seit 1893 einen Sängerverein. Die Stützpunktfeuerwehr Wörth (gegr. 1868) auf freiwilliger Basis sowie die Freiwilligen Feuerwehren der verschiedenen Ortsteile sorgen für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe im Stadtgebiet und darüber hinaus. Insgesamt gibt es über 80 Vereine in der Stadt Wörth an der Donau. (Stand 30. Juni 2014)

Freizeit[Bearbeiten]

Im Gschwelltal befindet sich das Waldbad, ein vom Gschwellbach gespeistes Naturbad, das im Winter bei entsprechender Wetterlage als freie Eisfläche für Wintersportarten genutzt wird. Weiter gibt es zahlreiche markierte regionale Rad- und Wanderwege des örtlichen Waldvereins. Auf der zwei Kilometer entfernten Martiniplatte in der Nachbargemeinde Wiesent befindet sich der Nepal-Himalaya-Pavillon und acht Kilometer entfernt in Bach an der Donau ist die nächste Schiffsanlegestelle zur Personenschifffahrt auf der Donau. Überdies gibt es in der Stadt Wörth ein Flugzentrum für Ballonfahrten und Tandemflüge sowie eine Gleitschirmschule. Zudem gibt es eine Tanzschule und bereits seit 1957 ein Kino.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Konzert beim Wörther Bürgerfest

Jährlich abwechselnd findet ein von der Faschingsgesellschaft Narradonia organisierter Faschingszug oder eine Prunksitzung statt.

Alle zwei Jahre gibt es in der Innenstadt ein Bürgerfest[12] und jährlich einen Weihnachtsmarkt, immer am 1. Mai durch die KLJB Wörth ein Maibaumaufstellen, sowie am ersten Sonntag im Mai und am Sonntag vor Dionysius einen Krammarkt.

Jeden Samstag findet in Wörth ein Regionalmarkt mit heimischen Produkten statt.

Der Verein Käferfreunde Bayerwald veranstaltet jedes Jahr im Juni auf dem Festplatz der Stadt im Gschwelltal "Im Paradies", der für größere Veranstaltungen zur Verfügung steht, ein überregionales VW-Käfer-Treffen.

Die Kolping-Theaterbühne gibt Theateraufführungen und darüber hinaus finden zahlreiche Veranstaltungen der örtlichen Vereine statt.

Kultur in Wörth - Projekt K.i.W.[Bearbeiten]

Seit 2005 organisiert der Kulturausschuss der Stadt das Projekt „K.i.W. – Kultur in Wörth“.[13] Regelmäßig finden Konzerte, Kabarett, Lesungen und Ausstellungen im Schloss oder im Wörther Bürgerhaus statt. Dabei treten sowohl regional, wie auch überregional bekannte Künstler auf. Im Jahr 2008 wurde „K.i.W. - Kultur in Wörth“ im Rahmen der Standortinitiative Deutschland – Land der Ideen, eines bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerbs, als Preisträger ausgezeichnet.[14]

Gerhard Polt bei K.i.W. - Kultur in Wörth

Kleine Auswahl der bisher aufgetretenen Künstler:

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Funktion als Unterzentrum[Bearbeiten]

Als Unterzentrum gehört die Stadt Wörth an der Donau und Wiesent (Gemeinde) regionalplanerisch zum „Allgemeinen ländlichen Raum“ und sind als Unterzentrum mit der Funktion eines zentralen Doppelortes für den östlichen Teil des Landkreises Regensburg mit einem Einzugsbereich von rund 15.000 Einwohnern im Stadt- und Umlandbereich. Hier finden sich Ärzte, Apotheken, ein Krankenhaus, Kirchen, zwei Postfilialen, mehrere Lebensmittelmärkte, kleine und mittelgroße Gewerbe- und Industriebetriebe, Banken, Schulen, Kindergärten sowie mehrere Gasthäuser. Überdies ist Wörth Standort einer Polizeiinspektion sowie einer Rettungswache des Bayerischen Roten Kreuzes. Die wirtschaftliche Struktur der Stadt Wörth an der Donau weist einen weiten Branchenmix aus, so gab es im Jahr 2008 bereits über 350 ansässige Gewerbetreibende.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Deutsche Technoplast Hauptsitz Wörth an der Donau
  • Energieversorgung Rupert Heider & Co. KG
  • Deutsche Technoplast GmbH
  • Kartonagen- u. Hülsenfabrik ERICH MÜLLER
  • Getränke Rieder GmbH
  • Anhängerbau Stedele GmbH
  • Aumer Group

Wirtschaft[Bearbeiten]

Gewerbe-Park Wörth-Wiesent

Wichtige Entwicklungen der letzten Jahre waren 1988 die Ausweisung des Gewerbegebiets „Im Haslet“, sowie eines großen Neubaugebiets im Norden der Stadt im Jahr 1997. Die Einrichtung des „Gewerbeparks Wörth-Wiesent“ direkt neben der Bundesautobahn BAB 3 folgte im Jahr 2010. Mit dem vorher bereits vorhandenen Gewerbegebiet „Reitfeld/Schwarzer Helm“ gibt es damit drei größere Gewerbestandorte in Wörth. Zahlreiche Handwerks- und Industriebetriebe siedelten sich seitdem an.

Bayerischer Qualitätspreis Sonderpreis 2013

Im Gewerbegebiet „Im Haslet“, in dem etwa 50 mittlere und größere Gewerbebetriebe angesiedelt sind, findet alle 3 Jahre eine regionale Gewerbeschau[15] mit Ausstellern aus Wörth und dem Umland statt. Es ist die größte Messe dieser Art im Landkreis Regensburg.

Für das gemeinsame Projekt „Gewerbepark Wörth-Wiesent“ erhielt Wörth mit Wiesent den Bayerischen Qualitätspreis Sonderpreis 2013 „für besonders wirtschaftsfreundliche und innovative Kooperationsprojekte mehrerer Kommunen mit Modellcharakter“.[16]

Bei Kiefenholz liegt die Donaustaustufe und Schleuse Geisling.

In Wörth befindet sich das 1909 gegründete Elektrizitätsversorgungsunternehmen Rupert Heider & Co. KG, das am Höllbach drei Wasserkraftwerke betreibt. Seit Dezember 1910 liefert es für Wörth Energie.

Die Stadt kann einen nahezu ausgeglichenen Saldo zwischen Ein- und Auspendlern vorweisen und verfügt über mehr als 1.500 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. (Stand: 30. Juni 2012)

Weinbau[Bearbeiten]

Weinanbau in Tiefenthal

Weinbau wird in der Gegend um Wörth seit 1.500 Jahren betrieben. Die Römer dürften den Wein an die Südhänge der Vorberge des Bayerischen Waldes gebracht haben, wenngleich archäologische Zeugnisse von Beweischarakter hierfür fehlen. In Wörth waren um das Jahr 800 alle Hügel mit Weinreben bepflanzt und in einer Urkunde von 1245 wird der Weinbau erwähnt. Um das Jahr 1700 bis 1800 stand der Weinanbau in höchster Blüte. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts machte sich ein deutlicher Rückgang bemerkbar. In den Jahren 1800 bis 1809 waren noch etwa 50 Tagwerk mit Reben bepflanzt. Heute wird der Baierwein, der seit 1983 die Bezeichnung „Regensburger Landwein“ trägt, vor allem in Kruckenberg, Bach an der Donau, aber auch in Wörth und Tiefenthal wieder angebaut; es handelt sich um das zweitkleinste Weinbaugebiet Deutschlands. Zahlreiche Weinlokale sind an der „Weinroute“ entstanden. In Bach gibt es seit 1998 ein Baierwein-Museum.

Verkehr[Bearbeiten]

Internationaler Donauradweg in Wörth

Wörth an der Donau liegt unmittelbar an der Bundesautobahn BAB 3 mit der Donaubrücke Wörth und den Ausfahrten Nr. 104a „Wörth an der Donau/Wiesent“ und Nr. 104b „Wörth an der Donau-Ost“.

In Nord-Süd-Richtung führt die Staatsstraße St 2146 aus Richtung Cham kommend über Wörth und Wiesent weiter über die Donaubrücke Wörth–Pfatter zur Bundesstraße B 8 und Richtung Sünching. In West-Ost-Richtung verläuft die St 2125 von Regensburg über Wörth, Tiefenthal und Hofdorf weiter nach Straubing. Die Kreisstraße R 7 verbindet Kiefenholz, Oberachdorf, Wörth, Hungersacker und Weihern und führt als SR 46 weiter Richtung Wiesenfelden. Die R 44 führt von Hofdorf über Zinzendorf nach Hof und als SR 28 weiter Richtung Saulburg. Die Stadt ist mit den Buslinien 5, 5A und 102 an das ÖPNV-Netz des Regensburger Verkehrsverbunds angebunden. Überdies bestehen mit den RBO-Linien 6060, 6072 und 6095 Verbindungen nach Wiesenfelden, Cham und Straubing und eine private Buslinie nach Brennberg.

Die nächstgelegenen Bahnhöfe sind der Bahnhof Straubing, bzw. der Regensburger Hauptbahnhof.

Der nächste regionale Flugplatz Wallmühle liegt westlich von Straubing und ist als Schwerpunktlandeplatz für den ostbayerischen Raum ausgebaut. In der Nachbargemeinde Pfatter befindet sich in Griesau ein Sonderlandeplatz (EDPG) für Flugzeuge. Die nächstgelegenen internationalen Flughäfen sind der Flughafen München und Nürnberg, die mit dem Pkw in etwa einer Stunde jeweils zu erreichen sind.

Walhallabahn Endbahnhof Wörth an der Donau

Der näheste Hafen ist der Donauhafen Regensburg. Für die Wirtschaft ist dieser der direkte Zugang zum Rhein-Main-Donau-Kanal. Für die überregionale Personenschifffahrt ist Regensburg ebenfalls die nächste Schiffsanlegestelle.

Von 1903 bis 1968 war Wörth die Endstation der aus Regensburg kommenden schmalspurigen Walhallabahn[17]. 1960 wurde der Personenverkehr eingestellt, am 31. Dezember 1968 verließ der letzte Güterzug den Bahnhof. Das ehemalige Bahnhofsgelände an der Bahnhofstraße beherbergt heute das Betriebsgelände der BayWa. Vom einstigen Bahnhof ist heute nur noch der Lokschuppen erhalten.

Rad- und Wanderwege[Bearbeiten]

Wörth liegt an mehreren Wanderwegen. Unter anderem am Regensburger Burgensteig, am internationalen Donauradweg, am Europäischen Fernwanderweg E8 und am Ostbayerischen Jakobsweg. Am 30. Juli 2014 wurde der Donau-Panoramaweg[18] in Wörth eröffnet. Dieser Wanderweg ist 220 km lang und führt von Neustadt an der Donau nach Passau.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Kreisklinik und Gesundheits-Kompetenz-Zentrum Wörth
  • Hallenbad
  • Kreisklinik und Gesundheits-Kompetenz-Zentrum Wörth an der Donau
  • Kindergarten
  • Kinderkrippe
  • Bürgerhaus mit Bürgersaal
  • Jugendtreff
  • Stadtbücherei
  • Wertstoffhof
  • Kläranlage

Bildung und Medien[Bearbeiten]

In Wörth befindet sich die Grund- und Mittelschule mit M-Zug und Ganztagsschule Wörth-Wiesent, die Musikschule Wörth e. V. sowie eine Außenstelle der Volkshochschule Regensburger Land. In der Stadt erscheint die Donau-Post, eine Lokalausgabe des Straubinger Tagblatts und der Wörther Anzeiger, eine Lokalausgabe der Mittelbayerischen Zeitung, sowie das Regensburger Wochenblatt, eine Ausgabe der Wochenblatt Verlagsgruppe. Im Stadtgebiet können neben den überregionalen Programmen auch die Radiosender Radio Charivari, Radio Gong FM, Radio AWN und der regionale Fernsehsender TVA empfangen werden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

August Essenwein Hofapotheker und Ehrenbürger
  • 1887, 6. Mai: Albert Voigt, Fabrikbesitzer
  • 1909, 6. Juni: Georg Freimuth, Pfarrer von 1902 bis 1926.
  • 1912, 4. Juni: Anton Haag (* 22. März 1854; † 13. Januar 1921), Oberlehrer von 1887 bis 1920.
  • 1915, 1. Mai: Konrad Laubender, Marktobersekretär
  • 1925, 10. Oktober: Johann Henfling (* 11. Dezember 1858; † 4. August 1930), Bürgermeister von 1902 bis 1930.
  • 1925, 10. Oktober: Georg Zierer, Brauereibesitzer
  • 1925, 25. Oktober: Max Neumayer, Arzt und Sanitätsrat
  • 1950, 9. Februar: August Essenwein (1871–1953), Apotheker (Sohn von August O. Essenwein)
  • 1950, 25. März: Rupert Heider († 1956), Elektrizitätswerksbesitzer
  • 1965, 9. März: Johann Baumann († 1968), Bürgermeister von 1946 bis 1964.
  • 1965, 30. Dezember: Karl Frank († 1970), Oberinspektor, Leiter der Markt- bzw. Stadtverwaltung von 1924 bis 1965
  • 1984, 20. September: Schwester M. Hathelma († 1989), Oberin der Mallersdorfer Schwestern im Kreiskrankenhaus Wörth
  • 2004, 1. August: Franz Beutl (* 28. September 1938), Bürgermeister von 1973 bis 2002.
  • 2004, 1. August: Ludwig Schindler, Stadtrat und Ortsheimatpfleger a. D.
  • 2004, 1. August: Rupert Schmid (* 11. Juni 1935), Bezirkstagspräsident a. D., Landrat des Landkreises Regensburg von 1978 bis 2002

In Wörth geboren[Bearbeiten]

Josef Feller Dichter

Mit Wörth verbunden[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Josef Rudolph Schuegraf Verfasser der Wörther Chronik

Sagen und Legenden[Bearbeiten]

"Der versetzte Grenzstein"

Von Sagen, Grusel- und Geistergeschichten ist die Gegend am Unterlauf des Wellerbaches bei Tiefenthal, im Volksmund auch als „Schinderbachl“ bekannt, umwoben. Auf halber Strecke zwischen Wörth und Tiefenthal stand auf einer Anhöhe der Wörther Galgen. (Galgenberg)

Wenn man dort Nachts vorbeiging, sah man einen Mann, der einen Grenzstein auf dem Rücken trug und immerzu fragte: „Wo soll ich ihn denn hintun?“ Niemand traute sich ihm eine Antwort zu geben. Einmal kam gegen Mitternacht ein junger Wanderbursche des Weges. Er sah den Mann mit dem Markstein und dieser fragte ihn: „Wo soll ich ihn denn hintun?“ Da gab der Bursche ihm die Antwort: „Wo du ihn genommen hast!“

Da warf der Mann den Stein weg und rief: „Gott sei Dank, jetzt bin ich erlöst!“ Daraufhin verschwand er und ward nimmermehr gesehen.

Literatur[Bearbeiten]

  • August Essenwein: Wörth an der Donau. Beschreibung und Geschichte des Marktes nebst seiner Umgebung. Sektion Wörth a. D. des Waldvereins (e. V.) Buchdruckerei J. Schützinger, Wörth a. D. 1911.
  • Fremdenverkehrsgemeinschaft Bayerischer Vorwald: Bayerischer Vorwald – Raum Wörth a. d. Donau Buchdruckerei Eduard Schramm, Wörth/D. 1969.
  • Josef Fendl (Red.): Wörth, Stadt zwischen Strom und Berg. Regensburg 1979, DNB 790673258.
  • Ludwig Schindler: Großgemeinde Stadt Wörth in Vergangenheit und Gegenwart. 1. Auflage. Wörth a. d. Donau 2001, OCLC 166027622
  • Ludwig Schindler: 50 Jahre Stadt Wörth an der Donau 1954–2004. Herausgeber Stadt Wörth a. d. Donau. 2004.
  • Ludwig Schindler (Textautor): Stadtführer Wörth. Verlag Attenkofer, Straubing 2008, ISBN 978-3-936511-52-9.
  • Ludwig Schindler: Wörth an der Donau in alten Ansichten. Europäische Bibliothek – Zaltbommel/Niederlande 1987, ISBN 90-288-4565-8.
  • Ludwig Schindler: Wörth an der Donau in alten Ansichten. Band 2, Europäische Bibliothek – Zaltbommel/Niederlande 1993, ISBN 90-288-5652-8.
  • Fritz Jörgl: 200 Jahre Hofapotheke Wörth a. d. Donau. Verlag Laßleben, Kallmünz 2008, ISBN 978-3-7847-1210-9.
  • Fritz Jörgl: Kleine Wörther Volkskunde „10 Jahre Ehrenamt Heimatpfleger“. Herausgeber Stadt Wörth a. d. Donau. Oberpfalzverlag Laßleben, Kallmünz 2012, ISBN 978-3-7847-1224-6.
  • Fritz Jörgl: Kleine Wörther Volkskunde „hereant und dreant“. Herausgeber Stadt Wörth a. d. Donau. Oberpfalzverlag Laßleben, Kallmünz 2013, ISBN 978-3-7847-1226-0.
  • Landkreis Regensburg: Unser Landkreis Regensburg. Gebietsreform: Auswirkungen – Anekdoten – Ansichten. Regensburg 2014, ISBN 978-3-9812370-2-3.
  • Theodor Häußler: Weinbau in Altbayern – Der Baierwein einst und heute. Das Kerngebiet von Kelheim bis Wörth Seite 95 und 194. Pentling 2008, ISBN 3-8370-4352-5.
  • Josef Dollhofer: Das Walhalla-Bockerl. Die Geschichte der Walhallabahn Endstation Wörth a. d. Donau Seite 27, 57, 141. Buchverlag der Mittelbayerischen Zeitung 4. völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage 1995, ISBN 3-921114-30-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wörth an der Donau – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Wörth – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Bayerische Vermessungsverwaltung – Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Regensburg
  3. bayerische-landesbibliothek-online.de
  4. a b Stadt Wörth a. d. Donau: Einwohnerzahlen Stadtgebiet und Ortsteile – Stand 31. Dezember 2013, abgerufen am 7. März 2014.
  5. Ludwig Schindler: Großgemeinde Stadt Wörth in Vergangenheit und Gegenwart. Straubing 2001.
  6.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 555.
  7. a b c Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Statistik kommunal
  8. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung
  9. Thomas Ried: Codex chronologico-diplomaticus episcopatus Ratisbonensis. Band I, Num. VI.
  10. Wörth an der Donau: Bauland ist begehrt. In: Idowa 18. August 2012. Abgerufen am 19. August 2014.
  11. Stadt Wörth a. d. Donau: Partnerschaft mit Örkény, abgerufen am 10. April 2014.
  12. Bürgerfest Wörth a. d. Donau [1], abgerufen am 9. Juni 2014.
  13. Das Projekt „K.i.W. – Kultur in Wörth“.
  14. Preisträger Deutschland - Land der Ideen [2], abgerufen am 7. August 2014.
  15. Gewerbeschau Wörth a. d. Donau [3], abgerufen am 2. Juni 2014.
  16. Bayerischer Qualitätspreis: Preisträger 2013, abgerufen am 10. April 2014.
  17. [4] „Die Walhallabahn Regensburg – Wörth a. d. Donau“, abgerufen 10. Juni 2013.
  18. [5] Donau-Panoramaweg, abgerufen am 4. Juli 2014.
  19. Friedrich Wilhelm: Reinbot von Dürne. In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur, Band 35, S. 360–383. Halle: Niemeyer, 1909.
  20. Innenminister Herrmann in Wörth: Das Land braucht mehr lebendige Innenstädte. In: Idowa 1. August 2010. Abgerufen am 21. September 2014.