Salé
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Salé (arabisch سلا) ist eine Stadt in Marokko mit 903.485 Einwohnern (2007). Sie liegt am Ufer des Bou-Regreg, gegenüber von Rabat, der Hauptstadt von Marokko.
Salé wurde im 11. Jahrhundert gegründet. Sie ist die Schwesterstadt von Rabat. Salé war Rabats ständige Rivalin und über Jahrzehnte die wichtigste Hafenstadt des Landes. Bereits 1162 errichtete Genua hier einen Stützpunkt.
Im Jahre 1146 wurde die Küstenregion Marokkos durch den Almohaden Abd al-Mumin annektiert, der Salé zerstören ließ. 1260 besetzten spanische (kastilische) Söldner kurzzeitig die Stadt.
Unweit der Stadt befindet sich der Flughafen Rabat-Salé.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Abdellah Taïa (* 1973), Schriftsteller und Journalist, in Paris lebend.
[Bearbeiten] Korsaren-Republik (Bou-Regreg)
Von 1627 bis 1668 war Salé Hauptstadt einer unabhängigen Korsaren-Republik. Nach dem Zusammenbruch der Zentralgewalt (ab 1603) vertrieben muslimische Flüchtlinge, sog. Morisken, aus Andalusien nach 1609 den letzten Saadier-Gouverneur von Salé und Rabat (am Fluss Bou-Regreg) und etablierten in den beiden Städten 1627 die oligarchische Republik Bou-Regreg. Ein republikanischer Diwan ernannte einen Großadmiral für die Piratenflotte und je einen Gouverneur für beide Städte. Durch Freibeuterei und Sklavenhandel erlangte Bou-Regreg beträchtlichen Reichtum. Aus dieser Zeit stammt die Altstadt („Medina“) von Rabat. Mit ihren schnellen und wendigen Fusten waren die Salé-Korsaren eine sehr ernste Gefahr für den Schiffsverkehr in den iberischen und nordafrikanischen Küstengewässern.
Als die Republik 1637 vom Marabut al-Ayachi angegriffen wurde, rief sie die Dila-Bruderschaft zu Hilfe, unter deren Oberhoheit sie dann seit 1641 stand und mit der sie gemeinsam 1668 den Alawiden unterlag. Die Republik fiel, doch die Piraterie hielt bis 1818 an.
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34.05-6.8166666666667Koordinaten: 34° 3′ N, 6° 49′ W

