Sankt Stefan im Rosental

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sankt Stefan im Rosental
Wappen von Sankt  Stefan im Rosental
Sankt Stefan im Rosental (Österreich)
Sankt Stefan im Rosental
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Südoststeiermark
Kfz-Kennzeichen: SO (ab 1.7.2013; alt: FB)
Fläche: 43,19 km²
Koordinaten: 46° 54′ N, 15° 44′ O46.915.733333333333330Koordinaten: 46° 54′ 0″ N, 15° 44′ 0″ O
Höhe: 330 m ü. A.
Einwohner: 3.997 (1. Jän. 2015)
Postleitzahlen: 8083, 8082, 8091, 8324, 8341, 8421
Vorwahl: +43 3116
Gemeindekennziffer: 6 23 89
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Feldbacher Straße 24
8083 St. Stefan im Rosental
Website: www.st.stefan.at
Politik
Bürgermeister: Johann Kaufmann (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
12
6
3
12 
Von 21 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Sankt Stefan im Rosental im Bezirk Südoststeiermark
Bad Gleichenberg Bad Radkersburg Deutsch Goritz Edelsbach bei Feldbach Eichkögl Fehring Feldbach Gnas Halbenrain Jagerberg Kapfenstein Kirchbach in der Steiermark Kirchberg an der Raab Klöch Mettersdorf am Saßbach Mureck Murfeld Paldau Pirching am Traubenberg Riegersburg Sankt Anna am Aigen Sankt Peter am Ottersbach Sankt Stefan im Rosental Straden Tieschen Unterlamm SteiermarkLage der Gemeinde Sankt Stefan im Rosental im Bezirk Südoststeiermark (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sankt Stefan im Rosental ist eine Marktgemeinde mit 3997 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015) im Süd-Osten der Steiermark im Bezirk Südoststeiermark. Am 1. Jänner 2015 wurde im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark die ehemalige Gemeinde Glojach eingemeindet.[1]

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Sankt Stefan liegt am Saßbach ca. 27 km süd-östlich von Graz und ca. 14 km westlich der Bezirkshauptstadt Feldbach im Oststeirischen Hügelland.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Kirchberg an der Raab
Kirchbach in der Steiermark Nachbargemeinden Paldau
Schwarzautal
Bez. Leibnitz
Jagerberg Gnas

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[2]):

  • Glojach (247)
  • Sankt Stefan im Rosental (3781)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Aschau, Glojach, Krottendorf, Lichtenegg, St. Stefan im Rosental und Trössengraben.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]


Geschichte[Bearbeiten]

Keltische Gräberfelder und römische Münzen weisen auf eine keltische und römische Besiedlung der Gegend im Altertum hin. Im Frühmittelalter prägten Slawen, Awaren und Ungarn die wechselhafte Geschichte der Region. Eine intensive deutsche Besiedelung war erst nach der Eroberung der Oststeiermark durch Kaiser Heinrich III. im Jahr 1044 möglich. Die erste urkundliche Nennung von Sank Stefan geht auf das Jahr 1269 zurück. In der Zeit der Besiedelung gehörte St. Stefan, zusammen mit Kirchbach, Wolfsberg und Jagerberg zur Mutterpfarre Sankt Georgen an der Stiefing. Die Markterhebung erfolgte 1954 und derzeit (2004) bemühen sich die Sankt Stefaner um das Stadtrecht.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Stefan im Rosental

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Land- und Forstwirtschaft und rund 80 Gewerbebetriebe.

Tourismusverband[Bearbeiten]

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Mettersdorf am Saßbach und Jagerberg den Tourismusverband „Saßtal“. Dessen Sitz ist St. Stefan im Rosental.[3]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Johann Kaufmann (ÖVP), der breits seit 7. Juli 2006 der Gemeinde vorsteht[4] und infolge der Gemeindezusammenlegung ab 1. Jänner 2015 als Regierungskommissär eingesetzt wurde, wurde in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats im April 2015 in seiner Funktion als Bürgermeister bestätigt.[5]

Weiters gehören der erste Vizebürgermeister Fritz Pferschi (ÖVP), der zweite Vizebürgermeister Helmut Triebl (SPÖ), der Gemeindekassier Johann Tropper (ÖVP) und das Vorstandsmitglied Franz Schwarzl (FPÖ) dem Gemeindevorstand an.[6]

Amtsleiter ist Solar Erwin.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 21 Mitgliedern und setzt sich nach der Gemeinderatswahl 2015 aus Mandataren der folgenden Parteien zusammen:

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten folgende Ergebnisse:

Partei 2015 2010 2005 2000
Gemeinde neu St. Stefan Glojach St. Stefan Glojach St. Stefan Glojach
Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M. Sti.  % M.
ÖVP 1414 54 12 1452 59 13 157 85 8 1610 65 14 160 100 9 1489 62 13 153 100 9
SPÖ 0752 29 06 0810 33 07 nicht kandidiert 0690 28 06 nicht kandidiert 0583 24 05 nicht kandidiert
FPÖ 0463 18 03 0159 06 01 nicht kandidiert 0185 07 01 nicht kandidiert 0340 14 03 nicht kandidiert
Die Grünen nicht kandidiert nicht kandidiert 027 15 01 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
BZÖ nicht kandidiert 0058 02 00 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
Wahlberechtigte 3.380 3.157 204 3.116 194 2.911 194
Wahlbeteiligung 79 % 79 % 91 % 81 % 86 % 84 % 81 %

Wappen[Bearbeiten]

AUT Sankt Stefan im Rosental COA.jpg

Die Steiermärkische Landesregierung hat mit Beschluss vom 11. Jänner 1955 der Marktgemeinde St. Stefan im Rosental mit Wirkung vom 1. Februar 1955 das Recht zur Führung eines Gemeindewappens verliehen.

Blasonierung des Wappens: „Ein silberner Schild mit einem schmalen grünen Schildeshaupte. Im Schildesfeld erscheint eine fünfblätterige, rote, goldbesamte Rose.“

Bereits in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts hatte das Geschlecht der Hagegker hatte eine Burg und ein Dorf in St. Stefan errichtet. Die Rose dürfte schon zu dieser Zeit im Wappen dieses Geschlechts als Symbol für diese Landschaft und für St. Stefan gewähltz worden sein. Die Rose spielte schon im Mittelalter eine bedeutsame Rolle. Der Weingartennamen Rösenlein ist bereits für die Zeit um 1400 nachgewiesen. Im Siegel Rudolfs II. von Hagegk ist das Rosenwappen der Hagegker mit der fünfblättrigen Rose in einer Originalurkunde aus dem Jahre 1390 erhalten. Diese befindet sich heute im Schlossarchiv in Greinburg in Oberösterreich. Anlässlich der Markterhebung 1954 wurde die fünfblättrige Rose zum Wappen der Marktgemeinde St. Stefan im Rosental gewählt.[7]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Alois Kothgasser SDB (* 1937), emeritierter Erzbischof von Salzburg, wurde in Lichtenegg geboren
  • Johann Lafer eigentlich Johannes Lafer (* 1957), Koch
  • Franz Dobusch (* 1951), langjähriger Bürgermeister von Linz
  • Klaus Edlinger, TV-Moderator, Schriftsteller

Literatur[Bearbeiten]

  • Fritz Posch: Geschichte des Marktes St. Stefan im Rosental. St. Stefan im Rosental 1954
  • Festschrift 40 Jahre Marktgemeinde St. Stefan im Rosental. St. Stefan im Rosental 1994
  • Norbert Allmer: St. Stefan im Rosental, Steiermark. = Christliche Kunststätten Österreichs 447, Salzburg 2006

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sankt Stefan im Rosental – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 17. Oktober 2013 über die Vereinigung der Marktgemeinde Sankt Stefan im Rosental und der Gemeinde Glojach, beide politischer Bezirk Südoststeiermark. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 15. November 2013. Nr. 123, 32. Stück. ZDB-ID 705127-x. S. 632.
  2. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  3. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 317. ZDB-ID 1291268-2 S. 629.
  4. Gemeinde St. Stefan im Rosental: Bürgermeister Johann Kaufmann: Zum 50er alles Gute (abgerufen am 12. Mai 2015)
  5. Meine Woche vom 27. April 2015: FPÖ-Vertreter in St. Stefans Vorstand (abgerufen am 12. Mai 2015)
  6. Gemeinde St. Stefan im Rosental: [ http://gemeinde-rosental.at.server175-han.server-routing.com/pm_cms/index.php?option=com_content&view=article&id=29&Itemid=34 Gemeinderat] (abgerufen am 12. Mai 2015)
  7. Gemeinde St. Stefan im Rosental: Wappen (abgerufen am 12. Mai 2015)