Weissach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Weissach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Weissach
Weissach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Weissach hervorgehoben
48.847668.92534375Koordinaten: 48° 51′ N, 8° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Böblingen
Höhe: 375 m ü. NHN
Fläche: 22,14 km²
Einwohner: 7437 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 336 Einwohner je km²
Postleitzahl: 71287
Vorwahl: 07044
Kfz-Kennzeichen: BB, LEO
Gemeindeschlüssel: 08 1 15 052
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
71287 Weissach
Webpräsenz: www.weissach.de
Bürgermeisterin: Ursula Kreutel
Lage der Gemeinde Weissach im Landkreis Böblingen
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Weissach ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Landkreis Böblingen. Sie gehört zur Metropolregion Stuttgart.

Geographie[Bearbeiten]

Weissach liegt im Heckengäu, 6 km von Heimsheim, 8 km von Leonberg und ca. 18 km von Stuttgart entfernt.

Klima[Bearbeiten]

Der Jahresniederschlag liegt bei 737 mm und ist damit vergleichsweise normal, da er in das mittlere Drittel der in Deutschland erfassten Werte fällt. An 48 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Oktober, die meisten Niederschläge fallen im Juni. Im Juni fallen 2,1 mal mehr Niederschläge als im Oktober. Die Niederschläge variieren sehr stark. An nur 18 % der Messstationen werden höhere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Weissach gehört die ehemals selbstständige Gemeinde Flacht. Zur ehemaligen Gemeinde Flacht gehören das Dorf Flacht sowie die abgegangenen Ortschaften Bonlanden, Eitenburg und Lauschenhofen. Zur Gemeinde Weissach in den Grenzen vom 30. November 1970 gehören das Dorf Weissach und das Haus Ölmühle sowie die abgegangenen Ortschaften Birkhof und Kapfenhardt.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Weissach gehörte ursprünglich den Grafen von Vaihingen, die es um 1150 dem Kloster Maulbronn schenkten.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat Weissach[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 ergab folgende Sitzverteilung für den Gemeinderat:

Freie Wähler Weissach-Flacht e.V. 42,43 % +0,25 9 Sitze (1 Ausgleich) +1
Bürgerliste - Unabhängige Wählervereinigung e.V. 31,12 % +2,39 7 Sitze +1
Unabhängige Liste Weissach und Flacht 19,01 % +4,96 4 Sitze (1 Ausgleich) +2
SPD 6,56 % -7,56 1 Sitze (1 Ausgleich) -1
Andere1 0,89 % -0,05 0 Sitze 0

1darunter Aktionsbündnis für Bürgerinteressen und Naturschutz (ABiN) mit 0,87 %

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Seit dem 28. Februar 1961 führte die Gemeinde Weissach eine weiß-rote Flagge und folgendes Wappen: In Rot ein silbernes (weißes) Kreuz mit Tatzenenden. Die alte Gemeinde Flacht hatte seit dem 2. Juni 1958 eine gelb-blaue Flagge und folgendes Wappen: In Blau ein goldener (gelber) Entenfuß.

Nach der Eingemeindung von Flacht wurde das alte Weissacher Wappen zunächst lange Zeit weiterbenutzt. Erst am 22. Juni 2006 wurde der Gemeinde ein neues Wappen verliehen, in dem beide Ortsteile vertreten sind: In durch einen silbernen (weißen) Schräglinksfaden geteiltem Schild vorne in Rot ein silbernes (weißes) Kreuz mit Tatzenenden, hinten in Blau ein goldener (gelber) Entenfuß. Die Gemeindeflagge ist weiterhin weiß-rot.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Die Gemeinde Weissach unterhält seit 1998 eine Partnerschaft mit Marcy l'Etoile in Frankreich.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof

Die Strohgäubahn nach Korntal-Münchingen bindet Weissach an das Schienennetz an; dort besteht Anschluss an die S-Bahn Stuttgart. Sie gehört zum Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart. Für den regionalen Busverkehr ist die Firma Wöhr-Tours zuständig. Sie verbindet per Linienverkehr Weissach, Flacht, Perouse, Rutesheim und Leonberg. Ab Leonberg besteht dann über die S6 eine Anbindung an die S-Bahn Stuttgart. Durch den Ort führt die L1177. Die nahegelegene A8 ist erreichbar über die Anschlussstellen Rutesheim und Heimsheim.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

In Weissach, in Richtung Mönsheim und Flacht, befindet sich seit 1962 eine Teststrecke des Zuffenhausener Sportwagenherstellers Porsche.[3] Im Oktober 1971 wurde auf dem dafür vergrößerten Gelände außerdem das Entwicklungszentrum der Firma eingerichtet.[4] Im Entwicklungs- und Motorsportzentrum in Weissach werden die Rennfahrzeuge von Porsche produziert.[5] Es liegt ca. 25 km vom Stammwerk Zuffenhausen entfernt und wuchs von ca. 38 Hektar Grundstücksfläche im Jahr 1960 auf 68 Hektar im Jahr 2008. 1991 wurden bereits 2.300 Mitarbeiter beschäftigt. Neben Betriebsgebäuden stehen verschiedene Varianten eines Rundkurses und ein Skid-pad nicht nur für die Entwicklung, sondern auch für Schulungen von Porschefahrern zur Verfügung. Im April 2013 werden bereits 4.500 Mitarbeiter beschäftigt und ein weiterer Ausbau wurde gerade genehmigt.

Sowohl die Weissach-Achse als auch das optionale "Weissach-Paket" des Porsche 918 wurden nach der Gemeinde benannt.

2009 beliefen sich die Gewerbesteuereinnahmen vor allem durch Porsche auf gut 222 Millionen €. Dies entspricht ca. 29.600 € pro Einwohner. Damit verfügt Weissach über die höchste Pro-Kopf-Gewerbesteuereinnahme in Deutschland.[6]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Mit der Ferdinand-Porsche-Schule gibt es eine Grund- und Hauptschule in Weissach, der Ortsteil Flacht verfügt über eine eigene Grundschule.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museumszug auf der Strohgäubahn

Museen[Bearbeiten]

  • Im alten Schulhaus des Ortsteils Flacht befindet sich das Heimatmuseum und die Galerie Sepp Vees.
  • Auf der Strohgäubahn nach Korntal verkehren auch Museumszüge (Feuriger Elias).

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Erich Hartmann, * 19. April 1922, † 20. September 1993, deutscher Luftwaffenoffizier und Jagdflieger
  • Herbert Linge, * 11. Juni 1928, deutscher Rennfahrer der Nachkriegszeit

Sonstige bedeutende Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Hier werden bekannte Persönlichkeiten aufgeführt, die in Weissach einen Teil ihres Lebens verbracht haben oder in Weissach verstorben sind.

  • Sepp Vees (* Gundershofen, 11. November 1908, † Flacht, 1. Dezember 1989) war ein Künstler, der ab 1933 in Flacht lebte. Bilder von ihm sind in der Galerie Sepp Vees in Flacht ausgestellt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 137–139
  3. http://www.zeitreise-bb.de: Das Porsche-Entwicklungszentrum Weissach
  4. Marc Bongers: Porsche. Serienfahrzeuge und Sportwagen seit 1948. Motorbuch Verlag, Stuttgart. 1. Auflage 2004, Seite 8. ISBN 3-613-02388-1
  5. http://porscheplatz.porsche.com/de: Porsche News und Hintergrundberichte in Bild und Ton
  6. Artikel der F.A.Z: Wie mit Tempo 240 über die Autobahn (Aufgerufen am 24. August 2010)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Weissach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien