17. Reserve-Division (Deutsches Kaiserreich)

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17. Reserve-Division
Aktiv August 1914–Januar 1919
Land Deutsches ReichDeutsches Reich Deutsches Reich
Streitkräfte Preußische Armee
Teilstreitkraft Heer
Typ Infanterie-Division
Grobgliederung Siehe: Gliederung
Erster Weltkrieg Westfront
Schlacht an der Somme
zweite Schlacht von Cambrai
Kommandeure
Siehe: Liste der Kommandeure

Die 17. Reserve-Division war ein Großverband ders Preußischen Armee.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Aufstellung

Denkmal des Infanterie-Regiments "Lübeck" (3. Hanseatisches) Nr. 162 in Lübeck
Kriegsgliederung der 17. Reserve-Division im Jahre 1916
Denkmal des Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 76 in Hamburg

Die Division wurde mit der Mobilmachung bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs im August 1914 gebildet und bestand aus Truppen der Freien Hansestädte und Schleswig-Holsteins. Sie enthielt die reguläre 81. Infanterie-Brigade aus Lübeck und der 33. gemischten Reserve-Infanterie-Brigade, welche hauptsächlich aus Hamburg und Bremen stammte. Außer diesen kamen noch andere Truppen aus der Provinz von Hannover.

[Bearbeiten] Einsatzgeschichte

Zu Beginn des Krieges bildete es zusammen mit der 18. Reserve-Division das IX. Reserve-Korps.

Die Division kämpfte an der Westfront, war am Kriegsverbrechen von Löwen beteiligt und lag bis September 1915 in dem Gebiet der Aisne. Im Februar 1915 wurde von der Division ein Rekrutendepot in Libermont gebildet.[1] Von hier ging es nach Flandern und dem Artois. Hier blieb sie im Stellungskrieg bis Juni 1916. Von Mitte July bis Ende Oktober kämpfte sie in der Schlacht an der Somme. Die Division blieb bis Mai 1917 in den Schützengräben vor Ypern. Im Mai kämpfte sie in der Siegfriedstellung bevor es zurück nach Flandern ging. 1918 Kämpfte sie in Schlacht um den Kemmel (Teil der Vierten Flandernschlacht), vor Soissons und Reims und im Rahmen der Hunderttageoffensive bei der zweiten Schlacht von Cambrai. Die alliierte Aufklärung stufte die Division als "Elite-Division" ein.[2][3]

Ende August 1918 marschierten die stark dezimierten Regimente, über Stätten die sie aus den Jahren bis 1916 gut kannte, zur Rekonvaleszenz nach Bohain. Dort sollten Deputationen seiner Bestandteile am Sedantag an dem ehemaligen Kommandierenden General des Reserve-Korps, Max von Boehn (dem Sieger an der Aisne), vorbeiparadierten. Es sollte deren letzte sein.

Sie wurde 1919 im Rahmen der Demobilisierung nach dem Ersten Weltkrieg aufgelöst.

[Bearbeiten] Gliederung

[Bearbeiten] Mobilmachung

[Bearbeiten] Kriegsgliederung vom 28. März 1918

  • 81. Infanterie-Brigade
    • Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 76
    • Infanterie-Regiment Lübeck (3. Hanseatisches) Nr. 162
    • Schleswig-Holsteinisches Infanterie-Regiment Nr. 163
  • 1. Eskadron/Reserve-Husaren-Regiment Nr. 6
  • Artillerie-Kommandeur Nr. 110
    • Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 17
  • Stab Pionier-Bataillon Nr. 317
    • 4. Kompanie/Pionier-Bataillon Nr. 9
    • Pionier-Kompanie Nr. 340
    • Minenwerfer-Kompanie Nr. 217
  • Divisions-Nachrichten-Kommandeur Nr. 417

[Bearbeiten] Kommandeure

Dienstgrad Name Datum[4][6]
Generalleutnant Gustav Wagener 1914
Generalmajor Richard von Kraewel September bis November 1914
Generalmajor Max Schwarte November 1914 bis 13. Februar 1915
Generalmajor/Generalleutnant Ernst von Hoeppner 14. Februar bis 29. Juni 1915
Generalmajor Ernst von Ziethen 30. Juni 1915 bis April 1916
Generalleutnant Hugo Freiherr von Freytag-Loringhoven April bis Dezember 1916
Generalmajor Ernst von Reuter Dezember 1916 bis 14. April 1917
Generalmajor/Generalleutnant Albert von Mutius 15. April 1917 bis 9. Januar 1919

[Bearbeiten] Verweise

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

  • Ruhmeshalle unserer alten Armee, 5. Auflage, Berlin
  • Ehrenrangliste des ehemaligen Deutschen Heeres auf Grund der Ranglisten von 1914 mit den inzwischen eingetretenen Veränderungen, Berlin 1926
  • Hanns Möller: Die Geschichte der Ritter des Ordens „pour le merite“ im Weltkrieg 1914-1918 - Abschnitt: Generalleutnant v. Mutius; Deutsches Wehrkundearchiv 2007, DW-34001-00

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Hugo Gropp:Hanseaten im Kampf; im Auftrage des 'Verein ehem. Angehöriger Reserve 86 e. V.', 1932 Hamburg
  2. Histories of Two Hundred and Fifty-One Divisions of the German Army which Participated in the War (1914-1918), compiled from Records of Intelligence Section of the General Staff , American Ecpeditionary Forces, at General Headquarters, Chaumont, France 1919 (1920), S. 279-282
  3. Hanns Möller: Die Geschichte der Ritter des Ordens „pour le merite“ im Weltkrieg 1914-1918 - Abschnitt: Albert von Mutius; Deutsches Wehrkundearchiv 2007, DW-34001-00
  4. a b Otto Dziobek: Geschichte des Infanterie-Regiments Lübeck (3. hanseatisches) Nr. 162. 1. Auflage 1922.
  5. Hermann Cron et al., Ruhmeshalle unserer alten Armee (Berlin, 1935).
  6. en: militärpass.net
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