Apple Pay

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Apple Pay
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Entwickler Apple
Erscheinungsjahr Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 20.10.2014
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich 14.07.2015
KanadaKanada 17.11.2015
AustralienAustralien 19.11.2015
China VolksrepublikVolksrepublik China 18.02.2016
SingapurSingapur 19.04.2016
SchweizSchweiz 07.07.2016
FrankreichFrankreich 19.07.2016
HongkongHongkong 20.07.2016
RusslandRussland 04.10.2016
NeuseelandNeuseeland 13.10.2016
JapanJapan 25.10.2016[1]
SpanienSpanien 01.12.2016[2]
IrlandIrland 07.03.2017
TaiwanRepublik China (Taiwan) 29.03.2017
ItalienItalien 17.05.2017
DanemarkDänemark 24.10.2017
FinnlandFinnland 24.10.2017
SchwedenSchweden 24.10.2017
Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate 24.10.2017[3]
Betriebssystem iOS 8.1 und neuer
watchOS
Kategorie Mobile-Payments
Lizenz Proprietär
deutschsprachig ja
apple.com

Apple Pay ist ein Zahlungssystem des US-amerikanischen Unternehmens Apple für hauseigene, mobile Geräte. Es wurde am 20. Oktober 2014 in den Vereinigten Staaten für das iPhone 6 und 6 Plus eingeführt. Das Zahlungssystem arbeitet mittels Near Field Communication (NFC), sowie über die hauseigene App Wallet. Zahlungen sind auch über die hauseigene Smartwatch Apple Watch möglich. Das Zahlungssystem wurde am 9. September 2014 auf einer iPhone-Veranstaltung für den US-amerikanischen Markt vorgestellt.

Ab dem 14. Juli 2015 beginnend im Vereinigten Königreich[4] wurde der Dienst sukzessive in weiteren Ländern zur Verfügung gestellt (Siehe Infobox).

Das System kann außerdem genutzt werden, um Zahlungen in dafür vorgesehenen Apps durchzuführen.[5] Apple verlangt von den Banken eine Umsatzgebühr in Höhe von 0,15 %.[6]

Funktionsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei jeder Transaktion wird die Device Account Number entweder mittels Near Field Communication im stationären Handel oder im Online-Handel per Internet an den Verkäufer übermittelt. Die Device Account Number ist eine zufällig generierte 16-stellige Repräsentation der Kreditkartennummer und kann als Token verstanden werden. Diese wird im Chip Secure Element gespeichert, die vom Betriebssystem isoliert und nicht Teil des Backups ist. Unterschiedliche Geräte erhalten bei der Einrichtung der Kreditkarteninformation unterschiedliche Device Account Numbers zugewiesen. Beim Eintragen einer neuen Kreditkarte in Wallet werden neben den konkreten Kartendaten auch Geräteinformationen wie die letzten Ziffern der Mobilfunknummer oder der Gerätename sowie der ungefähre Standort an die ausgebende Bank weiter geleitet, um Missbrauch beim Hinterlegen der Kartendaten zu vermeiden. Auf einem Gerät hinterlegte Kartendaten können jederzeit vom Nutzer wieder gelöscht werden. Bei Verlust des Geräts kann dies über Mein iPhone suchen oder über die iCloud-Einstellungen auch ohne direkten Zugriff darauf geschehen.

Listen im dazugehörigen Bankennetzwerk ermöglichen die Zuordnung der Device Account Number zu den hinterlegten Kreditkarten. Der Verkäufer überträgt diese Nummer an das zugehörige Bankennetzwerk und erhält eine Freigabe für die Transaktion. Daraufhin übermittelt er den zu zahlenden Betrag und seine ID an das Gerät des Käufers. In einem zweiten Schritt muss nun der Apple-Pay-Nutzer dies mittels seiner Touch ID beziehungsweise Apple Watch bestätigen.[7] Die Bestätigung erfolgt mittels eines Kryptogramms, in dem unter anderem eine einmalige Card Validation Code (CVV), der Betrag, der Verkäufer und die Authentifizierung des Apple-Pay-Nutzer an seinem spezifischen Gerät codiert gespeichert sind. Der Aufbau des Kryptogramms ist nicht veröffentlicht und daher kann die Vollständigkeit dieser Angaben nicht überprüft werden. Das Kryptogramm wird über den Verkäufer an das Bankennetzwerk weitergeleitet und die Zahlung durchgeführt.

Während der gesamten Übertragung werden weder die Kreditkartennummer noch sonstige sensiblen Daten übertragen, mit Ausnahme der Adresse, falls Postversand gewünscht wird. Die Device Account Number ist nur mit einem gültigen Kryptogramm nützlich und kann nur für Transaktionen mittels eines einzigen spezifischen Apple-Geräts genutzt werden.[8][9] Laut Apple werden die für Apple Pay erforderlichen Kartendaten weder auf dem Gerät noch auf Apples Servern gespeichert.[10][11] Die eigentliche Kartennummer ist somit für keine der an einer Transaktion beteiligten Parteien mehr ersichtlich.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Analyst Craig Hettenbach von Morgan Stanley sieht die Vorteile von Apple Pay im großen Kundenstamm von Apple, den Sicherheitsfunktionen sowie der Abstimmung mit Großbanken, die alle das geplante System unterstützen. Bisherige NFC-Bezahlsysteme legten ihren Fokus entweder auf Kosteneffektivität oder Nutzerfreundlichkeit. Apple habe beide Aspekte in einem Produkt vereint.[12]

Einführung und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen erklärte im November 2015, dass der Dienst in über einer Million US-Geschäften angeboten werde.[13]

Zum Zeitpunkt der Einführung in der Schweiz im Juli 2016 unterstützen rund 70 % der Zahlterminals Apple Pay.[14]

In Deutschland wurde Apple Pay noch nicht offiziell eingeführt. Von ausländischen Kunden, in deren Heimatland Apple Pay verfügbar ist, kann es jedoch in Deutschland an kompatiblen POS-Terminals [15] (ExpressPay, D-PAS, PayPass, PayWave) des Einzelhandels genutzt werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Apple Pay to launch in Japan, New Zealand and Russia this year. In: appleinsider.com. Abgerufen am 11. September 2016.
  2. Apple Pay Now Live in Japan - Mac Rumors. In: macrumors.com. Abgerufen am 24. Oktober 2016.
  3. Apple Pay Launches in Denmark, Finland, Sweden, and UAE. In: macrumors.com. Abgerufen am 24. Oktober 2017 (englisch).
  4. Apple Pay expected to go live in the U.K. on July 14th. 9to5Mac. 4. Juli 2015. Abgerufen am 27. August 2015.
  5. Apple Pay. Apple. Abgerufen am 10. September 2014.
  6. Apple Pay: Apple nimmt sich 15 Cent je 100 US-Dollar, maclife.de am 13. September 2014
  7. Apple Pay – Alles was du darüber wissen musst. bluemind.tv. Abgerufen am 11. September 2014.
  8. Apple Pay, abgerufen am 7. Januar 2015
  9. Yoni Heisler: Apple Pay: An in-depth look at what's behind the secure payment system, The Unofficial Apple Weblog, 2. Oktober 2014, abgerufen am 7. Januar 2015
  10. Apple Pay security and privacy overview. Apple, abgerufen am 8. Oktober 2014
  11. iOS Security. Apple, abgerufen am 8. Oktober 2014
  12. Apple Pay hat den entscheidenden Marktvorteil, macerkopf.de am 8. Oktober 2014
  13. Apple Pay is accepted in over a million stores. And counting.. Abgerufen am 14. November 2015. 
  14. http://www.nzz.ch/digital/bezahlsystem-apple-pay-startet-in-der-schweiz-ld.104159
  15. Apple Pay im Geschäft als Zahlungsmethode anbieten. In: Apple Support. (apple.com [abgerufen am 22. Oktober 2017]).