Chevrolet Cavalier

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Chevrolet Cavalier
Produktionszeitraum: 1981–2005,
China: seit 2016
Klasse: Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine, Kombi, Coupé, Kombicoupé, Cabriolet
Vorgängermodell: Chevrolet Monza
Nachfolgemodell: Chevrolet Cobalt

Der Chevrolet Cavalier ist ein von Frühjahr 1981 bis Mitte 2005 hergestellter Wagen der unteren Mittelklasse des US-amerikanischen Herstellers General Motors. In Japan wurde er auch als Toyota Cavalier angeboten.

Für ein von Shanghai GM in China seit September 2016 gebautes Fahrzeug unterhalb des Chevrolet Cruze wird der Name wiederverwendet.

Cavalier (1981–1994)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1. Generation
Chevrolet Cavalier Sedan (1984–1988)

Chevrolet Cavalier Sedan (1984–1988)

Produktionszeitraum: 1981–1994
Karosserieversionen: Limousine, Kombi, Coupé, Kombicoupé, Cabriolet
Motoren: Ottomotoren:
1,8–3,1 Liter
(63–104 kW)
Länge: 4303–4630 mm
Breite: 1676–1684 mm
Höhe: 1321–1382 mm
Radstand: 2570 mm
Leergewicht: 1011–1295 kg

Im Mai 1981 präsentierte Chevrolet auf der GM-J-Plattform (intern „J-Car“) den technisch wie optisch dem Opel Ascona C eng verwandten Cavalier der ersten Generation mit 1,8-Liter-Vergaser-Motor und Frontantrieb als viertürige Limousine, Stufenheckcoupé, Fließheckcoupé mit Heckklappe und fünftürigen Kombi.

Mit einer Länge von knapp 4,40 Meter fiel der Cavalier für US-Verhältnisse recht kompakt aus. Die Ausstattungsstufen reichten vom Einstiegsmodell Cadet über den Basis-Cavalier bis zum Spitzenmodell CL. Der Normverbrauch von 7,9 Litern auf 100 Kilometer überzeugte, der schwächliche 65 kW (89 PS) starke Motor enttäuschte dagegen.

Wichtigste Änderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1983: Entfall von Cadet und Basis-Fließheckcoupé, durchgängig abgespeckte Ausstattung und günstigere Preise, Ausstattungsbezeichnungen: Basis/CL/CS. Fünfganggetriebe gegen Aufpreis. Neuer Zweiliter-Einspritzer mit ebenfalls 65 kW, aber mehr Drehmomentfülle, ersetzt 1,8-Liter. Januar 1983: Einführung des Cavalier Convertible (Cabriolet).
  • 1984: Neue Frontpartie mit Doppelscheinwerfern. Entfall von Stufen- und Fließheckcoupé in Basis- und CS-Ausstattung, Ausstattungsstufen jetzt: Basis/CS/Type 10 (neu, nur als zwei- und dreitüriges Coupé und Cabriolet).
  • 1985: Gegen Aufpreis in allen Modellen 2,8-Liter-V6 mit Einspritzung und 93 kW (127 PS).
  • 1986: Neue Sportversion Z24 als zwei- oder dreitüriges Coupé mit eingespritztem High-Output-2,8-Liter-V6 und 90 kW (122 PS). Ausstattungsstufen Basis, CS, RS (ersetzt Type 10) und Z24.
  • 1987: Auf Wunsch Getrag-Fünfganggetriebe. Vierzylinder mit elektronischer Zündung und jetzt 66 kW (90 PS). V6 mit Alu-Zylinderköpfen leistet jetzt 93 bzw. im Z24 97 kW (132 PS).
  • 1988: Facelift mit neuer Frontpartie und neuem Dach (Coupé). Entfall des Fließheckcoupés. Fünfganggetriebe durchgängig serienmäßig. Ausstattungsstufen Basis-RS-Z24. Cabriolet rutscht aus der RS- in die Z24-Serie.
  • 1989: Neues Einstiegsmodell VL (Value Leader), nur als Coupé. RS-Ausstattung entfällt.
  • 1990: Zweiliter auf 2,2 Liter vergrößert (71 kW/96 PS), V6 jetzt 3,1 Liter groß (101 kW/137 PS). Entfall Cabriolet. VL jetzt auch als Limousine und Kombi.
  • 1991: Wiedereinführung der RS-Modelle inklusive Cabriolet. Ausstattungsstufen VL-RS-Z24.
  • 1992: ABS und Zentralverriegelung bei allen Modellen serienmäßig. Cabriolet als RS und als Z24 lieferbar. Vierzylinder jetzt 82 kW (112 PS) stark, V6 jetzt mit 104 kW (142 PS).
  • 1993: Preissenkungen, bessere Geräuschdämmung.
  • 1994: Entfall des VL Kombi, Vierzylinder jetzt mit 90 kW. Auslauf der Produktion im Sommer.

Vom Cavalier der ersten Generation entstanden insgesamt 3,71 Millionen Exemplare, darunter gut 76.000 Cabriolets.

Schwestermodelle des ersten Cavalier waren:

Die gleiche Plattform nutzten auch:

Cavalier (1994–2005)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2. Generation
Chevrolet Cavalier Coupé (1994–1999)

Chevrolet Cavalier Coupé (1994–1999)

Produktionszeitraum: 1994–2005
Karosserieversionen: Limousine, Coupé, Cabriolet
Motoren: Ottomotoren:
2,2–2,4 Liter
(86–112 kW)
Länge: 4580 mm
Breite: 1712 mm
Höhe: 1351–1392 mm
Radstand: 2645 mm
Leergewicht: 1186–1313 kg

Im Herbst 1994 ersetzte die zweite Generation den mittlerweile recht betagten Vorläufer. Den Cavalier gab es als zweitüriges Coupé und viertürige Stufenhecklimousine sowie als Cabriolet.

Die komplette Neukonstruktion war etwas kürzer, bot aber dennoch mehr Platz im Innenraum. Unter der aerodynamisch günstigeren Karosserie verrichteten weiterhin der 2,2-Liter-Vierzylinder mit 90 kW (122 PS) oder im Z24 ein neuer 2,3-Liter-Vierzylinder mit 16 Ventilen und zwei obenliegenden Nockenwellen der Quad-Four-Serie mit 112 kW (152 PS) ihren Dienst.

Von 1995 bis 2000 wurde eine Rechtslenkerversion als Toyota Cavalier in Japan verkauft.

1996 kam ein neuer 2,4-Liter-DOHC-Vierzylinder (112 kW) in das Programm, der den 2,3-Liter im Z24 ersetzte und in anderen Modellen gegen Aufpreis erhältlich war. Die LS-Ausstattung besaß nun serienmäßig eine Viergang-Automatik.

Mit verbessertem Seitenaufprallschutz und der neuen zusätzlichen Ausstattungsstufe RS (nur Coupé) startete der Cavalier in das Jahr 1997.

1998 wurde das Cabriolet mit LS-Ausstattung Teil der Z24-Reihe. Der Basis-Vierzylinder leistete nur noch 86 kW (117 PS), verfügte aber über gesteigerte Laufruhe.

Modellpflege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Spätsommer 1999 kam die Baureihe in den Genuss einer Überarbeitung, was außen jedoch nur an Details wie geänderten Schürzen sichtbar war. Eine wirkliche Neuheit war die Einführung des Cavalier Bi-Fuel, der mit Benzin und Erdgas betrieben werden konnte.

Im Herbst 2002 kam ein 2,2-Liter-Vierzylinder-Motor aus der GM-Ecotec-Familie unter die Haube der Baureihe. Dieses Aggregat war als einzige Motorisierung für alle Versionen orderbar.

Anfang 2003 wurde ein tiefgreifenderes Facelift vorgenommen. Besonderes Merkmal war der nun in der Chevrolet-Familie übliche Kühlergrill mit einer Querstrebe, auf der das Markenlogo angebracht war.

Im Juni 2005 stellte Chevrolet die Produktion des Cavalier ein. Die Gesamtstückzahl bis einschließlich des Jahres 1999 belief sich auf 1,24 Millionen Einheiten, davon entfielen knapp 20.000 Exemplare auf die Cabriolets.

Das Schwestermodell des Cavalier der zweiten Generation war der Pontiac Sunfire. Nachfolger des Sunfire war ab Sommer 2005 der Chevrolet Cobalt.

Cavalier (seit 2016)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

3. Generation

Bild nicht vorhanden

Produktionszeitraum: seit 2016
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotoren:
1,5 Liter
(83 kW)
Länge: 4544 mm
Breite: 1779 mm
Höhe: 1467 mm
Radstand: 600 mm
Leergewicht: 1185–1225 kg

Am 2. September 2016 kam die dritte Generation des Cavalier in China auf den Markt. Das Fahrzeug wird von Shanghai GM gebaut und ist ein überarbeiteter Cruze der ersten Generation. Der Cavalier wird parallel zur zweiten Cruze-Generation verkauft, der Preis liegt jedoch unter dieser.[1]

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1.5
Bauzeitraum seit 09/2016
Motorkenndaten
Motortyp R4-Ottomotor
Hubraum 1485 cm³
max. Leistung bei min−1 83 kW (113 PS) / 6000
max. Drehmoment bei min−1 141 Nm / 4000
Kraftübertragung
Antrieb, serienmäßig Vorderradantrieb
Getriebe, serienmäßig 5-Gang-Schaltgetriebe
Getriebe, optional [6-Stufen-Automatikgetriebe]
Messwerte
Höchstgeschwindigkeit
Beschleunigung, 0–100 km/h
Kraftstoffverbrauch auf 100 km (kombiniert) 5,4 l Super [5,8 l Super]
Leergewicht 1185 kg [1225 kg]

Werte in eckigen Klammern gelten für Modelle mit Automatikgetriebe

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • James M. Flammang, Ron Kowalke: Standard Catalog of American Cars, 1976–1999. 3rd edition. Krause Publications, Iola WI 1999, ISBN 0-87341-755-0.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chevrolet Cavalier Will Hit The Chinese Car Market In September. 25. Juli 2016, abgerufen am 29. September 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chevrolet Cavalier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien