Chevrolet Malibu

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Chevrolet Malibu/Classic
Produktionszeitraum: 1978–1982
seit 1997
Klasse: Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine, Kombilimousine, Kombi, Coupé
Vorgängermodell: Chevrolet Chevelle (Serie 1A)

Der Chevrolet Malibu ist ein Pkw-Modell der Mittelklasse, der von Frühjahr 1978 bis Ende 1982 von Chevrolet in den USA als Nachfolger des Chevelle gebaut wurde. Im Frühjahr 1997 wurde mit gleichem Namen eine Limousine als Nachfolger des Chevrolet Corsica aufgelegt.

Der Name leitet sich vom kalifornischen Badeort Malibu ab.

Modellgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malibu/Malibu Classic (Serie 1A, 1978–1982)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1. Generation
Chevrolet Malibu Coupé (1978–1980)

Chevrolet Malibu Coupé (1978–1980)

Produktionszeitraum: 1978–1982
Karosserieversionen: Limousine, Kombi, Coupé
Motoren: Ottomotoren:
3,3–5,7 Liter
(69–125 kW)
Dieselmotoren:
4,3–5,7 Liter (62,5–77 kW)
Länge: 4895–5022 mm
Breite:
Höhe:
Radstand: 2746 mm
Leergewicht: 1351–1536 kg

Im Frühjahr 1978 wurde der Malibu, der Bestseller der Chevrolet-Chevelle-Reihe, zu einer eigenständigen Modellreihe. Damit war er Chevrolets zweite verkleinerte Serie nach dem Caprice von 1977.

Das neue Fahrgestell war um mehr als 30 cm kürzer und die Fahrzeuge – je nach Modell – um 250 bis 500 kg leichter als der Vorgänger, boten aber mehr Fuß- und Kopffreiheit im Innenraum und einen größeren Kofferraum.[1] Es gab die zwei Ausstattungsvarianten Malibu und Malibu Classic. Die Landau-Coupés der Malibu-Classic-Reihe besaßen eine Zweifarbenlackierung und ein Vinyldach.

Es gab vier Karosserievarianten: ein zweitüriges Coupé, ein zweitüriges Landau-Coupé, eine viertürige Limousine und einen fünftürigen Kombi. Die Limousine besaß ursprünglich eine konservative Stufenheckform mit sechs Fenstern im Gegensatz zu den Fließheckkarosserien von Oldsmobile und Buick. Um Kosten zu sparen, ließen sich die Fenster in den hinteren Türen nicht öffnen, dafür konnte man kleine Lüftungsfenster in Limousine und Kombi öffnen.

Im Spätsommer 1980 erhielten die Limousinen eine Vier-Fenster-Form mit einer senkrecht stehenden Heckscheibe.

Das zweitürige Coupé wurde bis Ende 1981 hergestellt. Ab Herbst 1981 präsentierten sich die Malibu-Modelle leicht überarbeitet mit rechteckigen Doppelscheinwerfern und darunterliegenden länglichen Blinkleuchten.

Ende 1982 lief die Produktion aus.

Für Sammler ist besonders der (auf dem Malibu basierende) El Camino interessant. Die Coupés wurden häufig zu Muscle-Cars umgebaut, auch wenn diese nicht so beliebt waren wie die der ersten und zweiten Generation.

Polizeiausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der viertürige Malibu wurde auch als Flottenfahrzeug eingesetzt, insbesondere bei Polizei und Justizbehörden. Nachdem der Nova 1979 eingestellt wurde, wurde die 9C1-Polizeiausstattung (nicht zu verwechseln mit der 9C1 des Chevrolet Impala) auf den Malibu übertragen, so dass dieser als Polizeifahrzeug mittlerer Größe diente.

M80-Sportpaket[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab Werk gab es kein Malibu-Modell mit SS-Ausstattung. Ein Super-Sport-Paket war nur für den El Camino erhältlich. Im Modelljahr 1980 gab es bei Händlern in Nord- und Süd-Carolina ein äußerst seltenes Malibu-M80-Paket, um die Ära der Muscle Cars wiederzubeleben. Hauptsächlich aber war es für NASCAR-Fans gedacht, die regelmäßig zum Darlington Raceway fuhren. Heute ist nicht mehr bekannt, wie viele Pakete verkauft wurden oder wie viele damit ausgerüstete Fahrzeuge noch existieren (man rechnet mit 1900 Fahrzeugen).

Alle M80-Ausführungen waren weiß lackiert mit dunkelblauen Einzelsitzen und einer Mittelkonsole. Die Basis des M80 war das zweitürige Sportcoupé mit F41-Sportfahrwerk und 5,0-l-V8-Motor mit 145 PS (107 kW). Das M80-Paket bestand aus zwei blauen Zierstreifen mit M80-Beschriftung für die Türen, Front- und Heckspoilern und Rallye-Stahlrädern.

Produktion in Mexiko[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Mexiko stellte GM diese Generation des Malibu in den Modelljahren 1979 bis 1981 im Werk Ramos Arizpe her. Die mexikanische Version gab es in drei Ausstattungslinien – Chevelle, Malibu und Malibu Classic – und in zwei Karosserieformen – Limousine und Coupé – mit 4,1-l-R6-Motor oder 5,7-l-V8-Motor mit 260 PS (191 kW). Die letztgenannte Maschine gehörte beim Malibu Classic zur Serienausstattung, was deswegen möglich war, da in Mexiko nicht so strenge Emissionsbestimmungen wie in den USA galten.

Taxis für den Irak[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1981 produzierte GM Canada im Werk Oshawa 25.500 Malibu-Limousinen für Saddam Husseins Irakische Regierung. Das Geschäft soll ein Volumen von weit über 100 Millionen CAD gehabt haben. Diese Malibu-Modelle wichen von den übrigen Versionen ab und waren mit dem schwächsten 3,8-l-V6-Motor mit 110 PS (81 kW) in Verbindung mit einem manuellen Dreiganggetriebe mit Mittelschaltung ausgestattet. Alle diese Fahrzeuge waren weiß lackiert und verfügten über Klimaanlage, Hochleistungskühlsystem, eine strapazierfähige Polsterung und 14″-Stahlfelgen mit „Babymond“-Achskappen sowie Radzierringen.

Von den 25.500 Exemplaren der Malibu Limousine wurden allerdings nur 13.000 Einheiten tatsächlich in den Irak ausgeliefert, wovon der größte Teil als Taxi in Bagdad eingesetzt wurde. Zu diesem Zweck wurden die Kotflügel orangefarben lackiert. 1982, als noch ca. 12.500 Exemplare entweder an den Docks in Halifax oder in Oshawa auf ihre Verschiffung warteten, stornierte der Irak plötzlich den Auftrag [2]. Als Gründe dafür wurden angeblich verschiedene „Qualitätsprobleme“ angegeben, so u. a. die Probleme der arabischen Fahrer, das hakelige manuelle Saginaw-Getriebe zu schalten. Das Problem konnte schließlich vor Ort durch eine Neueinstellung der Kupplungen von einer kanadischen Techniker-Crew gelöst werden.

Später wurde vermutet, dass die Iraker sich aus finanziellen Gründen von diesem Geschäft zurückziehen mussten, da der eskalierende Konflikt mit dem Iran immer mehr Geld verschlang. Anfangs versuchte der Direktor von GM Canada, Donald Hackworth, die Wagen an andere Länder im Nahen Osten zu verkaufen. Schließlich wurden die verbleibenden „irakischen Taxis“ an Kunden in Kanada zu einem vergleichsweise niedrigen Stückpreis von 6800 CAD verkauft. Über die Jahre erlangten diese Fahrzeuge einen gewissen „Kultstatus“.

Die GM-G-Plattform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Malibu baute auf dem gleichen überarbeiteten GM-G-Plattform wie der Pontiac Grand Prix, der Oldsmobile Cutlass Supreme und der Buick Regal. 1982 war das letzte Produktionsjahr des Malibu Classic.

Es gab viertürige Limousinen und viertürige Kombis mit den gleichen Sonderausstattungen wie die neuen frontgetriebenen Kombi-Modelle auf Basis des GM-A-Plattform (ab 1984), bis das Modell 1984 durch den frontgetriebenen Celebrity abgelöst wurde. Die Produktion der Limousinen und Kombis wurde eingestellt, nur der El Camino wurde noch bis 1987 weitergebaut.

Modellautos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

GM vertrieb ein 1:25-Werbemodell des El Camino aus Kunststoff vom Hersteller MPC, das von 1978 bis mindestens 1982 jährlich überarbeitet wurde. Bausatzversionen davon wurden ebenfalls hergestellt, später gab es entsprechende Werbemodelle vom Camino SS. Der Hersteller Monogram baute auch ein Modell des 1978er El Camino im damals üblichen, etwas größeren Maßstab 1:24 und ebenso eine 1979er Malibu-Limousine mit Polizeipaket als vereinfachtes 1:32-Schnellmontagemodell. Beide Modelle wurde mehrfach aufgelegt.

Während die Karosserie des Chevrolet Chevelle der zweiten Serie häufig und in verschiedenen Maßstäben als Druckgussmodell und als Spielzeugauto nachgebaut wurde, gab es von der verkleinerten Generation des Malibu nur wenige Ausführungen. Der Hersteller Maisto brachte ein Modell des El Camino mit rechteckigen Doppelscheinwerfern heraus.

Malibu/Classic (Serie 1N, 1997–2005)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2. Generation
Chevrolet Malibu (1997–2000)

Chevrolet Malibu (1997–2000)

Produktionszeitraum: 1997–2005
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotoren:
2,2–3,1 Liter
(106–127 kW)
Länge: 4836 mm
Breite:
Höhe:
Radstand: 2718 mm
Leergewicht: 1382–1394 kg

Ein neuer, frontgetriebener Malibu wurde Anfang 1997 auf der Basis der verlängerten GM-N-Plattform (bzw. anfangs[3] P90-Plattform) eingeführt, auf dem auch der Buick Skylark, der Oldsmobile Achieva, der Oldsmobile Alero und der Pontiac Grand Am aufbauten.

Die Malibu-Modelle der Serie 1N wurden zunächst im Montagewerk in Oklahoma City hergestellt, das 2001 für den Bau der SUV auf der GMT360-Plattform umgerüstet wurde. Bis 1999 wurden sie auch im Montagewerk in Wilmington gebaut, dessen Umrüstung dann für den Bau der Saturn L-Serie erfolgte. Anschließend wurde die Fertigung des 1N nach Lansing (Michigan) verlegt.

Der Oldsmobile Cutlass war das Parallelmodell zum Malibu und ersetzte den Cutlass Ciera. Der Malibu beerbte den Chevrolet Corsica. Motorisiert war der Malibu 1N mit einem 2,4-l-Reihenvierzylinder-Motor mit einer maximalen Leistung von 150 hp (112 kW) oder einem 3,1-l-V6-Motor mit maximal 155 hp (116 kW).[4] Die maximale Leistung des 3,1-l-V6-Motor wurde 2000 auf 170 hp (127 kW) erhöht, der Motorcode änderte sich von L82 auf LG8;[5] der Vierzylindermotor entfiel. Die Zeitschrift Motor Trend[6] kürte den Malibu zum Motor Trend's 1997 Car of the Year.

Chevrolet Malibu (2000–2003)

Der Malibu besaß von Frühjahr 1997 bis Sommer 2000 einen Kühlergrill mit einem silbernen Malibu-Logo in der Mitte, während bei den Malibu-Modellen sowie den Classic-Versionen von Herbst 2000 bis Ende 2003 war das blaue Chevrolet-Emblem am Kühlergrill gebracht. Die LS-Modelle besaßen teilweise spezielle goldene Embleme (den Namen Malibu und das Logo) am Heck der Fahrzeuge.

Als Anfang 2004 ein neues Modell auf Basis der GM-N-Plattform eingeführt wurde, benannte man die bisherige Generation in Chevrolet Classic um[7] und behielt sie für Leihwagen- und Flottenfahrzeuge noch bis Ende 2005 weiterhin im Programm. Zudem führte man für den Chevrolet Classic einen neuen 2,2-l-R4-Motor aus der Ecotec-Baureihe ein.

Malibu Cruiser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Konzeptfahrzeug Chevrolet Malibu Cruiser der wurde erstmals auf der SEMA-Show 2001 gezeigt. Der Wagen ist in der BASF-Farbe „Sublime Lime“ lackiert und besitzt einen getunten, turboaufgeladenen V6-Motor mit der Bezeichnung „3500 SFI 60° V6“, einer maximalen Leistung von 230 PS (169 kW) bei 5000 min−1; einem maximalen Drehmoment von 380 Nm bei 2900 min−1, ein Viergang-Automatikgetriebe des Typs 4T65-E mit Overdrive, 8″×19″-Räder von Evo und Toyo-Proxes-TI-S-Hochleistungsreifen.

Die äußeren Umbauten umfassen Gasentladungs-(HID)-Scheinwerfer (mit Abblend- und Fernlicht) und Klarglasheckleuchten (Altezza lights) sowie ein Custom-Karosseriepaket. Es gibt auch diverse Umbauten im Inneren, u. a. eine Mittelkonsole über die gesamte Länge des Innenraums, vier schwarze Sparco-Leder-Sportsitze und eine Kenwood-Musikanlage (mit Radio, 10-fach-CD- und -DVD-Wechsler, verschiedene Verstärker und Lautsprecher und einen Fernseher).[8]

Chevrolet wollte diesen Cruiser nie in Serie bauen, aber jungen Käufern zeigen, dass man den Wagen nach eigenem Geschmack gestalten könnte.

Malibu (Serie 1N, 2003–2008)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

3. Generation
Chevrolet Malibu (2003–2006)

Chevrolet Malibu (2003–2006)

Produktionszeitraum: 2003–2008
Karosserieversionen: Limousine, Kombilimousine
Motoren: Ottomotoren:
2,2–3,9 Liter
(108–179 kW)
Länge: 4783 mm
Breite: 1775 mm
Höhe: 1461 mm
Radstand: 2700 mm
Leergewicht:

Ende 2003 wurde die dritte Generation auf den Markt gebracht.[9] Sie basierte auf der neuen Epsilon-Plattform, die auch der 2002 eingeführte Opel Vectra C nutzte. Der Vorgänger wurde bis Ende 2005 noch unter der Bezeichnung Chevrolet Classic für Autovermietungen produziert.

Der neue Malibu war in zwei Karosserieformen verfügbar:

als viertürige Stufenhecklimousine und als fünftürige Schrägheckversion, die als Malibu Maxx bezeichnet wurde und auf dem Opel Signum basierte.

Diese Malibu-Generation verfügt über einen großen Kühlergrill, der horizontal durch einen Chrombalken geteilt ist. Dieses Designelement wurde eingeführt, um das Aussehen der Malibu-Modelle in der Frontansicht dem der Pick-ups von Chevrolet anzugleichen.

Anfangs waren zwei Motoren für den Malibu erhältlich: ein 2,2-l-R4-Motor mit einer maximalen Leistung von 145 hp (108 kW) und ein 3,5-l-V6-Motor mit einer maximalen Leistung von 200 hp (149 kW).[10]

Im Sommer 2006 erhielt die Baureihe ein Facelift, wobei der Chrombalken im Kühlergrill entfiel. Im Modelljahr 2006 wurde das Modellprogramm um einen Malibu SS mit einem 3,9-l-V6-Motor und einer maximalen Leistung von 240 hp (179 kW) ergänzt.[11]

Der Malibu 1N wurde in Kansas City im US-Bundesstaat Kansas gebaut.

Die Produktion der Stufenhecklimousine wurde Ende 2007 eingestellt, das Modell blieb aber unter der Bezeichnung Malibu Classic für Flottenverkäufe weiterhin verfügbar. Die Fertigung des Schrägheckmodells Maxx endete Mitte 2008.

Malibu (Serie 1N, 2007–2012)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

4. Generation
Chevrolet Malibu LT (2007–2012)

Chevrolet Malibu LT (2007–2012)

Produktionszeitraum: 2007–2012
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotoren:
2,4–3,6 Liter
(126–188 kW)
Otto-Hybrid:
2,4 Liter (132 kW)
Länge: 4872 mm
Breite: 1786 mm
Höhe: 1450 mm
Radstand: 2852 mm
Leergewicht:

Ende 2007 stellte Chevrolet ein komplett neu entwickeltes und in den Ausmaßen gewachsenes Modell vor. Dieses basiert auf der gleichen Plattform (Epsilon-Plattform) wie die nicht mehr produzierten Saturn Aura und Opel Vectra C.[12] Der Chevrolet wurde in Kansas City (Missouri) und Lake Orion (Michigan) in den USA produziert. Hier wurde auch zeitweilig der inzwischen eingestellte Pontiac G6 gleichzeitig produziert.

Angetrieben wird der Malibu von einem 2,4-l-Reihenvierzylinder-Motor mit einer maximalen Leistung von 126 kW oder einem 3,6-l-V6-Motor mit maximal 188 kW. Die Leistungsübertragung erfolgt ausschließlich durch Automatikgetriebe mit vier Stufen (in Verbindung mit Vierzylindermotoren) bzw. sechs Stufen.

Ab Frühjahr 2008 war auch eine Mildhybrid-Version verfügbar, die aber nach nur einem Jahr wieder eingestellt wurde. Bei einer Einsparung von nur etwa 10 % waren die Verkaufszahlen zu niedrig.[13]

Anfang 2012 wurde die Produktion dieser Serie eingestellt.

Heckansicht

Malibu (2011–2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

5. Generation
Chevrolet Malibu (2011–2015)

Chevrolet Malibu (2011–2015)

Produktionszeitraum: 2011–2015
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotoren:
2,0–3,6 Liter
(108–193 kW)
Dieselmotor:
2,0 Liter (118 kW)
Länge: 4865 mm
Breite: 1855 mm
Höhe: 1465 mm
Radstand: 2737 mm
Leergewicht: 1595–1710 kg
Sterne im Euro-NCAP-Crashtest (2011)[14] 5 Sterne


Die fünfte Generation des Malibu wurde formal im Rahmen der Shanghai Motor Show im April 2011 vorgestellt.[15] Ab Oktober 2011 wurde sie in Südkorea angeboten und im Juli 2012 wurde sie weltweit eingeführt.

Wie schon für vorherige Neuentwicklungen von Chevrolet ersetzte auch dieses Modell mehrere bisherige Fahrzeuge zugleich: den vorherigen Malibu in den USA und in Europa den Chevrolet Epica. Letzterer wurde in Südkorea als Daewoo Tosca verkauft und in Australien als Holden Epica. Während die Marke Holden weiter bestehen blieb und der Wagen dort Holden Malibu hieß,[16] wurde er in Südkorea als Chevrolet vermarktet.[17]

Laut GM sollte der Wagen in „nahezu 100 Ländern auf 6 Kontinenten“ angeboten werden.[15] Fertigungsstätten gab es in Detroit und Kansas City in den USA sowie in Südkorea und China.

Der Wagen basiert auf der Epsilon-II-Plattform,[18] auf der auch beispielsweise der Opel Insignia A basiert. Das Design des Vorgängers wurde in dieser Generation weiter entwickelt. Ein auffälliges Merkmal sind die Rücklichter, die den Chevrolet Camaro der 5. Generation vor dessen Facelift zitieren.

Der Malibu wurde in den USA mit Vierzylinder-Ottomotoren und einem Mildhybrid-Antrieb der angeboten: Als Basismotor stand ein 2,5-l-Motor zur Verfügung, daneben wurde ein 2,4-l-Motor mit Mild-Hybridsystem (e-Assist) im Malibu Eco angeboten,[18] Basis für diese Kombination ist der in Europa angebotene 2,4-l-Motor,[19] der in den USA nur in Verbindung mit dem e-Assist-System verfügbar war.

Der Sechszylindermotor der letzten Generation entfiel, stattdessen kam ein 2,0-l-Turbomotor mit 193 kW (259 hp) zum Einsatz, der auch im Cadillac ATS und im Buick Verano verbaut wird. In Europa wurde neben dem Vierzylinder-Motor ein 2,0-l-Dieselmotor angeboten,[19] der in ähnlicher Form auch im Chevrolet Cruze J300 Verwendung fand.

Ab dem Modelljahr 2014, das ab Herbst 2013 verkauft wurde, wurde das Modell mit einem Facelift produziert.[20] Dabei entfiel das Mildhybrid-Modell; es kam ein neuer 2,5-l-Ottomotor mit einer maximalen Leistung von 196 hp (146 kW) zum Einsatz. Beim Fahrzeugexterieur wurde der unter anderem der Frontstoßfänger überarbeitet.[21]

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2.0 2.4 2.5 3.0 V6 2.0
Markt China USA Arabischer Raum
Motor Ottomotor Dieselmotor
Motorbauart Reihenmotor V-Motor Reihenmotor
Zylinderzahl 4 6 4
Hubraum in cm³ 1998 2384 2499 2997 1956
max. Leistung in kW (PS) bei min−1 108 (147) bei 6200 123 (167) bei 5800 147 (197) bei 6300 196 (263) bei 6900 118 (160) bei 4000
max. Drehmoment in Nm bei min−1 190 bei 4600 225 bei 4600 259 bei 4400 290 bei 5600 350 bei 1750
Getriebe, serienmäßig 6-Stufen-Automatik­getriebe 6-Gang-Schaltgetriebe 6-Stufen-Automatik­getriebe 6-Gang-Schalt­getriebe
Getriebe, optional - 6-Stufen-Automatik­getriebe - 6-Stufen-Automatik­getriebe
Höchstgeschwindigkeit in km/h - 204–206 k. A. 220 204
Beschleunigung, 0–100 km/h - 9,5–10,2 s k. A. 7,9 s 9,7–9,9 s
CO2-Emissionen in g/km k. A. 184–188 k. A. k. A. 134–147
Tankinhalt in l 70 73 62 k. A. 73

Zulassungszahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im ersten Verkaufsjahr 2012 wurden in der Bundesrepublik Deutschland 422 Malibu neu zugelassen. 2013 waren es 480 und 2014 28 Fahrzeuge.

Malibu (seit 2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

6. Generation
Chevrolet Malibu (seit 2015)

Chevrolet Malibu (seit 2015)

Produktionszeitraum: seit 2015
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotoren:
1,3–2,5 Liter
(115–184 kW)
Ottomotor:
1,8 Liter (94 kW)
+ 2 Elektromotoren: 60 + 54 kW
Dieselmotoren:
1,6 Liter
(100 kW)
Länge: 4923 mm
Breite: 1854 mm
Höhe: 1470–1477 mm
Radstand: 2829 mm
Leergewicht: 1400–1515 kg

Am 1. April 2015 wurde auf der New York International Auto Show die sechste Generation des Malibu der Öffentlichkeit präsentiert. Seit Ende 2015 ist sie erhältlich, in Europa wird das Fahrzeug nicht verkauft. In China wird parallel zur neuen Generation, die als Malibu XL vertrieben wird, noch das Vorgängermodell verkauft. Im Modelljahr 2019 erhielt das Fahrzeug ein Facelift.[22] Der Malibu XL für China wurde auf der Guangzhou Auto Show in einer Faceliftversion präsentiert.[23]

Der Opel Insignia B sowie die sechste Generation des Buick Regal basieren wie der Malibu auf der E2XX-Plattform.[24]

In Südkorea wurde der Malibu ab September 2016[25] mit denselben Motoren[26] die auch in Nordamerika erhältlich sind angeboten. Seit dem Facelift 2018 ist er mit einem 1,3-l-R3-Ottomotor mit Turboaufladung und einer maximalen Leistung von 115 kW, einem 2,0-l-R4-Ottomotor mit Turboaufladung und einer maximalen Leistung von 186 kW und einem 1,6-l-R4-Dieselmotor und einer maximalen Leistung von 100 kW erhältlich.[27]

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malibu 1.5 Malibu 2.0 Malibu 1.8 Hybrid Malibu XL 1.5T Malibu XL 2.5 Malibu XL 1.8 Hybrid
Bauzeitraum seit 2015 seit 2016 seit 2015 seit 2016
Motorkenndaten
Motorart Ottomotor Ottomotor +
2 Elektromotoren
Ottomotor Ottomotor +
2 Elektromotoren
Motorbauart R4 R4 +
2 Elektromotoren
R4 R4 +
2 Elektromotoren
Hubraum 1490 cm³ 1998 cm³ 1796 cm³ 1490 cm³ 2457 cm³ 1796 cm³
max. Leistung,
Verbrennungsmotor bei min−1
122 kW (166 PS) / 5600 186 kW (253 PS) / 5300 94 kW (128 PS) / 5000 125 kW (170 PS) / 5600 147 kW (200 PS) / 6200 94 kW (128 PS) / 5000
max. Leistung,
Elektromotoren bei min−1
60 kW (82 PS) / 4000 +
54 kW (73 PS) / 4000
60 kW (82 PS) / 4000 +
54 kW (73 PS) / 4000
max. Systemleistung 134 kW (182 PS) 134 kW (182 PS)
max. Drehmoment,
Verbrennungsmotor bei min−1
250 Nm / 2000–4000 350 Nm / 1700 175 Nm / 4750 252 Nm / 2000–4000 253 Nm / 4400 175 Nm / 4750
max. Drehmoment,
Elektromotoren bei min−1
275 Nm / 0–4000 +
140 Nm / 0–4000
275 Nm / 0–4000 +
140 Nm / 0–4000
Kraftübertragung
Antrieb, serienmäßig Vorderradantrieb
Getriebe, serienmäßig 6-Stufen-Automatik­getriebe 8-Stufen-Automatik­getriebe Stufenloses Getriebe 7-Stufen-Doppel­kupplungs­getriebe 6-Stufen-Automatik­getriebe Stufenloses Getriebe
Messwerte
Höchstgeschwindigkeit 215 km/h 250 km/h 205 km/h 220 km/h 160 km/h
Beschleunigung, 0–100 km/h 8,6 s 6,7 s 9,5 s 9,1 s 8,8 s
Kraftstoffverbrauch
auf 100 km, kombiniert
7,6 l Super 8,7 l Super 5,1 l Super 6,0 l Super 7,3 l Super 4,3 l Super
Leergewicht 1400 kg 1487 kg 1415–1430 kg 1480 kg 1515 kg
Tankinhalt 62 l 49 l 55 l 62 l 49 l

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • James M. Flammang, Ron Kowalke: Standard Catalog of American Cars, 1976–1999. 3rd edition. Krause Publications, Iola WI 1999, ISBN 0-87341-755-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chevrolet Malibu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. How Stuff Works 1978 Chevrolet Malibu (englisch)
  2. G.M. Canada Files Insurance Claim.
  3. GM P-90 Platform. In: autozine.org. 2. Januar 2000, abgerufen am 1. Dezember 2018 (englisch).
  4. Jack Keebler: 1997 Chevy Mailbu - First Drive - Motor Trend. In: motortrend.com. 2. Oktober 1996, abgerufen am 1. Dezember 2018 (amerikanisches Englisch).
  5. 2000 Chevrolet Malibu Expert review. In: autoblog.com. Abgerufen am 1. Dezember 2018 (englisch).
  6. The Editors Of Motor Trend: 1997 Chevy Malibu - Car Of The Year - Motor Trend. In: motortrend.com. 2. Januar 1997, abgerufen am 1. Dezember 2018 (amerikanisches Englisch).
  7. The Code of Federal Regulations of the United States of America. U.S. Government Printing Office, 2004, S. 116– (google.com [abgerufen am 1. Dezember 2018]).
  8. Chevrolet Malibu Cruiser - Featured Vehicles - Hot Rod Network. In: hotrod.com. 30. Oktober 2001, abgerufen am 1. Dezember 2018 (amerikanisches Englisch).
  9. 2004 Chevrolet Malibu Maxx Pricing Announced - Motor Trend. In: motortrend.com. 20. August 2003, abgerufen am 1. Dezember 2018 (amerikanisches Englisch).
  10. Jack Keebler: 2004 Chevrolet Malibu Road Test - Motor Trend. In: motortrend.com. 24. September 2003, abgerufen am 1. Dezember 2018 (amerikanisches Englisch).
  11. 2006 Chevrolet Malibu (Chevy) Review, Ratings, Specs, Prices, and Photos - The Car Connection. In: thecarconnection.com. 17. Juli 2007, abgerufen am 1. Dezember 2018 (englisch).
  12. 2008 Chevrolet Malibu Review. In: newcartestdrive.com. 18. Dezember 2007, abgerufen am 1. Dezember 2018 (amerikanisches Englisch).
  13. A G.M. Hybrid That Misses the High Notes. 21. Juni 2009.
  14. Offizielle Sicherheitsbewertung Chevrolet Malibu 2011. In: euroncap.com. Abgerufen am 1. Dezember 2018.
  15. a b All-New Chevrolet Malibu Set for Global Premiere. In: media.gm.com. 31. März 2011, abgerufen am 1. Dezember 2018 (englisch).
  16. Sam Charlwood: Holden Malibu scratched from Australian line-up - motoring.com.au. In: motoring.com.au. 27. Oktober 2016, abgerufen am 1. Dezember 2018 (australian English).
  17. First All-New Chevrolet Malibu Produced in Korea. In: media.chevrolet.com. 18. Oktober 2011, abgerufen am 1. Dezember 2018 (englisch).
  18. a b Chris Paukert: New York 2011: Chevrolet debuts 2013 Malibu, surprises with 38-mpg ECO model - Autoblog. In: autoblog.com. 20. April 2011, abgerufen am 1. Dezember 2018 (englisch).
  19. a b Kompaktinformation: Chevrolet Malibu. In: media.gm.com. September 2012, abgerufen am 1. Dezember 2018.
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  28. Archivlink (Memento vom 19. November 2009 im Internet Archive)
  29. Die sichersten US-Autos 2010 - autobild.de.