Dennenesch Zoudé

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Dennenesch Zoudé beim Deutschen Fernsehpreis 2014

Dennenesch Zoudé (* 14. Dezember 1966 in Addis Abeba, Äthiopien; auch bekannt als Dennenesch Ninnig) ist eine deutsche Filmschauspielerin. Zoudé spielt hauptsächlich in Fernsehfilmen.

Dennenesch Zoudé als die Jüngere Brünhild Nathalie Aurun bei den Nibelungenfestspielen in Worms 2016

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dennenesch Zoudé, Tochter eines äthiopischen Ingenieurs für Straßenbau, lebt seit ihrem zweiten Lebensjahr (1968) in West-Berlin. Hier absolvierte sie zunächst auf Wunsch ihrer Familie eine Ausbildung zur Wirtschaftskorrespondentin. Sie arbeitete im Anschluss als Sekretärin in einem Berliner Bauunternehmen und machte schließlich eine Ausbildung zur Schauspielerin am Neighborhood Playhouse (School of the Theater) in New York City. Zudem nahm Zoudé Gesangsunterricht bei Cullen Maiden und Veronika Fischer.

Ihr Name kommt aus dem Amharischen, Dennenesch bedeutet zu deutsch: „Waldhain, Lichtung, Zufluchtsort“; Zoudé heißt: „meine Krone“. Vom 5. Oktober 2009 bis zu seinem Tod 2016 war sie mit dem Regisseur und Produzenten Carlo Rola verheiratet, sie lebt in Berlin.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dennenesch Zoudé als die Jüngere Brünhild Nathalie Aurun bei den Nibelungenfestspielen in Worms 2016

Dennenesch Zoudés Karriere begann 1986 mit einer Rolle im Bühnenstück Lysistrata von Jürgen Benecke.

1995/1996 wurde sie bekannt mit der Fernsehserie Gegen den Wind, 1998 sah man sie in drei Folgen der Fernsehserie Klinik unter Palmen. 1999 spielte sie am Ernst-Deutsch-Theater in dem Hemingwaystück Die fünfte Kolonne unter der Regie von Christian Kohlund. 2002[1] und 2003[2] war sie die Buhlschaft bei den Berliner Jedermann-Festspielen in Jedermann von Brigitte Grothum.

2004 spielte Zoudé in der Utta-Danella-Verfilmung Das Familiengeheimnis die Rolle der Madlon Goltz neben Christiane Hörbiger und Hardy Krüger junior. In mehreren Folgen von Polizeiruf 110 spielte sie die Ermittlerin Carol Reeding. Von 2004 bis 2007 erhöhte die Rolle der Wilhelmina Makhubela in der Fernsehserie Hinter Gittern – Der Frauenknast ihren Bekanntheitsgrad beim deutschen Fernsehpublikum noch einmal deutlich.

2006 verkörperte Zoudé die weibliche Hauptrolle der Stella Ahrens im Fernsehdrama Meine Mutter tanzend von Jan Ruzicka neben Jutta Speidel und Gila von Weitershausen. Die adoptierte Stella Ahrens möchte kurz vor ihrer Heirat mehr über ihre Familienherkunft erfahren und lernt ihre biologische Mutter, die weiße Supermarktkassiererin Beate Gruber kennen. Der Film erzählt von der schwierigen Annäherung von Tochter und Mutter.[3]

Erneut ein Familiengeheimnis stand im Mittelpunkt der Neuverfilmung des Johannes Mario Simmel Romans Und Jimmy ging zum Regenbogen. Hier spielte Zoudé unter der Regie ihres Lebenspartners Carlo Rola neben Heino Ferch die weibliche Hauptrolle der Irene Waldeck, LKA-Ermittlerin und Enkelin des Mordopfers.

Ein weiterer Publikumserfolg war das Fernsehspiel "Familiengeheimnisse" in 2011. Zoudé spielte die weibliche Hauptrolle neben Hardy Krüger, der nach über 20 Jahren wieder eine Rolle übernahm.

2011 folgte ein Engagement an der 'Neuköllner Oper' Berlin als Sängerin und Schauspielerin in der sozialkritischen Wagner-Umschreibung das 'Rheingold-Feuerland' in der musikalischen Bearbeitung von Simon Stockhausen.

Soziales Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Ende 2015 ist Zoudé Schirmherrin der Stiftung Fairchance[4]. Des Weiteren engagiert sie sich für die Stiftung Lesen als Lesebotschafterin.[5]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Buhlschaft 2002
  2. Buhlschaft 2003
  3. Vorstellung des Films auf ARD.de
  4. Schauspielerin Dennenesch Zoudé wird Schirmherrin der Stiftung Fairchance
  5. Stiftung Lesen. Abgerufen am 23. März 2017 (deutsch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dennenesch Zoudé – Sammlung von Bildern