Geldersheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Geldersheim
Geldersheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Geldersheim hervorgehoben
Koordinaten: 50° 3′ N, 10° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Schweinfurt
Höhe: 234 m ü. NHN
Fläche: 15,33 km2
Einwohner: 2967 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 194 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97505
Vorwahl: 09721
Kfz-Kennzeichen: SW, GEO
Gemeindeschlüssel: 09 6 78 132
Gemeindegliederung: 1 Ortsteil
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Würzburger Str. 18
97505 Geldersheim
Webpräsenz: www.geldersheim.de
Bürgermeister: Oliver Brust (Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Geldersheim im Landkreis Schweinfurt
Schweinfurt Würzburg Landkreis Main-Spessart Landkreis Bad Kissingen Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Haßberge Landkreis Kitzingen Landkreis Würzburg Landkreis Bamberg Nonnenkloster (Unterfranken) Stollbergerforst Bürgerwald Vollburg Wustvieler Forst Hundelshausen (Bayern) Geiersberg (Gemeindefreies Gebiet) Bergrheinfeld Dingolshausen Dittelbrunn Donnersdorf Euerbach Frankenwinheim Geldersheim Gerolzhofen Gochsheim Grafenrheinfeld Grettstadt Kolitzheim Lülsfeld Michelau im Steigerwald Niederwerrn Oberschwarzach Poppenhausen (Unterfranken) Röthlein Schonungen Schwanfeld Schwebheim Sennfeld Stadtlauringen Sulzheim (Unterfranken) Üchtelhausen Waigolshausen Wasserlosen Werneck WipfeldKarte
Über dieses Bild
St. Nikolaus

Geldersheim (fränkisch: Galderschum) ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt. Es ist eines der ältesten Dörfer Frankens, das 763 erstmals urkundlich erwähnt wurde und besitzt ein gut erhaltenes fränkisches Ortsbild, mit einer Kirchenburg und einem Dorftor. Geldersheim war ein strategischer Vorposten des Hochstifts Würzburg an der Chaussee Würzburg–Meiningen zur Umgehung der protestantischen Reichsstadt Schweinfurt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geldersheim liegt im Oberen Werntal in der Region Main-Rhön, drei Kilometer westlich der kreisfreien Stadt Schweinfurt. Es existiert nur die Gemarkung Geldersheim.

Von West nach Ost verläuft der Euerbach, der ab der Gemarkungsgrenze Biegenbach genannt wird. Er mündet bei Schweinfurt in die Wern. Richtung Egenhausen liegt das Waldgebiet Asbach, der Wald in Richtung Sömmersdorf wird Vorberg genannt.

An die Gemarkung von Geldersheim grenzen die Gemeinden Niederwerrn, Schweinfurt, Bergrheinfeld, Werneck, Wasserlosen und Euerbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geldersheim wurde erstmals 763 in einer Urkunde des Klosters Fulda erwähnt. Im Jahre 976 stellte Kaiser Otto II. Urkunden aus, ebenso Kaiser Heinrich III. im Jahre 1049. Geldersheim war folglich Zentralort in der Gegend und Sitz einer kleinen Kaiserpfalz. Zeugen dieser mittelalterlichen Epoche sind der noch erhaltene Chor der ehemaligen Pfalzkapelle sowie Bodenfunde aus der karolingisch-ottonischen Zeit, die bei archäologischen Grabungen in den 1960er, 1970er und 1980er Jahren gefunden wurden.

Bereits um 1230 wurde neben der alten Pfalzkapelle eine große Pfarrkirche im spätromanischen Stil erbaut. Sie war dem Heiligen Nikolaus geweiht. In den Jahren 1610 bis 1618 wurde die heutige Pfarrkirche St. Nikolaus errichtet. Der Turm, mit seiner Welschen Haube wurde 1692 aufgestockt und dominiert seitdem den westlichen Teil des Schweinfurter Landes. Das Innere der Kirche wurde im 18. Jahrhundert barock ausgestattet. Aus dieser Zeit stammen die imposanten Fresken des fränkischen Malers Johann Peter Herrlein im Chor und Langhaus.

Bis zum Zerfall des Hochstifts Würzburg im Jahre 1802 war Geldersheim trotz mehrerer Großbrände und Kriege ein wohlhabender Marktflecken. Von 1500 bis 1806 lag der Ort im Fränkischen Reichskreis. Die ehemalige Zehnt des Hochstiftes Würzburg wurde nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig an Bayern. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 2175 Einwohner
  • 1987: 2350 Einwohner
  • 1991: 2410 Einwohner
  • 1995: 2544 Einwohner
  • 2000: 2591 Einwohner
  • 2005: 2597 Einwohner
  • 2010: 2471 Einwohner
  • 2015: 2967 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister und Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Oliver Brust (Freie Wähler), Zweite Bürgermeisterin Annemarie Schuler (CSU).

Der Gemeinderat hat (ohne den Ersten Bürgermeister) 14 Mitglieder. Seit der Wahl im März 2014 setzt sich das Gremium folgendermaßen zusammen: CSU/Freie Bürgerliste (5 Mitglieder), Freie Wähler (4), Junge Liste (3), SPD (2).

Steuereinnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2003 umgerechnet 1.083.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 94.000 Euro.

Interkommunale Allianz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Geldersheim ist Mitglied in der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchenburg mit Gaden
St. Nikolaus

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Nikolaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Nikolaus mit den sie umgebenden Gaden (ehem. Kirchenburg). Das in den Gaden südlich der Kirche untergebrachte Archäologische Museum zeigt zahlreiche ur- und frühgeschichtliche Funde aus dem Gemeindegebiet.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2003 nach der amtlichen Statistik 257 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort (davon 99 im produzierenden Gewerbe, 42 im Handel, Gastgewerbe und Verkehr und 116 in sonstigen Dienstleistungen).

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 941.

Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2003 27 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1169 Hektar, davon waren 1102 Hektar Ackerfläche und 64 Hektar Dauergrünfläche.

Der südliche Teil der Conn Barracks gehört zu Geldersheim, ein Fliegerhorst aus den 1930er Jahren, den die USAG Schweinfurt zu einer großen Kaserne ausbaute. Der nördliche Teil gehört zu Niederwerrn. Seit dem Abzug der amerikanischen Streitkräfte aus Schweinfurt 2014 läuft die Konversion für die Kaserne. Ein interkommunaler Gewerbepark ist angedacht. Aber bisher (2017) konnte die Konversion hier, im Gegensatz zu ehemaligen US-Arealen in Schweinfurt, keine sichtbaren Erfolge aufweisen.

Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Geldersheim ist seit Dezember 2005 Teil des ABC-Zuges Schweinfurt-Land. Sie stellt die Besatzung des Gerätewagens Atemschutz/Strahlenschutz, der im Alarmfall in den gesamten Landkreis Schweinfurt ausrückt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geldersheim liegt an der Bundesautobahn 71. Die nächste Anschlussstelle ist Schweinfurt-West etwa zwei Kilometer nördlich von Geldersheim.

Im Busverkehr wird Geldersheim von der Linie 8148 Werneck–Schweinfurt der Verkehrsgemeinschaft Schweinfurt erschlossen. Der nächste Bahnhof ist Schweinfurt Hauptbahnhof, etwa fünf Kilometer östlich gelegen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2008):

  • 100 Kindergartenplätze mit 90 Kindern
  • Eine Grundschule mit 16 Lehrern und 195 Schülern (die Volksschule wurde wegen Schülermangels geschlossen und als Grundschule umgewidmet)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Geldersheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Kleines Bauernmuseum. Geldersheim.de, abgerufen am 19. März 2017.
  3. Heimatkundliche Sammlung. Heimatverein-Geldersheim.de, abgerufen am 19. März 2017.