Üchtelhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Üchtelhausen
Üchtelhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Üchtelhausen hervorgehoben
Koordinaten: 50° 6′ N, 10° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Schweinfurt
Höhe: 322 m ü. NHN
Fläche: 62,14 km2
Einwohner: 3880 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97532
Vorwahl: 09720
Kfz-Kennzeichen: SW, GEO
Gemeindeschlüssel: 09 6 78 186
Gemeindegliederung: 10 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchplatz 1
97532 Üchtelhausen
Webpräsenz: www.uechtelhausen.de
Bürgermeisterin: Birgit Göbhardt (Ortsgemeinschaft)
Lage der Gemeinde Üchtelhausen im Landkreis Schweinfurt
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Über dieses Bild

Üchtelhausen (fränkisch Üchtlstücht) ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt. Das Rathaus der Großgemeinde befindet sich im Ortsteil Hesselbach.

Üchtelhausen von Südwesten
Ebertshausen von Süden, Üchtelhausen

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Üchtelhausen (ca. 322 m ü. NN) liegt in einer Senke in der Schweinfurter Rhön (Hesselbacher Waldland), im Höllental, das im Osten Schweinfurts ins Maintal läuft. Aufgrund der Höhenlage sowie der Klimascheide zwischen dem sommerheißen Schweinfurter Becken und der Schweinfurter Rhön ist das zum Teil wesentlich rauere Klima im Vergleich zu fast allen anderen Gemeinden des Landkreises zu erklären. Im Gemeindegebiet befindet sich die höchstgelegene Ortschaft des Landkreises Schweinfurt, Hoppachshof auf 403 m ü. NN.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Üchtelhausen gliedert sich in zehn Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Ebertshausen, Hesselbach, Hoppachshof, Madenhausen, Ottenhausen, Thomashof, Weipoltshausen, Üchtelhausen und Zell.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Stadtlauringen, Schonungen, Schweinfurt, Dittelbrunn, Rannungen und Maßbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Teil des Hochstiftes Würzburg, das ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde Üchtelhausen 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern fiel. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der bayerischen Gemeindegebietsreform wurden am 1. Mai 1978 die Gemeinden Ebertshausen, Hesselbach und Zell, letztere mit den am 1. Januar 1972 eingegliederten ehemaligen Gemeinden Madenhausen und Weipoltshausen[3], eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das alte Üchtelhausen als Teil der Ortsgemeinschaft hat etwa 1.000 Einwohner.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterin ist Birgit Göbhardt (parteilos).

Interkommunale Allianz Schweinfurter OberLand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Gründungsmitglied der Interkommunalen Allianz Schweinfurter OberLand, der außerdem die Gemeinden Maßbach, Rannungen, Thundorf in Unterfranken, Schonungen und Stadtlauringen angehören (siehe auch Schweinfurter Rhön).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freizeitmöglichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In allen Ortsteilen der Großgemeinde besteht die Möglichkeit, Freizeitsport in Vereinen, unter anderem bei der SG Zell und der DJK Üchtelhausen, zu treiben.

Hochseilgarten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hochseilgarten Üchtelhausen liegt am Rande eines Geländes mit Übergang in einen Eichen- und Rotbuchenwald am Ortsrand von Üchtelhausen. Der Hochseilgarten bietet neben den Seilaktivitäten viele Möglichkeiten der alternativen Lernraumgestaltung und besteht aus niederen Elementen, welche Herausforderungen bieten, die zur Analyse und Entwicklung von Kommunikation und Kooperation in einer Gruppe eingesetzt werden können, hohen Elementen des stationären Hochseilgartens und einem mobilen Hochseilgarten, der individuell aufgebaut werden kann.

Golfakademie Hoppachshof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentlicher 3-Loch-Golfplatz am Funkturm, auf 420 m ü NN, mit Driving Range und Übungsgrüns.[5]

Trimmpfad Vita-Parcours[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterhalb des Sportplatzes in der Waldabteilung Stengach befindet sich der ca. zwei Kilometer lange Trimmpfad. Der Vital-Parcours umfasst 20 Stationen mit bebilderten Anleitungen für die Übungen. Pflege und Erneuerung hat der Verein für Gartenbau und Landespflege übernommen.[6]

Bauernmuseum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem ehemaligen Kuhstall hat Albin May ein Bauernmuseum eingerichtet. Zu den Schaustücken zählen neben landwirtschaftlichen Arbeitsgeräten und häuslichen Einrichtungsgegenständen auch von Albin May verfasste Gedichte.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 82 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 97 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1391. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 92 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1873 Hektar, davon waren 1590 Hektar Ackerfläche und 273 Hektar Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • 175 Kindergartenplätze mit 158 Kindern
  • eine Volksschule mit 19 Lehrern und 310 Schülern

Bekannte Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Vollert (* 1940), Bildhauer und Bildender Künstler[7]
  • Werner Vollert (* 1960) ist ein deutscher Objekt- und Performancekünstler sowie Unternehmer
  • Udo Mai (* 1967), ehemaliger Fußballtorwart

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Warmuth: Chronik und Heimatbuch der Gemeinde Üchtelhausen mit den Ortsteilen Ebertshausen, Hesselbach, Hoppachshof, Madenhausen, Ottenhausen, Thomashof, Üchtelhausen, Weipoldshausen, Zell, Üchtelhausen 1994

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Üchtelhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111116/163801&attr=OBJ&val=1775
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 570.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 753.
  5. Golfakademie Hoppachshof. Abgerufen am 28. April 2016.
  6. Trimmpfad Vita-Parcours
  7. Peter Vollert: Alle meine Tiere. Skulpturen. In: Schweinfurter Museumsschriften. Band 172/2010. Kunstverein Schweinfurt. Publikation Nr. 7. (Verzeichnis aller tierplastischen Arbeiten bis 2010).