Dittelbrunn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dittelbrunn
Dittelbrunn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dittelbrunn hervorgehoben
Koordinaten: 50° 5′ N, 10° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Schweinfurt
Höhe: 240 m ü. NHN
Fläche: 23,84 km²
Einwohner: 7308 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 307 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97456
Vorwahlen: 09721, 09725, 09738
Kfz-Kennzeichen: SW, GEO
Gemeindeschlüssel: 09 6 78 123
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Grottenweg 2
97456 Dittelbrunn
Webpräsenz: www.dittelbrunn.de
Bürgermeister: Willi Warmuth (CSU)
Lage der Gemeinde Dittelbrunn im Landkreis Schweinfurt
Schweinfurt Würzburg Landkreis Main-Spessart Landkreis Bad Kissingen Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Haßberge Landkreis Kitzingen Landkreis Würzburg Landkreis Bamberg Nonnenkloster (Unterfranken) Stollbergerforst Bürgerwald Vollburg Wustvieler Forst Hundelshausen (Bayern) Geiersberg (Gemeindefreies Gebiet) Bergrheinfeld Dingolshausen Dittelbrunn Donnersdorf Euerbach Frankenwinheim Geldersheim Gerolzhofen Gochsheim Grafenrheinfeld Grettstadt Kolitzheim Lülsfeld Michelau im Steigerwald Niederwerrn Oberschwarzach Poppenhausen (Unterfranken) Röthlein Schonungen Schwanfeld Schwebheim Sennfeld Stadtlauringen Sulzheim (Unterfranken) Üchtelhausen Waigolshausen Wasserlosen Werneck WipfeldKarte
Über dieses Bild

Dittelbrunn (fränkisch Diddlhädsch) ist eine Großgemeinde im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dittelbrunn liegt in der Region Main-Rhön, am Westrand der Schweinfurter Rhön. Die höchste Erhebung ist der Wachtler Berg (384 m). Auf dem Gemeindegebiet entspringt der Marienbach.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dittelbrunn liegt nach der Gliederung des Bundesamts für Naturschutz im Hesselbacher Waldland[2] („Schweinfurter Rhön“), welches nördlich des Schweinfurter Beckens liegt und mit diesem zu den Mainfränkischen Platten innerhalb des schwäbisch-fränkischen Schichtstufenlands gehört. Von den hier vor 280–65 Millionen Jahren abgelagerten Sedimenten stehen in diesem Gebiet nur die triassischen Schichten (etwa 200 Millionen Jahre) des karstanfälligen Muschelkalks und des Keupers an der Oberfläche an. Hinzu kommen eiszeitliche Lössablagerungen.[3][4] Der anstehende Kalkstein wurde in Holzhausen in Steinbrüchen abgebaut.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Süden grenzen direkt die Stadtteile Haardt und Eselshöhe der Stadt Schweinfurt an. Im Osten liegt das Gemeindegebiet Üchtelhausen mit der Gemarkung Zell und Weipoltshausen, im Westen die Gemeindegebiete Niederwerrn und Poppenhausen mit der Gemarkung Maibach und Pfersdorf, im Norden die Landkreisgrenze zum Landkreis Bad Kissingen mit der Gemeinde Rannungen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dittelbrunn besteht aus den vier Ortsteilen Dittelbrunn, Hambach, Holzhausen und Pfändhausen.[5] Auf dem Gemeindegebiet liegt nordöstlich von Hambach die Wüstung Lauerbach.

  • Dittelbrunn

größter und südlichster Ortsteil mit 3524 Einwohnern (31. Dezember 2012), erste urkundliche Erwähnung 1282 als „Tytelbrvnn“ (mundartlicher Name „Diddlbrünn“)

  • Hambach

zweitgrößter, in der geographischen Mitte liegender Ortsteil mit 2593 Einwohnern (31. Dezember 2012), erste urkundliche Erwähnung 1264 als „Hagenbuch“ (mundartlicher Name „Hamich“)

  • Pfändhausen

nördlichster Ortsteil mit 579 Einwohnern (31. Dezember 2012), erste urkundliche Erwähnung 1307 als Pfentenhusen (mundartlicher Name Milichhouf)

  • Holzhausen

kleinster Ortsteil mit 417 Einwohnern (31. Dezember 2012), erste urkundliche Erwähnung 1137 als „Holzhusun“ (mundartlicher Name „Holzhausn“)

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima im Gemeindegebiet wird geprägt durch Spessart, Rhön und Steigerwald. Diese umrahmenden Mittelgebirge bedingen, dass das Gemeindegebiet mit rund 500 mm pro Jahr in einem der niederschlagsärmsten Gebiete Deutschlands liegt. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei etwa 9 °C.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schweinfurter Raum mit seinen fruchtbaren Anbaugebieten ist reich an vor- und frühgeschichtlichen Zeugnissen, vor allem auf den Dittelbrunner und Hambacher Gemarkungen. Spärlicher sind die Fundmeldungen im nördlichen Gemeindegebiet, die schlechteren Böden und die Wasserarmut dürften dafür der Grund sein. Ein mittelsteinzeitlicher Fund (um 10000 v. Chr.) ist in Dittelbrunn belegt, ein ähnlicher kann in Hambach nicht mit letzter Sicherheit bestätigt werden. Jungsteinzeitliche Funde und Siedlungsplätze (etwa 4000 v. Chr.) sind in Dittelbrunn und Hambach mehrfach nachgewiesen, ebenso in Pfändhausen. In Hambach ist die Urnenfelderkultur (etwa 1200 v. Chr.) und die Hallstattzeit (700 bis 400 v. Chr.) in der Waldabteilung Holzspitze mit mehreren Hügelgräbern vertreten. Bei einer Notgrabung 1962 wurden mehrere Urnen und Bronzetoilettenbestecke geborgen. Siedlungsreste aus der La-Tène-Zeit (etwa 450 v. Chr.) wurden in der Hambacher Flurabteilung Hamberg bei einer Grabung des Landesamtes für Denkmalpflege 1976 nachgewiesen.

Mittelalter und Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die naturgegebene Verbreiterung des Mains in zwei Arme im Gebiet von Schweinfurt brachte seit ältesten Zeiten ein seichtes, flaches Wasser. Diese Tatsache war den Menschen der Frühzeit bekannt und sie nutzten sie als Furt. Demzufolge ist auch zum Beispiel in einem alten Rompilgerwegverzeichnis aus dem 13. Jahrhundert überliefert, dass von „Murestadt“ (Münnerstadt) kommend eine alte Straße durch das Tal nach Rannungen, vorbei an den Achtäckern auf Pfändhäuser Flur, über den Holzhäuser Wachtelsberg, westlich des Hamberges die Gemarkungsgrenze Hambach/Maibach bildend, Richtung Kreuzer verlief. Diese alte Straße, einst überregional als Nord-Süd-Verbindung sehr bedeutend, hat mit der Fertigstellung der neuen Chaussee Würzburg–Meiningen 1796 ihre Funktion eingebüßt und ist durch Auflassung und Flurbereinigung heute nur noch an wenigen Stellen nachweisbar. Das Gemeindegebiet Dittelbrunn dürfte im 8. Jahrhundert endgültig besiedelt worden sein. Sind auch die ersten Namensnennungen der vier Ortsteile jüngeren Datums, so sprechen doch die Nachbarsiedlungen Schweinfurt und Maibach, 791, Pfersdorf 763, Rannungen 772, Jeussing 791 und Zell 823 erstmals erwähnt, für diese Vermutung.

Eingemeindung, Entstehung der neuen Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die neue Gemeinde entstand am 1. Mai 1978 bei der Gebietsreform.[6] Die ehemals selbstständigen Gemeinden (Dittelbrunn im alten Gebietszuschnitt, Hambach, Holzhausen und Pfändhausen) wurden teils gegen heftigen Widerstand zusammengelegt. Die neue Gemeinde wurde nach dem größten Gemeindeteil Dittelbrunn benannt. Das neue Rathaus und später der gemeindliche Bauhof wurden jedoch in der geographischen Mitte in Hambach gebaut.

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es werden die Einwohnerzahlen der vier Gemeinden an den Stichtagen der Volkszählungen 1961[6] und 1970[6] sowie der vier Ortsteile am 31. März 2006 und 31. Dezember 2012 angegeben.

Gemeinde 6. Juni 1961 27. Mai 1970 31. März 2006 31. Dezember 2012
Dittelbrunn 1.304 2.146 3.742 3.524
Hambach 1.147 1.554 2.676 2.593
Holzhausen 242 260 410 417
Pfändhausen 522 560 616 579
Großgemeinde 3.215 4.520 7.444 7.113

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus der Gemeinde in Hambach

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen 2002 bis 2014 führten zu folgenden Sitzverteilungen:

2002 2008 2014
CSU 7 8 6
SPD 4 4 3
Freie Wähler n. a. 3 3
Freie Wählergemeinschaft Hambach, Pfändhausen, Holzhausen n.a. 2 3
Soziale Bürgerliste 1 2 2
Junge Liste 1 1 0
CDW n. a. n.a. 1
UBL n. a. n.a. 2
Freie Wähler/Freie Wählergemeinschaft Hambach, Pfändhausen, Holzhausen 5 n.a. n.a.
FDP/Freie Bürger 2 n. a. n. a.
Gesamt 20 20 20

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Gründung der Großgemeinde 1978 an bis 1996 war Oswald Markert (Holzhausen, CSU) Bürgermeister. Von 1996 bis zu seinem Tod 2011 war Michael Herterich (Hambach, CSU) im Amt. Seit dem 18. Dezember 2011 ist Willi Warmuth (Hambach, CSU) der Bürgermeister Dittelbrunns. Er gewann in einer Stichwahl mit 54,9 Prozent der Stimmen, sein Konkurrent Peter Härterich (Dittelbrunn, SPD) kam auf 45,1 Prozent.

Gemeindewappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 1965 wurde der ehemals selbständigen Gemeinde Hambach das Führen eines Wappens durch das Bayerische Staatsministerium erlaubt. Der Entwurf stammte von Edgar Schulz (Sohn des verstorbenen Ehrenbürgers Gottfried Schulz). Nach der Gebietsreform 1978 übernahm die Großgemeinde Dittelbrunn das Hambacher Wappen für alle Ortsteile.

Blasonierung: „Schild gespalten; vorne in Gold auf halbem grünem Dreiberg der vordere Teil einer schwarzen Henne am Spalt, hinten in Rot eine silberne Gerstenähre“.

Durch die Farben Silber und Rot in der hinteren Schildhälfte wird an die einst engen Beziehungen der Gemeinde zum Hochstift Würzburg erinnert. Das 509 geminderte Henneberger Wappen symbolisiert die früheren Herrschaftsverhältnisse. Die Gerstenähre weist auf den seit etwa 1900 intensivierten Anbau von Qualitätsgerste für Brauereien hin.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gemeindliche Musikschule pflegt eine enge Freundschaft mit der Musikschule in Ifs/Frankreich.

Interkommunale Allianz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 1. Januar 2009 ist Dittelbrunn Mitglied in der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hambach und Pfändhausen existieren Theatervereine, die jährlich Aufführungen einstudieren.

Fasching[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hambach, Dittelbrunn und Holzhausen finden Sitzungen der nachstehenden Faschingsgesellschaften statt:

  • 1. Hambacher Carnevals-Verein e. V. (HCV)
  • Marienbachelf Dittelbrunn
  • Holzhäuser Faschings-Gaudi (HoFaGa)

Museen, Sammlungen, Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde unterhält die Musikschule Hambach'. Sie wurde im 19. Jahrhundert gegründet und ist die älteste gemeindliche Musikschule Bayerns. In allen Gemeindeteilen existiert eine Blaskapelle. Die volkstümliche Sing- und Tanzgruppe Hambacher Volkssänger ist weit über Franken hinaus bekannt.

Bauwerke und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rathaus in Hambach, erbaut 1983

Nach der Gebietsreform 1978, bei der die vormals eigenständigen Gemeinden Hambach, Dittelbrunn, Holzhausen und Pfändhausen nach einiger Gegenwehr zu einer Großgemeinde zusammengelegt wurden, war ein Neubau eines Rathauses nötig. Dieser zweckmäßige Neubau (Architekt: Jürgen Michal) wurde wegen der besseren Erreichbarkeit in die geografische Gemeindemitte nach Hambach gelegt. Um das Gebäude optisch zu verkleinern, wurde es mit drei Satteldächern ausgestattet. In der Fassade sind Fachwerkstücke enthalten, die das Gebäude durch diesen typisch fränkischen Baustil besser in die Umgebung einpassen. Es liegt direkt am Wald in der Nähe der Mariengrotte. Jährlich am Ersten Advent findet auf dem Platz rund um das Rathaus der Weihnachtsmarkt statt.

  • St.-Rochus-Kirche

der katholischen Pfarrei St. Rochus in Dittelbrunn, erbaut 1967

  • Marienkirche

der katholischen Pfarrei Mariä Geburt in Hambach, erster Kirchenbau an derselben Stelle nachweislich im 13. Jahrhundert, Julius-Echter-Turm aus der Zeit um 1600; Langhaus 1734 erbaut; 1929 und 1990 erweitert

  • Dorfplatz in Hambach

der 2008 fertiggestellte Dorfmittelpunkt mit dem 2003 errichteten Herrnbrünn

in Hambach, errichtet 1905

errichtet 1967 nach Plänen von Professor Hans Döllgast

  • Ehemalige Barockkirche in Pfändhausen,

errichtet 1770 (jetzt Leichenhalle und Veranstaltungsort des jährlichen Erntedankkonzerts)

  • Katholische Kuratiekirche St. Kilian in Holzhausen

Echterturm von 1608, Langhaus von 1736, große Renovierung Ende der 1970er Jahre

  • Haus der Bäuerin

Dorfgemeinschaftshaus, errichtet 1956 als Pilotprojekt des Landes Bayern, gleichzeitig Versammlungs-, Vereins- und Feuerwehrhaus

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Birnbaum –
4,63 Meter Stammumfang

Östlich von Hambach steht ein als Naturdenkmal registrierter Birnbaum. Im Jahr 2009 hatte der Stamm an der Stelle seines geringsten Durchmessers einen Umfang von 4,63 und in einem Meter Höhe von 4,65 Metern. Dem Birnbaum, aus dem jetzt vereinzelt neue Triebe wachsen, wurde im Jahre 2008 die komplette Krone abgenommen.

Sport und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der hohe Anteil von 32 % Wald in der Gemeinde Dittelbrunn wird als Naherholungsgebiet genutzt.

Alle Gemeindeteile sind mit straßenunabhängigen Fahrradwegen verbunden.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • SG 1912 Dittelbrunn e. V.
  • Spvgg Hambach 1933 e. V.
  • TSV Pfändhausen/ Holzhausen 1947 e. V.
  • Hambach Night Runners e. V.

Die SG Dittelbrunn und die Spvgg Hambach erringen seit vielen Jahren in der Sportart Korbball Erfolge als Bayerische und Deutsche Meister. Der TSV Pfändhausen ist besonders in der Sportart Handball aktiv. Die Hambach Night Runners veranstalten seit 2010 den Hambach Night Run.

Sportanlagen und Hallen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gemeindliche öffentliche Sportanlagen in Dittelbrunn und Hambach. In Pfändhausen und Holzhausen befindet sich jeweils ein gemeindlicher Bolzplatz.
  • Sportplatz des TSV Pfändhausen in Pfändhausen
  • Gemeindliche Dreifachturnhalle Marienbachzentrum in Dittelbrunn
  • Schulturnhallen in Dittelbrunn und Hambach
  • Gemeindliches Schwimmbad mit Sauna in Dittelbrunn
  • Tennisanlage in Dittelbrunn
  • Tennishalle in Hambach

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindeteile Dittelbrunn, Hambach und Pfändhausen liegen an der Kreisstraße SW 8, der Gemeindeteil Holzhausen an der SW 19. Die Autobahn Schweinfurt–Erfurt (A 71) ist über die B 286 (Anschluss 29 Poppenhausen/Dittelbrunn), Autobahn Würzburg–Fulda (A 7) und Schweinfurt–Bamberg (A 70) über die B 26a (Anschluss Werneck), die Autobahn Würzburg-Nürnberg (A 3) über die B 286 ab Schweinfurt zu erreichen.

Die Ortsteile Dittelbrunn und Hambach sind über die Stadtbuslinien Dittelbrunn–Hambach und Eselshöhe–Sonnenteller der Stadtwerke Schweinfurt angebunden. Die Ortsteile Pfändhausen und Holzhausen sind über den Omnibusverkehr Franken verbunden.

Der nächsten Bahnhöfe befinden sich in Schweinfurt und Ebenhausen.

Die Anbindung für Fahrradfahrer an das Radwegenetz des Landkreises Schweinfurt ist ausgeschildert. Zwischen den Gemeindeteilen und nach Schweinfurt bestehen von den Autostraßen unabhängige Fahrradwege.

Bildung und Erziehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesundheitswesen und Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es befinden sich in der Großgemeinde zwei Allgemeinärzte, zwei Zahnärzte, zwei Praxen für Krankengymnastik/Physiotherapie und eine Apotheke

Die Gemeinde Dittelbrunn unterhält in allen vier Gemeindeteilen eine Freiwillige Feuerwehr. Die Feuerwehren sind über das Gemeindegebiet hinaus für Teile der B 286, der A 71 und benachbarte Gemeindeteile zuständig.

Energie und Umwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Dittelbrunn betreibt fünf Photovoltaikkraftwerke auf Dächern von gemeindeeigenen Gebäuden (Schule Dittelbrunn, Kindergarten Pfändhausen 40 kWp, Kindergarten Dittelbrunn, Mehrzweckhalle Marienbachzentrum 50,6 kWp, Gemeinschaftshaus Haus der Bäuerin Holzhausen, insgesamt über 120 kWp).

Beim Neubau der Grundschule Dittelbrunn wurde 2007 für die Energieerzeugung des gesamten Schulkomplexes (Grundschule, Hauptschule, Hallenbad, Turnhalle) ein Biomasseheizwerk (Holzhackschnitzel) errichtet.

Beim Umbau des Pfarrhauses wird von der Gemeinde Dittelbrunn zusammen mit der Pfarrei Hambach eine Pelletheizung zur Versorgung von Musikschule, Kirche, Pfarrhaus und Pfarrheim eingerichtet.

Die Gemeinde Dittelbrunn betreibt für die Energieerzeugung (Strom und Wärme) in mehreren gemeindeeigenen Gebäuden Blockheizkraftwerke.

Im nördlichsten Gemeindebereich zwischen Pfändhausen und Rannungen erzeugt eine 150 Meter hohe Windenergieanlage Vestas V90 der Wotan AG mit 2,0 Megawatt Leistung Strom.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Oswald Markert, langjähriger Bürgermeister des ehemals selbstständigen Gemeindeteils Holzhausen, Bürgermeister der Gemeinde Dittelbrunn von 1978 bis 1996, † 1998
  • Karl-Heinz Hennig, Kreisheimatpfleger Landkreis Schweinfurt
  • Joseph Müller, Unternehmer
  • Alfred Walter, Gemeinderatsmitglied von 1978 bis 2002, † 2011
  • Gottfried Schulz, Bürgermeister des ehemals eigenständigen Ortsteils Hambach von 1956 bis 1972, † 1995
  • Edmund Schöller, Gemeinderatsmitglied von 1978 bis 2002, † 2007

Söhne und Töchter aus der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Treutwein: Unterfranken. Verlag Glock und Lutz Nürnberg, 1967
  • Karl Treutwein: Die Ortsnamen des Landkreises Schweinfurt
  • Anton Hirsch: Dittelbrunn – vom Dorf zur Wohngemeinde Gemeinde Dittelbrunn (Hrsg.), Weppert, Schweinfurt 1999, ISBN 3-926879-30-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dittelbrunn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bfn.de/0311_landschaft.html?landschaftid=13900
  3. Bayerisches Geologisches Landesamt (Hrsg.), 1982: Geologische Karte von Bayern 1:25.000 Blatt Nr. 5927 Schweinfurt mit Erläuterungen. Von Josef Schwarzmeier.
  4. http://www.landkreis-schweinfurt.de/landkreis-daten/pdf/natur.pdf Natürliche Gegebenheiten im Landkreis Schweinfurt
  5. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111114/201301&attr=OBJ&val=1753
  6. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 753.