Bersenbrück

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bersenbrück
Bersenbrück
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bersenbrück hervorgehoben

Koordinaten: 52° 33′ N, 7° 57′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Osnabrück
Samtgemeinde: Bersenbrück
Höhe: 35 m ü. NHN
Fläche: 42,54 km2
Einwohner: 8618 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 203 Einwohner je km2
Postleitzahl: 49593
Vorwahl: 05439
Kfz-Kennzeichen: OS, BSB, MEL, WTL
Gemeindeschlüssel: 03 4 59 010
Stadtgliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Lindenstraße 2
49593 Bersenbrück
Website: www.bersenbrueck.de
Bürgermeister: Christian Klütsch (CDU)
Lage der Stadt Bersenbrück im Landkreis Osnabrück
Nordrhein-WestfalenLandkreis CloppenburgLandkreis DiepholzLandkreis EmslandLandkreis VechtaOsnabrückAlfhausenAnkumBad EssenBad IburgBad LaerBad RothenfeldeBadbergenBelmBerge (Niedersachsen)BersenbrückBippenBissendorfBohmteBramscheDissen am Teutoburger WaldEggermühlenFürstenauGehrdeGeorgsmarienhütteGlandorfHagen am Teutoburger WaldHasbergenHilter am Teutoburger WaldMelleKettenkampMenslageMerzenNeuenkirchen (Landkreis Osnabrück)NortrupOstercappelnQuakenbrückRiesteVoltlageWallenhorstKarte
Über dieses Bild
Heimathaus Feldmühle in Bersenbrück

Bersenbrück (niederdeutsch Bessenbrügge) ist eine Kleinstadt an der Hase und Verwaltungssitz der Samtgemeinde Bersenbrück im niedersächsischen Landkreis Osnabrück.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bersenbrück liegt zwischen der Ankumer Höhe und den Dammer Bergen an der Hase.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ahausen-Sitter
  2. Bokel
  3. Hastrup
  4. Hertmann-Lohbeck
  5. Priggenhagen
  6. Talge
  7. Woltrup-Wehbergen

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nortrup
9 km
Badbergen
10 km
Ankum
6 km
Nachbargemeinden Gehrde
5 km
Alfhausen
7 km
Rieste
11 km

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäßigtes Seeklima beeinflusst durch feuchte Nordwestwinde von der Nordsee. Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Bersenbrück 8,5 bis 9 °C und es fallen ca. 700 mm Niederschlag. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 20 bis 25 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25 °C übersteigt) gerechnet werden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bersenbrücker Höhen bilden zusammen mit den Dammer Bergen den Südrand eines Gletscherzungenbeckens, die wiederum Teile der größten Stauchmoräne der Saale-Kaltzeit bilden. Sie entstanden während eines ersten Eisvorstoßes (Rehburger Phase) vor etwa 230.000 Jahren. Wenig später wurden die Berge vom selben Gletscher überfahren. Während im Osnabrücker Land menschliche Spuren gesichert werden konnten, weist erst eine Grube bei Druchhorn, die ins frühe 7. Jahrtausend v. Chr. datiert, auf menschliche Besiedlung im dortigen Mesolithikum hin. Lesefunde aus der Zeit der Ertebølle-Kultur, der letzten Jäger-und-Sammler- und damit aneignenden Kultur, stammen etwa aus der Zeit zwischen 5500 und 4200 v. Chr.[2]

Als erste Vertreterin der frühbäuerlichen und damit der produzierenden Kulturen tritt im Gebiet nördlich des Wiehengebirges die Westgruppe der Trichterbecherkultur erst im 4. Jahrtausend v. Chr. auf. Dabei trat die einzige im Landkreis Osnabrück nachgewiesene Siedlungsstelle dieser archäologischen Kultur bei Ausgrabungen in Engter zu Tage. Es handelt sich um einen Hausgrundriss in Pfostenbauweise mit gerundeten Schmalseiten. Aus der vorrömischen Eisenzeit stammt ein Brandgräberfeld, das an der Straße Rüssel-Bersenbrück entdeckt wurde.[3]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes (Bersinbrugge) ist auf das Jahr 1221 datiert, die Siedlung ist jedoch vermutlich weitaus älter, da umliegende Ortschaften bereits um das Jahr 1000 erwähnt wurden. Otto von Ravensberg gründete 1231 ein Zisterzienserinnen-Kloster aufgrund „einer in den Fehden mit Tecklenburg an dieser Stelle begangenen Freveltat“ (Denkmalsinschrift). Vermutlich waren jedoch machtpolitische Gründe für die Klostergründung ausschlaggebend. Das Zisterzienserinnenkloster existierte von 1231 bis 1787. Die Aufgabe des Klosters konnte zugleich die heutige Stadt Bersenbrück entstehen lassen. Wegen der vom Orden geforderten Abgeschiedenheit der Klöster siedelten die Bauern in einer Entfernung von mehreren hundert Metern vom Kloster an. Nun entstanden die ersten Häuser vor der Klosterpforte, und die leerstehenden Klostergebäude dienten zunehmend der Verwaltung und Gerichtsbarkeit.

Viele der noch heute im Ort lebenden Familien werden in amtlichen Dokumenten bereits im 15. Jahrhundert erwähnt.

Von 1885 bis 1972 war Bersenbrück Verwaltungssitz des gleichnamigen Landkreises, der im Rahmen der Gebiets- und Verwaltungsreform am 1. Juli 1972 aufgelöst und mit den Landkreisen Wittlage, Melle und Osnabrück zum Landkreis Osnabrück zusammengefasst wurde.

Bersenbrück ist seit 1956 Stadt. Die Samtgemeinde Bersenbrück wurde 1972 gegründet und besteht aus den Mitgliedsgemeinden Alfhausen, Ankum, Bersenbrück, Eggermühlen, Gehrde, Kettenkamp und Rieste.

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Ortsnamen von Bersenbrück waren in den Jahren 1221 Bersinbrugge, 1231 Bersembrugge, 1301 Bersenbrucge und 1723 Berßenbrück. Der Ortsname ist eine Bildung mit dem Grundwort „-brück“. Das Bestimmungswort enthält einen Gewässernamen „Bersina/Birsina“, der seinerseits eine Ableitung mit „-n-“Suffix ist. Ableitungsbasis ist „bheres-“ für „schnell“. Später setzte sich der Name „Hase“ – wie in Osnabrück, eigentlich „Brücke über die Osna“ – durch.[4]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen wurden die zuvor selbständigen Gemeinden Ahausen-Sitter und Talge am 1. Juli 1972 in die Stadt Bersenbrück eingemeindet.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung seit 1987
Jahr Einwohner Quelle
1885 0354 [6]
1910 0595 [7]
1925 0773 [6]
1933 1169
1939 1454
1950 3476 [8]
1956 3416
1961 04600 ¹ [5]
1970 05143 ²
1973 5202 [9]
Datum Einwohner Quelle
1975 5218 ³ [10]
1980 5111 ³
1985 5180 ³
1990 5767 ³
1995 7391 ³
2000 7751 ³
2005 7842 ³
2010 7946 ³
2015 8315 ³
2019 8618 ³

¹ Volkszählungsergebnis vom 6. Juni (einschließlich der Orte, die am 1. Juli 1972 eingegliedert wurden)
² Volkszählungsergebnis vom 27. Mai (einschließlich der Orte, die am 1. Juli 1972 eingegliedert wurden)
³ jeweils zum 31. Dezember

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bersenbrücks Bevölkerung ist überwiegend römisch-katholisch. Durch die Ansiedlung von Spätaussiedlern aus der ehemaligen Sowjetunion hat sich der Anteil der protestantischen Gläubigen vergrößert. Nach wie vor stellen die Katholiken die größte christliche Gemeinschaft Bersenbrücks.

Es existieren eine römisch-katholische, eine evangelische und eine baptistische Kirchengemeinde.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat hat gegenwärtig 23 Mitglieder aus drei Parteien und einer Wählergemeinschaft. Die CDU hält mit 13 Sitzen die absolute Mehrheit der Mandate und stellt den Bürgermeister.[11]

Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse seit 1996.

Rat der Stadt Bersenbrück: Wahlergebnisse und Stadträte
CDU SPD UWG GRÜNE Gesamt Wahl-
beteiligung
Wahlperiode % Mandate % Mandate % Mandate % Mandate % Gesamtanzahl der Sitze im Rat %
1996–2001 66,1 14 27,6 6 6,3 1 100 21 69,9
2001–2006 69,7 15 26,0 6 4,2 100 21 64,2
2006–2011 64,2 14 29,1 6 6,7 1 100 21 48,8
2011–2016 56,7 12 23,2 5 20,1 4 100 21 50,3
002016–2021[12] 56,3 13 20,6 5 12,2 3 10,9 2 100 23 50,8
Prozentanteile gerundet.
Quellen: Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen,[13] Landkreis Osnabrück.[14][15]
Bei unterschiedlichen Angaben in den genannten Quellen wurden die Daten des Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie verwendet,
da diese eine insgesamt höhere Plausibilität aufweisen.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2013 ist Christian Klütsch (CDU) Bürgermeister der Stadt. Seine Stellvertreter sind Franz Buitmann (CDU) und Johannes Koop (CDU).[11]

Chronik der Bürgermeister

  • 2013–Dato: Christian Klütsch (CDU)
  • 2005–2013: Harald Kräuter (CDU)[16]
  • 2001–2004: Renate Hülsmann (CDU)[17]
  • 1981–2001: Walter Sandbrink (CDU)[18]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Bersenbrück
Blasonierung: „Im geteilten roten Schild oben die stilisierte silberne Pforte des Stadtklosters, unten eine silberne Steinbrücke.“[19]
Wappenbegründung: Die obere silberne Klosterpforte des St.-Marien-Klosters deutet auf das Wahrzeichen der Stadt Bersenbrück hin. Sie ist im Jahre 1700 von der Äbtissin von Nyvenheim errichtet worden. Das untere silberne Brückensymbol ist in Verbindung mit dem Ortsnamen beigefügt worden (redendes Wappen).

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bersenbrück pflegt seit 2000 eine Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Tinténiac im gleichnamigen Kanton (Region Bretagne). Sie ging aus einem 1998 erstmals stattfindenden Schüleraustausch zwischen dem Bersenbrücker Gymnasium und dem Collége Théophile Briant in Tinténiac hervor.
  • Eine weitere Partnerschaft wurde ebenfalls im Jahr 2000 mit der polnischen Stadt Gryfino (Greifenhagen) an der Oder vereinbart.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Remter des Klosters beherbergt das Museum des Landkreises Osnabrück

Im historischen Remter im Stiftshof befindet sich das „Museum im Kloster“ des Landkreises Osnabrück, das 1924 von Landrat Hermann Rothert als Kreismuseum gegründet wurde.

Die Ausstellung besteht hauptsächlich aus historischen Stücken und zeigt das Leben der einfachen Landbevölkerung. Auch werden regelmäßig zeitgenössische Kunstwerke ausgestellt.

An der Hasemühle liegt das Kulturzentrum „Krabat“, das 2000 eröffnet und von einem gemeinnützigen Verein gegründet wurde, der sich als Nachfolger des art-land-Kunstvereins konstituierte, nachdem 1997 die Mühle erstmals eine Kunstausstellung beherbergte. Angegliedert ist dem Verein eine Kunst- und Kreativschule, die über ein eigenes Atelier mit Außengelände verfügt.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Torhaus des Klosters ist das Wahrzeichen von Bersenbrück

Das Wahrzeichen von Bersenbrück ist die im Jahre 1700 von der Äbtissin Nyvenheim errichtete Klosterpforte mit Torhaus („Porthaus“) des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters, das direkt am Marktplatz liegt. Nach Auflösung des Klosters im Jahre 1787 verblieb im Nordflügel des Porthauses ein Wohnbereich für den Pförtner und Nachtwächter. Mit der Gründung des Amtes Bersenbrück 1817 wurde im ersten Stock das Gefängnis untergebracht. Der Südflügel, in dem später ebenfalls Wohnungen entstanden, diente lange Zeit als Kirchenspeicher und Schänke. Das prächtige barocke Wappen derer von „Nyvenheim-Boetzelaer“ über dem Torbogen der Pforte ist das einzige erhaltene Wappen aus der Klosterzeit. Die Inschrift lautet: „Gott zur Ehre, dem Orden zur Zierde, der Nachwelt zuliebe ließ diese Pforte erbauen Maria Catharina von Nyvenheim, Äbtissin in Bersenbrück, Anno 1700, 14. Oktober.“

Römisch-katholische Pfarrkirche St. Vincentius

Die auf dem ehemaligen Klostergelände liegende römisch-katholische Pfarrkirche St. Vincentius stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde in der Übergangszeit zwischen Romanik und Gotik errichtet. Das 1231 von Otto II. von Ravensberg gestiftete ehemalige Kloster befindet sich in direkter Nachbarschaft, in den Räumen sind heute das Amtsgericht und das im Jahr 2018 neu gestaltete „Museum im Kloster“ untergebracht. Dieses Museum wurde 1924 von dem damaligen Landrat des Kreises Bersenbrück, Hermann Rothert, gegründet. Der Franz-Hecker-Saal im Rathaus zählt ebenso wie das Erntezimmer zu den kulturellen Sehenswürdigkeiten. Es gibt eine „Nachtwächterführung“ zu den Sehenswürdigkeiten.

Kunst im öffentlichen Raum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Süden der Haseinsel beginnt die ca. 100 km lange, in Meppen endende Hasetaler Kunstroute. Das erste Kunstwerk an dieser Route bildet die 2005 aufgestellte Skulptur aus Sandstein Thron des Königs der Karpfen und seiner Königin von Mandir E. Tix. Der Künstler gehört zu einer Gruppe von Bildhauern, die für das Kulturzentrum „Krabat“ in der Nähe der Hasemühle arbeiten. Vier aus dieser Gruppe fertigten 2006 die Holzskulptur mit dem programmatischen Namen „Verfall“ an. Betrachter können im Laufe der Jahre beobachten, wie die nicht mit Holzschutzmitteln bearbeitete Skulptur zusehends verfällt.

Stadtwald[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gleich hinter der Klosteranlage wird die Hase an einem Flutwehr künstlich geteilt. Der Stadtwald Hemke, der von der Hase und dem Hasekanal (Mühlenhase) umschlossen wird, verfügt über einen Fischereilehrpfad. Im Norden Bersenbrücks liegt ein Waldgebiet, dessen nördlicher Teil ehemals der klösterliche Fischteich war, noch an Gräben und Wall erkennbar. Ein südlich davon liegendes Brachland ließ Äbtissin Hedwig Catharina von Hane während ihrer Amtszeit 1755–1781 aufforsten. Es nannte sich bald Hedwigs Freude oder auch Hedwigslust. Heute heißt das ganze Gebiet Stadtwald Freude.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Seit 1994 findet im Bersenbrücker Klostergarten jährlich im Juli/August eines der größten Reggaefestivals Deutschlands statt. Das Reggae Jam ist mittlerweile eine feste Größe im Bersenbrücker Jahresablauf.
  • Jeden Sommer findet im Ortsteil Talge ein zweitägiges Festival mit internationalem Kleinfeld-Fußballturnier statt. Das Talge Open Air wird jährlich am zweiten Wochenende im Juli vom FC Talge ausgerichtet.[20][21]
  • Alle zwei Jahre findet im Wechsel mit einer Automobilausstellung im Herbst der „Kartoffelmarkt“ (das Bersenbrücker Stadtfest) statt. Einheimische Erzeuger bieten dort ihre Produkte an, das Angebot vieler Vereine und Gruppen sowie der Schausteller runden den Markt ab.
  • Die Frühjahrskirmes findet am zweiten Sonntag im Mai statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bersenbrück gibt es eine große Zahl kleiner und mittelständischer Unternehmen, einige hiervon sind auch überregional bekannt.

  • Kalle GmbH (ehemals Kalle Nalo GmbH): Hersteller von Wursthüllen (Kunstdarm) und Schwammtüchern, Hauptsitz in Wiesbaden
  • Lear Corporation (ehemals Grote-Hartmann GHW): Hersteller in der Automobilzulieferindustrie
  • Wurst Stahlbau GmbH: Das Unternehmen stellt Stahlkonstruktionen für Stahlhallen, Parkhäuser, Autohäuser und ähnliches her. Im Jahr 2007 wurde die Stahlkonstruktion für die neue Polarforschungsstation Neumayer III gefertigt, hierdurch wurde das Unternehmen bundesweit bekannt. 2011 wurde das Unternehmen mit dem ntv-Mittelstandspreis „Hidden Champion 2011“ für seine Leistungen als wirtschaftlich erfolgreiches sowie sozial und gesellschaftlich engagiertes Unternehmen ausgezeichnet.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bersenbrück ist Sitz des Amtsgerichts Bersenbrück. Im Rathaus ist die Samtgemeindeverwaltung untergebracht. Die Stadtverwaltung hat separat am Markt eigene Räume bezogen. Weiterhin befinden sich an öffentlichen Einrichtungen in der Stadt u. a. das Gesundheitsamt, Veterinäramt, die Kreisstraßenmeisterei, die Feuerwehrtechnische Zentrale für den Nordteil des Landkreises Osnabrück und die Agentur für Arbeit als Geschäftsstelle der Bundesagentur für Arbeit.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bersenbrück gibt es fünf Kindergärten, davon einen Sprachheilkindergarten und einen Integrationskindergarten. Eine Grundschule, eine Oberschule, ein Gymnasium und die Berufsbildende Schule des Landkreises Osnabrück stehen für Schüler aller Altersgruppen zur Verfügung.

Auch die Kreismusikschule ist in Bersenbrück untergebracht. Weiterhin gibt es ein großes Bildungs- und Betreuungsangebot für behinderte Menschen, z. B. den Verein „Heilpädagogische Hilfe“ mit dem „Paul-Moor-Bildungsinstitut“, einer Tagesbildungsstätte, die sich seit dem Sommer des Jahres 2007 „Paul-Moor-Schule“, benannt nach dem Pädagogen Paul Moor, nennen darf.

Die Volkshochschule Osnabrücker Land veranstaltet regelmäßig Kurse zu verschiedenen Themenbereichen (hauptsächlich Erwachsenenbildung).

Aus einer Kooperation zwischen dem Landkreis Osnabrück (als Schulträger), der Samtgemeinde Bersenbrück, der Berufsschule und des Gymnasiums ist das Medienforum hervorgegangen, das sich als verbindender Gebäudetrakt zwischen den beiden Schulen befindet. Bücherei, Computerräume und Seminarräume werden nicht nur schulisch genutzt, sondern stehen auch der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof

Bersenbrück liegt an den Bundesstraßen B 214 und B 68. Die nahegelegene Bundesautobahn A 1 ist über die Anschlussstellen Holdorf und Neuenkirchen-Vörden erreichbar. Im Dezember 2004 wurde die neue Umgehungsstraße für die B 68 eröffnet, wodurch das Stadtzentrum spürbar entlastet wurde. Durch Bersenbrück verläuft die Ferienstraße Artland-Route.

Der Bahnhof Bersenbrück an der Bahnstrecke Oldenburg–Osnabrück wird im Stundentakt vom RE 18 (Wilhelmshaven – Osnabrück) bedient und ist dadurch an das überregionale Schienennetz der Deutschen Bahn angeschlossen. Betrieben wird der Schienenverkehr durch die NordWestBahn. Von dieser Verbindung zweigt die Bahnstrecke Bersenbrück–Ankum ab. Auf ihr verkehren seit 1962 nur noch Güterzüge, 2018 hat eine touristische Nutzung begonnen.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Dobelmann: Das Buch vom Kreise Bersenbrück. Eine Heimatkunde für Schule und Haus. Quakenbrück 1953.
  • Werner Dobelmann: Entstehung und Entwicklung des Ortes Bersenbrück. In: Franz Buitmann, Werner Dobelmann, Franz Hülsmann, Ernst Schulte (Red.): Bersenbrück. Stadt im Osnabrücker Land. Beiträge zum Jubiläumsjahr 1981 in Wort und Bild. 750 Jahre Bersenbrück – 25 Jahre Stadt. Bersenbrück 1981, S. 27[26]–84.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bersenbrück – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2019 (Hilfe dazu).
  2. Daniel Lau, Nicole Grunert: Von der Steinzeit bis ins Frühmittelalter in Ankum und Umgebung. In: Heimat-und Verkehrsverein Ankum e. V. (Hrsg.): Heimat-Hefte für Dorf und Kirchspiel Ankum. Nr. 20 (2017). Ankum 2017, S. 9 (212 S., Digitalisat der S. 6–18 [PDF; 1,8 MB; abgerufen am 13. Oktober 2020] S. 4).
  3. Daniel Lau, Nicole Grunert: Von der Steinzeit bis ins Frühmittelalter in Ankum und Umgebung. In: Heimat-und Verkehrsverein Ankum e. V. (Hrsg.): Heimat-Hefte für Dorf und Kirchspiel Ankum. Nr. 20 (2017). Ankum 2017, S. 12 (212 S., Digitalisat der S. 6–18 [PDF; 1,8 MB; abgerufen am 13. Oktober 2020] S. 7).
  4. Jürgen Udolph (Recherche): Der „Ortsnamenforscher“. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Webseite NDR 1 Niedersachsen. Archiviert vom Original am 17. August 2014; abgerufen am 3. August 2019.
  5. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 253.
  6. a b Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Landkreis Bersenbrück. (Siehe unter: Nr. 12; Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  7. Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Bersenbrück. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 5. Januar 2020, abgerufen am 22. Juni 2020.
  8. Statistisches Bundesamt Wiesbaden (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland – Ausgabe 1957 (Bevölkerungs- und Gebietsstand 25. September 1956, für das Saarland 31. Dezember 1956). W. Kohlhammer, Stuttgart 1958, S. 194 (Digitalisat).
  9. Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 52, Landkreis Osnabrück (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 22. Juni 2020]).
  10. Gemeindeverzeichnis – Archiv – Regionale Gliederung – Jahresausgaben – Niedersachsen. (Alle politisch selbständigen Gemeinden im EXCEL-Format). In: Webseite Destatis. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 4. Januar 2020.
  11. a b Bürgermeister und Rat. In: Webseite Stadt Bersenbrück. Abgerufen am 4. Januar 2020.
  12. Der Wahlabend: Zwischen Euphorie & Entsetzen. In: klartext-sg.de. 12. September 2016, abgerufen am 13. Oktober 2020.
  13. Tabelle 5000311. In: Webseite Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen. Abgerufen am 4. Januar 2020.
  14. Amtliche Endergebnisse der Kreiswahl 2001. (PDF; 528 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) In: Webseite Landkreis Osnabrück. 9. September 2001, S. 33, archiviert vom Original am 25. Mai 2005; abgerufen am 4. Januar 2020.
  15. Die Kommunalwahl Landkreis Osnabrück 2011 (enthält auch Ergebnisse 2006). (PDF; 8 MB) In: Webseite Landkreis Osnabrück. 11. September 2011, S. 31, abgerufen am 4. Januar 2020 (Spalte „Gemeindewahlen“).
  16. Martin Schmitz: Der „kleine Bürgermeister“. Bersenbrück: Harald Kräuter verabschiedet. In: Webseite Neue Osnabrücker Zeitung. 25. September 2013, abgerufen am 4. Januar 2020.
  17. BSB: Manfred Krusche neuer SPD-Fraktionschef. In: Webseite Klartext. 2. Februar 2018, abgerufen am 4. Januar 2020.
  18. Applaus für Walter Sandbrink. In: Webseite Neue Osnabrücker Zeitung. 2. Juli 2006, abgerufen am 4. Januar 2020.
  19. Das Wappen. In: Webseite Stadt Bersenbrück. Abgerufen am 4. Januar 2020.
  20. Talge-Open-Air. In: talge-open-air.de. Abgerufen am 4. Januar 2020.
  21. FC Talge 72 e. V. In: fc-talge.de. Abgerufen am 4. Januar 2020.