Hermann Gerland

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hermann Gerland

im Jahr 2006

Spielerinformationen
Geburtstag 4. Juni 1954
Geburtsort BochumDeutschland
Größe 178 cm
Position Abwehr
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
0000–1968
1972–1984
Westfalia Weitmar
VfL Bochum

204 (4)
Stationen als Trainer
1985–1988
1988–1990
1990–1995
1995–1996
1996–1998
1999–2000
2000–2001
2001–2009
2009–
2010–2011
VfL Bochum
1. FC Nürnberg
FC Bayern München Amateure
1. FC Nürnberg
Tennis Borussia Berlin
Arminia Bielefeld
SSV Ulm 1846
FC Bayern München Amateure/II
FC Bayern München (Co-Trainer)
FC Bayern München II
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
während der Trainertätigkeit auf dem Gelände des FC Bayern München (2015)

Hermann Gerland (* 4. Juni 1954 in Bochum), auch „Tiger“ genannt, ist ein deutscher Fußballtrainer. Er ist Co-Trainer des FC Bayern München. Als Bundesligaspieler war er von 1972 bis 1984 für den VfL Bochum aktiv.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerland begann beim Bochumer Stadtteilverein Westfalia Weitmar mit dem Fußballspielen und erhielt 18-jährig einen Profivertrag beim Bundesligisten VfL Bochum. Sein Bundesligadebüt gab er am 16. September 1972 (1. Spieltag) beim 2:0-Sieg im Auswärtsspiel gegen Eintracht Braunschweig mit Einwechslung für Werner Balte in der 72. Minute. Sein erstes von vier Punktspieltoren erzielte er am 19. Mai 1973 (31. Spieltag) bei der 2:3-Niederlage im Heimspiel gegen Kickers Offenbach mit dem Treffer zum 2:2 in der 68. Minute. Nachdem er zunächst von 1972 bis 1975 im Sturm gespielt hatte, wechselte er 1975 auf die Position des Abwehrspielers. In 25 Spielen um den DFB-Pokal kam er zum Einsatz und erzielte in dem Wettbewerb zwei Tore.

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Trainerlaufbahn begann er beim VfL Bochum in der Saison 1986/87 zunächst als Co-Trainer. 1988 wechselte er zum Bundesligisten 1. FC Nürnberg, den er bis 1990 betreute.

Ab der Saison 1990/91 trainierte er zeitgleich die Amateure und die A-Jugend des FC Bayern München. 1991 legte er die Position als A-Jugend-Trainer nieder, Amateurtrainer blieb er bis 1995. Außerdem war Gerland in der Saison 1991/92 als Co-Trainer der Profimannschaft des FC Bayern München tätig. In der Saison 1995/96 trainierte er erneut den 1. FC Nürnberg, der zu dieser Zeit in der 2. Bundesliga spielte. 1996 übernahm er den Cheftrainerposten bei Tennis Borussia Berlin, die in der Spielzeit 1997/98 ungeschlagen blieb, mit nur sieben Gegentreffern die Regionalligameisterschaft gewann und in den bezahlten Fußball zurückkehrte. Obwohl sportlich erfolgreich und im Umfeld beliebt, wurde Gerland wegen Differenzen mit der Vereinsführung im November 1998 beurlaubt. 1999 wandte er sich in Marienfeld der Pferdezucht zu.[1] Ab der Saison 1999/2000 trainierte Gerland den Bundesligisten Arminia Bielefeld, mit dem er aus der Bundesliga abstieg und in der Folgesaison vorzeitig entlassen wurde. Den Rest der Saison war er für den Zweitligisten SSV Ulm 1846 tätig. Seine Bilanz als Bundesligatrainer: 42 Siege, 53 Unentschieden und 68 Niederlagen.

Zwischen 2001 und 2009 trainierte er die zweite Mannschaft des FC Bayern München, die sich 2008 für die 3. Liga qualifizierte. Am 27. April 2009 wurde er Co-Trainer des FC Bayern München unter Interimscoach Jupp Heynckes, seinen Posten als Cheftrainer der zweiten Mannschaft übernahm Mehmet Scholl. Auch unter Louis van Gaal blieb Gerland Co-Trainer der ersten Mannschaft, zudem blieb er der sportliche Leiter der zweiten Mannschaft, um zur besseren Integration von Nachwuchsspielern in der Bundesligamannschaft beizutragen.[2] Zur Saison 2010/11 übernahm er wieder die zweite Mannschaft des FC Bayern München, da Scholl den Verein verließ,[3] blieb jedoch weiterhin auch als Co-Trainer der Profis tätig. In der Funktion als Trainer der zweiten Mannschaft wurde er im Frühjahr 2011 durch Andries Jonker ersetzt.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit dem VfL Bochum

als Co-Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

International

National

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der gelernte Bankkaufmann (Gerland hatte zuvor die Handelsschule besucht) ist verheiratet, hat drei Töchter[4] und ist Botschafter für Kinderlachen e.V.

Andreas Leimbach-Niaz gelingt es, in seinem Kurzfilm „Der Tiger in München“ (2008), den als knorrig und wortkarg bekannten Gerland zum Reden zu bringen. Beim Kurzfilmwettbewerb des Fußballfilmfestivals in Berlin wurde „Der Tiger in München“[5] mit der Goldenen Elf ausgezeichnet[6]. Patrick Loewenstein von der Netzeitung[7] beschreibt ausführlich den Film und die Veranstaltung.

Auch Andreas Bach führte für seine Dokumentation "Hauptsache Fußball – Junge Profis auf dem Weg ins Spiel"[8] ein offenes und ausführliches Interview mit Gerland, das der DVD zudem in ungekürzter Form als Bonusmaterial beigelegt wurde.

Auf Grund seiner Beliebtheit bei den Bayern-Fans erhielt das Städtische Stadion an der Grünwalder Straße, Spielstätte der zweiten Mannschaft des FC Bayern München, den Spitznamen "Hermann-Gerland-Kampfbahn".

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. welt.de - Hermann Gerland, wunschlos glücklicher Bundesliga-Bauer
  2. Ausführliches Interview: Hermann Gerland über seine Bayern-Talente. T-Online.de, 24. März 2011, abgerufen am 30. Juli 2013.
  3. Meldung auf www.fcbayern.deScholl verlässt den FC Bayern
  4. Steckbrief auf kolping-borken.de
  5. Kurzfilm "Der Tiger in München". www.11-mm.de. Abgerufen am 24. November 2014.
  6. Shortkicks-Gewinner. www.11-mm.de. Abgerufen am 24. November 2014.
  7. Netzeitung (Memento vom 13. April 2010 im Internet Archive)
  8. DVD-Rezension: Zwischen Karrierekick und -knick. Spiegel.de. 25. März 2011. Abgerufen am 7. April 2011.