Jettenbach (Oberbayern)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 48° 10′ N, 12° 23′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Mühldorf am Inn | |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Kraiburg am Inn | |
| Höhe: | 418 m ü. NHN | |
| Fläche: | 9,18 km² | |
| Einwohner: | 782 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 85 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 84555 | |
| Vorwahl: | 08638 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MÜ, VIB, WS | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 83 122 | |
| Gemeindegliederung: | 12 Gemeindeteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Marktplatz 1 84559 Kraiburg a.Inn | |
| Website: | www.jettenbach-am-inn.de | |
| Erste Bürgermeisterin: | Maria Maier (Jettenbacher Wählergem.) | |
| Lage der Gemeinde Jettenbach im Landkreis Mühldorf am Inn | ||

Jettenbach ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn. Hauptort ist das Pfarrdorf Jettenbach.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geografische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde liegt in der Region Südostoberbayern im Alpenvorland im Tal des Inn. Die Ortschaft befindet sich rund 20 km nordöstlich von Wasserburg, 18 km südwestlich der Kreisstadt Mühldorf und nur 7 km von Waldkraiburg entfernt.
Jettenbach verfügt über einen direkten Anschluss an das Bahnnetz der Südostbayernbahn. Am Jettenbacher Wehr beginnt der Innkanal, der das Kraftwerk Töging speist.
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es gibt 12 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]
- Aderberg (Einöde)
- Gänsberg (Einöde)
- Grafengars (Kirchdorf)
- Haberthal (Einöde)
- Hinteröd (Einöde)
- Holzhausen (Einöde)
- Jettenbach (Pfarrdorf)
- Oberhöhenberg (Einöde)
- Pfaffenberg (Einöde)
- Piesenham (Weiler)
- Schrottwinkl (Einöde)
- Unterhöhenberg (Einöde)
Es gibt nur die Gemarkung Jettenbach.
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bis zur Gemeindegründung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Um 1170 erbaute Etich von Schnaitsee die Burg Jettenbach und nannte sich erstmals nach diesem Sitz. Um 1255 erbte Friedrich von Toerring die Burg Jettenbach, Jettenbach gehörte seit dieser Zeit den späteren Grafen Toerring-Jettenbach.[4] Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Schloss Jettenbach war. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
19. und 20. Jahrhundert
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch die Eröffnung der Bahnstrecke Rosenheim–Mühldorf erhielt Jettenbach am 1. Mai 1876 Anschluss an das Eisenbahnnetz.
Die Stauanlage Jettenbach am Inn wurde 1919–1923 gebaut. Sie liegt eigentlich in der Gemarkung Fraham der Gemeinde Aschau am Inn, namensgebend war aber der einen Kilometer südlich liegende Ort Jettenbach.
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zwischen 1988 und 2018 sank die Einwohnerzahl von 734 auf 718 um 16 Einwohner bzw. um 2,2 %.
| Jahr | 1970 | 1987 | 1991 | 1995 | 2000 | 2005 | 2010 | 2015 |
| Einwohner | 645 | 722 | 758 | 734 | 743 | 738 | 708 | 731 |
Politik und Öffentliche Verwaltung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Kraiburg am Inn.
Gemeinderat und Bürgermeisterin
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat besteht aus neun Personen, der ersten Bürgermeisterin und acht Gemeinderäten, bei der Gemeinderatswahl 2020 waren dies drei Frauen und fünf Männer. Seit der Gemeinderatswahl 2026 besteht der Gemeinderat aus einer Frau und sieben Männern.[5]
Erste Bürgermeisterin ist Maria Maier (bis 2025 Jettenbacher Wählergemeinschaft). Sie wurde am 25. Juni 2017 mit 90,2 Prozent der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 50,6 Prozent gewählt.[6] 2020 wurde sie wiedergewählt. 2026 (diesmal für die Liste Zukunft Jettenbach) trat sie erneut an und siegte 2026 über Christian Gerstner (Jettenbacher Wählergemeinschaft) mit 71,9 % der abgegebenen Stimmen.[7]
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „Unter blauem Schildhaupt, darin ein waagrecht liegendes silbernes Flammenschwert mit goldenem Griff, in Silber drei zwei zu eins gestellte rote Rosen mit goldenen Butzen.“[8] | |
| Wappenbegründung: Die drei Rosen stammen vom Wappen des oberbayerischen Adelshauses der Toerring, die bis heute im Ort und der Umgebung Grundbesitz haben und im Laufe der Geschichte große Bedeutung für Jettenbach hatten. Das Flammenschwert verweist auf den heiligen Michael, der Patron einer der Kirchen im Gemeindegebiet ist.
Dieses Wappen wird seit 1974 geführt. |
Gemeindefinanzen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2017 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 616.000 €, davon waren 71.000 € die Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Gemeindepartnerschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Saint-Saturnin in der französischen Landschaft Auvergne ist seit 1978 Partnergemeinde Jettenbachs.
Baudenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Schloss Jettenbach mit Nebengebäuden und Schlosskirche St. Vitus
- Annakapelle
- Ehemaliges gräfliches Amtshaus
- Ehemaliges gräfliches Forst- und Jägerhaus
- Ehemaliges Kuratenhaus und Schlossbenefiziatenhaus
- Katholische Filialkirche St. Michael in Grafengars
Bodendenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es gab 2017 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft, im produzierenden Gewerbe und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Öffentliche und private Dienstleister am Arbeitsort beschäftigten elf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Am Wohnort gab es insgesamt 287 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) sowie im Bauhauptgewerbe gab es keine Betriebe. Im Jahr 2016 bestanden zudem 14 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 358 ha. Davon waren 264 ha Ackerfläche.
Jettenbach hat einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Rosenheim-Mühldorf.
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2018):
- Einen Kindergarten mit 28 Kindergartenplätzen, in dem 19 Kinder betreut und gefördert werden
- Den Obermeierhof – Musische Bildungs- und Begegnungsstätte des Bund der Pfadfinder*innen (BdP), Bayerisches Schullandheim
Söhne und Töchter der Gemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ignaz von Törring (1682–1763), Staatsmann und Militär
- Hansjörg Maurer (1891–1959), Redakteur und Veterinär
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Michael Cappel, Klaus Leonhard: Jettenbach, 1348–1998 – Ortsgeschichte und Hausbesitzerchronik, 1998
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
- ↑ Gemeinde Jettenbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. Juni 2017.
- ↑ Gemeinde Jettenbach, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 7. Januar 2021.
- ↑ Jolanda Englbrecht: „3 Rosen für Bayern“ Januar 2013, in Auszügen wiedergegeben in www.innformiert.de.
- ↑ Ergebnisse Gemeinderatswahl in Gemeinde Jettenbach. Abgerufen am 20. Juni 2026.
- ↑ Gut 90 Prozent für Maria Maier. 26. Juni 2017, archiviert vom am 20. Oktober 2016; abgerufen am 20. März 2024.
- ↑ Ergebnisse Bürgermeisterwahl in Gemeinde Jettenbach. Abgerufen am 20. Juni 2026.
- ↑ Wappen von Jettenbach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte

