Kalininez

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Siedlung städtischen Typs
Kalininez
Калининец
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Zentralrussland
Oblast Moskau
Rajon Naro-Fominsk
Oberhaupt Michail Trubkin
Siedlung städtischen Typs seit 2006
Bevölkerung 21.774 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 200 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 8496
Postleitzahl 143370
Kfz-Kennzeichen 50, 90, 150, 190, 750
OKATO 46 238 834 008
Website www.kalininec.ru
Geographische Lage
Koordinaten 55° 33′ N, 36° 59′ OKoordinaten: 55° 33′ 30″ N, 36° 58′ 30″ O
Kalininez (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Kalininez (Oblast Moskau)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Moskau
Liste großer Siedlungen in Russland

Kalininez (russisch Кали́нинец) ist eine Siedlung städtischen Typs in der Oblast Moskau (Russland) mit 21.774 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Siedlung liegt gut 45 km Luftlinie westsüdwestlich des Zentrums der russischen Hauptstadt – zugleich des Oblastverwaltungszentrums – Moskau und 30 km vom Moskauer Autobahnring entfernt am Oberlauf der Desna, eines Nebenflusses der Pachra.

Kalininez gehört zum Rajon Naro-Fominsk und ist von dessen Verwaltungszentrum Naro-Fominsk etwa 25 km in nordöstlicher Richtung sowie 5 km von der nächstgelegenen Stadt Aprelewka entfernt. Kalininez ist Zentrum der gleichnamigen Stadtgemeinde (Gorodskoje posselenije), zu der neben der Siedlung sieben weitere Dörfer mit zusammen gut 500 Einwohnern gehören: Burzewo, Juschkowo, Nowosumino, Petrowskoje, Seljatino, Sumino und Taraskowo.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 20. Jahrhundert wurden unweit der alten Dörfer Alabino und Petrowskoje Einheiten der Roten Armee stationiert („Garnison Alabino“). Die zugehörige Wohnsiedlung (mit dem Status einer Ländlichen Siedlung) erhielt ihren Namen nach dem Politiker Michail Kalinin. 2006 erhielt Kalininez den Status einer Siedlung städtischen Typs und wurde im Rahmen der Verwaltungsreform in der Russischen Föderation Zentrum der neu geschaffenen Stadtgemeinde, die 2005 aus der Landgemeinde Petrowskoje hervorgegangen ist.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1979 9.304
2002 23.873
2010 21.774

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Territorium der Stadtgemeinde Kalininez befinden sich die Überreste des Landsitzes Petrowskoje-Alabino (auch Petrowskoje-Knjaschischtschewo genannt) des Industriellen Nikita Akinfijewitsch Demidow (1724–1789), den dieser von 1776 bis 1780 vermutlich durch Matwei Kasakow im klassizistischen Stil errichten ließ. Der Landsitz ist im Verlaufe des 20. Jahrhunderts, in der sowjetischen Periode, vollständig verfallen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kalininez ist Standort der 5. Infanterie-Brigade der Russischen Armee und Wohnsiedlung für die Armeeangehörigen mit diversen Versorgungseinrichtungen.

Östlich am Ort führt die Fernstraße A107, der Moskauer Kleine Ring, auf seinem Abschnitt zwischen der Minsker und Kiewer Chaussee vorbei. Die „Minsker Chaussee“ M1 wird einige Kilometer nördlich bei Golizyno gekreuzt, die „Kiewer Chaussee“ M3 wenige Kilometer südlich beim Dorf Alabino. Dort in der Nähe befinden sich auch die nächstgelegenen Bahnstationen Alabino und Seljatino an der Strecke Moskau – Brjansk – Kiew, auf der Vorortzugverbindung zum Moskauer Kiewer Bahnhof besteht.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kalininez – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien