Lotoschino

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Siedlung städtischen Typs
Lotoschino
Лотошино
Lotoschino
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Zentralrussland
Oblast Moskau
Rajon Lotoschinski
Oberhaupt Waleri Moljarow
Erste Erwähnung 1478
Siedlung städtischen Typs seit 1951
Bevölkerung 5558 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 150 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 49628
Postleitzahl 143800
Kfz-Kennzeichen 50, 90, 150, 190, 750
OKATO 46 229 551
Website gplotoshino.ru
Geographische Lage
Koordinaten 56° 14′ N, 35° 39′ OKoordinaten: 56° 14′ 0″ N, 35° 38′ 40″ O
Lotoschino (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Lotoschino (Oblast Moskau)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Moskau

Lotoschino (russisch Лотошино́) ist eine Siedlung städtischen Typs in der Oblast Moskau in Russland mit 5558 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt etwa 130 km Luftlinie nordwestlich des Oblastverwaltungszentrums Moskau an der Lob, einem rechten Nebenfluss des Wolga-Zuflusses Schoscha.

Lotoschino ist Verwaltungszentrum des Rajons Lotoschinski sowie Sitz der Stadtgemeinde (gorodskoje posselenije) Lotoschino, zu der weitere 42 Dörfer und ländliche Siedlungen gehören. Im äußersten Nordwesten der Oblast gelegen, ist Lotoschino ihr mit Abstand kleinstes Rajonzentrum.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals 1478 in einer Chronik als zum Großfürstentum Twer gehöriges Dorf erwähnt. Bereits im 16. Jahrhundert galt es als bedeutendes Handelsdorf, entwickelte sich dann aber nur langsam.

Am 19. März 1919 wurde Lotoschino Verwaltungssitz einer Wolost des Ujesds Wolokolamsk im Gouvernement Moskau, im Juli 1929 dann Verwaltungssitz des neu geschaffenen, nach ihm benannten Rajons.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Lotoschino am 13. Oktober 1941 von der deutschen Wehrmacht besetzt und am 16. Januar 1942 von der Roten Armee während ihrer Gegenoffensive im Verlauf der Schlacht um Moskau zurückerobert.

1951 erhielt der Ort den Status einer Siedlung städtischen Typs.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1859 559
1926 864
1939 3396
1959 3567
1970 4911
1979 6581
1989 8752
2002 5670
2010 5558

Anmerkung: ab 1926 Volkszählungsdaten

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lotoschino liegt an der von Twer kommenden Regionalstraße (46K-1121 auf dem Territorium des Lotoschinski rajon), die in südlicher Richtung weiter über Schachowskaja nach Uwarowka führt. Im etwa 25 km entfernten Schachowskaja besteht Anschluss an die föderale Fernstraße M9 Baltija Moskau – Welikije Luki – lettische Grenze. Dort befindet sich auch die nächstgelegene Bahnstation an der Strecke Moskau – Riga.

Von Lotoschino nach Osten führt die Regionalstraße 46K-9251 durch den Nordteil des benachbarten Wolokolamski rajon (mit Abzweig nach Wolokolamsk an der M9, kürzeste Verbindung Richtung Moskau) weiter nach Klin.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lotoschino's Zwillingstadt ist Lowetsch Lovech-coat-of-arms.svg in BulgarienBulgarien Bulgarien.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lotoschino – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Города-побратимы ǀ Городское поселение Лотошино. Abgerufen am 5. November 2017.