Mickhausen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 48° 15′ N, 10° 38′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Augsburg | |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Stauden | |
| Höhe: | 540 m ü. NHN | |
| Fläche: | 15,88 km² | |
| Einwohner: | 1367 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 86 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 86866 | |
| Vorwahl: | 08204 | |
| Kfz-Kennzeichen: | A, SMÜ, WER | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 72 178 | |
| Gemeindegliederung: | 12 Gemeindeteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Schlosshof 1 86866 Mickhausen | |
| Website: | www.mickhausen.de | |
| Bürgermeister: | Andreas Zimmermann (CSU) | |
| Lage der Gemeinde Mickhausen im Landkreis Augsburg | ||

Mickhausen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Augsburg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Stauden.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde liegt im Südwesten des Landkreises Augsburg im Hügelland der Stauden. Die Stauden bilden den Hauptteil des Naturparks Augsburg Westliche Wälder. Durch Mickhausen fließt die Schmutter. Es gibt 12 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]
- Blessenauhof (Einöde)
- Grimoldsried (Pfarrdorf)
- Kelchsried (Dorf)
- Köpfingerhof (Einöde)
- Laiber (Einöde)
- Mickhausen (Pfarrdorf)
- Münster (Kirchdorf)
- Niederhof (Dorf)
- Rieger (Weiler)
- Rielhofen (Dorf)
- Schweinbachhof (Weiler)
- Zirken (Weiler)
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bis zur Gemeindegründung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Augsburger Patrizierfamilie Stolzhirsch war im 13. und 14. Jahrhundert hier Grundherr. Ihr folgten die Herren von Freiberg, die vom 14. bis 16. Jahrhundert Grundherren im Gemeindegebiet waren. Die Grafen Fugger waren vom 16. bis 19. Jahrhundert im Besitz des Ortes und des Schlosses. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehörte das Gebiet zum Kurfürstentum Bayern.
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zwischen 1988 und 2025 wuchs die Gemeinde von 1108 auf 1396 um 288 Einwohner bzw. um 26 %.
Eingemeindungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die heutige Gemeinde Mickhausen entstand am 1. Mai 1978 im Zuge der Gemeindegebietsreform, als die seit 1818 selbstständigen Gemeinden Münster und Grimoldsried nach Mickhausen eingemeindet wurden. Teile der aufgelösten Gemeinde Reinhartshofen (Laiber, Rieger und Zirken) mit damals etwa 50 Einwohnern kamen ebenfalls hinzu.[4]
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat setzt sich aus zwölf direkt gewählten Mitgliedern und dem Ersten Bürgermeister zusammen. Die Gemeinderatswahl am 8. März 2026 brachte folgendes Ergebnis:
- CSU/Unabhängige Wählergemeinschaft: 5 Sitze (41,67 %)
- Freie Wähler Gemeinde Mickhausen: 3 Sitze (25 %)
- Liste Münster: 2 Sitze (16,67 %)
- Liste Grimoldsried: 2 Sitze (16,67 %)
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2026 Andreas Zimmermann (CSU).[5] Er wurde am 8. März 2026 mit 57 % der abgegebenen Stimmen gewählt. Seine Vorgänger waren
- Anton Müller (CSU/UWG/GH) von 1982 bis 2008 und
- Hans Biechele (CSU/UWG/Listen) von 2008 bis 2020 und
- Mirko Kujath (FW Vereinigung Mickhausen) von 2020 bis 2026.
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „In Blau ein steigender goldener Hirsch über drei, zwei zu eins gestellten goldenen Kugeln.“[6] | |
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Wappenführung seit 1967 |
Baudenkmäler
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- Dreigeschossige Vierflügelanlage als Renaissance-Schloss des 15./16. Jahrhunderts; um 1695 und um 1842 erneute Umbauten, Baudenkmal. In den teilweise sanierten, u-förmig vor dem Schloss gelegenen Wirtschaftsgebäuden ist die Gemeindeverwaltung untergebracht.
- Katholische Pfarrkirche St. Wolfgang: Anton Fugger ließ die Kirche von 1535 bis 1538 anstelle einer abgerissenen Schlosskapelle Kaiser Maximilians I. errichten.
- Katholische Kapelle Herrgottsruh: Die Kapelle Herrgottsruh liegt rund 300 Meter nordöstlich der Pfarrkirche St. Wolfgang auf einem Hügel. Sie wurde 1685 durch Paul Fugger errichtet; der Entwurf stammt von Johann Schmuzer.
- Altes Bauernhaus, zweite Hälfte 16. Jahrhundert: Hauptstraße 52, mit unter Denkmalschutz stehendem Türstock als Kleeblattbogen um die Haustüre, vorhanden ist auch der komplett erhaltene Dachstuhl mit Andreaskreuzen.
Bodendenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sonstiges
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Gemeindeteil Münster startete von 1964 bis 1985 und wieder seit 2001 das Bergrennen Mickhausen.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Martin Kluger: Die Fugger um Augsburg, München und Ulm. Adel, Schlösser und Kirchen. Context Verlag, Augsburg 2012, ISBN 978-3-939645-43-6.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
- ↑ Gemeinde Mickhausen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 20. August 2019.
- ↑ Gemeinde Mickhausen, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 10. Dezember 2021.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 768 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- ↑ Bürgermeister. Gemeinde Mickhausen, abgerufen am 1. Mai 2026.
- ↑ Wappen von Mickhausen in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte

