Olena Pidhruschna

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Olena Pidhruschna Biathlon
Olena Pidhrushna 2010.jpg
Voller Name Olena Mychajliwna Pidhruschna
Verband UkraineUkraine Ukraine
Geburtstag 9. Januar 1987 (33 Jahre)
Geburtsort LegnicaPolenPolen Polen
Größe 170[1] cm
Gewicht 50 kg
Karriere
Beruf Politikerin
Verein Kolos Ternopil
Trainer Ihor Potschynok
Debüt im Europacup/IBU-Cup 2005
Debüt im Weltcup 2007
Weltcupsiege 6 (2 Einzelsiege)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 1 × Gold 2 × Silber 2 × Bronze
EM-Medaillen 5 × Gold 3 × Silber 0 × Bronze
JWM-Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
JEM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
SWM-Medaillen 1 × Gold 3 × Silber 1 × Bronze
JSWM-Medaillen 1 × Gold 2 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Gold 2014 Sotschi Staffel
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
Gold 2013 Nové Město na Moravě Sprint
Silber 2013 Nové Město na Moravě Staffel
Bronze 2013 Nové Město na Moravě Verfolgung
Silber 2017 Hochfilzen Staffel
Bronze 2020 Antholz Staffel
IBU Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften
Bronze 2006 Presque Isle Einzel
IBU Biathlon-Europameisterschaften
Gold 2009 Ufa Staffel
Silber 2010 Otepää Staffel
Gold 2011 Ridnaun Staffel
Silber 2011 Ridnaun Einzel
Gold 2012 Osrblie Sprint
Gold 2012 Osrblie Verfolgung
Gold 2012 Osrblie Staffel
Silber 2020 Minsk-Raubitschy Supersprint
IBU Biathlon-Junioreneuropameisterschaften
Silber 2007 Bansko Staffel
IBU Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften
Silber 2011 Nové Město Mixedstaffel
Bronze 2012 Ufa Verfolgung
Gold 2016 Otepää Sprint
Silber 2016 Otepää Verfolgung
Silber 2016 Otepää Mixedstaffel
IBU Junioren-Sommerbiathlon-WM
Gold 2005 Munio Staffel
Silber 2006 Ufa Verfolgung
Silber 2007 Otepää Sprint
Bronze 2007 Otepää Verfolgung
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 7. (2015/16)
Einzelweltcup 5. (2016/17)
Sprintweltcup 5. (2015/16)
Verfolgungsweltcup 4. (2012/13)
Massenstartweltcup 7. (2015/16)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Einzel 0 0 1
Sprint 2 1 2
Verfolgung 0 1 1
Staffel 5 10 4
letzte Änderung: 22. Februar 2020

Olena Mychajliwna Pidhruschna (ukrainisch Оле́на Миха́йлівна Підгру́шна; russisch Елена Михайловна Подгрушная; * 9. Januar 1987 in Legnica, Polen) ist eine ukrainische Biathletin und Politikerin.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olena Pidhruschna war bereits eine erfolgreiche Juniorensportlerin. Ihr erstes internationales Großereignis waren die Junioren-Weltmeisterschaften 2004 im Sommerbiathlon in Osrblie. Dort war Platz zwölf im Sprint bestes Ergebnis. Im folgenden Winter trat sie bei der Junioren-WM in Kontiolahti an, wo ein zwölfter Platz im Einzel bestes Ergebnis war. 2005 trat sie zudem erneut bei den Sommer-Weltmeisterschaften der Junioren, dieses Mal in Muonio, an und gewann dort Gold mit der Staffel. Hinzu kam Platz elf im Sprint, acht in der Verfolgung und vier im Massenstart. Ein Jahr später gewann sie in Presque Isle Bronze im Einzel der Winter-WM der Junioren. Bei der Junioren-Europameisterschaft 2006 in Langdorf verpasste Pidhruschna als Vierte mit der Staffel einen weiteren Medaillengewinn. Auch die Sommer-Weltmeisterschaft verlief mit dem Gewinn der Silbermedaille in der Verfolgung nach einem fünften Platz im Sprint erneut positiv. Keine Medaille, aber gute Ergebnisse brachten auch die Junioren-Weltmeisterschaften 2007 in Martell. Bestes Ergebnis war der sechste Rang im Sprint. Silber gewann die Ukrainerin mit ihrer Staffel bei der Junioren-Europameisterschaft 2007 in Bansko. Als Vierte im Sprint verpasste sie eine weitere Medaille und wurde Fünfte in Verfolgung und im Einzel. Auch bei der Sommer-Weltmeisterschaft der Junioren in Otepää gewann sie Silber im Sprint und Bronze in der Verfolgung. Ihre letzte Junioren-Weltmeisterschaft in Ruhpolding verlief weniger erfolgreich als die vorherigen. Besser verlief die letzte Junioren-Europameisterschaft in Nové Město na Moravě, wo Pidhruschna Vierte mit der Staffel und im Sprint wurde sowie Siebte im Einzel und Elfte in der Verfolgung.

Pidhruschna im Januar 2018 beim Weltcup in Oberhof

Ihr Debüt im Erwachsenenbereich gab Pidhruschna 2005 im Biathlon-Europacup. Bei ihrem ersten Rennen, einem Sprint in Windischgarsten, wurde sie 18. Zum ersten Mal im Biathlon-Weltcup trat die Ukrainerin 2007 in Lahti an, wo sie Platz 44 im Sprint und 45 in der Verfolgung belegte. Erste Weltcuppunkte gewann sie als 29. im Einzel zum Auftakt der Saison 2008/09 in Östersund. Ihren ersten Weltcupsieg konnte sie 2009 in Oberhof mit der ukrainischen Staffel feiern. Die erste Top-Ten-Platzierung schaffte Olena Pidhruschna mit Platz zehn im Einzel beim Weltcupauftakt 2009 in Östersund. Ihre bislang beste Weltcup-Platzierung ist Rang sieben, ebenfalls in Östersund erreicht, im Sprintrennen. 2009 gewann sie mit der ukrainischen Staffel die Europameisterschaft, 2010 wurde sie wieder mit der Staffel Vizeeuropameisterin. Olena Pidhruschna nahm an den Olympischen Winterspielen 2010 teil. Ihr bestes Einzelresultat war der zwölfte Platz im Massenstart. Mit der Staffel belegte sie Rang sechs. Zum Auftakt des Weltcups 2012/2013 in Östersund konnte sich Olena Pidhruschna erstmals auf dem Podium des Biathlon-Weltcups präsentieren. Im Sprint belegte sie den zweiten Platz. Diesen Erfolg wiederholte sie im weiteren Verlauf der Saison bei einem Verfolgungsrennen hinter Tora Berger in Antholz. Mit sechs Top-Ten-Resultaten in 14 Rennen, Rang 33 als schlechtestem Ergebnis und Rang acht in der Gesamtwertung war sie zu der Zeit beste Biathletin ihres Landes. In Oberhof gewann sie an der Seite von Julija Dschyma, Valj und Vita Semerenko zudem erneut ein Rennen mit der Staffel, in Hochfilzen mussten sie sich zuvor nur Norwegen geschlagen geben. Ihr erster Einzelsieg gelang ihr bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2013, als sie vor Tora Berger die Goldmedaille im Sprint gewann und anschließend noch Bronze im Verfolgungsrennen und Silber mit der ukrainischen Staffel holte.

Bei den Olympischen Spielen 2014 gewann sie mit der ukrainischen Staffel die Goldmedaille.

Im Zuge der Umbrüche in der Ukraine wurde Pidhruschna im Frühjahr 2014 zur stellvertretenden Ministerin für Kultur und Sport der Ukraine berufen.[2]

Bereits ein Jahr später, zur Saison 2015/16, kehrte sie in den Biathlon-Weltcup zurück.

Statistiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Siege bei Biathlon-Weltcups, getrennt aufgelistet nach Einzel- und Staffelrennen. Durch Anklicken des Symbols im Tabellenkopf sind die Spalten sortierbar.

Einzelrennen Staffelrennen
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 09. Feb. 2013 TschechienTschechien Nové Město na Moravě (WM) Sprint
2. 05. Feb. 2016 KanadaKanada Canmore Sprint
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 07. Jan. 2009 DeutschlandDeutschland Oberhof Staffel1
2. 03. Jan. 2013 DeutschlandDeutschland Oberhof Staffel2
3. 07. Dez. 2013 OsterreichÖsterreich Hochfilzen Staffel2
4. 17. Jan. 2016 DeutschlandDeutschland Ruhpolding Staffel3
2 mit Julija Dschyma, Walentyna und Wita Semerenko
3 mit Iryna Warwynez, Julija Dschyma, und Walentyna Semerenko

Weltcupplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixedstaffeln
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 2 5 7
2. Platz 1 1 10 12
3. Platz 1 2 1 4 8
Top 10 5 17 13 5 44 84
Punkteränge 26 55 41 25 45 192
Starts 30 76 50 25 48 229
Stand: 22.02.2020

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse bei Biathlon-Weltmeisterschaften:

Weltmeisterschaft Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Mixedstaffel Single-Mixedstaffel
Jahr Ort
2009 Korea SudSüdkorea Pyeongchang 16. DNF
2011 RusslandRussland Chanty-Mansijsk 24. 30. 18. 23. DSQ
2012 DeutschlandDeutschland Ruhpolding 14. 6.
2013 TschechienTschechien Nové Město 11. 1. 3. 11. 2.
2016 NorwegenNorwegen Oslo DNF 16. 5. 18. 5. 4.
2017 OsterreichÖsterreich Hochfilzen 10. 34. DNS 2. 5.
2020 ItalienItalien Antholz 4. 13. 3.

Olympische Winterspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pidhruschna mit der Goldmedaille vom Staffelrennen in Sotschi

Ergebnisse bei Olympischen Winterspielen:

Olympische Winterspiele Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Mixedstaffel
Jahr Ort
2010 KanadaKanada Vancouver 32. 17. 20. 11. 6.
2014 RusslandRussland Sotschi 8. 26. 22. 7. Gold (1.)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Olena Pidhrushna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Olena Pidhrushna. Eurosport, abgerufen am 23. Februar 2020.
  2. Olena Pidhrushna appointed Deputy Minister of youth and Sports in Ukraine!