Rojava

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Demokratische Föderation Nordsyrien – Rojava

Federasyona Bakurê Sûriyê – Rojava (kurd.)
اتحاد شمال سوريا و روج آفا (arab.)
ܦܕܪܐܠܝܘܬ݂ܐ ܕܝܡܩܪܐܛܝܬܐ ܕܓܪܒܝ ܣܘܪܝܐ (aram.)

Flag of Syrian Kurdistan.svg
Coat of Arms of Rojava.svg
De‑facto‑Regime, Gebiet
ist völkerrechtlich Teil von
Syrien
Amtssprache Kurdisch, Arabisch und Aramäisch
Hauptstadt Qamischli
Regierungsform Demokratischer Konföderalismus
Einwohnerzahl 4,6 Millionen (Schätzung 2014)[1]
Währung Syrisches Pfund
Gründung 17. März 2016: Föderation Nordsyrien – Rojava[2]

Die Demokratische Föderation Nordsyrien – auch bekannt unter dem kurdischen Namen Rojava (Aussprache: j = [ʒ]; kurdisch رۆژاڤایا کوردستانێ, Rojavaya Kurdistanê; arabisch كردستان السورية, DMG Kurdistān as-sūriyya, aramäisch ܦܕܪܐܠܝܘܬ݂ܐ ܕܝܡܩܪܐܛܝܬܐ ܕܓܪܒܝ ܣܘܪܝܐ Federaloyotho Demoqraṭoyto l'Gozarto b'Garbyo d'Suriya), auf Deutsch Westkurdistan, ist ein de facto autonomes Gebiet in Syrien. Am 17. März 2016 rief eine Versammlung von kurdischen, assyrischen, arabischen und turkmenischen Delegierten die autonome Föderation Nordsyrien aus, damals bestehend aus den Kantonen Efrîn, Kobanê und Cizîrê.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff Rojava (IPA [roʒɑːˈvɑ]) setzt sich in der kurdischen Sprache Kurmandschi aus den kurdischen Wörtern roj (“Sonne/Tag”) und ava (“Ende/Untergang (der Sonne)”) zusammen und bedeutet wörtlich "Sonnenuntergang".[3] Der Begriff bedeutet auch Westen und kann als die westliche Teilregion der historischen Siedlungsregion der Kurden verstanden werden.

Geographie und Administration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung Rojavas
Rojava february 2014.png
De facto cantons of Rojava.png


Während Rojava 2014 mehr oder minder nur aus den drei Gründungskantone Efrîn, Kobanê und Cizîrê bestand, wuchs es bis 2017 beträchtlich und nimmt nun den größten Teil Nordsyriens ein. Die Städte al-Hasaka und Qamischli stehen jedoch unter syrischer Kontrolle.

Rojava entspricht in etwa den überwiegend kurdisch bewohnten Regionen im Norden Syriens entlang der Grenze zur Türkei, die durch arabisch besiedelte Gebiete voneinander getrennt sind. Aufgrund dieser territorialen Trennung sprachen ältere kurdische Autoren nicht von einem „Syrisch-Kurdistan“, sondern lediglich von „kurdischen Gebieten in Syrien“[4] Die Region ist Westen um Afrin gebirgig, während der Rest aus Ebenen besteht, die weiter im Osten durch die verschiedene Flüsse wie den Euphrat, den Chabur bewässert werden. Die Gegend um Hasaka, auch bekannt als Dschazīra, besteht aus fruchtbaren Ebenen. Südlich Rojavas beginnt die Syrische Wüste.

Administrativ gesehen besteht Rojava aus Teilen der syrischen Gouvernements Aleppo, al-Hasaka und ar-Raqqa. Nach dem weitestgehenden Rückzug der syrischen Armee 2012 aus dem Norden wurden drei Kantone (Afrin, Kobani und Cizre) durch die kurdischen Machthaber deklariert. Jedoch änderten sich im Laufe des syrischen Bürgerkrieges die Grenzen Rojavas, so dass sowohl der Namen (weg von Rojava hin zu Demokratische Föderation Nordsyrien) als auch die Administration eine Evolution durchmachten. Mit Städten wie Manbidsch, ath-Thaura, ar-Raqqa und asch-Schaddadi kamen auch große nicht kurdische Gebiete unter die Administration Rojavas. Mit dem Fall des Kantons Afrin im Februar 2018 an die Türkei und mit ihr verbündeten syrischen Kräften erlitt Rojava einen empfindlichen Verlust.

Zu bedenken ist auch der Unterschied zwischen dem Anspruch der kurdischen Parteien auf ein nordsyrisches autonomes Gebiet und der de facto Zustand (militärisch und politisch). Durch eine Umstrukturierung 2017 wurden die Kantone in Regionen umgebannt, die dann in weitere kleinere Einheiten aufgeteilt sind.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die kurdische Minderheit in Syrien wurde unter dem arabisch-nationalistischen Baath-Regime jahrzehntelang diskriminiert.[5][6] Im Verlauf des Bürgerkriegs in Syrien gab die syrische Regierung gegen Ende des Jahres 2013 die Kontrolle über die Regionen an der Nordgrenze auf. Lokale kurdische Kräfte übernahmen vielerorts die Kontrolle. Am 12. November 2013 beschloss die „Partei der Demokratischen Union“ (Partiya Yekitîya Demokrat, PYD) gemeinsam mit der Christlichen-Syrische Einheitspartei (einer Assyrisch/Aramäischen Partei) und weiteren Kleinparteien im Norden Syriens eine Übergangsverwaltung aufzustellen, um den durch den Krieg entstandenen Missständen in Verwaltung und Versorgung der Bevölkerung zu begegnen.[7] Am 21. Januar 2014 folgte die Etablierung der Verwaltung in Cizîrê, am 27. Januar in Kobanê und einige Tage später auch in Efrîn.

Am 17. März 2016 rief eine Versammlung von kurdischen, assyrischen, arabischen und turkmenischen Delegierten in Rumaylan eine autonome Föderation Nordsyrien – Rojava aus, bestehend aus den drei Kantonen Rojavas.[8][9] Weder die USA und Russland, noch das Assad-Regime und die syrische Opposition unterstützen die Autonomiebestrebungen.[10]

Die Föderation Nordsyrien – Rojava unterhält diplomatische Vertretungen in Moskau,[11] in Stockholm[12] und seit Mai 2016 auch in Paris[13] und Berlin.[14] Ziel der Vertretung sei es, diplomatische Beziehungen mit dem deutschen Staat aufzunehmen und die Öffentlichkeit über die Entwicklungen in Rojava zu informieren, erklärte der Repräsentant der Autonomieregion, Sipan Ibrahim. "Wir wollen den Menschen in Deutschland deutlich machen, dass in Rojava Kurden, Araber und andere Bevölkerungsgruppen geschwisterlich zusammenleben."[15] Ferner gibt es in Prag[16] eine Vertretung der Selbstverteidigungs-Streitkräfte YPG.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im Frühjahr 2016 von der Verwaltung Rojavas kontrollierten Gebiete entsprechen etwa den syrischen Verwaltungseinheiten Distrikt Afrin, Distrikt Ain al-Arab und Distrikt Tall Abyad sowie dem Gouvernement al-Hasaka. Diese vier Verwaltungseinheiten hatten nach der Volkszählung aus dem Jahr 2004 eine Einwohnerzahl von rund 1.900.000 Menschen. Die Bevölkerung bestand überwiegend aus Kurden, Arabern und Assyrern. Durch den Bürgerkrieg gab es sowohl Abwanderung als auch Zuwanderung von Flüchtlingen. Im Jahr 2014 wurde die Bevölkerung auf rund 4,6 Millionen geschätzt.[17]

Diese Liste enthält alle Städte in Rojava mit mehr als 10.000 Einwohnern gemäß Zensus von 2004.[18] Städte in grau sind in einigen Bereichen unter der Kontrolle der syrischen Zentralregierung, wie in Qamischli der Flughafen und der Grenzübergang zur Türkei. Die Hauptstädte der drei Kantone sind in Fettschrift gesetzt.

Name (Kurdisch) (Arabisch) (Assyrisch) Einwohner 2004 Kanton
al-Hasaka Hesîçe الحسكة ܚܣܟܗ 188,160 Cizîrê
Qamischli Qamişlo القامشلي ܩܡܫܠܐ 184,231 Cizîrê
Manbidsch Minbic‎ منبج ܡܒܘܓ 99,497 Efrîn
Ain al-Arab Kobanî عين العرب 44,821 Kobanê
Afrin Efrîn عفرين ܥܦܪܝܢ 36,562 Efrîn
Raʾs al-ʿAin Serêkaniyê رأس العين ܪܝܫ ܥܝܢܐ 29,347 Cizîrê
Amude Amûdê عامودا 26,821 Cizîrê
al-Malikiya Dêrika Hemko المالكية ܕܪܝܟ 26,311 Cizîrê
Tall Rifaat Arpêt تل رفعت 20,514 Efrîn
al-Qahtaniyya Tirbespî القحطانية ܩܒܪ̈ܐ ܚܘܪ̈ܐ 16,946 Cizîrê
asch-Schaddadi Şeddadê الشدادي 15,806 Cizîrê
al-Mu'abbada Girkê Legê المعبدة 15,759 Cizîrê
Tall Abyad Girê Spî تل أبيض 14,825 Kobanê
as-Sab'a wa Arba'in السبعة وأربعين 14,177 Cizîrê
Dschindires Cindarêsê جنديرس 13,661 Efrîn
al-Manadschir Menacîr المناجير 12,156 Cizîrê

Politisches System[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

schematische Darstellung des Rätesystems in Rojava

Die Verwaltung soll die multiethnische und -religiöse Situation in Nordsyrien widerspiegeln und besteht jeweils aus einem kurdischen, arabischen und christlichen-assyrischen Minister pro Ressort. Insgesamt wird der Plan verfolgt, ein demokratisches System aufzubauen im Sinne des selbstverwalteten demokratischen Konföderalismus nach Arbeiten von Abdullah Öcalan, so wird beispielsweise auch eine Frauenquote von 40 % in der Verwaltung angepeilt.[19] Laut PYD ist der längerfristige Plan, alle drei Kantone unter einer Verwaltung zu vereinen.[20] Am 27. und 28. Juli 2017 beschloss der konstituierende Rat der Föderation Nordsyrien eine Neugliederung der Verwaltungsregionen. Die Föderation besteht demnach derzeit aus den drei Föderalen Regionen Cizîrê, Firat und Afrin. Die föderalen Regionen gliedern sich in 6 Kantone, und zwar Cizîrê in die Kantone Hesekê und Qamişlo, Firat in die Kantone Kobanê und Girê Spî sowie Afrin in die Kantone Efrîn und Şehba. [21]

Die PYD stieß mit diesem Schritt jedoch sowohl innerhalb Syriens als auch international auf Kritik. Ein Kritikpunkt ist, dass die PYD für den angestrebten zusammenhängenden Landstrich „Rojava“ in Nord-Syrien auch überwiegend nicht-kurdisch besiedelte Gebiete beansprucht, was v. a. bei der arabisch-sunnitischen Mehrheit in diesen Gebieten auf Widerstand stößt.[22][23]

In dem Gesellschaftsvertrag von Rojava[24] verpflichtet sich die Verwaltung der de facto autonomen Gebiete zur Einhaltung der Menschenrechte. Insbesondere werden zur Abgrenzung von der Regierung Syriens und dem IS genannt:

  • Gleichberechtigung von Frauen
  • Religionsfreiheit
  • Verbot der Todesstrafe

Gesetze Syriens gelten nur, soweit sie den Grundsätzen des Gesellschaftsvertrags nicht widersprechen.

Wahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahlen September 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 22. September 2017 fanden Kommunalwahlen bei denen die Co-Vorsitzenden der 3,732 Kommunen gewählt wurden, statt.[25][26] Für jede Kommune werden jeweils 1 Mann und 1 Frau zu Co-Vorsitzenden gewählt.[26] Für viele war es das erste Mal dass sie wählen durften.[25]

Regionalratswahlen Dezember 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Dezember 2017 fanden Regionalratswahlen statt.[27] Es nahmen 2 Wahlbündnisse Teil. Die "Liste der Demokratischen Nation" (Lîsteya Hevgirtina Neteweya Demokratîk, LND) besteht aus 17 Parteien welche der PYD nahestehen. Und die Kurdische Nationale Allianz (Lîsteya Koalîsyona Neteweyî ya Kurd a Sûriyeyê, LKNKS) in Syrien welche aus 5 Parteien besteht, von denen zuvor 4 Parteien der die Wahlen boykottierende Kurdische Nationalrat (ENKS) nahestanden. Die ENKS schloss die 4 Parteien aber aus weil sie mit der PYD zusammenarbeiten.[27]

Resultate der Regionalratswahlen Dezember 2017[27][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cizre-Region:

Gesamtzahl der Sitze in allen Räten, die zur Wahl standen: 2902

  • LND: 2718 Sitze
  • LNKS: 40 Sitze
  • Unabhängige: 144 Sitze

Euphrat-Region:

Gesamtzahl der Sitze in allen Räten, die zur Wahl standen: 954

  • LND: 847 Sitze
  • LNKS: 40 Sitze
  • Unabhängige: 67 Sitze

Afrin-Region:

Gesamtzahl der Sitze in allen Räten, die zur Wahl standen: 1175 Sitze

  • LND: 1056 Sitze
  • LNKS: 72 Sitze
  • Unabhängige: 40 Sitze
  • Liste der syrischen Allianz: 8 Sitze

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaftsordnung in Rojava ist an den Prinzipien des demokratischen Konföderalismus nach Arbeiten von Abdullah Öcalan orientiert. Privateigentum und Unternehmertum sind geschützt nach dem Prinzip des "Eigentum durch Gebrauch". Dara Kurdaxi, ein Ökonom aus Rojava, formulierte das Prinzip so: "Die Methode in Rojava ist weniger gegen Privateigentum gerichtet, hat vielmehr das Ziel, Privateigentum in den Dienst aller Bürger von Rojava zu stellen."[28] Der Fokus der Wirtschaftspolitik ist auf einer Ausweitung gemeinwirtschaftlicher und genossenschaftlicher Wirtschaftsaktivität; mehrere hundert Genossenschaften mit meist zwischen 20 und 35 Mitgliedern wurden seit 2012 gegründet.[29] Nach Auskunft des Wirtschaftsministeriums standen Anfang 2015 rund drei Viertel des Grund und Bodens unter gemeinwirtschaftlicher Verwaltung und ein Drittel der Industrieproduktion wurde durch Betriebe erbracht, die von Arbeiterräten verwaltet werden.[30] Es werden in Rojava keine Steuern erhoben; die Einnahmen der Verwaltung erfolgen aus Zöllen sowie dem Verkauf von gefördertem Erdöl und anderen natürlichen Ressourcen.[31] Angestellte der öffentlichen Verwaltung werden teilweise von der syrischen Zentralregierung bezahlt.[32][33]

Die Wirtschaft in Rojava hat vergleichsweise weniger Zerstörung im Bürgerkrieg erlebt als andere Teile von Syrien, und hat die Umstände vergleichsweise gut gemeistert. Im Mai 2016 schätzte Ahmed Yousef, Wirtschaftsminister und Präsident der Universität Afrin, Rojavas Wirtschaftsleistung zu jenem Zeitpunkt auf 55 Prozent des Bruttoinlandprodukts von Syrien.[34]

Handel und Investitionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Produktion von Erdöl und Agrargütern in Rojava übersteigt den Bedarf,[35] Exportgüter sind insbesondere Erdöl, Baumwolle und Nahrungsmittel (Weizen, Schafprodukte); Importgüter sind insbesondere industrielle Konsumartikel und Autoteile.[36] Außenhandel und humanitäre Unterstützung von außen ist erschwert durch das totale Embargo der Türkei gegen Rojava.[37] Allgemein wirbt Rojava um internationale Investitionen, sowohl als Spenden für den Aufbau gemeinwirtschaftlicher Projekte wie auch als klassische Investitionen.

Erdölproduktion in Rojava[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öl und Erdgaslvorkommen (grau) in Syrien

In Kooperation mit der syrischen Regierung Assads gehörte zur Strategie der PYD auch, die Kontrolle über die Ölfelder im äußersten Nordosten Syriens zu behalten,[38][39] die vor allem in der Kleinstadt Rmeilan, nahe der PYD-Hochburg al-Malikiya (Dêrik), ergiebig und in Betrieb waren. Die großen Ölfelder im Nordosten Syriens blieben somit unter Kontrolle einer De-facto-Allianz des Assad-Regimes und der PYD-geführten autonomen kurdischen Verwaltung. Der Wall Street Journal-Korrespondent Sam Dagher zitierte Vertreter des von der PYD kontrollierten Teils von Hasaka, laut denen die Ölfelder dieser Region Ende 2014 unter der Aufsicht der YPG 40.000 Barrel pro Tag produzierten. Dieses Erdöl wurde für etwa 15 Dollar pro Barrel an lokale arabische Stammesverbände verkauft. Das Rohöl wurde dann über angeblich rund 3000 in der Region befindliche provisorische Öfen zu Diesel und Benzin verarbeitet, das für ca. 40 Dollar pro Barrel an Händler verkauft wurde. Ein Betreiber wurde mit der Aussage zitiert, auf diesem Produktionsweg würden acht Barrel Rohöl sechs Barrel Produkte liefern.[39] Laut Jihad Yazigi, Herausgeber des syrischen Wirtschaftsblatts The Syria Report, konnte bereits mit einer täglichen Verkaufsmenge von 50.000 Barrel Erdöl die Existenz von rund zwei Millionen Menschen gesichert werden. Da der PYD in der Provinz al-Hasaka die Verteilung sämtlicher Brennstoffe oblag, konnte sie den Schwarzmarkt unterbinden und Gas oder Heizöl zu den staatlich festgesetzten – also für die Bevölkerung in der Region relativ günstigen – Preisen verkaufen.[38] Obwohl die Ölfelder in Syrien in dem jahrelangen Bürgerkrieg häufiger umkämpft wurden, wurde die Ölförderung stets schnell wieder weitergeführt. Dies wurde ermöglicht, da die Arbeiter vor Ort meist dieselben blieben und zunächst als syrische Staatsangestellte, zwischenzeitlich als von der radikalislamistischen Nusra-Front und später unter anderem vom IS bezahlte Mitarbeiter arbeiteten. Sowohl in Syrien als auch im Irak funktionierte der Ölschmuggel über ideologische und militärische Grenzen hinweg.[40]

Infrastruktur und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die öffentliche Infrastruktur im Gebiet des heutigen Rojava war vor dem Bürgerkrieg durch das arabisch-nationalistische Baath-Regime bewusst vernachlässigt worden. Im Kanton Kobanê hat der Bürgerkrieg auch zu erheblichen Zerstörungen im Kampf um Kobanê geführt. Der Aufbau öffentlicher Infrastruktur quer durch alle Bereiche ist die Priorität der Verwaltung von Rojava, exemplarische Projekte werden seit 2016 auf der Webseite "Rojavaplan" dargestellt.[41]

Das Straßennetz im Gebiet des heutigen Rojava war im Gegensatz zu sonstiger öffentlicher Infrastruktur gut ausgebaut. Der einzige Flughafen auf dem Gebiet von Rojava ist der Flughafen Qamischli, er wird von der syrischen Zentralregierung kontrolliert und betrieben. Unter kurdischer Kontrolle befinden sich die Militärflugplätze Rimelan und Minakh.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Rojava waren unabhängige wie auch kurdischsprachige Medien bis zu Beginn des Bürgerkrieges verboten. Nachdem die Syrischen Truppen aus Rojava abzogen und die Kurden die Regierungsfunktion übernahmen, gestaltete sich das Arbeitsumfeld für die Medien freier. So haben die Medien in Rojava mehr Rechte als in den anderen Teilen Syriens und die Internationale Presse ist willkommen.[42] Im August 2013 wurde die Freie Medienunion (YRA) gegründet, bei welcher die Medien eine Lizenz beantragen müssen um ihre Arbeit aufnehmen zu dürfen.[42] Der Grossteil der Medien sind aber sehr politisiert und dabei gibt es eine Spaltung der Medien welche der PYD nahestehen und der Medien welche der grössten kurdischen Partei im Irak, der KDP nahe stehen. Es gibt auch Berichte über Festnahmen und Ausweisungen vor allem von Journalisten die der Opposition zugerechnet werden, die Dauer der Festnahmen sei aber kurz und bis Ende 2015 sei niemand in Gefangenschaft geblieben.[42]

Folgend eine Auswahl der in Rojava vorhandenen Medien:

  • Ronahi TV[43][44] und Ronahi Zeitung mit einer Auflage von 10`000[45]
  • Bûyerpress, eine Zeitung die in den Sprachen Kurdisch und Arabisch erscheint und wurde am 15. Mai 2015 gegründet.[46]
  • Rudaw wurde im August 2015 die Lizenz entzogen, um aus dem Cizre Kanton in Rojava zu berichten.[47]

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem Baath-Regime war das Schulwesen geprägt von rein arabischsprachigen öffentlichen Schulen, ergänzt von assyrischen kirchlichen Privatschulen.[48] Die Verwaltung von Rojava hat im Sommer 2015 an den öffentlichen Schulen eine zweisprachige Unterrichtung in kurdisch[49] und arabisch eingeführt.[50][51][52] Das Bestreben, schrittweise die von Baath-Ideologie geprägten Lehrpläne an den öffentlichen Schulen zu überarbeiten, ist geprägt von komplexen Verhandlungen zwischen der syrischen Zentralregierung, welche grundsätzlich weiterhin das Gehalt der Lehrer bezahlt, der Rojava-Verwaltung, welche die Baath-Ideologie verdrängen will, und der assyrischen Gemeinschaft, auf deren kirchliche Privatschulen jetzt auch kurdische und arabische Eltern ihre Kinder schicken wollen.[53]

Keine der bei Beginn des Bürgerkrieges im Jahre 2011 bestehenden Hochschulen in Syrien befindet sich auf dem Territorium des heutigen Rojava. Im September 2014 nahm als neue Hochschule die Mesopotamische Akademie für Sozialwissenschaften in Qamischli ihren Lehrbetrieb auf.[54] Weitere derartige Akademien mit unterschiedlicher fachlicher Ausrichtung befinden sich im Stadium der Gründung oder Planung. Im August 2015 nahm die als klassische Universität konzipierte Universität von Afrin in Afrin den Lehrbetrieb auf.[55]

Im Juli 2016 wurde in Qamishlo mit Rojava University eine weitere Universität eröffnet. Die Rojava University hat die Fakultäten Medizin, Ingenieurwesen, klassische Wissenschaften und Kunst und Humanwissenschaften.[56]

Milizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

YPJ-Kämpferin im Kampf gegen ISIS

Streitkräfte Rojavas sind die PYD-nahen Volksverteidigungseinheiten (YPG / YPJ). Im Gesellschaftsvertrag werden sie als nationale Institution aller drei Kantone bezeichnet. Ihr Verhältnis zur Armee der Zentralregierung Syriens soll demnach durch Gesetze Rojavas bestimmt werden. Eng unterstützt werden sie von den verbündeten christlichen syrisch-aramäischen Sutoro-Milizen und FSA-Brigaden wie u. a. Liwa Thuwwar al-Raqqa im Rahmen des Burkān al-Furāt Bündnis sowie durch die PKK und MLKP. Wichtigster Bürgerkriegsgegner ist die Terrororganisation Islamischer Staat (IS). Seit der Verteidigung von Kobanê im September 2014 werden die YPG unterstützt durch Luftangriffe der US-geführten internationalen Koalition und durch Peschmerga aus der autonomen Region Kurdistan im Irak.

Am 10. Oktober 2015 bildeten die YPG mit der sunnitisch-arabischen Armee der Revolutionäre (Dschaisch ath-Thuwwar), der sunnitisch-arabischen Schammar-Stammesmiliz Quwat as-Sanadid und dem assyrisch-aramäischen Militärrat der Assyrer (MFS) ein Militärbündnis, das unter dem Namen Demokratische Kräfte Syriens (SDF) gemeinsam mit der US-geführten internationalen Koalition gegen den IS in Syrien vorgeht.[57][58]

Justizsystem[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Rojava bemüht dich die Verwaltung auch Aufgrund dessen, dass sie viele ausländische IS-Kämpfer als Gefangene hält, um die internationale Anerkennung ihrer Gerichte. Weil ihre Gerichte bis jetzt nicht international anerkannt sind, gestaltet sich die Übergabe von ex-IS-Kämpfern an ihre Herkunftsländer schwierig bis unmöglich (Stand Juli 2018).[59][60] So hat die PYD die Todesstrafe abgeschafft und die längste Haftstrafe ist lebenslänglich, was eine 20-jährige Haftstrafe bedeutet.[60]

IS-Tribunale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Prozessen mit IS-Kämpfern bemühen sich die Richter um Versöhnung. So wurden letztes Jahr Amnestien für 80 IS-Kämpfer ausgehandelt auf dass sie andere IS-Kämpfer dazu ermutigen, sich der SDF zu ergeben. So können die Strafen für ex-IS Kämpfer sehr tief ausfallen wenn sie sich selbst ergeben haben und etwa Minderjährig waren, als sie sich dem IS angeschlossen haben.[60]

Aber es gibt auch Kritik an dem Justizsystem. So gibt es bisher keine Anwälte, die für die Angeklagten die Stimme erheben und keine Berufungsgerichte. Und die Richter bleiben anonym[60]

Haftanstalten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2015 begann die Verwaltung in Rojava mit internationalen Organisation wie Geneva Call zusammen zu arbeiten, um Ihre Haftanstalten besser zu führen. Die Gefängniswärter sollen von Geneva Call Schulungen bekommen haben.[61] Die Haftanstalten werden Akademien genannt, da man den Fokus auf die Wiedereingliederung in die Gesellschaft setzt.[60]

Menschenrechtslage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die unabhängige Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) erhebt in einem Bericht aus dem Jahr 2014 gegen die in Rojava herrschenden PYD und die YPG schwere Vorwürfe wie willkürliche Festnahmen von politischen Gegnern, Misshandlung von Häftlingen, ungeklärte Entführungs- und Mordfälle, sowie den Einsatz von Kindersoldaten als Kriegsverbrechen.[62] Allerdings stellt HRW in dem Bericht auch klar, dass die der PYD nachgewiesenen Menschenrechtsverletzungen weitaus weniger eklatant und verbreitet seien als die seit 2011 der syrischen Regierung und den übrigen Rebellengruppen nachgewiesenen.

Im August 2015 mahnte der kurdische Fernsehsender Rudaw Media Network von der PYD die Unterlassung von Einschränkungen der Pressefreiheit an, nachdem ihm der Kanton Cizîrê die Lizenz entzogen hatte.[63]

Nachdem die YPG im Juni 2015 den vorher vom IS beherrschten Korridor zwischen den mehrheitlich von Kurden bewohnten syrischen Kantonen Cizîrê und Kobanê erobert hatten, in dem mehr Araber als Kurden leben, wurden Berichte über Vertreibungen von Arabern und Turkmenen laut.[64][65][66] Während vor allem türkische und arabische Medien sowie Blogs darüber berichtet hatten, griffen westliche Zeitungen und Sender die Vorwürfe kaum auf.[64] Die YPG bestritten die Anschuldigungen und sprachen dagegen von Angeboten, die man den Zivilisten aus den Kampfgebieten gemacht habe, um zu vermeiden, dass sie der IS als lebende Schutzschilde missbraucht.[64][67][66]

Im Oktober 2015 warf Amnesty International (AI) den zu diesem Zeitpunkt von den USA unterstützten YPG Kriegsverbrechen in Form von Vertreibungen oder Zwangsumsiedlungen der Zivilbevölkerung und Zerstörung ihrer Dörfer vor und sprach von einer regelrechten gegen das humanitäre Völkerrecht verstoßenden Vertreibungswelle an Tausenden vornehmlich nichtkurdischen (vor allem turkmenischen und arabischen) Bewohnern nach der Einnahme ihrer Dörfer durch die YPG.[68][69][70][71][64][72] Insbesondere habe sich das Geschehen in der Provinz Hassaka abgespielt, wo neben Kurden und Christen auch sunnitische Araber lebten. Die Vertreibung wurde von AI als „gezielte und koordinierte Kampagne zur kollektiven Bestrafung“ der YPG gegen Dörfer gewertet, in denen nach Wahrnehmung der YPG Bewohner mit dem IS oder anderen nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen (wie der FSA) sympathisiert hätten.[68][71][73][74][75] AI warf der kurdisch geführten Verwaltung vor, ihre Macht zu missbrauchen und das Völkerrecht in einer Weise zu missachten, die Kriegsverbrechen gleichkomme.[73] Bei ihren Vorwürfen berief sich AI auf Satellitenbilder sowie auf Augenzeugenberichte Dutzender Bewohner der Provinzen Hasaka und Raqqa, nach denen die YPG damit gedroht hätten, Luftangriffe der US-geführten Allianz anzufordern.[71][70][73][64]

Ein YPG-Sprecher hat die Vorwürfe zurückgewiesen und sie als "willkürlich", "parteiisch" und "unprofessionell" bezeichnet und Amnesty International ferner vorgeworfen, ethnische Spannungen zwischen Kurden und Arabern zu schüren. Er behauptete, dass viele der untersuchten Ortschaften vom IS und anderen terroristischen Organisationen mit Minen und Sprengfallen zerstört wurden. Zudem verdächtigte er Amnestys Zeugen Komplizen des IS zu sein. Schließlich wies er auf Allianzen mit arabischen Milizen in den Ortschaften hin.[76]

Auch der UN-Menschenrechtsrat weist in einem Report aus dem März 2017 die Vorwürfe der ethnischen Säuberung zurück.[77] Zwar seien vereinzelte (teils temporäre) Umsiedlungen aufgrund von Minen und selbstgebauten Sprengsätzen notwendig gewesen, allerdings gäbe es keine Hinweise darauf, dass die kantonalen Regierungen gezielt gegen arabische Gemeinschaften vorgegangen wären, noch dass die "demografische Zusammensetzung der von ihnen kontrollierten Gebiete durch Gewalttaten gegen bestimmte ethnische Gruppen systematisch verändert" hätte werden sollen.[78]

Kriegsverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurdisch kontrollierte Gebiete im Bürgerkrieg in Syrien
  • von Kurden kontrolliertes Gebiet
  • von den IS-Milizen kontrolliertes Gebiet
  • von syrischen Rebellen kontrolliertes Gebiet
  • von der syrischen Regierung kontrolliertes Gebiet
  • Der mittlere Kanton wurde im Laufe der Schlacht um Kobanê im September 2014 durch die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) fast komplett zerschlagen, wurde aber nach monatelangen Kämpfen doch gehalten und der IS wurde zurückgedrängt.

    Im Februar 2015 begannen die YPG mit ihren Verbündeten unterstützt durch Luftangriffe der US-geführten internationalen Koalition eine Gegenoffensive mit dem Ziel, die Stadt Tall Abyad einzunehmen, um die Versorgungsroute des IS aus der türkischen Grenzstadt Akçakale in die syrische IS-Hauptstadt Rakka zu unterbrechen sowie die beiden Kantone Kobanê und Cizîrê miteinander zu verbinden.[79] Am 16. Juni 2015 meldeten die YPG die Übernahme der Kontrolle in Tall Abyad[80][81].

    Aufgrund der im Juni 2015 ausgebrochenen Kämpfe in Nordsyrien waren laut UNHCR über 23.000 Menschen aus dem syrischen Gouvernement Ar-Raqqa in die Türkei geflohen, wovon über 70 % Frauen und Kinder seien.[82] Kurz nach der vollständigen Vertreibung des IS aus Tall Abyad und Umgebung waren Tausende Flüchtlinge zurückgekehrt.[83][84]

    Ende Dezember 2015 befreiten die SDF, ein Bündnis der kurdischen YPG mit arabischen Milizen, die Tischrin-Talsperre vom IS und übernahmen die Kontrolle im Vorland des Dammes am Westufer des Euphrat.[85]

    Am 13. Februar 2016 fing die Türkei an, kurdische Stellungen nahe der Stadt Azaz sowie die Kantonshauptstadt Efrîn mit schwerer Artillerie zu beschießen, nachdem die SDF auch gegen von der Türkei unterstützte arabische Rebellengruppen zu kämpfen begann und Geländegewinne verbuchte (Einnahme von Tall Rifaat und dem Militärflugplatz Menagh).[86][87] Die US-Regierung forderte sowohl die Türkei als auch die Kurden mehrfach zur Einstellung der Feindseligkeiten auf.[88]

    Im Nordosten Syriens befreiten die SDF unterstützt durch Luftangriffe der US-geführten Koalition am 19. Februar 2016 die Stadt asch-Schaddadi mit Umland südlich von al-Hasaka von der Besatzung durch den IS.[89]

    Am 31. Mai 2016 starteten die SDF, unterstützt von einer kleinen Zahl von US-Spezialkräften sowie durch Luftangriffe der US-geführten Koalition, eine Offensive mit dem Ziel der Befreiung der Stadt Manbidsch und ihrer Umgebung vom IS. Um türkische Gegenmaßnahmen zu verhindern, wurde erklärt, dass seitens des SDF die Mehrzahl der beteiligten Kämpfer Araber und nicht Kurden seien. Im Zuge der Offensive wurde am 10. Juni ein Belagerungsring um die Stadt geschlossen und bis zum 17. Juni das Umland gesichert. In langwierigem Häuserkampf vertrieben die SDF die IS-Kämpfer[90] und übernahmen am 12. August die vollständige Kontrolle über die Stadt.[91] Schon am nächsten Tag kehrten tausende Flüchtlinge zurück.[92] Direkt nach der Manbidschoffensive marschierte die SDF nach Westen und Norden um sich mit dem Kanton Afrin zu verbinden. Doch die Türkei startete im August 2016 mit verbündeten FSA-Gruppierungen eine Militäroffensive gegen den IS und SDF, was mit der Einnahme der Stadt al-Bab im Februar 2017 endete.

    Nach langwierigen Operationen konnte die SDF mithilfe der internationalen Koalition in der Schlacht um ar-Raqqa Mitte Oktober 2017 den IS aus seiner selbstdeklarierten Hauptstadt ar-Raqqa vertreiben. Parallel zur syrischen Armee wurde der IS entlang des Euphrats verdrängt und die lange belagerte Stadt Deir ez-Zor durch die syrische Armee Ende November 2017 befreit. Seitdem gilt der Euphrat als Demarkationslinie zwischen der syrischen Armee und der SDF.

    Mitte Juli 2017 wurde bekannt, dass die türkische Regierung offenbar Truppen an der Grenze zu Syrien zusammenzieht, um sie möglicherweise gegen das Kanton Afrin einzusetzen. Hintergrund soll eine Vereinbarung mit Russland sein, nach der die Russen und ihre Verbündeten das Gebiet nicht mehr gegen einen türkischen Angriff verteidigen würden.[93]

    Am 20. Januar 2018 begannen türkische Streitkräfte unterstützt von FSA-Rebellen ihre Militäroffensive auf Afrin und eroberten am 18. März 2018 die Stadt Afrin, nachdem die Regierung Rojavas die Stadt evakuiert hatte.[94]

    Ablehnung durch die Türkei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Der türkische Präsident Erdoğan wirft der in Rojava herrschenden PYD ethnische Säuberungen an Arabern und Turkmenen vor.[95] Er greift damit Vorwürfe syrischer (unter anderem islamistischer) Rebellengruppen auf.[96] Diese Vorwürfe wurden von Rami Abdulrahman, dem Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, bei einem von der Gesellschaft für bedrohte Völker geführten Interview als haltlos eingestuft.[97], während Amnesty International dokumentierte, dass die YPG Kriegsverbrechen an und Vertreibungen der nicht-kurdischen Bevölkerung ausgeübt hätten.[68]

    Hintergrund der Vorwürfe sei vor allem der Konflikt zwischen der Republik Türkei und der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), in dem die Türkei seit Jahrzehnten gegen die mit der PYD verbündete PKK kämpft. Die Türkei befürchte eine Stärkung der PKK in der Region.

    Im syrischen Bürgerkrieg war die türkische Regierung zwar keine direkte Kriegspartei, betreibt aber als wichtigstes politisches Ziel den Sturz der syrischen Regierung. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte wirft der Türkei vor, islamistische Gruppen zu unterstützen, die neben der syrischen Regierung auch die von der PYD eingerichtete Verwaltung von Rojava bekämpfen.

    Die Türkei fordert seit längerem die Bildung einer „Schutzzone“ in den syrischen Grenzgebieten und steht damit im direkten Interessenkonflikt zur PYD und ihren als „Rojava“ bezeichneten Gebietsansprüchen in Nord-Syrien.[98] Zwei Wochen nach der Einnahme von Tall Abyad durch die Kurden verstärkte die Türkei ihre militärische Präsenz entlang der Grenze.[99] Spekulationen, die Türkei werde eine bis zu 40 Kilometer tiefe Pufferzone in den bisher vom IS gehaltenen Gebieten zwischen Dscharabulus und Azaz einrichten, wurden von Präsident Erdoğan ausgelöst, als dieser unmittelbar zuvor das Ziel ausgab, einen kurdischen Staat in Nord-Syrien verhindern zu wollen, „koste es was es wolle“. Der IS begann daraufhin, seine Grenze zur Türkei zu verminen und Schützengräben zu graben. Obwohl in dem fraglichen Gebiet nicht Kurden, sondern Araber und Turkmenen die größten ethnischen Gruppen darstellen,[100] kündigte die PYD an, türkische Truppen auch in diesen bisher vom IS gehaltenen Gebieten als Besatzungstruppen zu betrachten und bekämpfen zu wollen, sofern diese ohne UN-Mandat eingreifen.[101] Ferner drohte die PKK-Führung der Türkei, auf ihrem gesamten Staatsgebiet Krieg zu führen, sollte die Türkei in Rojava intervenieren.[102][103] Der US-Botschafter in Ankara John Bass stellte die Position der USA klar, wonach der IS der gemeinsame Feind sei und jeder, der eine Grenze zum IS hat, gegen diese kämpfen müsse.[104]

    Mit ihren beiden Militäroffensiven (Schutzschild Euphrat und Operation Olivenzweig) in Nordsyrien griff die Türkei Gebiete der IS und der YPG an. Nach der Einnahme Afrins betonte Präsident Erdoğan, dass man angefangen von Manbidsch aus die komplette Grenze von der YPG bzw. SDF säubern werde.

    Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    • Elke Dangeleit: Rojava: Ausrufung einer kurdisch-syrischen "Demokratischen Föderation". Telepolis, 20. März 2016.
    • Elke Dangeleit: Das Modell Rojava. Telepolis, 12. Oktober 2014.
    • Dr. Bawar Bammarny: The Legal Status of the Kurds in Iraq and Syria. In: Constitutionalism, Human Rights, and Islam After the Arab Spring. Oxford University Press, 2016, ISBN 978-0190627645, S. 475–495.
    • Thomas Schmidinger: Krieg und Revolution in Syrisch-Kurdistan. Analysen und Stimmen aus Rojava. Mandelbaum Verlag, Wien, vierte, erweiterte und aktualisierte Auflage 2017 (zuerst 2014), ISBN 978-3-85476-636-0.
    • Thomas Schmidinger: Kampf um den Berg der Kurden – Geschichte und Gegenwart der Region Afrin. Bahoe Books, Wien 2018. ISBN 978-3-903022-84-3
    • Ismail Küpeli (Hrsg.): Kampf um Kobanê – Kampf um die Zukunft des Nahen Ostens, edition assemblage, Münster 2015, ISBN 978-3-942885-89-8
    • Wes Enzinna: Utopia im Krieg, philosophie Magazin 3/2016.
    • Anja Flach/Ercan Ayboğa/Michael Knapp: Revolution in Rojava. Frauenbewegung und Kommunalismus zwischen Krieg und Embargo, 3. aktualisierte Auflage, VSA Verlag, Hamburg 2016, ISBN 978-3-89965-736-4.
    • Oso Sabio: Rojava. Die Alternative zu Imperialismus, Nationalismus und Islamismus im Nahen Osten., Unrast Verlag, Münster 2016, ISBN 9783897710580
    • Doc Sportello (Hrsg.): Rojava – Ist der Aufstand gekommen? Drei Texte von Gilles Dauvé, Il Lato Cattivo und Becky, aus dem Französischen von Doc Sportello. Bahoe Books, 2. aktualisierte Auflage, Wien 2016, ISBN 978-3-903022-14-0

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

     Commons: Rojava – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    1. Terry Glavin: „In Iraq and Syria, it’s too little, too late“, http://ottawacitizen.com,/ 14. November 2014. Abfragedatum: 19. März 2016.
    2. Kurden rufen Autonomiegebiet aus, tagesschau.de, 17. März 2016
    3. The war in Western Kurdistan and Northern Syria: The role of the US and Turkey in the Battle of Kobani, fourwinds10.net
    4. Mustafa Nazdar (Pseud.), Die Kurden in Syrien, in: Gérard Chaliand (Hrg.), Kurdistan und die Kurden, Bd. 1, Göttingen 1988, ISBN 3-922197-24-8, S. 400 f.
    5. Syria: The silenced kurds Bericht der HRW vom Oktober 2006
    6. Syria: End persecution of human rights defenders and human rights activists Artikel vom 7. Dezember 2004 von der Seite amnestyusa.org
    7. "Kurds declare an interim administration in Syria", Meldung auf www.reuters.com vom 12. November 2013
    8. "Kurdische Autonomiepläne", Neue Zürcher Zeitung, 17. März 2016.
    9. Rojava: Ausrufung einer kurdisch-syrischen "Demokratischen Föderation", Telepolis, 20. März 2016.
    10. "Autonomiepläne isolieren Kurden", tagesschau.de, 17. März 2016.
    11. "Syrian Kurds open diplomatic mission in Moscow", The Telegraph, 10. Februar 2016
    12. Syrian Kurds inaugurate representation office in Sweden, Ara News, 18. April 2016
    13. Syrian Kurds open unofficial representative mission in Paris. Al Arabiya. 24. Mai 2016.
    14. [1], Evrensel, 7. Mai 2016.
    15. "Rojava-Vertretung in Deutschland", Junge Welt, 9. Mai 2016.
    16. [2], Prague Monitor, 3. April 2016.
    17. Terry Glavin: „In Iraq and Syria, it’s too little, too late“, http://ottawacitizen.com,/ 14. November 2014. Abfragedatum: 19. März 2016.
    18. http://www.cbssyr.org/General%20census/census%202004/pop-man.pdf (Memento vom 10. März 2013 im Internet Archive)
    19. Onur Burçak Belli: Traurige Gewinner. Zeit Online vom 22. März 2014, abgerufen am 22. März 2014
    20. Rojava artık özerk, Artikel der Radikal vom 31. Januar 2014 (türkisch)
    21. Neustrukturierung der Demokratischen Föderation Nordsyrien, Civaka Awad vom 11.08.2017
    22. The Siege Of Kobani: Obama’s Syrian Fiasco In Motion, Analyse von US-Politologe David Stockman vom 11. Oktober 2014 (englisch)
    23. Will Syria’s Kurds benefit from the crisis?, BBC-Analyse vom diplomatischen Korrespondenten Jonathan Marcus vom 10. August 2012 (englisch)
    24. http://civaka-azad.org/wp-content/uploads/2014/03/info7.pdf Gesellschaftsvertrag von Rojava
    25. a b Rodi Said: Syrians vote in Kurdish-led regions of north. In: U.S. (reuters.com [abgerufen am 28. Juli 2018]).
    26. a b Syrian Kurds in Rojava Vote for a Democratic System After ISIS. In: The Globe Post. 23. September 2017 (theglobepost.com [abgerufen am 28. Juli 2018]).
    27. a b c Abstimmen im Bürgerkrieg: Regionalratswahlen in Rojava. Abgerufen am 28. Juli 2018.
    28. Michael Knapp, 'Rojava – the formation of an economic alternative: Private property in the service of all'.
    29. http://sange.fi/kvsolidaarisuustyo/wp-content/uploads/Dr.-Ahmad-Yousef-Social-economy-in-Rojava.pdf
    30. A Small Key Can Open a Large Door: The Rojava Revolution, 1st. Auflage, Strangers In A Tangled Wilderness, 4. März 2015: „According to Dr. Ahmad Yousef, an economic co-minister, three-quarters of traditional private property is being used as commons and one quarter is still being owned by use of individuals...According to the Ministry of Economics, worker councils have only been set up for about one third of the enterprises in Rojava so far.“
    31. Efrîn Economy Minister Yousef: Rojava challenging norms of class, gender and power. Abgerufen am 18. Februar 2015.
    32. Flight of Icarus? The PYD’s Precarious Rise in Syria (PDF) International Crisis Group.
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    34. Will Syria's Kurds succeed at self-sufficiency?. Abgerufen am 9. Mai 2016.
    35. Striking out on their own. In: The Economist. 
    36. Kurds Fight Islamic State to Claim a Piece of Syria. In: The Wall Street Journal. 
    37. Syrian Kurds risk their lives crossing into Turkey. Middle East Eye. 29. Dezember 2014. Abgerufen am 11. Januar 2015.
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    39. a b Syria's Economy - Administrative Institutions | Chatham House. In: Chatham House. (chathamhouse.org [abgerufen am 4. August 2018]).
    40. Raniah Salloum: Schmuggelkanäle des IS: Das Öl-Imperium der Islamisten. In: Spiegel Online. 25. September 2014 (spiegel.de [abgerufen am 4. August 2018]).
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    53. Ein Krieg um Schulbücher bestimmt Syriens Zukunft. Die Welt. 20. Mai 2016. Abgerufen am 22. Mai 2016.
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    57. Declaration of Establishment by Democratic Syria Forces. 15. Oktober 2015, abgerufen am 4. November 2015.
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    59. Rodi Said: SDF to study any request to hand over British IS militants captured... In: U.S. (reuters.com [abgerufen am 26. Juli 2018]).
    60. a b c d e Syria’s Kurds Put ISIS on Trial With Focus on Reconciliation. In: Haaretz. 8. Mai 2018 (haaretz.com [abgerufen am 26. Juli 2018]).
    61. Zana Omar: Syrian Kurds Get Outside Help to Manage Prisons. In: VOA. (voanews.com [abgerufen am 26. Juli 2018]).
    62. Human Rights Watch: Under Kurdish Rule – Abuses in PYD-Run Enclaves of Syria, Jahresbericht vom 19. Juni 2014 (englisch), abgerufen am 7. Juli 2015
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    64. a b c d e Amnesty International wirft Kurden Vertreibung von Arabern vor (Memento vom 14. Oktober 2015 auf WebCite), Telepolis, 13. Oktober 2015, von Peter Mühlbauer.
    65. Ethnic cleansing charged as Kurds move on Islamic State town in Syria (Memento vom 14. Oktober 2015 auf WebCite), mcclatchydc.com, 13. Juni 2015, von Mousab Alhamadee und Roy Gutman.
    66. a b Kurdish forces deny claims of abuse in towns they liberate from IS (Memento vom 15. Oktober 2015 auf WebCite) (englisch), The Sydney Morning Herald, 19. Juni 2015, von Ruth Pollard.
    67. Erdogan fears fall of Syria's Tell Abyad (Memento vom 15. Oktober 2015 auf WebCite) (englisch), al-monitor.com, 14. Juni 2015, von Fehim Taştekin.
    68. a b c ‘We had nowhere to go’ – Forced displacement and demolitions in Northern Syria (Memento vom 15. Oktober 2015 auf WebCite) (englisch), Amnesty International, Index number: MDE 24/2503/2015, 12. Oktober 2015 (PDF (Memento vom 15. Oktober 2015 auf WebCite)). Siehe auch: „We had nowhere else to go“: Forced displacement and demolitions in northern Syria (englisch; Video: 7:43 Min.), YouTube, veröffentlicht vom YouTube-Kanal Amnesty International am 13. Oktober 2015.
    69. Syria: US ally’s razing of villages amounts to war crimes (Memento vom 14. Oktober 2015 auf WebCite) (englisch), amnesty.org, 13. Oktober 2015.
    70. a b Syrien: Amnesty International wirft Kurden Vertreibung vor – Von den USA unterstützte PYD-Kämpfer sollen in Nordsyrien Tausende Zivilisten zur Flucht gezwungen und Dörfer zerstört haben. Amnesty spricht von einem Kriegsverbrechen (Memento vom 14. Oktober 2015 auf WebCite), zeit.de, 13. Oktober 2015 (Zeit Online, reuters, ap, ces).
    71. a b c Syrien: Amnesty wirft Kurdenmiliz Vertreibungen vor (Memento vom 14. Oktober 2015 auf WebCite), spiegel.de, 13. Oktober 2015 (anr/Reuters/dpa).
    72. Amnesty International accuses Kurdish YPG of war crimes (Memento vom 14. Oktober 2015 auf WebCite) (englisch), al-monitor.com, 13. Oktober 2015, von Amberin Zaman.
    73. a b c Bericht von Amnesty International – Satellitenbilder belasten Kurdenmiliz – In Syrien werden auf allen Seiten Verbrechen verübt. Jetzt werfen Menschenrechtler auch Kurden schwere Vergehen vor. Augenzeugen hätten berichtet, wie die Partei PYD ihre Macht missbraucht und gegen Völkerrecht verstößt (Memento vom 14. Oktober 2015 auf WebCite), n-tv.de, 13. Oktober 2015 (n-tv.de, kpi/dpa).
    74. Rache für vermeintliche IS-Unterstützung? – Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) erhebt heftige Vorwürfe gegen die syrische Kurdenmiliz YPG. Ganze Dörfer und Städte seien systematisch zerstört worden. Es handle sich um eine „gezielte und koordinierte Kampagne zur kollektiven Bestrafung“ der Einwohner der zuvor von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kontrollierten Dörfer (Memento vom 16. Oktober 2015 auf WebCite), orf.at, 13. Oktober 2015.
    75. Amnesty: US-backed Syrian Kurds May Have Committed War Crimes (Memento vom 16. Oktober 2015 auf WebCite) (englisch), voanews.com, 13. Oktober 2015.
    76. Syria Kurds denounce Amnesty 'war crimes’ report, AFP, 16. Oktober 2015
    77. Human rights abuses and international humanitarian law violations in the Syrian Arab Republic, 21 July 2016- 28 February 2017
    78. Demokratische Enklave in Nordsyrien, abgerufen am 18. September 2017
    79. Casper Schliephack: Entscheidungsschlacht zwischen Kurden und IS um die Lebensader Tall Abyad. In: Deutsch Türkisches Journal, 9. März 2015, abgerufen am 14. Juni 2015.
    80. Peter Mühlbauer: Kurdenkommandant meldet Kontrolle von Tall Abyad. heise online vom 16. Juni 2015, abgerufen am 16. Juni 2015
    81. Le groupe EI perd Tall Abyad, son plus grand revers en Syrie (Memento vom 5. Juli 2015 im Internet Archive). Libération vom 16. Juni 2015, abgerufen am 16. Juni 2015
    82. Kämpfe in Nordsyrien: 23.000 fliehen in die Türkei.: Bericht vom UNHCR, 16. Juni 2015. Abgerufen am 18. Juni 2015.
    83. Syria: Thousands of refugees return home as Kurds capture more territory from Isis
    84. Syrian Refugees Return to Tal Abyad
    85. Erfolg der Kurden gegen den IS stört türkische Interessen heise online vom 27. Dezember 2016, abgerufen am 21. Februar 2016
    86. In der Kurdenpolitik bleibt die Türkei stur
    87. Türkische Armee bombardiert syrisch-kurdische Enklave Afrin. Heise.de vom 20. Februar 2016, abgerufen am 21. Februar 2016
    88. Obama ruft Türkei und Kurden zur Zurückhaltung auf. Deutschlandfunk vom 20. Februar 2016, abgerufen am 21. Februar 2016
    89. YPG erobert IS-Bastion in Syrien. Euronews vom 19. Februar 2016, abgerufen am 21. Februar 2016
    90. SDF take control on Menbej city Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte auf Facebook, abgerufen am 7. August 2016
    91. [3] ORF news, abgerufen am 14. August 2016
    92. Tausende kehren in befreite syrische Stadt Manbidsch zurück Deutsche Welle, abgerufen am 14. August 2016
    93. Hannes Heine und Muhamad Abdi: "Türkei will offenbar Kurdengebiet besetzen" Tagesspiegel vom 20. Juli 2017
    94. Afrin: Die Einnahme einer verlassenen Stadt heise.de vom 18. März 2018
    95. Ethnic cleansing claims as Kurds take fight to Islamic State in Syria.: Artikel auf The Sydney Morning Herald, 14. Juni 2015 (englisch), abgerufen am 7. Juli 2015.
    96. Syria: Kurdish YPG accused of 'ethnic cleansing' of Arabs in battle for Tel Abyad, International Business Times, 15. Juni 2015 (englisch)
    97. "Von 'ethnischen Säuberungen’ in Til Abyad gegen die Araber oder Turkmenen kann keine Rede sein.", Gesellschaft für bedrohte Völker, 26. Juni 2015
    98. Türkei und USA uneins über Schutzzonen an der Grenze, Tagesspiegel, 23. November 2014, abgerufen am 7. Juli 2015
    99. Türkei zieht Panzer an der Grenze zusammen, Tagesspiegel, 3. Juli 2015, abgerufen am 7. Juli 2015
    100. Jordi Tejel, Jane Welle: Syria’s kurds history, politics and society, 1. publ.. Auflage, Routledge, London 2009, ISBN 0-203-89211-9, S. XIII-XIV, S. 10.
    101. Marschieren türkische Truppen in Syrien ein?: Welt.de, 30. Juni 2015, abgerufen am 8. Juli 2015
    102. Karayılan: ‘Rojava’ya müdahale ederlerse biz de onlara müdahale ederiz’ Rojeva Kurdistan, 29. Juni 2015, abgerufen am 8. Juli 2015
    103. Bayık: Rojava’ya müdahale olursa Türkiye’de savaş başlar Yüksekova Haber, 3. Juli 2015, abgerufen am 8. Juli 2015
    104. US committed to ‘unified’ Syria, in communication with PYD Hürriyet Daily News, 3. Juli 2015, abgerufen am 8. Juli 2015