Türkische Militäroffensive auf Afrin

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Türkische Militäroffensive auf Afrin
Frontverlauf
Frontverlauf
Datum 14. Januar 2018
Ort Nordsyrien, Afrin
Ausgang offen
Konfliktparteien

TurkeiTürkei Türkei

Free syrian army coat of arms.svg Freie Syrische Armee (FSA)

u. a.

Flag of Syrian Democratic Forces.svg Demokratische Kräfte Syriens (SDF)

Flag of the Afrin Canton.svg Regionale Einheiten Afrins

Flag of YBŞ.svg Wider­stands­einheiten Shingal (YBŞ)
Flag of Sinjar Womens Units.svg Jesidische Frauen­einheiten (YJÊ)
Flag of the International Freedom Battalion.svg Inter­national Freedom Battalion


Unterstützt durch:
Flag of Syria.svg Syrien
Flag of Iran.svg Iran

Befehlshaber

TurkeiTürkei Türkei Generalleutnant İsmail Metin Temel[1]

Flag of Syrian Democratic Forces.svgFlag of the Afrin Canton.svg Bahjt Abedo[2]
Flag of Syrian Democratic Forces.svgPeople's Protection Units Flag.svg Mehmud Berxwedan[3]
Flag of Syrian Democratic Forces.svgEmblem of Jaysh al-Thuwar.svg Haji Ahmed[4]

Truppenstärke
TurkeiTürkei Türkei: 6.400

Flag of Syria (1932-1958; 1961-1963).svg FSA: 5.000[5]

8.000–10.000[6]
Verluste

Laut SOHR vom 23. Februar:[7]
FSA: 216 Tote
Türkei: 40 Tote

Laut SOHR: vom 23. Februar[7]
SDF: 239 Tote

mindestens 129 tote Zivilisten (laut SOHR vom 23. Februar)[7]

Die türkische Militäroffensive auf Afrin (kurdisch Efrîn) begann offiziell am 20. Januar 2018 unter dem Namen Operation Olivenzweig (türkisch Zeytin Dalı Harekâtı, arabisch عملية غصن الزيتون, DMG ʿAmalīyat Ġuṣn az-Zaitūn). Bereits zuvor verlegte die Türkei Panzerverbände an die Grenze des Distrikts Afrin und beschoss mit Artillerie seit dem 14. Januar 2018 Dörfer um die Stadt Afrin.[8][9][10][11] Ziel sei es, die kurdischen Milizen im Norden Syriens zu zerschlagen.[12]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Afrin ist einer von drei Kantonen, die 2014 von der Partiya Yekitîya Demokrat (PYD) und anderen Gruppierungen in den vorwiegend kurdisch bewohnten Landesteilen im Norden Syriens gegründet wurden. Afrin hat keine direkte Verbindung zum restlichen von der PYD bzw. Volksverteidigungseinheiten (YPG) kontrollierten Gebiet. Nachdem die Demokratische Kräfte Syriens (SDF), die hauptsächlich aus Kämpfern der YPG besteht, im August 2016 die Stadt Manbidsch erobert hatte und nach Westen Richtung Afrin vorrückte, begann die Türkei die Operation Schutzschild Euphrat und eroberte mit verbündeten Truppen das Gebiet zwischen Afrin und Manbidsch.

Die Offensive war von türkischer Seite schon vor längerem angedroht worden. Die Vereinigten Staaten hatten mit den kurdischen Einheiten in der nordsyrischen Grenzregion bei ihrem Kampf gegen salafistische und radikal-islamische Truppen zusammengearbeitet und Anfang Januar 2018 die Gründung einer 30.000 Mann starken Grenzschutztruppe aus Mitgliedern des Militärbündnisses SDF angekündigt. Die Türkei befürchtet, dass es damit zu einer Festigung des kurdischen Einflusses an der syrisch-türkischen Grenze und einem kurdischen Korridor kommen könnte.[13]

Die türkische Offensive in Afrin hängt vom Wohlwollen Russlands ab, das den Luftraum in der Region kontrolliert und türkischen Kampfflugzeugen folglich den Einsatz zur Unterstützung der türkischen Bodentruppen und ihrer Verbündeten erlauben muss. Eine solche Vereinbarung hatte die Türkei nach eigenen Angaben kurz vor der Offensive erreicht. Beobachter folgerten, dass die Zustimmung Russland auch der Schwächung der NATO dient, deren Mitglieder Türkei und USA mit ihren gegenteiligen Engagement bezüglich der syrischen Kurden weiter aneinandergeraten könnten.[14] Andere Beobachter werteten die Zustimmung Russlands als Versuch, sich so freie Hand im Rest Syriens zu sichern, wo syrische und russische Truppen in Idlib eine Offensive gestartet haben.[15] Russland unterstützt den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad (siehe auch Russischer Militäreinsatz in Syrien).

Anders als der Angriff auf Afrin, gilt eine türkische Offensive gegen Manbidsch als riskanter, weil es dort zum Zusammenstoß mit US-Bodentruppen kommen könnte. Einen solchen Angriff hatten US-Offizielle deshalb lange für ausgeschlossen gehalten. Da der türkische Staatschef den Angriff aber bei diversen Gelegenheiten immer wieder öffentlich angekündigt hatte, sei es nach Einschätzung der Direktorin des Zentrums für Türkei Studien des Middle East Institute nun auch wahrscheinlicher geworden, dass er ihn durchführen müsse, um seine Glaubwürdigkeit im Inland nicht zu verlieren.[16]

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Türkeitreue FSA Kämpfer am 25. Januar 2018.

Am 20. Januar 2018 erklärte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, die angekündigte Bodenoffensive habe „de facto“ begonnen. Danach werde Manbidsch angegriffen. Verteidigungsminister Nurettin Canikli nannte als Grund für den Angriff eine „täglich steigende Bedrohung“ gegen die Türkei.[17] Der türkische Generalstab gab der Militäroffensive den Namen „Operation Olivenzweig“ und behauptete, man wolle mit ihr die Bewohner der nordsyrischen Grenzregion von einer „Unterdrückung durch Terroristen“ befreien. Damit mache die Türkei von ihrem Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch.[18]

Der türkische Premierminister Binali Yıldırım umriss die Ziele der Luftangriffe auf Afrin in einer Rede derart, dass die türkischen Streitkräfte eine Luftoffensive gegen PYD, PKK und den Islamischen Staat in Afrin gestartet hätten, obwohl der Islamische Staat aus der Region vertrieben ist.[19][20]

Premierminister Binali Yildirim traf führende türkische Medienverantwortliche am 21. Januar 2018 und besprach mit ihnen die Berichterstattung zur Militäroffensive. Die Berichterstattung solle, nach einem Bericht im Tagesspiegel, den Kampf gegen den Terror herausstellen und Berichte über unbestätigte zivile Verluste vermeiden. Einige regierungskritische Journalisten sollen mit Beginn der Bodenoffensive verhaftet worden sein.[21] Am dritten Tag der Operation waren bereits 24 türkische Kritiker wegen sogenannter Propaganda-Aktivitäten festgenommen worden.[22]

Am 24. Januar gab ein kurdischer Sprecher der SDF bekannt, dass türkische Truppen noch keines der Dörfer in der Region vollständig unter ihre Kontrolle gebracht hätten. Beobachter gaben als Grund für die geringen Erfolge der türkischen Verbände und ihrer Verbündeten in den ersten Tagen der Bodenoffensive kurdische Gegenangriffe und schlechtes Wetter an. Letzteres behindere die türkische Luftwaffe bei der Unterstützung der eigenen Kämpfer am Boden.[23]

Am 26. Januar ersuchte die kurdische Verwaltung die syrische Regierung offiziell um Unterstützung. Syrien müsse die hoheitlichen Aufgaben wahrnehmen und die Grenzen vor den „türkischen Besatzern“ schützen.[24] Am selben Tag kündigte Erdoğan an, die Offensive bis „über Hunderte Kilometer ostwärts“ auszuweiten über „Manbidsch bis zur irakischen Grenze“.[25]

Am 28. Januar 2018 besetzten türkische Truppen den strategisch wichtigen Berg Barsaja. Dieser liegt im Grenzgebiet zwischen Afrin und dem türkisch besetzten Aʿzāz.[26] Türkische Streitkräfte griffen außerdem einen Staudamm an, der Afrin mit Wasser und Elektrizität versorgt. Dabei starben nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR) zahlreiche Zivilisten.[26]

Am 29. Januar gab das türkische Innenministerium bekannt, dass man innerhalb der letzten 10 Tage 311 Personen in der Türkei wegen des Vorwurfs der „Verbreitung terroristischer Propaganda“ festgenommen habe. In dem Zusammenhang hatte Staatspräsident Erdoğan kurz zuvor die Ärzte der Türk Tabipleri Birliği (TTB) wegen einer Warnung bezüglich der humanitären Folgen der Offensive als „Agenten des Imperialismus“, „Dreck“ und „Terroristenliebhaber“ beschimpft. Die Organisation ist laut Innenministerium nun Gegenstand einer Untersuchung.[27]

Am 31. Januar meldeten SOHR-Beobachter, dass die türkischen Truppen und ihre Verbündeten in den letzten Tagen erst 11 der 350 Dörfer in Afrin unter ihre Kontrolle gebracht hätten.[28]

Am 3. Februar gaben türkische Stellen den Verlust eines Panzers und den Tod von sieben eigenen Soldaten bekannt. Staatspräsident Erdogan weigerte sich zu bestätigen, eine Panzerabwehrrakete amerikanischer Bauart habe den Panzer zerstört.[29]

Vom 5. bis 8. Februar gab es keine türkischen Luftangriffe auf die Region.[30] Dies stand vermutlich in Verbindung mit dem Abschuss eines russischen Flugzeugs über der Region Idlib.[31]

Bis zum 8. Februar hatten die von der Türkei gelenkten Truppen nach SOHR-Angaben 15 kleinere Dörfer und den Ort Bulbula (36°46′12″N 36°49′06″E) eingenommen.[32]

Am 10. Februar gab Präsident Erdoğan den Verlust eines türkischen Kampfhubschraubers bekannt. Nach kurdischen Angaben wurde er bei Rajo (36°40′29″N 36°39′49″E) abgeschossen.[33]

Am 16. Febaur 2018 versuchte US-Außenminister Rex Tillerson bei einem Besuch in der Türkei,[34] gemeinsame Interessen mit der türkischen Regierung im Syrienkrieg zu betonen.[35] Zwei Tage später wurde bekannt, dass die YPG und die syrische Regierung offenbar eine Vereinbarung getroffen haben, wonach die syrische Armee in der Region Afrin einmarschieren darf.[36][37] Am 19. Februar meldete die amtliche Nachrichtenagentur Sana, regierungsnahe syrische Milizen seien dabei, in den kurdischen Kanton Afrîn einzurücken.[38] Auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2018 wurden die Konflikte in Syrien diskutiert.[39][40]

Am 19. Februar kündigte Präsident Recep Tayyip Erdoğan an, in wenigen Tagen mit einer Belagerung von Afrin beginnen zu wollen. Nach Angaben von SOHR Aktivisten lagen die türkischen Truppen zum Zeitpunkt der Ankündigung noch 17 Kilometer von der Stadt entfernt.[41]

Reaktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NATO[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg rief die Türkei zu „mäßigem Verhalten“ im Nachbarland auf.[24] An der Münchner Sicherheitskonferenz 2018 bekräftigte Jens Stoltenberg nochmals das Recht der Türkei der Verteidigung ihrer Grenzen.[42]

Syrien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der stellvertretende syrische Außenminister Faisal al-Miqdad erklärte, Syrien lehne jegliche Präsenz türkischer Truppen auf seinem Territorium ab. Mit Militäreinsätzen stelle sich die Türkei mit „Terrorgruppen“ auf eine Stufe. Die türkische Luftwaffe solle einen Angriff auf syrischen Boden nicht als „Spaziergang“ betrachten. Die syrische Luftabwehr sei zu alter Stärke zurückgekehrt und könne türkische „Flugziele“ zerstören.[43] Am 20. Februar 2018 verlegte Syrien vom Iran unterstütze Einheiten der Nationalen Verteidigungskräfte (NDF) aus den an Afrin angrenzenden Orten Nubl und Zahra in die Gebiete um Afrin.[44]

Russland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Russland entsandte zunächst auf Bitten der Kurden 100 Militärpolizisten in die Region.[45] Mit Beginn der türkischen Offensive zog es die Militärpolizisten von dort wieder ab.[46]

Vereinigte Staaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vereinigten Staaten riefen nach Berichten vom 18. Januar die Türkei im Hinblick auf die angekündigte Militäroperation dazu auf, „keinerlei Maßnahmen dieser Art zu ergreifen“. Der Fokus beim Einsatz in Syrien müsse auf der Bekämpfung des IS liegen.[47]

Am 24. Januar rief Präsident Trump nach US-Angaben den türkischen Staatschef an und rief ihn auf, alle Schritte zu unternehmen, um die Lage zu deeskalieren und um zivile Verluste und einen Zusammenstoß mit US-Truppen zu vermeiden.[48] Die türkische Seite bestritt jedoch später, dass das der Inhalt des Gespräches gewesen sei.[49]

Am 26. Januar soll US-Sicherheitsberater H. R. McMaster der türkischen Regierung nach türkischen Angaben zugesichert haben, dass die USA die YPG nicht mehr mit Waffen beliefern wollen.[49]

Frankreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian forderte nach Beginn der Offensive eine Sitzung des UNO-Sicherheitsrats, die neben der Situation in Afrin jene in Ghouta und Idlib behandeln solle.[50] Die Sitzung des UNO-Sicherheitsrates am 22. Januar endete ohne gemeinsame Erklärung.[51]

Präsident Emmanuel Macron sagte in der Woche nach Beginn der Offensive, dass Frankreich ein Problem damit habe, wenn die Türkei an einer Invasion beteiligt sei. Der türkische Präsident Erdoğan soll nach türkischen Medien Macron angerufen und versichert haben, dass die Türkei sich kein fremdes Staatsgebiet aneignen wolle.[52]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Bundesregierung rief die Türkei zu Beginn der Offensive am 19. Januar zur Mäßigung auf.[45] Laut Sprecher des Auswärtigen Amtes Rainer Breul „beobachtet“ das Auswärtige Amt „die Lage in Syrien natürlich sehr genau […]. [das Auswärtige Amt] geht davon aus und erwartet, dass die Türkei wie bisher auch weiterhin politisch und militärisch Zurückhaltung zeigt.“ Weiterhin habe die Türkei legitime Sicherheitsinteressen an der syrisch-türkischen Grenze. „Diese sollten in dem Kontext natürlich auch berücksichtigt werden.“ Wichtig für die Bundesregierung sei, dass „der Fokus militärischer Aktivitäten in Nordsyrien auf den Kampf gegen [den Islamischen Staat] und die Nachfolgeorganisation […] Al-Nusra (HTS) […] liegt.“[53]

Vizeregierungssprecherin Ulrike Demmer äußerte am 23. Januar, die Bundesregierung fordere ein Ende der Kämpfe und Zugang für humanitäre Hilfe. Die Bundesregierung sehe „legitime türkische Sicherheitsinteressen an der Grenze zu Syrien“.[54]

Die Vizepräsidentin der Bundestages Claudia Roth kritisierte Jens Stoltenberg zum Vorgehen der NATO gegenüber der der Türkei und deren Militäroffensive in Afrin. Sie sagte es gehe an die Glaubwürdigkeit, wenn ein NATO Mitgliedstaat Truppen angreift, welche von anderen NATO Staaten im Kampf gegen den Islamischen Staat unterstützt wird. [55] Die Abgeordneten der Linkspartei trugen aus Protest gegen die türkische Militäroffensive auf Afrin Anfang Februar 2018 die Farben der Kurden im Bundestag.[56]

Ägypten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ägypten verurteilte das militärische Vorgehen der Türkei und bezeichnete es als ernste Bedrohung der Souveränität Syriens.[57]

Europäische Union[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Europäische Parlament hat die Türkei für ihren Militäreinsatz im Norden Syriens verurteilt. Die Abgeordneten warnen die türkische Führung davor, die „unverhältnismäßigen Maßnahmen“ fortzuführen. Außerdem kritisieren sie in dem Papier die Verhaftung vieler Kritiker des Vormarsches. [58][59]

Autonome Region Kurdistan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Parlament Kurdistans der Autonomen Region Kurdistan verurteilte in einer Sitzung am 30. Januar die Militäroffensive.[60] Am Sonntag, dem 11. Februar 2018 besuchte eine Delegation des Parlaments bestehend aus vier Parteien Afrin und sagte humanitäre Hilfe zu.[61]

Völkerrecht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Rechtswissenschaftlerin Anne Peters, Direktorin des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, sieht in der türkischen Militäroffensive einen Bruch des Völkerrechts, da die Türkei ohne eine Zustimmung der syrischen Regierung bzw. Ermächtigung durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen handle. Die Türkei könne sich auch nicht auf ihr Recht zur Selbstverteidigung nach Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen berufen, da kein bewaffneter Angriff im Sinne dieser Vorschrift vorgelegen habe.[62] Auch der Völkerrechtler Stefan Talmon von der Universität Bonn sieht im Angriff der Türkei gegen die Syrian Democratic Forces eine Verletzung des Völkerrechts.[63]

Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Beginn der Operation sind Vorwürfe gegen die türkische Armee erhoben worden, sie würden Kriegsverbrechen begehen und türkische Grenzschützer würden auf fliehende Zivilisten an der Grenze schießen. Ein türkischer Regierungsmitarbeiter wies dies zurück.[64]

Ende Januar beschuldigten Mitglieder der SDF die türkische Armee, verbotene Napalmbomben zu verwenden. Türkische Offizielle wiesen diesen Vorwurf zurück.[65]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Türkei wurden in den ersten vier Wochen der Militäroffensive 786 Menschen festgenommen, weil sie sich zur Offensive kritisch geäußert hatten (zum Beispiel in Sozialen Medien) oder gegen sie protestiert hatten.[66]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Son dakika: Afrin harekatını Korgeneral İsmail Metin Temel yönetecek! In: milliyet.com.tr, abgerufen am 21. Januar 2018.
  2. Bahjt Abedo :Our forces restrained mercenaries, resistance continues. In: Hawar News Agency. 26. Januar 2018. Abgerufen am 26. Januar 2018.
  3. SDF launches revolutionary operation in Afrin. In: Hawar News Agency. 21. Januar 2018.
  4. Commander of "Jaysh al-Thuwar”: We fight cowardice to the side, do not believe the false news. In: Hawar News Agency. 21. Januar 2018.
  5. مصدر في غرفة عمليات „عفرين“ يوضح لنداء سوريا حجم مشاركة „الجيش الوطني“ ودوره في المعركة. In: Nedaa-sy.com. 19. Januar 2018, abgerufen am 21. Januar 2018.
  6. Erdogan: Operation in Syria’s Afrin has begun. In: Al Jazeera. 21. Januar 2018, abgerufen am 21. Januar 2018.
  7. a b c "Renewed airstrikes accompany the continuous clashes in Afrin area between the Kurdish Forces and the “Olive Branch” Operation Forces" SOHR vom 23. Februar 2018
  8. Evrensel.net vom 20. Januar 2018.
  9. Türkei beschießt kurdische Dörfer. In: Tagesschau.de, 19. Januar 2018.
  10. Türkei greift Kurden in Syrien an. In: Der Tagesspiegel, 14. Januar 2018; abgerufen am 20. Januar 2018.
  11. Syria: Turkey ground operation in Afrin begins 'de facto'. In: BBC.com, 20. Januar 2018.
  12. Erdoğan droht mit Angriff auf Kurdenmiliz. In: Zeit online, 14. Januar 2018; abgerufen am 20. Januar 2018.
  13. Syrien: Erdoğan verkündet Bodenoffensive gegen syrische Kurden. In: Die Zeit. 20. Januar 2018, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 21. Januar 2018]).
  14. „Wir haben einen Deal mit Russland“. Wiener Zeitung vom 22. Januar 2018.
  15. Mark Lander und Carlotta Gall: As Turkey Attacks Kurds in Syria, U.S. Is on the Sideline. The New York Times vom 22. Januar 2018.
  16. New American strategy for Syria could be doomed as allies of U.S. fight each other. Washington Post vom 26. Januar 2018.
  17. Erdoğan verkündet Bodenoffensive gegen syrische Kurden. In: zeit.de, 20. Januar 2018, abgerufen am 21. Januar 2018.
  18. „Operation Olivenzweig“ – Türkische Militäroffensive gegen Kurden hat begonnen. In: faz.net, 20. Januar 2018, abgerufen am 21. Januar 2018
  19. „AP has deleted two tweets that referred to Turkish airstrikes on Islamic State forces in Afrin, Syria…“. Associated Press auf Twitter vom 20. Januar 2018.
  20. Caroline Mortimer: Turkish warplanes bomb Kurds in Syria. Independent vom 20. Januar 2018.
  21. Markus Bernath: Erdogans Krieg gegen die Kritiker. Tagesspiegel.de vom 22. Januar 2018.
  22. Feldzug gegen Kurden: Kein Platz für Kritiker bei Erdoğans Krieg. Der Standard vom 22. Januar 2018
  23. Bethan McKernan: Turkey-Kurdish conflict: British YPG volunteers head to front line as thousands flee Syrian war. The Independent.co.uk vom 25. Januar 2018.
  24. a b Daniel Steinforth: Kurden bitten Asad um Beistand gegen die Türkei. Neue Zürcher Zeitung vom 26. Januar 2018.
  25. tagesschau.de: Nordsyrien: Erdogan weitet Offensive aus. Abgerufen am 26. Januar 2018 (deutsch).
  26. a b zeit.de: Türkisches Militär nimmt Berg in Afrin ein
  27. "Syria war: Turkey arrests hundreds for criticising Afrin offensive" BBC vom 29. Januar 2018
  28. "Despite hundreds of aerial and artillery strikes…the Turkish forces, the factions and the Gray Wolves control during 11 days 3% of villages of Afrin area" SOHR vom 31. Januar 2018
  29. "Kämpfe im Norden Syriens werden härter" derstabndard.at vom 4. Februar 2018
  30. "Russland sperrt offenbar Luftraum für türkische Afrin-Offensive" neues Deutschland vom 6. Februar 2018
  31. Sebastian Bähr: Russland sperrt offenbar Luftraum für türkische Afrin-Offensive (neues deutschland). (neues-deutschland.de [abgerufen am 7. Februar 2018]).
  32. "9 days of wars of ambushes and sudden attacks and the path of battles of Afrin becomes in the interest of the Kurdish forces claims the lives of 75 fighters of the factions and the Turkish forces soldiers" SOHR vom 8. Februar 2018
  33. "Turkish military helicopter shot down in Syria during operation against US-backed Kurdish forces" The Independent.co.uk vom 10. Februar 2018
  34. USA und Türkei wollen Beziehungen normalisieren
  35. spiegel.de 17. Februar 2018: Beobachter und Kurden werfen Türkei Giftgaseinsatz vor
  36. spiegel.de 18. Februar 2018: Kurden verbünden sich mit Assad - gegen die Türkei
  37. FAZ.net 19. Februar 2018: Kurden wollen mit Assad-Truppen gegen Türken kämpfen
  38. sueddeutsche.de: Assad steht Kurden gegen Türkei bei
  39. sueddeutsche.de 19. Februar 2018: Jeder gegen jeden
  40. spiegel.de 18. Februar 2018: Drei Tage maximale Verunsicherung
  41. "Erdoğan kündigt Belagerung von Afrin an" Die Zeit online vom 20. Februar 2018
  42. FOCUS Online: Wegen Türkei: Claudia Roth wird emotional und greift Nato-General frontal an. In: FOCUS Online. (focus.de [abgerufen am 17. Februar 2018]).
  43. Wegen Militäreinsatz an Grenze: Syrien droht mit Abschuss türkischer Jets. In: n-tv.de, 18. Januar 2018, abgerufen am 21. Januar 2018
  44. Large military convoy of Iran-backed Syrian NDF (Shabiha) units heading from Nuble and Zahra to Afrin to support YPG against TSK/FSA. , 20. Februar 2018, abgerufen am 20. Februar 2018
  45. a b Türkei greift Kurdengebiet an. In: sueddeutsche.de, 19. Januar 2018, abgerufen am 21. Januar 2018.
  46. Operation Olive Branch: What Happened in Syria Today?. Sputnik News.
  47. Wegen Militäreinsatz an Grenze: Syrien droht mit Abschuss türkischer Jets. In: n-tv.de, 18. Januar 2018, abgerufen am 21. Januar 2018.
  48. Reuters: Trump Warns Erdogan to Avoid Clash Between U.S., Turkish Forces. New York Times vom 25. Januar 2018.
  49. a b Reuters: U.S. to End Weapons Support for Syrian Kurdish YPG, Turkey Says. New York Times vom 27. Januar 2018.
  50. French calls for emergency Security Council meeting on Syria.
  51. FAZ.net: Türkei droht mit Ausweitung der Offensive in Kurdengebieten.
  52. "Syria war: Turkey suffers deadliest day in Afrin offensive" BBC vom 4. Februar 2018
  53. – Bundespressekonferenz (RegPK) am 19. Januar 2018.
  54. Bundesregierung sieht „legitime Sicherheitsinteressen“ der Türkei". Welt / N24 vom 23. Januar 2018.
  55. FOCUS Online: Wegen Türkei: Claudia Roth wird emotional und greift Nato-General frontal an. In: FOCUS Online. (focus.de [abgerufen am 17. Februar 2018]).
  56. Die Linke trägt die Farben der Kurden
  57. www.derstandard.de: Arabische Staaten kritisieren türkischen Feldzug in Syrien
  58. www.t-online.de: EU-Parlament verurteilt türkische Syrien-Offensive
  59. EU: Entschließung des Europäischen Parlaments zur aktuellen Lage der Menschenrechte in der Türkei. Abgerufen am 11. Februar 2018 (d).
  60. KRG delegation arrives in Afrin as Turkey offensive softens Kurdish split, Artikel von al Monitor vom 13. Februar 2018
  61. Kurdistan Parliament delegates: Similar to Kirkuk, world remains silent over attack on Afrin, Meldung von www.kurdistan24.net vom 12. Februar 2018
  62. Christoph Strauch: Verstößt die Türkei gegen das Völkerrecht? faz.net, 23. Januar 2018.
  63. Redaktion Monitor: Operation Olivenzweig: Krieg gegen die Kurden – Made in Germany. 30. Januar 2018 (wdr.de [abgerufen am 5. Februar 2018]).
  64. reuters.com abgerufen am 12.02.2018
  65. www.voanews.com (28. Januar 2018)
  66. spiegel.de: Türkei nimmt Hunderte Gegner der Syrienoffensive fest