Saint-Pargoire

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Saint-Pargoire
Sant Pargòri
Wappen von Saint-Pargoire
Saint-Pargoire (Frankreich)
Saint-Pargoire
Region Okzitanien
Département Hérault
Arrondissement Lodève
Kanton Gignac
Gemeindeverband Communauté de communes Vallée de l’Hérault
Koordinaten 43° 32′ N, 3° 31′ OKoordinaten: 43° 32′ N, 3° 31′ O
Höhe 18–221 m
Fläche 23,77 km2
Einwohner 2.241 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 94 Einw./km2
Postleitzahl 34230
INSEE-Code

Kirche Saint-Pargoire

Saint-Pargoire (okzitanisch: Sant Pargòri) ist ein Ort und eine Gemeinde mit 2241 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Süden Frankreichs im Département Hérault in der Region Okzitanien.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der zur Gruppe der südfranzösischen Runddörfer (Circulades) zählende Ort Saint-Pargoire liegt etwa 38 Kilometer nordöstlich von Béziers bzw. 33 Kilometer nordwestlich von Sète in einer Höhe von ca. 80 Metern ü. d. M.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2012
Einwohner 1.482 1.243 1.209 1.252 1.357 1.738 2.147

Im 19. Jahrhundert stieg die Zahl der Einwohner von etwa 1200 auf über 2000 Personen an. Die Reblauskrise im Weinbau und die Mechanisierung der Landwirtschaft führten seitdem zu einem kontinuierlichen Bevölkerungsrückgang bis auf die Tiefststände in den 1970er bis 1990er Jahren.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Großteil der landwirtschaftlichen Flächen ist seit Jahrhunderten dem Weinbau vorbehalten; produziert werden Weiß-, Rot- und Roséweine, die über die Appellationen Languedoc, Pays d’Hérault, Pays d’Oc und Vicomté d'Aumelas vermarktet werden. Daneben hat sich der Ort zu einem wichtigen regionalen Zentrum für Handwerk, Handel und Dienstleistungen entwickelt. Einige leerstehende Häuser sind zu Ferienwohnungen (gîtes) umgewandelt worden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort entstand im 9. oder 10. Jahrhundert auf einer leichten Anhöhe in der Umgebung einer Burg. Die Abtei von Saint-Guilhem-le-Désert übte lange Zeit die Grundherrschaft aus.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der mittelalterliche Ortskern gehört zur Gruppe der Circulades.
  • Das protestantische Gotteshaus (temple) ist ein einfacher Bau in klassischen Stilformen.
  • Die katholische Pfarrkirche Saint-Pargoire ist ein von zahlreichen Strebepfeilern stabilisiertes und gegliedertes gotisches Bauwerk aus dem 13./14. Jahrhundert. Der oben in einen Spitzhelm auslaufende Westturm ruht auf einer seitlich offenen, rippengewölbten Vorhalle; das nicht von seitlichen Säulen gerahmte Portalgewände zeigt einfache gotische Profile. Kirchenschiff und Querhaus sind – ebenso wie die eingezogene Apsis – rippengewölbt; schmale Wandvorlagen nehmen optisch die Last des Gewölbes auf. Die Kirche wurde bereits im Jahre 1862 als Monument historique anerkannt.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saint-Pargoire – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Église de Saint-Pargoire in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)