Schlumberger (Unternehmen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Schlumberger N.V.
Logo
Rechtsform Naamloze vennootschap
ISIN AN8068571086
Gründung 1926
Sitz Willemstad, Curaçao, NiederlandeNiederlande
Leitung Paal Kibsgaard (CEO)[1]
Mitarbeiter 100.000[2]
Umsatz 35,475 Mrd. US-Dollar[3]
Branche Exploration, Ölfelddienstleistungen
Website www.slb.com
Stand: 31. Dezember 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015
Schlumberger Cambridge Research Centre

Schlumberger ist das weltweit größte Unternehmen für Erdölexplorations- und Ölfeldservice mit Sitz in Willemstad auf der niederländischen Insel Curaçao und operativen Hauptzentralen in Paris, Houston, Den Haag und London.

Die Unternehmensgründer Conrad Schlumberger und Marcel Schlumberger stammten aus dem Elsaß, das damals zum Deutschen Kaiserreich gehörte. Stammvater Nicolas Schlumberger war im 16. Jahrhundert aus der schwäbischen Region Ulm eingewandert. Trotzdem waren sie stark französisch geprägt, insbesondere auch mütterlicherseits.[4] Daher wird die Firma außer im deutschen Sprachraum meist französisch ausgesprochen: [ʃlumbɛʀˈʒe] bzw. [ʃlœ̃bɛʀˈʒe]

Die Aktien des Unternehmens werden an der New York Stock Exchange, der Euronext Paris, der London Stock Exchange und der SIX Swiss Exchange gehandelt und sind im S&P 500 und im S&P 100 enthalten.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Es fehlt die Übernahme von MI Swaco.
Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst.

1926 wurde das Unternehmen als Société de Prospection Électrique von den aus dem Elsaß stammenden Brüdern Conrad und Marcel Schlumberger gegründet. Sie hatten die Idee, mit Methoden der Geoelektrik nach Kohlenwasserstoffen zu suchen. Aus diesem Grund ist eine der Elektrodenanordnungen in der Geoelektrik nach ihnen benannt.

1940 wurde der Hauptsitz nach Houston verlegt. 1948 wurde das Ridgefield-Forschungszentrums gegründet, 1956 die Muttergesellschaft Schlumberger Limited in Willemstad, Curaçao, damals Niederländische Antillen. 1960 gründeten Schlumberger und Dow Chemical das Unternehmen Dowell Schlumberger. Ab 1968 beteiligte sich das Unternehmen an der 1942 in Frankreich gegründeten Forex, deren vollständige Übernahme 1971 abgeschlossen war. 1979 wurde die Fairchild Camera and Instrumentation Company (inklusive Fairchild Semiconductor) eine Tochtergesellschaft von Schlumberger. 1984 übernahm das Unternehmen die 1947 in Texas gegründete Southeastern Drilling Company (Sedco). 1985 folgte der Zusammenschluss von Southeastern Drilling Company (Sedco) und Forex zur Sedco Forex Drilling Company. 1987 kaufte National Semiconductor die Fairchild Semiconductor von Schlumberger für 122 Millionen US-Dollar.

1989 eröffnete Schlumberger in der Stadt Rungis einen Betrieb, der Prüfsysteme für Fluggepäck entwickeln sollte. 1994 wurde dieser Bereich an die Rheinmetall verkauft und dort beim Tochterunternehmen Heimann integriert.[5]

1991 wurden Prakla-Seismos[6], 1992 GeoQuest Systems und 1998 Camco International aufgekauft. 1998 gründete Schlumberger die Bildungsinitiative SEED, die mehr als 225 Schulen in 39 Ländern vernetzte. 1999 bildete sich der Spin-off von Sedco Forex und Verkauf an Transocean. Im Jahr 2000 gründete Schlumberger das Unternehmen Seismik WesternGeco als Joint-Venture zusammen mit Baker Hughes. Unter dem neuen Namen Schlumberger Oilfield Service firmieren die ehemaligen Schlumberger-Marken viz, Anadril, Dowell, Geoquest, Wireline und Testing. 2007 kaufte Schlumberger von Baker Hughes den verbleibenden Anteil an WesternGeco und verlegte das US-Hauptquartier von New York City nach Houston. 2010 übernahm Schlumberger den kleineren Wettbewerber Smith International.[7]

2012 legten Cameron International und Schlumberger ihre Unterwassersparten zusammen. Zum 1. April 2016 übernahm Schlumberger das Unternehmen.[8][9]

Umsatzentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schlumberger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Executive Management
  2. Job-Kahlschlag bei weltgrößtem Öltechnik-Hersteller, T-Online, 2. Februar 2016. Abgerufen am 19. Februar 2016.
  3. Geschäftsbericht 2015
  4. Die Familie Schlumberger auf Musée Protestant
  5. Das Profil – Zeitung des Rheinmetall-Konzerns: Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/www.kspg-ag.deStarker Auftritt in Frachtkontrolle; abgerufen am 18. April 2012.
  6. Manfred Großmann: Geschichte von Prakla-Seismos (prakla-seismos); abgerufen am 18. April 2012.
  7. Schlumberger schluckt Konkurrenten. In: euronews.com. 22. Februar 2010, abgerufen am 11. Mai 2017.
  8. US-Ölfeldausrüster Schlumberger schluckt Rivalen, orf.at, 26. August 2015.
  9. Schlumberger Completes Merger with Cameron, 1. April 2016.