Sinan-G

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Sinan-G auf der Aftershow-Party von The Dome am 22. Mai 2009
Sinan-G auf der Aftershow-Party von The Dome am 22. Mai 2009
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Lak sho
  DE 72 06.02.2015 (1 Wo.)
Free Sinan-G
  DE 57 04.03.2016 (1 Wo.)
  CH 90 06.03.2016 (1 Wo.)
Jackpott
  DE 25 15.03.2019 (1 Wo.)
  CH 71 17.03.2019 (1 Wo.)

Sinan-G (* 1. September 1987 in Essen; bürgerlich Sinan Farhangmehr[2], persisch: سینان فرهنگ‌مهر), auch Sinan Germany (früher Sinan-Gold) ist ein deutscher Rapper mit iranischen Wurzeln.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sinan-G wurde im Grundschulalter durch seinen älteren Bruder Roozbeh Farhangmehr an Hip-Hop herangeführt.[3]

Im April 2007 musste Sinan-G eine dreijährige Haftstrafe in der JVA Siegburg wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und Einbruchs antreten. Während seiner Haftzeit bekam er durch Teile der deutschen Rap-Szene Unterstützung. Künstler wie Sentino oder Manuellsen starteten „Free Sinan-G“-Shoutouts und Myspace-Einträge. So kam es aufgrund Sinan-Gs florierenden MySpace-Auftritt zu einem Medienhype, der den bisher als Rapper nahezu unbekannten Sinan-G durch Fernseh- und Presseberichte über das Ruhrgebiet hinaus bekannt machten.[4] So wird er beispielsweise in dem Episodenfilm Zeche is nich – Sieben Blicke auf das Ruhrgebiet 2010, der im Rahmen der Eröffnung der RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas auf der Essener Zeche Zollverein uraufgeführt wurde, in der Episode Sinan G. von Johannes F. Sievert porträtiert. In dem Film spricht Sinan-G über seine Verbundenheit zu dem Fußballclub Rot-Weiss Essen und lässt sich im Vereinstrikot im Stadion filmen. Im Gefängnis probte Sinan-G mit anderen Insassen das Theaterstück Abstiegskampf – eine zweite Halbzeit von Jörg Menke-Peitzmeyer, das am Bonner Schauspielhaus vor ausverkauften Häusern aufgeführt wurde.[5] Sinan-Gs Aktivitäten als Schauspieler und Fußballer führten zu einer früheren Haftentlassung nach anderthalb Jahren.

2009 erschien über das von seinem Bruder gegründete Label Callshopmafia und Flavamatic Sinan-Gs autobiografisches Debütalbum Ich bin Jesse James, in dem er seine eigene Lebensgeschichte als mahnendes Beispiel darbietet und Parallelen zwischen sich und der Westernlegende Jesse James zieht. Auf dem Album gibt es auch Gastauftritte der befreundeten Rapper Farid Bang und Kollegah. Im selben Jahr absolvierte Sinan-G unter anderem auch gemeinsame Auftritte mit den Rappern Bushido, Massiv und Olli Banjo. Außerdem trat er bei den fünf letzten Konzerten des Rappers Azad auf dessen Azads Assassin Tour 2009 als Voract auf.

Am 4. Februar 2011 veröffentlichte Sinan-G sein zweites Soloalbum Schutzgeld. Darauf sind Gastbeiträge von Eko Fresh, Massiv, KC Rebell, PA Sports, Farid Bang, Frauenarzt und Manuellsen enthalten.[6] Zum Album wurden Videos zu Badaboom (mit Eko Fresh)[7] und Copland[8] ausgekoppelt.

Am 18. Dezember 2015 teilte Sinan-G mit, dass er eine erneute Haftstrafe antreten muss. Am 26. Februar 2016 erschien sein Album Free Sinan-G.[9] Im selben Jahr nahm er am BeefBattle – Duell am Grill auf ProSieben Maxx teil.

Anfang April 2018 kam es zu einem SEK-Einsatz bei Sinan-G aufgrund des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Sinan-G hatte zuvor auf Instagram ein Foto veröffentlicht, das ihn mit einem Sturmgewehr zeigte. Der Rapper gab an, dass es sich lediglich um eine Requisite für einen Videodreh gehandelt habe, die Polizei konnte keine Waffen finden.[10]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben

  • 2009: Ich bin Jesse James
  • 2011: Schutzgeld
  • 2013: Ob du willst oder nicht
  • 2015: Lak Sho
  • 2016: Free Sinan-G
  • 2019: Jackpott
  • 2020: Gangstas Paradise

Gastbeiträge

Sonstige

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chartquellen: DE CH
  2. Essener Deutsch-Rapper Sinan-G warnt vor Salafisten WAZ, 23. Januar 2015
  3. Interview mit dem WDR bei Youtube
  4. Sinan-G aus Haft entlassen (Memento vom 28. Dezember 2011 im Internet Archive)
  5. Spielen im offenen Vollzug. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Kölner Stadt-Anzeiger. 25. Januar 2008, archiviert vom Original am 26. November 2011; abgerufen am 4. Mai 2010.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ksta.de
  6. Schutzgeld-Tracklist bei hiphop.de
  7. Sinan G feat. Eko Fresh – Badaboom (Video) (Memento des Originals vom 14. Januar 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/meinrap.de
  8. Sinan G – “Copland” (Video) (Memento des Originals vom 9. Februar 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/hiphopholic.de
  9. Sinan-G kündigt Album „Free Sinan-G“ an und muss erneute Haftstrafe antreten. In: Raptalk.org. 18. Dezember 2015, abgerufen am 20. Dezember 2015.
  10. Verdacht auf Besitz von Kriegswaffen - Spezialkräfte stürmen Wohnung von Essener Rapper, Spiegel Online, 5. April 2018, abgerufen am 8. April 2018.