Statzendorf

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Statzendorf
Wappen Österreichkarte
Wappen von Statzendorf
Statzendorf (Österreich)
Statzendorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Sankt Pölten-Land
Kfz-Kennzeichen: PL
Fläche: 12,47 km²
Koordinaten: 48° 18′ N, 15° 38′ OKoordinaten: 48° 18′ 29″ N, 15° 38′ 27″ O
Höhe: 295 m ü. A.
Einwohner: 1.373 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 110 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3125
Vorwahl: 02786
Gemeindekennziffer: 3 19 40
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 4
3125 Statzendorf
Website: www.statzendorf.at
Politik
Bürgermeister: Michael Küttner (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
11
8
11 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Statzendorf im Bezirk Sankt Pölten-Land
Altlengbach Asperbach Böheimkirchen Brand-Laaben Eichgraben Frankenfels Gablitz Gerersdorf Hafnerbach Haunoldstein Herzogenburg Hofstetten-Grünau Inzersdorf-Getzersdorf Kapelln Karlstetten Kasten bei Böheimkirchen Kirchberg an der Pielach Kirchstetten Loich Markersdorf-Haindorf Maria Anzbach Mauerbach Michelbach Neidling Neulengbach Neustift-Innermanzing Nußdorf ob der Traisen Obritzberg-Rust Ober-Grafendorf Perschling Pressbaum Prinzersdorf Purkersdorf Pyhra Rabenstein an der Pielach Schwarzenbach an der Pielach St. Margarethen an der Sierning St. Pölten Statzendorf Stössing Traismauer Tullnerbach Weinburg Wilhelmsburg Wölbling WolfsgrabenLage der Gemeinde Statzendorf im Bezirk Sankt Pölten (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Statzendorf ist eine Gemeinde mit 1373 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Sankt Pölten-Land in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Statzendorf liegt im Mostviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Gemeinde umfasst 12,44 Quadratkilometer. 12,7 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Süden und Westen Obritzberg-Rust, westlich Wölbling, im Norden Paudorf (Bezirk Krems-Land), nordöstlich Nußdorf ob der Traisen, östlich Inzersdorf-Getzersdorf und die Stadtgemeinde Herzogenburg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende fünf Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Absdorf (493)
  • Kuffern (322)
  • Rottersdorf (188)
  • Statzendorf (325)
  • Weidling (44)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Absdorf, Kuffern, Rottersdorf, Statzendorf und Weidling.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Statzendorf bestehen archäologische Fundstellen aus der jüngeren Steinzeit sowie ein Gräberfeld aus der Hallstattzeit. Im Jahr 1891 wurde die Situla von Kuffern (Situla = keltischer Weineimer; hier aus der Frühphase der La-Tène-Kultur, 475 – 425 v. Chr.) aufgefunden, die heute im Naturhistorischen Museum in Wien ausgestellt ist. Ein Gräberfeld mit 14 Körperbestattungen aus der frühen Latènezeit wurde durch Mitarbeiter des Naturhistorischen Museums sowie Benediktinern des Stiftes Göttweig auf einem Geländerücken freigelegt. Die genannte Situla stammt aus dem Grab 1, dazu auch noch ein bronzener Schöpflöffel mit Omphalos-verzierter Kelle und langem Stiel mit am Ende eingerolltem, wellenmusterverzierten Griff. Weitere Grabbeigaben sind Teile von Fibeln, einige mit Bronzekettchen und Tierköpfen, ein Gürtelhaken, einige Drehscheiben-Tongefäße sowie an Waffen Reste einer Schwertscheide, vier Lanzen- und zwei Pfeilspitzen. Die Waffenreste sind aus dem Grab 2, einem Schwertkriegergrab. Auch diese Objekte sind im Naturhistorischen Museum ausgestellt.[2]

In der frühen Neuzeit war Statzendorf ein landesfürstliches Lehen, das Ende des 16. Jahrhunderts dem Bernhard Jörger gegeben wurde, der es im Jahre 1592 seinem Bruder Helmhard Jörger zu Walpersdorf übertrug. Die selbständige Pfarre entstand 1784, sie ist dem Stift Herzogenburg inkorporiert. Landesgericht, Orts-, Grund- und Konskriptionsobrigkeit gingen im Jahre 1836 an die Herrschaft Walpersdorf; die heutige Gemeinde entstand um 1850. [3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde ist seit 12. Dezember 2013 Michael Küttner, Vizebürgermeister Wolfgang Steininger und Amtsleiter ist Bgm. a. D. Gerhard Reithmayr.

Im Gemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2015 bei insgesamt 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung: SPÖ 11, Liste ÖVP 8.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Statzendorf

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 48, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 54. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 649. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 46,4 Prozent.

Neben der Firma Hauer (Frontladerbau) und der Tischlerei Walter GmbH haben noch die Druckerei Dockner, die KFZ-Werstätte Maier und einige weitere Gewerbebetriebe in der Gemeinde Statzendorf ihren Sitz.

Windenergie-Erzeugung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Windpark "Hoher Kölbling"

Seit Sommer 2006 erzeugen 13 Enercon E70 mit je 2000 kW Leistung erneuerbare Energie. Diese sind in 3 Windparks gegliedert:

  • WP Schauerberg mit 2 Anlagen (Gde. Statzendorf)
  • WP Hoher Kölbling mit 6 Anlagen (je 3 in der Gde. Statzendorf und Gde. Obritzberg-Rust)
  • WP Kleinhain (5 Anlagen, Gde. Obritzberg-Rust).

Die durchschnittliche Jahreserzeugung aller 13 Anlagen versorgt ca. 13000 Haushalte mit Strom.[4]

Söhne und Töchter aus der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fladnitztal-Radweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fladnitztal-Radweg führt als Rundstrecke durch die Gemeinden Obritzberg-Rust, Statzendorf, Wölbling und Karlstetten und ist auch für ungeübte Radfahrer bewältigbar.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Statzendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Susanne Sievers/Otto Helmut Urban/Peter C. Ramsl: Lexikon zur Keltischen Archäologie. A–K und L–Z; Mitteilungen der prähistorischen Kommission im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2012, ISBN 978-3-7001-6765-5, S. 974 f.
  3. http://statzendorf.at/orte.php?id=1
  4. http://www.evn-naturkraft.at/