Weinburg (Niederösterreich)

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Weinburg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Weinburg
Weinburg (Niederösterreich) (Österreich)
Weinburg (Niederösterreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: St. Pölten-Land
Kfz-Kennzeichen: PL
Fläche: 10,36 km²
Koordinaten: 48° 7′ N, 15° 32′ OKoordinaten: 48° 6′ 53″ N, 15° 31′ 41″ O
Höhe: 321 m ü. A.
Einwohner: 1.407 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 136 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3205
Vorwahl: 02747
Gemeindekennziffer: 3 19 45
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Mariazeller Straße 15
3205 Weinburg
Website: www.weinburg.gv.at
Politik
Bürgermeister: Peter Kalteis (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(19 Mitglieder)
11
7
1
11 
Insgesamt 19 Sitze
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Weinburg ist eine Gemeinde mit 1407 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Bezirk Sankt Pölten-Land in Niederösterreich.

Blick auf den Ortsteil Klangen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinburg liegt im Mostviertel in Niederösterreich an der Pielach. Diese fließt in etwa 300 Meter Seehöhe, nach Osten und nach Westen steigt das Land bewaldet auf 400 Meter an. Die Fläche der Gemeinde umfasst rund zehn Quadratkilometer. Davon wird mehr als die Hälfte landwirtschaftlich genutzt, ein Drittel ist bewaldet.[1]

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pielach
  • Mühlbach
  • Weinburgerbach

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 11 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2021[2]):

  • Dietmannsdorf (309)
  • Eck (36)
  • Edlitz (43)
  • Engelsdorf (16)
  • Grub (11)
  • Klangen (72)
  • Luberg (19) samt Hading
  • Mühlhofen (21)
  • Oed (32)
  • Waasen (79)
  • Weinburg (769)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Dietmannsdorf, Dürnerhof, Eck, Edlitz, Engelsdorf, Grub bei Weinburg, Klangen, Luberg, Mühlhofen, Oed bei Weinburg, Waasen und Weinburg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ober-Grafendorf
Bischofstetten (ME) Nachbargemeinden Wilhelmsburg
Hofstetten-Grünau

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Römerstein aus dem 2. nachchristlichen Jahrhundert belegt eine frühe Besiedlung. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1248, wo mit Capella von Weinperch bereits eine Kirche genannt wird. Der Name stammt vom Weinbau, der damals hier betrieben wurde. Aus Weinperch wurde Weinberg und später Weinburg. Schon 1283 wird Weinburg eine eigenständige Pfarre, der erste Pfarrer war Swikkerus. Die spätere Geschichte ist eng mit der Burg Waasen verbunden. Die Herrschaft der Waasen ist seit 1267 belegt. Später folgte ein Zweig der Familie Auersperg, von denen sieben Personen in der Gruft der Kirche bestattet wurden. Für deren Nachfolger, den Freiherr Georg Anton von Grechtler wurde neben der Kirche eine eigene Gruft errichtet. Die Burg Waasen war 1790 nicht mehr bewohnt und verfiel. Heute sind nur noch wenige Mauerreste vorhanden.

Wichtige Ereignisse für die Entwicklung der Gemeinde waren der Bau der Straße von Spratzern über Ober-Grafendorf nach Mainburg im Jahr 1782, sowie der Bau der Mariazellerbahn am Ende des 19. Jahrhunderts.

Im Jahr 1912 kauften die Brüder Teich eine alte Mühle und gründeten ein Folienwalzwerk.[3]

In den Jahren 2001 bis 2004 wurde das Feuerwehrhaus der neuen Freiwilligen Feuerwehr gebaut, in dem ein HLF1- A - VF, ein RLF-A, ein TLF-A und ein MTF-A untergebracht sind.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Weinburg.
Lubergaquädukt der II. Wiener Hochquellenleitung

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer. Der Altarraum stammt aus dem 14., das Langhaus aus dem 15. Jahrhundert.[3]
  • Waldkapelle Weinburg
  • II. Wiener Hochquellenleitung
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Weinburg

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftssektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 31 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden achtzehn im Haupt-, zwölf im Nebenerwerb und einer von einer juristischen Person geführt. Die Erwerbstätigen des Produktionssektors arbeiteten zu beinahe 100 Prozent im Bereich Herstellung von Waren. Die wichtigsten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor waren die Bereiche soziale und öffentliche Dienste (43) und der Handel (26 Erwerbstätige).[4][5][6]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 31 35 20 23
Produktion 10 10 890 761
Dienstleistung 42 19 92 48

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das bedeutendste ansässige Unternehmen ist die Constantia Teich GmbH.

Arbeitsmarkt, Pendeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 lebten 657 Erwerbstätige in Weinburg. Davon arbeiteten 179 in der Gemeinde, 478 pendelten aus. Dafür kamen 823 Menschen aus der Umgebung zur Arbeit nach Weinburg.[7]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Weinburg befindet sich ein Kindergarten[8] und eine Volksschule.[9]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßen

Mariazeller Straße

Pielachtal Straße B 39

Bahnen

Mariazellerbahn: 2,5 km durch die Gemeinde. Haltepunkte: Weinburg, Klangen

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bauernbund Ortsgruppe Weinburg
  • Elternverein Weinburg
  • Freiwillige Feuerwehr Weinburg
  • Klub für Kunst u. Technik Weinburg
  • Landjugend Weinburg
  • Naturfreunde Weinburg
  • NÖ Volkshilfe - Ortsgruppe Weinburg
  • ÖVP Weinburg
  • Pensionistenverband Ortsgruppe Weinburg
  • Pielachtaler Sportfischerei
  • SPÖ Weinburg
  • SV-Folie Teich Weinburg

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeamt Weinburg

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2020 bei insgesamt 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung: ÖVP 7, SPÖ 11, FPÖ 1.[10]

Partei 2020[11] 2015[11] 2010[12] 2005[12]
Prozent Mandate % Mandate % Mandate % Mandate
SPÖ 57,34 11 59,51 12 53,28 10 68,24 14
ÖVP 37,49 7 31,69 6 34,36 7 27,16 5
FPÖ 5,17 1 8,81 1 12,37 2 4,60 0

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde ist Peter Kalteis.[13]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinde wurde 1970 das Ortswappen verliehen.[14]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Krach (1936–2018), 40 Jahre lang Gemeinderat

Künstler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Weinburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Weinburg, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 14. April 2021.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  3. a b Chronik. Gemeinde Weinburg, abgerufen am 14. April 2021 (österreichisches Deutsch).
  4. Ein Blick auf die Gemeinde Weinburg, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 14. April 2021.
  5. Ein Blick auf die Gemeinde Weinburg, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 14. April 2021.
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Weinburg, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 14. April 2021.
  7. Ein Blick auf die Gemeinde Weinburg, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 14. April 2021.
  8. Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 8. November 2020.
  9. Schulensuche. In: Schulen online. Abgerufen am 2. Oktober 2020.
  10. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Weinburg. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 25. Februar 2020.
  11. a b Land Niederösterreich - Gemeinderatswahl 2020. Abgerufen am 14. April 2021.
  12. a b Land Niederösterreich - Gemeinderatswahl 2010. Abgerufen am 14. April 2021.
  13. Peter Kalteis. Gemeinde Weinburg, abgerufen am 14. April 2021 (österreichisches Deutsch).
  14. Amtszeit von Bgm. Königsberger bis Amtszeit von Bgm. Kalteis. Gemeinde Weinburg, abgerufen am 14. April 2021 (österreichisches Deutsch).
  15. Moderne Kunst aus Weinburg. Abgerufen am 14. April 2021.