Kirchberg an der Pielach

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Marktgemeinde
Kirchberg an der Pielach
Wappen Österreichkarte
Wappen von Kirchberg an der Pielach
Kirchberg an der Pielach (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: St. Pölten (Land)
Kfz-Kennzeichen: PL
Fläche: 63,50 km²
Koordinaten: 48° 2′ N, 15° 26′ OKoordinaten: 48° 1′ 39″ N, 15° 25′ 43″ O
Höhe: 371 m ü. A.
Einwohner: 3.166 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 50 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3204
Vorwahl: 02722
Gemeindekennziffer: 3 19 18
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Schloßstraße 1
3204 Kirchberg an der Pielach
Website: www.kirchberg-pielach.at
Politik
Bürgermeister: Franz Singer (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(23 Mitglieder)
17
5
1
17 
Insgesamt 23 Sitze
Blick vom Gemeindeamt auf die Kirche
Blick vom Gemeindeamt auf die Kirche
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Kirchberg an der Pielach ist eine Marktgemeinde mit 3166 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) im Bezirk Sankt Pölten-Land in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchberg an der Pielach liegt im Tal der Pielach im Mostviertel in den niederösterreichischen Alpen.

Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 63,50 Quadratkilometer. Davon sind 54 Prozent bewaldet und 41 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche.[1]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sieben Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2021[2]):

  • Kirchberg an der Pielach (1263)
  • Kirchberggegend (238) samt Fronberg
  • Schloßgegend (272)
  • Schwerbachgegend (425) samt Marbach und Schwerbach
  • Soisgegend (510) samt Sois
  • Tradigistdorf (309)
  • Tradigistgegend (149) samt Dörfl auf der Eben

Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Kirchberg an der Pielach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.

Im 6. bis 9. Jahrhundert gab es im Ortsgebiet vermutlich eine Awarensiedlung, danach folgten slawische Bewohner. Im 11. Jahrhundert wurde die Burg in Kirchberg errichtet.

Die erste Erwähnung des Orts folgte um 1250 als „Chirichperg“. 1608 wird Kirchberg als Marktort genannt.[3]

1848 kommt es zu Revolution und Bauernbefreiung, 1850 zur Bildung einer Gemeindevertretung. Mit dem Anschluss Österreichs 1938 kam der Ort zum Gau Niederdonau. Am 8. Mai 1945 rückten sowjetische Truppen ein, es folgten im November 1945 demokratische Wahlen und die Wiederherstellung der österreichischen Souveränität.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den ersten und letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts gab es einen starken Bevölkerungszuwachs. In den letzten 25 Jahren wurde die positive Geburtenbilanz durch eine negative Wanderungsbilanz aufgehoben.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skywalk (Aussichtsplattform) in Kirchberg an der Pielach, Österreich
Schloss
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Kirchberg an der Pielach

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sportclub Kirchberg wurde am 26. Oktober 1946 gegründet.

Die ehemalige Karate-Weltmeisterin Karina Gansch stammt aus Kirchberg an der Pielach. Sie wurde 1998 in Bern Österreichs erste Shōtōkan-Weltmeisterin.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anzahl der nichtlandwirtschaftlichen Arbeitsstätten stieg von 136 im Jahr 2001 auf 179 im Jahr 2011. Land- und forstwirtschaftliche Betriebe gab es 156 nach der Erhebung im 1999. Diese Zahl sank auf 146 im Jahr 2010. Nach der Volkszählung 2001 betrug die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort 1.387. Die Erwerbsquote lag 2016 bei 52,8 Prozent.[6][7]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es einen Kindergarten,[8] eine Volksschule und eine Mittelschule.[9]

Bahnhof Kirchberg a.d.Pielach
Waggon der Mariazellerbahn mit Kirchberger Motiven

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eisenbahn: Kirchberg liegt an der Mariazellerbahn. Diese Bahnstrecke hält im Gemeindegebiet im Bahnhof Kirchberg an der Pielach, sowie den Haltestellen Tradigist und Schwerbach. Kirchberg war zwischen Juni 1991 und Dezember 2015 mit einer zweijährigen Unterbrechung Systemkreuzungsbahnhof.
  • Straßen: An das höherrangige Straßennetz ist Kirchberg durch die B39 (Pielachtal Straße) angebunden. Außerdem führen noch überregional bedeutende Landesstraßen über die „Luft“ nach Kettenreith, sowie über Tradigist und den „Gaisbühelsattel“ nach Eschenau. Von Tradigist führt auch eine Straße über den „Morigrabensattel“ nach Schrambach.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Franz Singer, Amtsleiter Hannes Karner. Im Marktgemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2020 bei insgesamt 23 Sitzen folgende Mandatsverteilung: ÖVP 17, SPÖ 5, FPÖ 1.[10]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinde wurde 1969 ein Wappen verliehen. Es zeigt über drei silbernen Wellenbalken auf einem grünen Hügel das rot bedachte Kirchengebäude.

Es symbolisiert die Lage im Tal und zeigt die namensgebende Kirche.[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Wiesinger (1827–1902), Pfarrer
  • Karl Stolz (1873–1967), Unternehmer und Bürgermeister
  • August Blazic (* 1947), Pfarrer
  • 2019: Gerhard Hackner (* 1953), Amtsleiter, Tourismusobman und Multifunktionär[11]
  • 2021: Anton Gonaus (* 1951), Bürgermeister

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lambert Karner, Pfarrer, Speläologe und Archäologe wurde hier geboren

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bundesdenkmalamt (Hrsg.): Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich, südlich der Donau, Teil 1. Verlag Berger, Horn/Wien 2003, S. 944 f., ISBN 3-85028-364-X
  • Heinz Palt: Heimatbuch der Marktgemeinde Kirchberg an der Pielach. Kirchberg an der Pielach 1975

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kirchberg an der Pielach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Kirchberg an der Pielach, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 13. November 2021.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  3. a b Gedächtnis des Landes - Orte: Kirchberg an der Pielach. Museum Niederösterreich, abgerufen am 13. November 2021.
  4. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Kirchberg an der Pielach, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 7. Februar 2019.
  5. Aussichtsplattform Kirchberg auf der Webseite der Mostviertel Tourismus Gmbh
  6. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Kirchberg an der Pielach, Arbeitsstätten. Abgerufen am 7. Februar 2019.
  7. Statistik Austria, Abgestimmte Erwerbsstatistik 2016. Abgerufen am 7. Februar 2019.
  8. Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 8. November 2020.
  9. Schulensuche. In: Schulen online. Abgerufen am 28. September 2020.
  10. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Kirchberg an der Pielach. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 25. Februar 2020.
  11. https://www.noen.at/pielachtal/kirchberg-an-der-pielach-gerhard-hackner-ist-ehrenbuerger-kirchberg-an-der-pielach-gerhard-hackner-anton-gonaus-kirchberg-halle-135611549 (abgerufen am 12. Februar 2019)