Kirchberg an der Pielach

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Marktgemeinde
Kirchberg an der Pielach
Wappen Österreichkarte
Wappen von Kirchberg an der Pielach
Kirchberg an der Pielach (Österreich)
Kirchberg an der Pielach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Sankt Pölten-Land
Kfz-Kennzeichen: PL
Fläche: 63,41 km²
Koordinaten: 48° 2′ N, 15° 26′ OKoordinaten: 48° 1′ 39″ N, 15° 25′ 43″ O
Höhe: 371 m ü. A.
Einwohner: 3.221 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 51 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3204
Vorwahl: 02722
Gemeindekennziffer: 3 19 18
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schloßstraße 1
3204 Kirchberg an der Pielach
Website: www.kirchberg-pielach.at
Politik
Bürgermeister: Anton Gonaus (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(23 Mitglieder)
16
4
3
16 
Insgesamt 23 Sitze
Lage von Kirchberg an der Pielach im Bezirk Sankt Pölten-Land
AltlengbachAsperhofenBöheimkirchenBrand-LaabenEichgrabenFrankenfelsGablitzGerersdorfHafnerbachHaunoldsteinHerzogenburgHofstetten-GrünauInzersdorf-GetzersdorfKapellnKarlstettenKasten bei BöheimkirchenKirchberg an der PielachKirchstettenLoichMarkersdorf-HaindorfMaria AnzbachMauerbachMichelbachNeidlingNeulengbachNeustift-InnermanzingNußdorf ob der TraisenObritzberg-RustOber-GrafendorfPerschlingPressbaumPrinzersdorfPurkersdorfPyhraRabenstein an der PielachSchwarzenbach an der PielachSt. Margarethen an der SierningSt. PöltenStatzendorfStössingTraismauerTullnerbachWeinburgWilhelmsburgWölblingWolfsgrabenLage der Gemeinde Kirchberg an der Pielach im Bezirk Sankt Pölten (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick vom Gemeindeamt auf die Kirche
Blick vom Gemeindeamt auf die Kirche
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Kirchberg an der Pielach ist eine Marktgemeinde mit 3221 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Sankt Pölten-Land in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchberg an der Pielach liegt im Tal der Pielach im Mostviertel in den niederösterreichischen Alpen. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 63,52 Quadratkilometer. 54,54 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sieben Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Kirchberg an der Pielach (1272)
  • Kirchberggegend (239) samt Fronberg
  • Schloßgegend (271)
  • Schwerbachgegend (420) samt Marbach und Schwerbach
  • Soisgegend (545) samt Sois
  • Tradigistdorf (314)
  • Tradigistgegend (160) samt Dörfl auf der Eben

Die Gemeinde besteht aus der Katastralgemeinde Kirchberg an der Pielach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum.

Im 6. bis 9. Jahrhundert gab es im Ortsgebiet vermutlich eine Awarensiedlung, danach folgten slawische Bewohner. Im 11. Jahrhundert wurde die Burg in Kirchberg errichtet. Die erste Erwähnung des Orts folgte um 1250 als „Chirichperg“. 1608 wird Kirchberg als Marktort genannt. 1848 kommt es zu Revolution und Bauernbefreiung, 1850 zur Bildung einer Gemeindevertretung. Mit dem Anschluss Österreichs 1938 kam der Ort zum Gau Niederdonau. Am 8. Mai 1945 rückten sowjetische Truppen ein, es folgten im November 1945 demokratische Wahlen und die Wiederherstellung der österreichischen Souveränität.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den ersten und letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts gab es einen starken Bevölkerungszuwachs. In den letzten 25 Jahren wurde die positive Geburtenbilanz durch eine negative Wanderungsbilanz aufgehoben.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Skywalk (Aussichtsplattform) in Kirchberg an der Pielach, Österreich
Schloss
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Kirchberg an der Pielach

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sportclub Kirchberg wurde am 26. Oktober 1946 gegründet.

Die ehemalige Karate-Weltmeisterin Karina Gansch stammt aus Kirchberg an der Pielach. Sie wurde 1998 in Bern Österreichs erste Shōtōkan-Weltmeisterin.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anzahl der nichtlandwirtschaftlichen Arbeitsstätten stieg von 136 im Jahr 2001 auf 179 im Jahr 2011. Land- und forstwirtschaftliche Betriebe gab es 156 nach der Erhebung im 1999. Diese Zahl sank auf 146 im Jahr 2010. Nach der Volkszählung 2001 betrug die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort 1.387. Die Erwerbsquote lag 2016 bei 52,8 Prozent.[4][5]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Kirchberg a.d.Pielach
Waggon der Mariazellerbahn mit Kirchberger Motiven

Kirchberg liegt an der Mariazellerbahn. Diese Bahnstrecke hält im Gemeindegebiet im Bahnhof Kirchberg an der Pielach, sowie den Haltestellen Tradigist und Schwerbach. Kirchberg war zwischen Juni 1991 und Dezember 2015 mit einer zweijährigen Unterbrechung Systemkreuzungsbahnhof.

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An das höherrangige Straßennetz ist Kirchberg durch die B39 (Pielachtal Straße) angebunden. Außerdem führen noch überregional bedeutende Landesstraßen über die „Luft“ nach Kettenreith, sowie über Tradigist und den „Gaisbühelsattel“ nach Eschenau. Von Tradigist führt auch eine Straße über den „Morigrabensattel“ nach Schrambach.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Anton Gonaus, Amtsleiter Hannes Karner. Im Marktgemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2015 bei insgesamt 23 Sitzen folgende Mandatsverteilung: Liste ÖVP 16, SPÖ 4, FPÖ 3. Sonst gibt es keine Mandate.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2019: Gerhard Hackner, Amtsleiter, Tourismusobman und Multifunktionär[6]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lambert Karner, Pfarrer, Speläologe und Archäologe wurde hier geboren.

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bundesdenkmalamt (Hrsg.): Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich, südlich der Donau, Teil 1. Verlag Berger, Horn/Wien 2003, S. 944 f., ISBN 3-85028-364-X
  • Heinz Palt: Heimatbuch der Marktgemeinde Kirchberg an der Pielach. Kirchberg an der Pielach 1975

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Kirchberg an der Pielach, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 7. Februar 2019.
  3. Aussichtsplattform Kirchberg auf der Webseite der Mostviertel Tourismus Gmbh
  4. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Kirchberg an der Pielach, Arbeitsstätten. Abgerufen am 7. Februar 2019.
  5. Statistik Austria, Abgestimmte Erwerbsstatistik 2016. Abgerufen am 7. Februar 2019.
  6. https://www.noen.at/pielachtal/kirchberg-an-der-pielach-gerhard-hackner-ist-ehrenbuerger-kirchberg-an-der-pielach-gerhard-hackner-anton-gonaus-kirchberg-halle-135611549 (abgerufen am 12. Februar 2019)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kirchberg an der Pielach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien