Talent (Fluss)

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Talent
Der Fluss in der Nähe des Klosters Montheron

Der Fluss in der Nähe des Klosters Montheron

Daten
Gewässerkennzahl CH: 220
Lage Waadt; Schweiz
Flusssystem Rhein
Abfluss über Orbe → Zihlkanal → Aare → Rhein → Nordsee
Quelle im Waldgebiet des Bois du Jorat
46° 35′ 5″ N, 6° 42′ 46″ O
Quellhöhe ca. 900 m ü. M.
Mündung nahe bei der Stadt Orbe VD in die OrbeKoordinaten: 46° 44′ 15″ N, 6° 33′ 48″ O; CH1903: 533103 / 176630
46° 44′ 15″ N, 6° 33′ 48″ O
Länge 40 km[1]

Der Talent ist ein 40 km langer rechter Nebenfluss der Orbe im Kanton Waadt im Westschweizer Mittelland. Er entspringt in einer Höhe von rund 900 m ü. M. im ausgedehnten Waldgebiet des Bois du Jorat und fliesst zunächst nach Westen in einem Tal, das in die Molasse des Jorat-Hochlandes eingetieft ist. Nördlich der Gemeinde Cugy vollzieht der Talent einen scharfen Bogen und fliesst jetzt in einer vom eiszeitlichen Rhonegletscher vorbereiteten Furche nach Nordnordosten. Bei Echallens wendet sich der Fluss wieder nach Westen und erreicht die Fläche des nordöstlichen Gros de Vaud, die er mit zahlreichen kleinen Windungen durchquert. Unterhalb von Saint-Barthélemy macht er einen weiteren scharfen Knick nach Norden und tieft sich erneut in die Molasseschichten ein. Bei Chavornay tritt der Talent in die Orbeebene hinaus und mündet nahe bei der Stadt Orbe VD in die Orbe. Nach dem Zusammenfluss von Orbe und Talent übernimmt das Gewässer den Namen La Thielle (deutsch Zihl).

Der Talent ist in seinem Ober- und Mittellauf ein weitgehend natürlicher oder naturnah gehaltener Fluss. In der Orbeebene wurde er kanalisiert und begradigt. Hier mündet auch der einzige erwähnenswerte Nebenfluss, der Nozon. Früher wurde das Wasser des Talent an einigen Orten zum Betrieb von Mühlen genutzt (u.a. Moulin de Bavois).

Zuflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ruisseau des Corbessières (links)
  • Ruisseau de Benenté (links)
  • Tiolerie (rechts)
  • Ruisseau de Latigny (links)
  • Combron (rechts)
  • Posat (rechts)
  • Mortigue (links)
  • Vouda (rechts)
  • Nozon (links)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auswertungen zum Gewässernetz. BAFU, Dezember 2013, abgerufen am 9. August 2017 (XLSX, Auflistung Fliessgewässer der Schweiz >30km).