Ergolz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Ergolz
Die Ergolz bei Sissach

Die Ergolz bei Sissach

Daten
Gewässerkennzahl CH: 2
Lage Basel-Landschaft, Schweiz
Flusssystem Rhein
Abfluss über Rhein → Nordsee
Quelle Schafmatt, Geissflue
47° 25′ 26″ N, 7° 57′ 34″ O
Quellhöhe 830 m ü. M.
Mündung Zwischen Augst und Kaiseraugst in den RheinKoordinaten: 47° 32′ 17″ N, 7° 42′ 50″ O; CH1903: 620724 / 265296
47° 32′ 17″ N, 7° 42′ 50″ O
Mündungshöhe 260 m ü. M.
Höhenunterschied 570 m
Sohlgefälle 19 ‰
Länge 30 km[1]
Einzugsgebiet 301 km²[2]
Abfluss[2]
AEo: 301 km²
MQ
Mq
4,51 m³/s
15 l/(s km²)
Kleinstädte Sissach, Liestal
Gemeinden Gelterkinden
Die Ergolz in Oltingen

Die Ergolz in Oltingen

Ergolz (Schweiz)
Quelle
Quelle
Mündung
Mündung
Quelle- und Mündungsort der Ergolz

Die Ergolz ist der 30 Kilometer lange Hauptfluss des Baselbiet im Schweizer Kanton Basel-Landschaft. Sie entspringt im Faltenjura an der Geissflue im oberen Baselbiet und mündet bei Augst in den Rhein.

In die Ergolz münden die Zuflüsse Eibach, Homburgerbach, Diegterbach, Frenke (mit Hinterer Frenke), Orisbach, Röserenbach und Violenbach.

Messdaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1934 wird in Liestal der Pegelstand und die Abflussmenge der Ergolz gemessen. In diesen mehr als 70 Jahren flossen dort durchschnittlich 3,73 m³/s in Richtung Rhein. Im Jahre 2006 führte der Fluss durchschnittlich 5,63 m³/s. Die Extremwerte, welche die Messstation seit Beginn der Messungen ermitteln konnte, sind 0,1 m³/s (1947), respektive 155 m³/s (1999).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fluss diente der römischen Stadt Augusta Raurica als Trinkwasserversorgung, dazu wurde ein Aquädukt mit Ursprung oberhalb von Liestal gebaut. Das Aquädukt ist noch heute stellenweise zu besichtigen und begehbar (im Heidenloch in Liestal sowie nordöstlich der Kläranlage in Füllinsdorf).

Der im 20. Jahrhundert zunehmenden Wasserverschmutzung der Ergolz wurde ab 1960 mit dem Bau mehrerer Kläranlagen entgegengewirkt.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ergolz entwässert mit Ausnahme des Birstals den gesamten Kanton Baselland (Bezirke Liestal, Sissach, Waldenburg). Sie entspringt auf 830 m ü. M. an der Kantonsgrenze von Baselland (Oltingen) und Solothurn (Kienberg) weniger als 1 km entfernt vom Kanton Aargau. Sie durchfliesst auf ihrem Weg durch die vom Tafeljura geprägte Landschaft zunächst die Orte Oltingen, Rothenfluh und Ormalingen.

Mit Gelterkinden erreicht sie ein Regionalzentrum des Oberbaselbiets, wo ihr auch der Eibach sowie das Rickenbächli zufliessen. Weiter führt der Weg über Böckten nach Sissach, dem zweiten Regionalzentrum, wobei auf diesem Abschnitt der Homburgerbach und der Diegterbach zufliessen.

Weiter geht es über Itingen und Lausen nach Liestal, der Hauptstadt des Kantons. In Liestal münden die Frenke, der Orisbach sowie der Röserenbach in die Ergolz. Am Unterlauf geht es weiter zwischen Frenkendorf und Füllinsdorf, vorbei an Pratteln zur Mündung in Augst. Kurz bevor die Ergolz selbst in den Rhein mündet, fliesst ihr noch der Violenbach zu. Ab diesem Punkt bildet die Ergolz auf den letzten Metern noch die Kantonsgrenze zwischen den Orten Augst und Kaiseraugst.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auswertungen zum Gewässernetz. BAFU, Dezember 2013, abgerufen am 10. August 2017 (XLSX, Auflistung Fliessgewässer der Schweiz >30km).
  2. a b Modellierter mittlerer jährlicher Abfluss. In: Topographische Einzugsgebiete der Schweizer Gewässer: Gebietsauslässe. Abgerufen am 4. Mai 2018.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ergolz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien